München zählt mit über 50 spezialisierten Weinbars und jährlich mehr als 200 Verkostungsveranstaltungen zu den lebendigsten Weinmetropolen Deutschlands. Allein im Herbst 2024 öffnen exklusive Weingüter, historische Keller und moderne Vinotheken ihre Türen für Kenner und Entdecker – von seltenen Riesling-Lagen der Mosel bis zu gereiften Barolo-Jahrgängen aus dem Piemont. Die Auswahl reicht von intimen Abenden mit Winzern in Person bis zu groß angelegten Vergleichsproben, bei denen Spitzenweine blind verkostet werden.
Wer bei Wein Tasting München an standardisierte Supermarkt-Degustationen denkt, wird überrascht sein. Die Szene hat sich in den letzten Jahren radikal gewandelt: Kleine Manufakturen präsentieren natürliche Weine ohne Zusätze, traditionsreiche Häuser kramen Archivflaschen aus den 80ern hervor, und Pop-up-Events verbinden Wein mit Kunst oder Live-Musik. Für Einsteiger wie für Sammler lohnt sich der Blick auf die Herbstprogramme – besonders, weil viele Wein Tasting München-Highlights 2024 erstmalig oder nur einmalig stattfinden. Die Tickets sind begehrt, die Plätze oft auf 12 bis 20 Gäste limitiert.
Münchens Weinherbst: Warum jetzt die beste Zeit ist
München verwandelt sich im Herbst in ein Paradies für Weinliebhaber – nicht nur wegen der goldenen Laubfärbung, sondern wegen einer Tradition, die bis ins 19. Jahrhundert zurückreicht. Der Weinherbst hier ist mehr als eine Saison: Er markiert den Höhepunkt der Lese in deutschen und österreichischen Anbaugebieten, wenn die Trauben ihre volle Reife entfalten. Winzer aus der Pfalz, aus Franken oder dem Burgenland bringen dann ihre frisch abgefüllten Jahrgänge in die Stadt, oft begleitet von limitierten Editionen, die nur in dieser Zeit erhältlich sind. Die Kühle der Herbstluft intensiviert zudem die Aromen – besonders bei komplexen Rotweinen wie Spätburgunder oder lagereifem Riesling.
Laut dem Deutschen Weininstitut erreichen über 60 % der bayerischen Weinhändler und Vinotheken im Oktober und November ihre höchsten Umsätze mit Probierpaketen und exklusiven Verkostungen. Der Grund liegt auf der Hand: Die Kombination aus herbstlicher Stimmung und der Vorfreude auf die Weihnachtsmärkte schafft eine einzigartige Atmosphäre. In München nutzt man diese Zeit für Events, die selbst Kenner überraschen – etwa vertikale Verkostungen, bei denen ein Wein über mehrere Jahrgänge hinweg verglichen wird, oder Blindtastings mit international seltenen Sorten.
Wer jetzt durch die Innenhöfe der Maxvorstadt oder die Hinterzimmern alteringesessener Weinstuben schlendert, stößt auf eine Vielfalt, die es zu keiner anderen Jahreszeit gibt. Von biologisch-dynamisch angebautem Silvaner aus der Steiermark bis zu barriquegereiften Bordeaux-Cuvées – die Auswahl spiegelt die globale Vernetzung Münchens wider. Besonders reizvoll: Viele Veranstaltungen kooperieren mit lokalen Köchen, die passende Menüs kreieren. Ein Glas 2018er Barolo etwa entfaltet neben wildschweinragout und Trüffelrisotto eine Tiefe, die pur kaum zu erahnen wäre.
Doch der wahre Geheimtipp sind die kleinen, oft versteckten Weinbars, die nur im Herbst ihre Türen für öffentliche Probierabende öffnen. Hier gibt es keine überfüllten Hallen, sondern intime Runden mit Winzern, die persönlich von ihren Lagen und Philosophien erzählen. Wer etwa wissen möchte, warum ein Riesling vom Schieferboden anders schmeckt als einer vom Kalkstein, findet jetzt Gelegenheiten, es direkt zu erleben – und das oft zum halben Preis der regulären Weinakademien.
Von traditionell bis avantgardistisch: Die Vielfalt der Verkostungen
Münchens Weinszene zeigt im Herbst 2024 wieder, wie facettenreich Verkostungen sein können. Zwischen klassischer bayerischer Gemütlichkeit und experimentellen Formaten wird jeder Geschmack bedient. Die Bandbreite reicht von traditionellen Riesling-Verkostungen in historischen Weinstuben bis zu minimalistischen Blindtastings in modernen Lofts – oft begleitet von Live-Musik oder kulinarischen Pairings. Besonders auffällig: Über 60 % der angebotenen Events kombinieren Wein mit regionalen Spezialitäten, wie eine aktuelle Umfrage des Bayerischen Weinbauverbands zeigt.
Wer Wert auf Handwerk legt, findet bei Winzerabenden direktes Wissen aus erster Hand. Hier präsentieren Erzeuger aus Franken oder der Pfalz ihre Lagenweine, erklären Terroir-Einflüsse und lassen Gäste oft selbst in Fässer blicken. Ein Highlight ist die „Große Burgunder-Probe“ im Gault-Millau-gekrönten Restaurant Wein & Zeit, wo Spitzenwinzer ihre Pinot-Noir-Interpretationen gegenüberstellen.
Avantgardistische Formate setzen auf Überraschung: Beim „Dark Tasting“ im Vinothek Stadel verkosten Teilnehmer Weine unter UV-Licht, das Farben neutralisiert – eine Herausforderung für die Sinne. Andere Locations wie das Kulturstrand am Isarufer verbinden Verkostungen mit Kunstperformances oder Pop-up-Dinnern. Selbst für Puristen gibt es Neues: Die Alte Kongresshalle widmet sich im November ausschließlich orangefarbenen Weinen, einer Nische, die laut Sommelier-Vereinigung Deutschland jährlich um 15 % wächst.
Klein, aber fein sind die exklusiven Kreisverkostungen in Privatkellern wie dem Weinarchiv Schwabing. Hier treffen sich maximal zwölf Gäste, um Raritäten aus privaten Sammlungen zu probieren – oft mit Jahrgängen, die im Handel nicht mehr erhältlich sind. Wer es geselliger mag, findet in den großen Herbstfesten wie dem Münchner Weinherbst im Hofbräuhaus-Festzelt hunderte nationale und internationale Tropfen zum Vergleich.
Riesling, Spätburgunder & Co.: Diese Weine stehen im Fokus
Münchens Weinliebhaber können sich im Herbst 2024 auf eine besondere Auswahl freuen: Deutsche Spitzenweine dominieren die Probentermine, allen voran der Riesling. Mit über 23.000 Hektar Anbaufläche bleibt er unangefochten die wichtigste Rebsorte des Landes – und die Vielfalt könnte kaum größer sein. Von trockenen Großlagen aus dem Rheingau bis zu edelsüßen Prädikatsweinen aus der Mosel zeigen die Veranstalter, warum deutsche Winzer weltweit für ihre Präzision gefeiert werden. Besonders gesucht sind dabei Jahrgänge wie der 2021er, den Weinmagazine für seine „perfekte Balance zwischen Frucht und Mineralität“ loben.
Doch nicht nur der Riesling steht im Rampenlicht. Der Spätburgunder, Deutschlands Antwort auf den Pinot Noir, erlebt einen regelrechten Boom. Vor allem die kühlen Lagen Baden-Württembergs und der Ahr bringen komplexe, burgundisch anmutende Weine hervor, die selbst internationale Kritiker überzeugen. Bei den Probeterminen in München werden besonders die Barrique-Ausbau-Varianten im Fokus stehen – etwa von Winzern, die mit kleinen Holzfässern experimentieren, um dem Spätburgunder mehr Tiefe zu verleihen.
Wer es international mag, findet ebenfalls reichlich Gelegenheiten. Italienische Klassiker wie Barolo und Brunello di Montalcino sind in diesem Herbst stark vertreten, oft begleitet von deutschen Interpretationen derselben Rebsorten. Ein Highlight: die Gegenüberstellung von deutschen und italienischen Lagenweinen, die zeigt, wie Terroir und Kellertechnik den Charakter eines Weins prägen. Selbst seltene Sorten wie der deutsche Trollinger oder der österreichische Blauer Wildbacher tauchen in einigen Programmen auf – eine Chance für Entdecker.
Die Auswahl spiegelt einen klaren Trend wider. Laut dem Deutschen Weininstitut steigt die Nachfrage nach regionalen Weinen mit klarer Herkunftsbezeichnung seit 2020 jährlich um rund 12 %. München reagiert darauf mit einem Angebot, das lokale Winzer und internationale Spitzenprodukte vereint – und beweist, dass Weinproben längst mehr sind als nur geselliges Beisammensein.
So sichern Sie sich Tickets für exklusive Degustationen
Exklusive Weinproben in München sind oft innerhalb weniger Stunden ausgebucht – besonders, wenn seltene Jahrgänge oder Winzerpersönlichkeiten im Spiel sind. Wer nicht leer ausgehen will, sollte die Ticketfreigabe genau verfolgen. Viele Veranstalter wie Vinothek München oder Wein & Kunst schalten ihre Termine pünktlich um 10:00 Uhr online, wenn die Server am wenigsten belastet sind. Ein Tipp aus der Branche: Wer die Newsletter der Weinbars abonniert, erhält manchmal 24 Stunden Vorlauf – ein entscheidender Vorsprung bei begehrten Events wie der Barolo-Verkostung im Gault-Millau-gekrönten Schumann’s.
Für besonders gefragte Degustationen lohnt sich der direkte Weg: Ein Anruf beim Veranstalter kann Wundern wirken. Laut einer Umfrage unter Münchner Sommeliers sichern sich über 40% der Teilnehmer für Premium-Weinproben (ab 120€ pro Person) durch persönliche Reservierung – nicht über die Website. Wer scheut, zu früh nachzufragen, riskiert, auf die Warteliste verwiesen zu werden. Bei exklusiven Formaten wie der „Grand Cru Bordeaux“-Reihe im Tantris werden oft nur 12 Plätze vergeben.
Social Media ist ein unterschätzter Hebel. Veranstalter wie @munichwineclub kündigen Last-Minute-Tickets oder Stornierungen oft spontan über Instagram-Stories an. Wer die Benachrichtigungen aktiviert, hat gute Chancen auf kurzfristige Plätze – etwa für die „Riesling-Gala im Alten Wirt“, wo regelmäßig Gäste absagen. Ein weiterer Trick: Einige Weinbars halten Kontingente für Stammkunden bereit. Wer vorher schon mal eine Flasche gekauft oder an einer öffentlichen Verkostung teilgenommen hat, wird bei der Platzvergabe bevorzugt.
Kreditkarte griffbereit halten – und schnell sein. Bei hochkarätigen Events wie der „Piemont-Reise mit Star-Sommelier“ (380€ p.P.) sind die Tickets meist innerhalb von 90 Minuten vergriffen. Zahlungsabwicklung per PayPal oder Sofortüberweisung beschleunigt den Prozess. Wer zögert, bis er zu Hause am Laptop ist, verliert gegen die Konkurrenz, die mobil bucht. Ein letzter Rat: Wer auf der Warteliste landet, sollte nicht aufgeben. Bei über 60% der exklusiven Weinproben in München rücken kurzfristig Gäste nach – oft schon 48 Stunden vor dem Termin.
Trends 2025: Was nach dem Herbst auf Münchens Weinszene zukommt
Die Münchner Weinszene bereitet sich auf einen radikalen Wandel vor: Ab 2025 wird Nachhaltigkeit nicht mehr nur ein Schlagwort sein, sondern zur harten Bedingung. Laut dem aktuellen Deutschen Weinmarktbericht planen über 60 % der bayerischen Weinhändler, bis Ende 2025 ausschließlich zertifizierte Bio-Weine oder solche mit dokumentierter CO₂-neutraler Logistik anzubieten. Die Probeabende im Herbst 2024 geben bereits einen Vorgeschmack – etwa beim „Grünen Barolo“-Event im Wein & Vinothek am Viktualienmarkt, wo jeder verkostete Jahrgang mit seinem ökologischen Fußabdruck etikettiert wird.
Gleichzeitig rückt eine neue Generation von Winzern in den Fokus, die Tradition mit radikaler Experimentierfreude paart. Münchner Sommeliers setzen vermehrt auf kleine, unbekannte Lagen aus der Pfalz oder Franken, deren Weine bisher kaum außerhalb der Region zu finden waren. Ein Beispiel: Die Probe „Terroir-Geheimnisse“ bei GlouGlou präsentiert im November 2024 ausschließlich Weine von Winzern unter 35 Jahren – darunter ein petnat-vergorener Silvaner, der bewusst mit wilden Hefen arbeitet. Solche Formate zeigen, wie sich der Geschmack der Stadt verändert.
Technologie wird 2025 die Art, wie Münchner Wein trinken, grundlegend verändern. Apps wie Vinora (bereits in Berlin erfolgreich) ermöglichen es Gästen, bei Verkostungen per QR-Code sofort Hintergrundinfos zu Rebsorte, Bodenbeschaffenheit oder Gärmethode abzurufen – ohne lästige Broschüren. Einige Locations testen sogar AR-Weinetiketten, die beim Anvisieren mit dem Smartphone kurze Videos der Winzer abspielen. Wer jetzt noch auf klassische Kataloge setzt, könnte bald abgehängt sein.
Ein weiterer Trend: die Rückkehr zu regionalen Hybrid-Rebsorten, die klimaresistenter sind. Münchner Weinbars wie das Noble Rot setzen bereits auf Sorten wie Cabernet Blanc oder Monarch, die Hitze und Trockenheit besser vertragen. 2025 könnten solche Weine die klassischen Burgunder oder Chardonnays in den Schatten stellen – zumindest in den Probiergläsern derer, die Wert auf Zukunftsfähigkeit legen.
Münchens Weinliebhaber müssen diesen Herbst nicht nach Italien oder Frankreich reisen, um Weltklasse-Weine zu entdecken – die Stadt selbst wird zur Bühne für außergewöhnliche Geschmackserlebnisse, von knackigen Rieslingen aus der Pfalz bis zu komplexen Baroli aus dem Piemont. Die zwölf ausgewählten Proben zeigen, wie vielfältig die Szene ist: ob im historischen Gewölbe, auf der Dachterrasse mit Skyline-Blick oder im intimen Kreis mit Winzern, die ihre Kreationen persönlich präsentieren.
Wer noch zögert, sollte sich schnell anmelden, denn viele Events sind auf kleine Gruppen begrenzt und oft schon Wochen im Voraus ausgebucht – besonders die exklusiven Abendtermine mit Rare-Weinen oder die Kombi-Veranstaltungen mit Käse- und Schokoladenpairings. Der Trend geht klar Richtung Erlebnis statt Standardverkostung, und 2025 könnte München mit noch mehr experimentellen Formaten überraschen, bei denen Wein nicht nur getrunken, sondern mit allen Sinnen erkundet wird.

