Jedes Jahr suchen über 120.000 Münchner nachts oder am Wochenende medizinische Hilfe auf – viele davon wegen akuter HNO-Beschwerden wie plötzlichen Ohrenschmerzen, heftigen Halsschwellungen oder Nasenbluten, das nicht stoppt. Doch nicht jede Praxis hat außerhalb der regulären Sprechzeiten geöffnet, und die Wartezimmer der Kliniken sind oft überlastet. Hier wird die Lücke zwischen Hausarztbesuch und Notaufnahme schnell zum Problem, besonders wenn jede Minute zählt.
Genau für diese Fälle gibt es den HNO-Notdienst München, eine spezialisierte Anlaufstelle, die rund um die Uhr und an sieben Tagen die Woche Hilfe bietet. Ob nachts um drei Uhr mit einer schmerzhaften Mittelohrentzündung oder sonntags mit einer plötzlich aufgetretenen Stimmbandlähmung – der HNO-Notdienst München stellt sicher, dass Patienten ohne lange Wartezeiten von Fachärzten für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde versorgt werden. Kein Umweg über die zentrale Notaufnahme, keine unnötigen Verzögerungen: Wer dringend einen HNO-Arzt braucht, findet hier direkt die richtige Behandlung.
Wann der HNO-Notdienst in München einspringt
Nicht jeder Halsschmerz oder Ohrendruck rechtfertigt einen Anruf beim HNO-Notdienst – doch manche Symptome dulden keinen Aufschub. In München übernimmt der ärztliche Bereitschaftsdienst der HNO-Ärzte dann die Versorgung, wenn Hausärzte geschlossen haben und eine Behandlung nicht bis zum nächsten Werktag warten kann. Typische Fälle sind plötzliche Hörstürze, starke Blutungen nach Nasenoperationen oder akute Atemnot durch Schwellungen im Rachenraum. Laut Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns werden rund 15 % der Notdienst-Einsätze in der HNO-Heilkunde durch Verletzungen oder Fremdkörper in Nase und Ohren ausgelöst – besonders bei Kindern ein häufiges Szenario.
Der Notdienst springt auch ein, wenn sich Entzündungen rasant verschlimmern. Eine eitrige Mandelentzündung mit hohem Fieber oder eine Mittelohrentzündung mit unerträglichen Schmerzen und Fieber über 39 °C gehören ebenso dazu wie plötzlich auftretender Schwindel mit Übelkeit, der auf eine Gleichgewichtsstörung hindeuten könnte. Hier zählt jede Stunde, um Folgekomplikationen wie eine Hirnhautentzündung oder bleibende Hörschäden zu vermeiden.
Nicht alle Beschwerden erfordern jedoch eine nächtliche Vorstellung. Bei leichten Schnupfensymptomen, chronischem Tinnitus ohne Verschlechterung oder langanhaltendem, aber schmerzfreiem Husten reicht meist der Besuch beim Hausarzt am nächsten Tag. Der HNO-Notdienst konzentriert sich auf akute, lebensbedrohliche oder stark schmerzhafte Fälle – etwa wenn nach einem Sturz Blut aus dem Ohr austritt oder ein Insekt im Gehörgang stecken bleibt und Panik auslöst.
Wer unsicher ist, ob der Gang in die Notfallpraxis nötig wird, kann zunächst die 116 117 wählen. Die Leitstelle des ärztlichen Bereitschaftsdienstes gibt eine erste Einschätzung und leitet bei Bedarf direkt an die zuständige HNO-Notdienstpraxis weiter – in München meist die zentrale Anlaufstelle am Klinikum rechts der Isar oder eine der dezentralen Bereitschaftspraxen in den Stadtteilen.
So funktioniert die akute Versorgung bei Ohrenschmerzen oder Nasenbluten
Plötzliche Ohrenschmerzen oder starkes Nasenbluten erfordern schnelles Handeln – doch nicht jeder Fall ist ein Notfall für die Klinik. Der HNO-Notdienst in München übernimmt hier die akute Versorgung außerhalb der regulären Praxiszeiten. Bei Ohrenschmerzen, die oft durch Mittelohrentzündungen oder Verletzungen ausgelöst werden, steht zunächst die Schmerzlinderung im Vordergrund. Standardmäßig kommen abschwellende Nasentropfen und schmerzstillende Medikamente wie Ibuprofen zum Einsatz, während der Arzt durch eine Otoskopie die Ursache klärt. Studien der Deutschen Gesellschaft für HNO-Heilkunde zeigen, dass rund 30 % der akuten Ohrenschmerzen auf bakterielle Infektionen zurückgehen, die gezielt behandelt werden müssen.
Nasenbluten, medizinisch als Epistaxis bezeichnet, wird im Notdienst systematisch gestoppt. Zuerst drückt der Patient die Nasenflügel für etwa 10 Minuten zusammen, während der Kopf leicht nach vorne geneigt bleibt – das klassische Zurücklegen des Kopfes ist kontraproduktiv. Falls die Blutung anhält, tamponiert der HNO-Arzt die Nase mit speziellen Gazestreifen oder verwendet bei Bedarf eine elektrische Koagulation, um die blutenden Gefäße zu verschließen. Besonders bei älteren Patienten oder unter Blutverdünnern kann Nasenbluten hartnäckig sein und erfordert dann eine engmaschige Kontrolle.
Der Ablauf im Münchner HNO-Notdienst ist straff organisiert: Nach einer kurzen Anamnese folgt die Untersuchung mit Endoskop oder Ohrmikroskop, bevor direkt vor Ort Therapiemaßnahmen eingeleitet werden. Komplexere Fälle, etwa bei Verdacht auf einen Trommelfellriss oder eine Nasenscheidewandverkrümmung, werden an die nächstgelegene HNO-Klinik überwiesen. Die meisten Patienten können jedoch nach der Erstversorgung mit klaren Handlungsanweisungen nach Hause entlassen werden.
Wichtig für Betroffene: Der Notdienst behandelt nur akute Beschwerden – chronische Probleme wie Tinnitus oder Heuschnupfen gehören in die reguläre Sprechstunde.
Standorte und Öffnungszeiten: Wo Patienten ohne Termin Hilfe finden
Wer in München nachts oder am Wochenende unter plötzlichen Ohrenschmerzen, einer Nasenbluten-Attacke oder akuten Schluckbeschwerden leidet, findet im HNO-Notdienst schnelle Hilfe – ohne Termin und mit kurzem Wartezeiten. Drei zentrale Standorte decken die Stadt flächendeckend ab: die HNO-Klinik der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) im Campus Großhadern, das Klinikum rechts der Isar der TU München sowie das Krankenhaus München-Schwabing. Alle drei Einrichtungen arbeiten eng mit dem ärztlichen Bereitschaftsdienst zusammen und sind rund um die Uhr besetzt.
Besonders nachts zwischen 22 und 6 Uhr steigt die Nachfrage sprunghaft an. Laut einer Erhebung des Bayerischen Hausärzteverbands entfallen fast 40 % der HNO-Notfallbehandlungen auf diese Stunden – meist wegen Fremdkörpern im Ohr, plötzlichem Hörverlust oder schweren Mandelentzündungen. Die LMU-Klinik in Großhadern (Marchioninistr. 15) gilt dabei als erste Anlaufstelle für komplexe Fälle, während das Klinikum rechts der Isar (Ismaninger Str. 22) oft Patienten aus den östlichen Stadtteilen versorgt.
Für Bewohner der nördlichen Bezirke wie Schwabing oder Maxvorstadt ist das Krankenhaus München-Schwabing (Kölner Platz 1) die nächstgelegene Option. Hier steht ein separates Notfallteam für HNO-Patienten bereit, das direkt an die Rettungsstelle angebunden ist. Wer unsicher ist, welcher Standort der richtige ist, kann die 116 117 wählen – die Leitstelle leitet Anrufer gezielt weiter und gibt Auskunft über aktuelle Wartezeiten.
Die Öffnungszeiten aller drei Standorte sind identisch: 24 Stunden an 365 Tagen im Jahr. An Feiertagen wie Weihnachten oder Neujahr bleibt der Betrieb ebenfalls aufrechterhalten, allerdings kann es hier zu leicht verlängerten Wartezeiten kommen. Patienten sollten Personalausweis und Versicherungskarte mitbringen, um administrative Abläufe zu beschleunigen.
Von der Diagnose zur Behandlung – was im Notdienst passiert
Der Weg durch den HNO-Notdienst in München beginnt oft mit einem Anruf – doch was passiert eigentlich zwischen der ersten Kontaktaufnahme und der Behandlung? Sobald Patienten die 116 117 wählen oder sich direkt in einer der Notdienstpraxen melden, durchläuft ihr Anliegen ein strukturiertes Verfahren. Eine medizinische Fachkraft klärt zunächst die Dringlichkeit: Bei akuten Beschwerden wie plötzlichem Hörverlust, starken Blutungen nach Nasenoperationen oder Atemnot durch Kehlkopfödem wird umgehend ein Termin in der nächsten verfügbaren Praxis vergeben. Laut Angaben des Bayerischen Hausärzteverbands erhalten über 80 % der HNO-Notfälle in München noch am selben Tag eine Behandlung – ein Beleg für die Effizienz des Systems.
In der Praxis selbst folgt eine zügige, aber gründliche Anamnese. Der diensthabende HNO-Arzt untersucht mit speziellen Instrumenten wie Otoskop, Endoskop oder Stroboskop, um die Ursache der Beschwerden einzugrenzen. Bei Verdacht auf eine bakterielle Infektion, etwa eine eitrige Mandelentzündung, kann direkt vor Ort ein Abstrich entnommen und ein Schnelltest durchgeführt werden. Chronische Fälle, die bereits in Behandlung sind, werden nur im Ausnahmefall übernommen – hier verweist der Notdienst an den behandelnden Arzt oder die nächstgelegene Klinikambulanz.
Nicht jeder Besuch endet mit einer Therapie. Bei leichteren Fällen, etwa einem beginnenden Tinnitus ohne Begleitsymptome, erhalten Patienten oft eine Überweisung zur weiteren Diagnostik oder Empfehlungen zur Selbsthilfe, etwa Kochsalzspülungen bei Nasennebenhöhlenentzündung. Komplizierter wird es bei Verletzungen: Bei Nasenbeinbrüchen oder Trommelfellrupturen nach Unfällen kooperiert der HNO-Notdienst eng mit den Münchner Kliniken, um nahtlose Weiterbehandlungen sicherzustellen. Die Dokumentation aller Schritte erfolgt digital und wird bei Bedarf an den Hausarzt übermittelt.
Ein oft unterschätzter, aber entscheidender Teil des Ablaufs ist die Nachsorgeberatung. Besonders bei wiederkehrenden Problemen wie Heiserkeit durch Reflux oder allergischem Asthma klärt das Personal über präventive Maßnahmen auf – von Stimmschonung bis zu Luftbefeuchtern in trockenen Wohnräumen. Wer nach 22 Uhr anruft, wird an die zentrale Notaufnahme des Klinikums rechts der Isar verwiesen, wo rund um die Uhr ein HNO-Arzt bereitsteht.
Neue Konzepte: Wie München die HNO-Notfallversorgung langfristig verbessert
Münchens HNO-Notfallversorgung steht vor einem strukturellen Wandel. Statt kurzfristiger Lösungen setzt die Stadt auf nachhaltige Konzepte, die Fachärzte, Kliniken und Rettungsdienste enger vernetzen. Ein zentraler Baustein ist die geplante Erweiterung des ärztlichen Bereitschaftsdienstes um spezielle HNO-Schwerpunkte – eine Reaktion auf die steigende Nachfrage: Allein 2023 verzeichnete der Münchner Notdienst über 12.000 HNO-bedingte Einsätze, davon 30 Prozent außerhalb der regulären Praxiszeiten.
Kernstück der Reform ist ein gestuftes Versorgungssystem. Leichtere Fälle wie akute Ohrenschmerzen oder Nasenbluten sollen künftig in ausgewiesenen Notfallpraxen behandelt werden, während schwere Verletzungen oder Atemnot direkt an die HNO-Abteilungen der Uniklinik Großhadern oder des Klinikums rechts der Isar weitergeleitet werden. Diese Spezialisierung verkürzt Wartezeiten und entlastet die Notaufnahmen.
Technologie spielt dabei eine entscheidende Rolle. Telemedizinische Konsile ermöglichen es, dass niedergelassene HNO-Ärzte im Bereitschaftsdienst per Videosprechstunde erste Diagnosen stellen und Patienten gezielt zuweisen. Pilotprojekte zeigen: Bei 40 Prozent der Fälle lässt sich so ein Klinikbesuch vermeiden – ohne Qualitätsverlust.
Langfristig soll ein digitales HNO-Notfallregister die Koordination verbessern. Es erfasst in Echtzeit, welche Praxen und Kliniken Kapazitäten haben, und leitet Patienten automatisch dorthin. Ähnliche Systeme in Berlin und Hamburg reduzierten die Bearbeitungszeit um bis zu 25 Prozent.
Die Umsetzung erfordert jedoch nicht nur technische Investitionen, sondern auch die Schulung des Personals. Hier arbeitet die Stadt mit der Bayerischen Landesärztekammer zusammen, um Standards für die HNO-Notfallversorgung zu entwickeln – ein Schritt, der München zum Vorbild für andere Großstädte machen könnte.
Ob Halsentzündung mitten in der Nacht oder plötzliche Ohrenschmerzen am Wochenende – der HNO-ärztliche Notdienst in München steht rund um die Uhr bereit, wenn akute Beschwerden keine Wartezeit dulden. Mit spezialisierten Ärzten an sieben Tagen die Woche und klaren Abläufen über die Rufnummer 116 117 oder die Online-Vermittlung bietet das System schnelle Hilfe ohne langes Suchen nach einer offenen Praxis.
Wer unsicher ist, ob ein Notfall vorliegt, sollte lieber einmal zu oft anrufen als zu spät: Bei starken Schmerzen, Atemnot oder plötzlichem Hörverlust zählt jede Minute. Die Hotline lotst Patienten direkt zur nächsten verfügbaren Stelle – ob in der Innenstadt, in Schwabing oder den Außenbezirken.
Mit der wachsenden Nachfrage nach fachärztlicher Notversorgung wird München das Netz weiter ausbauen, um Wartezeiten noch kürzer zu halten und die Versorgung auch in Stoßzeiten zu sichern.

