Ab sofort fliegt man von München nach Barcelona oder Rom für weniger als einen Tankvoll Benzin: Lufthansa und Ryanair haben ihre Preise für Direktflüge auf beiden Strecken drastisch gesenkt, mit Tickets schon ab 29 Euro pro Strecke. Die Billigangebote gelten für Reisen ab September und markieren einen der aggressivsten Preiskämpfe zwischen den Airlines seit Jahren. Während Lufthansa mit flexiblen Tarifen und inkludiertem Handgepäck wirbt, lockt Ryanair mit noch günstigeren Basistarifen – allerdings ohne kostenlose Sitzplatzreservierung.

Für Reisende aus Bayern kommt das Angebot zur perfekten Zeit: Die Nachfrage nach günstige Flüge ab München steigt traditionell im Herbst, wenn die Temperaturen in Südeuropa noch sommerlich sind, die Touristenmassen aber bereits abnehmen. Besonders attraktiv wird das Preisniveau durch die aktuellen Inflationsraten, die viele Haushalte zögern lassen, größere Reisen zu buchen. Wer jetzt schnell zuschlägt, kann nicht nur sparen, sondern auch die letzten warmen Wochen in Rom oder Barcelona genießen – ohne Kompromisse bei der Flugqualität. Die Suche nach günstige Flüge ab München lohnt sich also mehr denn je.

Preiskampf am Münchner Flughafen entfacht

Der Münchner Flughafen hat sich in den letzten Wochen zum Schauplatz eines unerwarteten Preiskampfs entwickelt. Lufthansa und Ryanair liefern sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die günstigsten Verbindungen nach Südeuropa – mit Tarifen, die selbst Vielflieger staunen lassen. Während die Lufthansa-Tochter Eurowings Anfang Mai noch 49 Euro für einen Simple-Flight nach Barcelona verlangte, unterbot Ryanair diese Marke um 20 Euro und setzte mit 29 Euro einen neuen Maßstab. Die Reaktion der Lufthansa-Gruppe ließ nicht lange auf sich warten: Innerhalb von 48 Stunden passten sie ihre Preise an, sodass Reisende nun für denselben Streifen Himmel zwischen München und der katalanischen Metropole bei beiden Airlines nahezu identische Konditionen vorfinden.

Branchenkenner sehen in diesem Preisdumping keine kurzfristige Laune, sondern eine strategische Neuausrichtung. Laut einer aktuellen Analyse des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft haben sich die Durchschnittspreise für Kurzstreckenflüge innerhalb Europas seit 2022 um rund 18 Prozent verringert – ein Trend, der durch die aggressive Expansion von Billigfliegern wie Ryanair noch beschleunigt wird. Besonders auffällig: Die Route München–Rom, auf der beide Konkurrenten nun mit Angeboten ab 32 Euro werben, gehört zu den am stärksten umkämpften Strecken des Sommers.

Doch nicht nur die Preise fallen, auch die Buchungszahlen steigen. Daten des Münchner Flughafenbetreibers zeigen, dass die Nachfrage nach Flügen in den südeuropäischen Raum im Vergleich zum Vorjahr um 24 Prozent gestiegen ist. Offensichtlich lockt die Aussicht auf einen Städtetrip nach Barcelona oder Rom für weniger als ein Tank voll Sprit selbst spontane Urlauber hinter die Security-Schranken. Ob sich der Preiskampf langfristig halten lässt, bleibt allerdings fraglich – die Margen sind dünn, und die ersten Anzeichen für eine Konsolidierung der Tarife zeichnen sich bereits ab.

Für Reisende bedeutet die aktuelle Situation jedenfalls eines: Wer flexibel ist und früh bucht, kann von den niedrigen Preisen profitieren. Allerdings mit einem Haken – die günstigsten Tickets sind oft an strenge Stornierungsbedingungen geknüpft und beinhalten kein aufgegebenes Gepäck.

Wie Lufthansa und Ryanair die Ticketpreise drücken

Der Preiskampf zwischen Lufthansa und Ryanair auf der Strecke München–Barcelona hat die Ticketkosten seit Jahresbeginn um durchschnittlich 22 Prozent gedrückt. Während die Lufthansa-Tochter Eurowings im Januar noch 89 Euro für einen Simple-Fare-Hinflug verlangte, liegt der Preis jetzt bei 59 Euro – ein Rückgang, der vor allem auf die aggressive Expansion der irischen Billigflieger zurückzuführen ist. Ryanair fliegt die Strecke mittlerweile bis zu dreimal täglich und bietet Tickets ab 29,99 Euro an, wenn man früh bucht und auf Gepäck verzichtet. Branchenanalysten sehen darin eine klassische Marktstrategie: Durch Überkapazitäten wird der Wettbewerb gezwungen, nachzuziehen oder Kunden zu verlieren.

Besonders auffällig ist die Preisentwicklung bei Last-Minute-Buchungen. Noch vor sechs Monaten kostete ein spontaner Flug von München nach Rom bei Lufthansa schnell 150 Euro und mehr. Jetzt liegen die Preise selbst drei Tage vor Abflug oft unter 70 Euro – eine direkte Reaktion auf Ryanairs Dynamik, das seit März 2024 auch die Italien-Route mit zusätzlichen Frequenzen bedient. Laut Daten des Flugpreisportals Kayak sind die Tarife auf beiden Strecken damit auf dem niedrigsten Stand seit 2019, als die Pandemie die Branche noch nicht durcheinandergewirbelt hatte.

Hinter den Kulissen setzt Lufthansa auf ein zweigliedriges System: Die Muttergesellschaft hält ihre Business-Klassenpreise stabil, während Eurowings im Economy-Bereich mit Ryanair konkurriert. So bleibt die Marge bei Premium-Kunden gesichert, während der Massenmarkt durch Niedrigpreise angelockt wird. Ryanair hingegen setzt weiter auf radikale Kostensenkung – von der Nutzung sekundärer Flughäfen wie Barcelona-El Prat bis hin zu einer Flottenpolitik, die ausschließlich auf den treibstoffeffizienten Boeing 737 MAX setzt.

Für Vielflieger könnte sich das Preisgefälle bald noch verstärken. Ab Herbst plant Ryanair, die München-Route mit einer vierten täglichen Verbindung auszubauen. Lufthansa hat bereits angekündigt, auf solche Schritte mit „flexiblen Kapazitätsanpassungen“ zu reagieren – ein Euphemismus für weitere Preissenkungen, sobald die Nachfrage es erfordert.

Direktverbindungen nach Barcelona ab 29 Euro buchbar

Wer Barcelona schnell und günstig erreichen will, findet bei Lufthansa und Ryanair jetzt Direktflüge ab München für nur 29 Euro. Die Strecken werden ab sofort mit erhöhten Kapazitäten angeboten, was den Preiswettbewerb zwischen den Airlines weiter anheizt. Besonders attraktiv: Die günstigsten Tarife gelten nicht nur für Frühbucher, sondern sind auch kurzfristig buchbar – ideal für Spontanurlauber.

Lufthansa setzt auf ihrem Münchner Drehkreuz auf tägliche Nonstop-Verbindungen nach Barcelona. Die Flugzeit beträgt knapp zwei Stunden, was die katalanische Metropole zum perfekten Ziel für ein verlängertes Wochenende macht. Branchenanalysen zeigen, dass Direktflüge auf dieser Strecke im Vergleich zum Vorjahr um 15 % günstiger geworden sind – ein Trend, der sich durch die gestiegene Konkurrenz zwischen Billig- und Netzwerkfluggesellschaften erklärt.

Ryanair fliegt Barcelona ebenfalls direkt an, allerdings mit leicht reduzierter Häufigkeit. Dafür punktet die Airline mit besonders niedrigen Grundpreisen, die bei frühzeitiger Buchung sogar unter dem Lufthansa-Angebot liegen. Wer Flexibilität braucht, sollte jedoch auf die Stornierungsbedingungen achten: Bei Ryanair sind Änderungen oft mit Zusatzkosten verbunden.

Reisende profitieren zudem von den kurzen Transferzeiten am Münchner Flughafen. Dank des gut ausgebauten S-Bahn-Netzes erreicht man das Terminal 2, von dem beide Airlines abfliegen, in weniger als 40 Minuten ab Hauptbahnhof. Wer also schnell in die Sonne will, ohne lange Umwege, findet hier optimale Bedingungen.

Tipps für die besten Buchungszeiten und Tarife

Wer von München aus günstig nach Barcelona oder Rom fliegen möchte, sollte die Buchungszeiten strategisch wählen. Studien der Luftfahrtanalyse-Plattform ForwardKeys zeigen: Tickets sind durchschnittlich 15 bis 20 Prozent günstiger, wenn man sie zwischen 60 und 90 Tage vor Abflug bucht. In dieser Phase passen Airlines wie Lufthansa und Ryanair ihre Tarife oft an, um die Nachfrage zu steuern – ein Zeitfenster, das sich Preissuchende zunutze machen können.

Frühbucher profitieren zwar von größerer Sitzplatzauswahl, zahlen aber nicht selten einen Aufschlag. Besser fährt, wer flexibel bleibt und die Preisentwicklung beobachtet. Tools wie Google Flights oder Skyscanner helfen, den idealen Buchungsmoment zu erkennen. Ein Tipp: Wer unter der Woche fliegt, spart oft bares Geld. Dienstag- und Mittwochflüge sind bei Business-Reisenden weniger gefragt – die Preise liegen dann häufig unter denen der Wochenendverbindungen.

Auch die Jahreszeit spielt eine entscheidende Rolle. Außerhalb der Hauptreisezeiten (Juli bis September für Südeuropa) sinken die Tarife deutlich. Wer Barcelona im späten Frühling oder Rom im Oktober besucht, findet nicht nur angenehmeres Wetter, sondern auch Flüge ab 29 Euro – wie aktuell bei Ryanair angeboten. Selbst in der Nebensaison lohnt sich ein Vergleich der Abflugzeiten: Frühmorgens- oder Spätabendflüge sind oft günstiger als die beliebten Mittagsverbindungen.

Last-Minute-Angebote können sich auszahlen, bergen aber Risiken. Während Ryanair gelegentlich Restplätze stark reduziert, setzt Lufthansa auf dynamische Preisanpassungen. Wer hier zugreift, sollte bereit sein, kurzfristig zu packen – und akzeptieren, dass die Auswahl an Sitzplätzen begrenzt ist.

Wird München zum neuen Drehkreuz für Billigflüge?

München könnte sich tatsächlich zu einem neuen Knotenpunkt für günstige Flugverbindungen entwickeln – und das nicht nur für klassische Billigflieger. Die aktuelle Preissenkung von Lufthansa auf Strecken wie München–Barcelona oder München–Rom zeigt, dass selbst etablierte Airlines im Wettbewerb um preisbewusste Reisende mitziehen. Branchenanalysten verweisen auf eine klare Strategie: Durch die verstärkte Nutzung des Flughafens München als Drehkreuz für Kurz- und Mittelstrecken will man Passagiere aus Süddeutschland und dem Alpenraum direkt abgreifen, statt sie an Konkurrenzstandorte wie Memmingen oder Salzburg zu verlieren.

Die Zahlen unterstreichen den Trend. Laut einer aktuellen Auswertung des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) stieg die Anzahl der angebotenen Sitzplätze auf europäischen Strecken ab München im ersten Halbjahr 2024 um 12 Prozent – mit einem überproportionalen Anteil an Tarifen unter 50 Euro. Besonders auffällig: Die Nachfrage nach Frühbucher-Angeboten und Last-Minute-Flügen wächst gleichermaßen, was auf eine breite Zielgruppe hindeutet. Nicht nur Backpacker oder Wochenendurlauber profitieren, sondern auch Geschäftsreisende, die flexibel bleiben müssen.

Dass ausgerechnet Ryanair und Lufthansa hier gemeinsam agieren, ist kein Zufall. Während die irische Airline seit Jahren mit aggressiven Preisen und hohen Flugfrequenzen Druck aufbaut, reagiert die deutsche Fluggesellschaft mit taktischen Rabattaktionen – etwa durch dynamische Preisgestaltung oder die Bündelung von Inlands- und Europaflügen über München. Kritiker monieren zwar, dass solche Angebote oft mit Zusatzkosten für Gepäck oder Sitzplatzreservierung verbunden sind. Doch für viele Kunden überwiegt der Vorteil: Direktverbindungen ab einem großen Drehkreuz ohne Umstieg, kombiniert mit Preisen, die denen von Fernbussen kaum noch nachstehen.

Ob München die Billigflug-Hochburg wird, hängt auch von der Infrastruktur ab. Der Flughafen plant bereits Erweiterungen im Terminal 1, um die steigenden Passagierzahlen zu bewältigen. Gleichzeitig warnen Experten vor Engpässen, sollte das Wachstum ungebremst anhalten. Einig ist man sich jedoch in einem Punkt: Die aktuellen Preiskämpfe kommen den Verbrauchern zugute – und machen München für viele zum attraktiven Startpunkt für Europareisen.

Die Preissenkung bei Lufthansa und Ryanair für Direktflüge ab München nach Barcelona und Rom ab 29 Euro markiert einen seltenen Moment, in dem Spontanität und Sparsamkeit Hand in Hand gehen – besonders für Reisende, die flexibel planen können. Wer jetzt zuschlägt, profitiert nicht nur von den niedrigen Basistarifen, sondern auch von der Chance, zwei der lebendigsten Metropolen Europas ohne langes Sparen zu erkunden, solange man früh bucht und auf Zusatzkosten wie Gepäck achten.

Für alle, die den günstigsten Termin suchen, lohnt sich ein Vergleich der Abflugzeiten über die Airlines-Apps oder Preissuchmaschinen wie Skyscanner, wo sich oft versteckte Schnäppchen finden lassen. Mit solchen Angeboten könnte 2024 zum Jahr werden, in dem Kurztrips nach Südeuropa wieder selbstverständlich auf der Agenda stehen – statt nur ein Wunsch zu bleiben.