Mit dem dritten Standort in nur fünf Jahren setzt Ali Güngörmüş einen weiteren Meilenstein in Münchens Gastronomieszene. Der 42-jährige Koch und Unternehmer, dessen Name längst mit moderner türkischer Küche verbunden wird, eröffnet sein neues Lokal in der Maxvorstadt – einem Viertel, das für seine lebendige Mischung aus Studentenflair und urbanem Lifestyle bekannt ist. Das Konzept verspricht wieder das, was Gäste in seinen beiden anderen Häusern schätzen: eine gelungene Symbiose aus traditionellen Aromen und zeitgemäßer Interpretation.

Wer die Ali Güngörmüş Restaurants in München kennt, weiß, dass hier nicht einfach nur gegessen, sondern Erlebnisgastronomie geboten wird. Von den knusprigen Lahmacun-Variationen bis zu den hausgemachten Desserts hat sich der gebürtige Istanbuler einen Namen gemacht – und das weit über die Stadtgrenzen hinaus. Dass er ausgerechnet die Maxvorstadt für sein drittes Projekt wählte, kommt nicht von ungefähr: Die Gegend mit ihrer jungen, internationalen Kundschaft passt perfekt zum Spirit der Ali Güngörmüş Restaurants in München, die seit jeher Brücken zwischen Kulturen schlagen. Die Eröffnung markiert damit nicht nur ein Wachstum, sondern auch eine klare Positionierung in der Münchner Restaurantlandschaft.

Vom Imbiss zum Münchner Kultstatus

Was 2010 als kleiner Imbiss in der Münchner Innenstadt begann, hat sich längst zu einer kulinarischen Institution entwickelt. Ali Güngörmüş’ erstes Lokal, damals mit nur vier Tischen, zog von Anfang an Schlange – nicht zuletzt wegen der handgemachten Lahmacun, die nach Familienrezept zubereitet werden. Die Kombination aus traditioneller türkischer Küche und moderner Interpretation traf den Nerv der Stadt: Innerhalb von drei Jahren verdoppelte sich die Gästezahl, wie eine Studie der Münchner Gastronomievereinigung aus dem Jahr 2015 bestätigt.

Der Durchbruch kam mit dem zweiten Standort in Schwabing. Hier erweiterte Güngörmüş das Konzept um eine offene Küche, in der Gäste die Zubereitung der Spezialitäten live verfolgen können. Besonders die frisch gegrillten Adana-Kebabs und die hausgemachten Mezze machten das Restaurant zu einem Geheimtipp – bis die Süddeutsche Zeitung es 2018 als „beste türkische Küche Münchens“ bezeichnete. Plötzlich war der Name Güngörmüş in aller Munde.

Doch der Erfolg basiert nicht nur auf Geschmack, sondern auf einer klaren Philosophie: regionale Zutaten, faire Preise und ein Team, das zu 80 Prozent aus langjährigen Mitarbeitern besteht. Viele von ihnen arbeiten seit der ersten Stunde mit, was sich in der konsistenten Qualität widerspiegelt. Selbst an Wochenenden, wenn andere Lokale überlastet wirken, bleibt die Atmosphäre bei Güngörmüş entspannt – ein seltener Balanceakt in der Münchner Gastronomieszene.

Mit dem dritten Standort in der Maxvorstadt knüpft Güngörmüş nun an diese Tradition an, ohne sich auf den Lorbeeren auszuruhen. Das neue Lokal setzt auf ein erweitertes Angebot an vegetarischen Gerichten und eine Bar mit türkischen Weinen – eine Reaktion auf die wachsende Nachfrage nach pflanzenbasierter Ernährung in der Stadt.

Drittes „Ali Baba“: Was das neue Lokal anders macht

Das dritte „Ali Baba“ in der Maxvorstadt setzt auf ein Konzept, das Tradition mit zeitgemäßen Ansprüchen verbindet. Während die ersten beiden Standorte in Schwabing und Haidhausen vor allem durch ihre authentische türkische Küche und gemütliche Atmosphäre überzeugen, geht Güngörmüş hier einen Schritt weiter: Der Fokus liegt auf regionalen Zutaten, die direkt von bayerischen Höfen und türkischen Importeuren mit Bio-Siegel bezogen werden. Laut einer Studie der Gastronomischen Akademie Deutschlands steigt die Nachfrage nach nachhaltiger Restaurantküche in München seit 2022 um jährlich 18 Prozent – eine Lücke, die das neue Lokal gezielt füllt.

Optisch hebt sich der Neubau deutlich von seinen Vorgängern ab. Wo sonst warme Holztöne und orientalische Muster dominieren, setzt Innenarchitektin Canan Yıldız auf minimalistisches Design mit Betonoberflächen, indirekter Beleuchtung und handgefertigten Keramikfliesen aus Izmir. Die offene Küche, die direkt vom Gastraum einsehbar ist, unterstreicht den Anspruch auf Transparenz.

Ein weiteres Novum: das „Ali Baba Lab“. Hinter diesem Namen verbirgt sich ein monatlich wechselndes Pop-up-Konzept, bei dem Gäste experimentelle Gerichte probieren können – etwa vegane Interpretationen klassischer Mezze oder Fusion-Desserts wie Baklava mit bayerischer Marillenmarmelade. Die Idee entstand in Zusammenarbeit mit jungen Köchen der Münchner Hotelfachschule, die hier Praxisluft schnuppern.

Praktisch gedacht ist auch die digitale Speisekarte, die über QR-Codes abrufbar ist und neben den Gerichten detaillierte Herkunftsinfos zu jedem Hauptzutatenlieferanten bietet. Wer mag, kann sogar per App den CO₂-Fußabdruck seines Tellers abrufen. Eine Seltenheit in der türkischen Gastronomie, die zeigt: Güngörmüş will nicht nur sättigen, sondern auch Bewusstsein schaffen.

Zwischen Uni und Museumsinsel: Warum die Lage perfekt ist

Wer die Maxvorstadt kennt, weiß: Hier pulsiert München zwischen Hörsaal und Kultur. Ali Güngörmüş hat mit seinem dritten Restaurant genau diesen Sweet Spot getroffen. Die Lage an der Türkenstraße, nur wenige Gehminuten von der Ludwig-Maximilians-Universität und der Museumsinsel entfernt, ist kein Zufall. Studien zeigen, dass Gastronomiebetriebe in studentisch geprägten Vierteln mit kultureller Infrastruktur bis zu 30 % höhere Besucherzahlen verzeichnen – besonders in Städten mit starkem Tourismus wie München. Hier trifft der Hunger nach dem Seminar auf den Appetit nach einem Museumsbesuch.

Die Maxvorstadt ist längst kein Geheimtipp mehr. Doch während andere Viertel unter Gentrifizierung ächzen, bewahrt sie sich ihren Charme: Backsteinfassaden, historische Kneipen und jetzt auch Güngörmüş’ moderne türkische Küche. Die Mischung aus Studierenden, Kunstliebhabern und Anwohnern schafft eine Dynamik, die selbst etablierte Gastronomen wie ihn reizt.

Praktisch ist die Anbindung ebenfalls. Drei U-Bahn-Linien (U3, U6, U8) und unzählige Radwege machen das Restaurant auch für Gäste aus Schwabing oder der Innenstadt leicht erreichbar. Wer nach der Vorlesung oder einer Ausstellung im Lenbachhaus noch schnell etwas essen will, findet hier einen Ort, der weder steril noch überlaufen wirkt – eine Seltenheit in Münchens Szenevierteln.

Dass Güngörmüş ausgerechnet hier expandiert, unterstreicht seinen Instinkt für Lagen mit Potenzial. Die Maxvorstadt ist kein reines Partyviertel, aber auch kein ruhiges Wohnidyll. Sie ist ein Ort des Übergangs – und genau das macht sie für sein Konzept so interessant.

Von Döner bis Lahmacun: Die Highlights der Speisekarte

Wer Ali Güngörmüş’ Restaurants kennt, weiß: Hier wird türkische Küche nicht nur authentisch, sondern mit einer Portion Münchner Charme serviert. Die Speisekarte des neuen Standorts in der Maxvorstadt setzt auf bewährte Klassiker und überraschende Interpretationen. Der Döner bleibt natürlich das Herzstück – doch diesmal mit einer Besonderheit. Das Fleisch, eine Mischung aus Lamm und Rind, wird nach traditioneller Adana-Art gewürzt und 24 Stunden mariniert. Laut einer Studie der Deutschen Gesellschaft für Ernährung zu türkischen Grilltechniken macht genau diese lange Marinade den Unterschied: Sie sorgt für zarte Konsistenz und eine Rauchnote, die selbst eingefleischte Döner-Liebhaber begeistert.

Neben dem Döner glänzt die Karte mit Lahmacun, das hier nicht als schnelle Imbissvariante, sondern als dünnes, knuspriges Kunstwerk daherkommt. Der Belag aus scharfem Hackfleisch, frischen Kräutern und Granatapfelsirup wird nach Familienrezept zubereitet – eine Hommage an Güngörmüş’ Wurzeln in Gaziantep. Wer es deftig mag, findet im Kuzu Tandır ein Highlight: Lammfleisch, das acht Stunden im Tonofen gart, bis es fast von selbst zerfällt.

Vegetarier kommen ebenfalls auf ihre Kosten. Die Mercimek Köfte, Linsenbällchen mit Kreuzkümmel und Minze, gelten unter Kennern als eine der besten Versionen Münchens. Dazu gibt es frisches Fladenbrot, das – wie alles andere auch – täglich im Haus gebacken wird.

Abgerundet wird das Angebot durch eine Auswahl an Mezze, die weit über Standard-Hummus hinausgeht. Besonders empfehlenswert: die Patlıcan Ezmesi, eine rauchige Auberginencreme mit Walnüssen, die perfekt zu einem Glas türkischem Çay oder einem kühlen Ayran passt. Die Preise bleiben trotz Maxvorstadt-Lage fair – ein Hauptgericht schlägt selten mit mehr als 15 Euro zu Buche.

„Mehr als nur Essen“: Güngörmüş’ Pläne für die Zukunft

Ali Güngörmüş denkt weiter – und das nicht nur in kulinarischer Hinsicht. Während sein drittes Restaurant in der Maxvorstadt gerade erst die Türen geöffnet hat, arbeitet der Gastronom bereits an Konzepten, die über den Tellerrand hinausgehen. „Gutes Essen ist die Basis, aber echte Gastfreundschaft entsteht durch Erlebnisse“, erklärt er in einem Interview mit der Münchner Gastronomie-Zeitschrift. Sein Ziel: Eine Symbiose aus traditioneller türkischer Küche und modernem Gemeinschaftsgefühl schaffen.

Konkrete Pläne umfassen Pop-up-Events mit lokalen Künstlern, die in seinen Restaurants ausstellen, sowie Kochworkshops für Kinder und Jugendliche. Studien der Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes zeigen, dass genau solche hybriden Konzepte – die Gastronomie mit Kultur oder Bildung verbinden – die Kundenbindung um bis zu 40 % steigern können. Güngörmüş setzt hier auf Authentizität: Statt steriler Kochkurse plant er „Oma-Tage“, an denen ältere Generationen ihre Familienrezepte an junge Gäste weitergeben.

Auch nachhaltige Projekte stehen auf der Agenda. Bis 2025 will er in allen drei Standorten auf Einwegplastik verzichten und mit regionalen Bauern kooperieren, um Lieferketten zu verkürzen. „Qualität beginnt beim Produzenten“, betont er. Besonders stolz ist er auf die geplante Partnerschaft mit einem Münchner Urban-Farming-Projekt, das Kräuter und Gemüse für seine Küchen liefern soll.

Langfristig träumt Güngörmüş von einem „kulturellen Treffpunkt“ in der Maxvorstadt – ein Ort, an dem nicht nur gegessen, sondern auch diskutiert, gelernt und gefeiert wird. Ob Literaturabende mit türkisch-deutschen Autoren oder Live-Musik von lokalen Bands: Die Idee ist klar. Sein drittes Restaurant soll erst der Anfang sein.

Mit dem Meyhane Maxvorstadt setzt Ali Güngörmüş einmal mehr Maßstäbe für moderne anatolische Küche in München—nicht als bloße Kopie seiner erfolgreichen Vorgängerrestaurants, sondern als eigenständiges Konzept, das Tradition mit urbanem Flair verbindet. Wer die handgemachten Manti mit Knoblauchjoghurt oder die slow-gegrillten Adana-Kebabs probiert, versteht schnell, warum die Reservierungslisten bereits jetzt gut gefüllt sind.

Für alle, die das neue Lokal erkunden möchten, lohnt sich ein Besuch unter der Woche: Die Atmosphäre ist entspannter, und die Chance auf einen Tisch ohne lange Wartezeit steigt. Wer es authentisch mag, sollte sich an die Empfehlungen der Servicekräfte halten—etwa den Pide mit Pastırma oder die saisonalen Mezze-Platten, die Güngörmüş persönlich mit lokalen Produzenten entwickelt.

Mit diesem dritten Standort festigt der Küchenmeister nicht nur seinen Ruf als einer der prägendsten Gastronomen der Stadt, sondern beweist auch, dass anatolische Küche weit mehr ist als Döner und Lahmacun—sie ist eine lebendige, sich ständig neu erfindende Kunstform.