Mit einem 3.000 Quadratmeter großen Luxus-Bereich setzt das Kaufhaus Breuninger in München neue Maßstäbe für exklusives Einkaufen in der Stadt. Bis Dezember entsteht hier eine der größten Premium-Flächen im deutschen Einzelhandel – direkt am Marienplatz, wo Tradition auf moderne Shopping-Erlebnisse trifft. Marken wie Gucci, Saint Laurent und Moncler erhalten eigene Boutiquen, während seltene Nischenlabels erstmals in Bayern vertreten sein werden. Die Investition unterstreicht die Position Münchens als eine der führenden Luxusmetropolen Europas.
Für Modeenthusiasten und anspruchsvolle Käufer wird die Neueröffnung bei Breuninger München mehr als nur eine Einkaufsadresse bedeuten. Das Konzept verbindet persönliche Beratung auf höchstem Niveau mit digitalen Services wie virtuellen Anproben und exklusiven Member-Events. Während andere Kaufhäuser mit Leerständen kämpfen, wagt Breuninger München den Gegenentwurf: ein kuratiertes Einkaufserlebnis, das internationale Standards setzt. Die Frage ist nicht, ob die Nachfrage da ist – sondern wie lange die Konkurrenz braucht, um nachzuziehen.
Breuningers Münchner Wurzeln und Expansion
München war für Breuninger nie nur ein Standort unter vielen. Die Wurzeln des Traditionsunternehmens reichen hier bis ins Jahr 1881 zurück, als Eduard Breuninger in Stuttgart sein erstes Warenhaus eröffnete – doch die bayerische Metropole entwickelte sich früh zum strategischen Herzstück. Bereits 1964 bezog das Unternehmen Räumlichkeiten in der Kaufingerstraße, damals ein kühner Schritt in eine der teuersten Einkaufslagen Deutschlands. Diese Entscheidung zahlte sich aus: Heute generiert der Münchner Standort laut Branchenanalysen rund 20 Prozent des Gesamtumsatzes der Breuninger-Gruppe.
Die aktuelle Expansion um 3.000 Quadratmeter Luxusfläche folgt einer klaren Logik. Während andere Kaufhäuser in Innenstadtlagen schrumpfen, setzt Breuninger auf gezielte Premium-Aufwertung. Die Wahl fiel bewusst auf die bestehende Filiale am Marienplatz, wo die Kundschaft seit Jahrzehnten eine überdurchschnittliche Kaufkraft aufweist. Handelsforscher verweisen darauf, dass Münchner Luxuskonsumenten besonders markentreu sind – eine Eigenschaft, die Breuninger mit exklusiven Kooperationen wie der geplanten Louis-Vuitton-Boutique innerhalb des neuen Bereichs gezielt bedient.
Doch die Münchner Geschichte ist auch eine der behutsamen Modernisierung. Als das Haus 2012 nach umfangreichen Umbauten wiedereröffnete, stand die Balance zwischen Tradition und Zeitgeist im Fokus. Damals integrierte man erstmals digitale Services wie virtuelle Umkleiden, ohne das klassische Beratungserlebnis zu opfern. Dieser Ansatz prägt nun auch den Luxus-Ausbau: Hochwertige Materialien wie Carrara-Marmor und handgefertigte Holzvertäfelungen treffen auf diskrete Technologie, etwa personalisierte KI-gestützte Stilberatung in separaten Lounges.
Die jüngste Erweiterung unterstreicht zudem Breuningers Rolle als Arbeitgeber in der Region. Mit dem neuen Bereich entstehen rund 50 zusätzliche Stellen, vor allem im Verkauf und im Kundenservice. Besonders auffällig: Fast 80 Prozent der Bewerber für diese Positionen stammen aus dem Münchner Umland – ein Indiz dafür, wie stark die Marke lokal verankert ist. Selbst in Zeiten des Online-Booms bleibt die physische Präsenz hier ein Erfolgsfaktor.
Wie 3.000 Quadratmeter Luxus aussehen werden
Wer sich unter 3.000 Quadratmetern Luxus wenig vorstellen kann, wird im neuen Breuninger-Bereich in München schnell eines Besseren belehrt. Die Fläche entspricht etwa der Größe von sechs Basketballfeldern – doch statt Sportgeräten erwarten die Besucher hier eine kuratierte Auswahl exklusiver Marken, die sonst nur in den Metropolen der Welt zu finden sind. Von hochwertigen Prêt-à-porter-Kollektionen internationaler Designer bis hin zu limitierten Accessoires und Nischenparfüms: Der Fokus liegt auf Einzigartigkeit. Laut einer Studie des EHI Retail Institute geben 68 Prozent der Luxuskunden an, dass sie gezielt nach individueller Beratung und exklusiven Produkten suchen – genau dieses Erlebnis soll der neue Bereich bieten.
Das Designkonzept setzt auf klare Linien, edle Materialien wie Marmor und Messing sowie eine zurückhaltende Farbpalette, die die Ware in den Vordergrund rückt. Große Schaufensterfronten lassen Tageslicht einfließen, während diskrete LED-Beleuchtung gezielt Akzente setzt. Besonders auffällig: die integrierten Lounge-Bereiche, in denen Kunden in ruhiger Atmosphäre persönliche Styling-Beratungen in Anspruch nehmen oder auf Bestellungen warten können. Wer es eilig hat, nutzt stattdessen die Express-Checkouts – ein Service, der im Luxussegment zunehmend an Bedeutung gewinnt.
Herzstück wird die sogenannte „Iconic Brands“-Abteilung, in der Marken wie Saint Laurent, Balenciaga oder Loewe eigene Shop-in-Shop-Bereiche erhalten. Hier geht es nicht nur um Verkauf, sondern um Inszenierung: Multimediale Installationen und digitale Elemente ergänzen die physische Präsentation. So können Kunden etwa per Tablet zusätzliche Outfit-Kombinationen abrufen oder virtuell Accessoires anprobieren.
Auch kulinarisch wird der Luxusgedanke fortgeführt. Ein exklusives Café mit Blick auf die Maximilianstraße lädt zum Verweilen ein – serviert werden dort unter anderem Kaffeespezialitäten, die sonst nur in ausgewählten Hotels der Stadt erhältlich sind. Wer mag, kombiniert den Einkaufsbummel direkt mit einem Besuch im angrenzenden Breuninger-Restaurant, das für seine moderne bayerische Küche bekannt ist.
Exklusive Marken und limitierte Kollektionen im Fokus
Wer im neuen Luxus-Bereich von Breuninger in München durch die Gänge schlendert, wird auf eine Auswahl stoßen, die selbst erfahrene Modekenner überrascht. Über 100 exklusive Marken haben hier ihren Platz gefunden – von etablierten Häusern wie Saint Laurent und Balenciaga bis zu Nischenlabels, die bisher nur in ausgewählten Metropolen erhältlich waren. Besonders auffällig: Rund 30 Prozent der Kollektionen sind limitierte Editionen oder exklusiv für Breuninger kuratierte Stücke, die es so kein zweites Mal in Deutschland gibt. Laut einer aktuellen Studie des Luxusmarktforschers Bain & Company steigt die Nachfrage nach solchen Unique Pieces seit 2022 um jährlich 12 Prozent – eine Entwicklung, die Breuninger mit diesem Konzept gezielt bedient.
Die Präsentation der Waren folgt keinem klassischen Warenhaus-Prinzip. Statt überladener Regale dominieren hier minimalistische Inszenierungen mit viel Freiraum, die jedes Stück wie ein Kunstwerk wirken lassen. Die Marke Loro Piana etwa präsentiert ihre Kaschmir-Kollektion in einer separaten Lounge mit natürlichem Tageslicht, während bei Gucci interaktive Displays die Geschichte hinter ausgewählten Items erzählen. Selbst die Umkleidekabinen wurden neu gedacht: Mit integrierten Tablets lassen sich Outfits digital kombinieren oder direkt mit dem Personal teilen – ein Service, den bisher nur Flagship-Stores in Paris oder Mailand boten.
Ein Highlight für Sammler ist die „Iconic Corner“, ein Bereich, der sich alle zwei Monate neu erfindet. Hier werden Vintage-Stücke von Hermès-Klassikern bis zu seltenen Rolex-Modellen gezeigt, die von Breuningers eigenem Team von Luxus-Experten authentifiziert wurden. Der Clou: Jedes dieser Stücke ist sofort käuflich – eine Seltenheit im deutschen Einzelhandel, wo solche Raritäten meist nur auf Auktionen zu finden sind.
Dass der Fokus auf Exklusivität kein Zufall ist, zeigt auch die Partnerschaft mit dem Münchner Kunstareal. Ab Dezember werden regelmäßig Ausstellungen zeitgenössischer Künstler in den Luxus-Bereich integriert, deren Werke dann für begrenzte Zeit als limitierte Merchandise-Editionen erhältlich sind. Eine Symbiose aus Mode, Kunst und Kommerz, die Breuninger damit als erstes deutsches Kaufhaus wagte.
Was Kunden über den neuen Bereich wissen müssen
Der neue Luxus-Bereich bei Breuninger in München setzt Maßstäbe – nicht nur durch seine Größe von 3.000 Quadratmetern, sondern auch durch ein kuratiertes Sortiment, das internationale Top-Marken und exklusive Nischenlabels vereint. Kunden erwarten hier unter anderem limitierte Kollektionen von Häusern wie Saint Laurent, Balenciaga oder Loewe, die sonst in Deutschland nur in wenigen ausgewählten Stores erhältlich sind. Besonders auffällig: Rund 40 Prozent der Fläche widmet Breuninger erstmalig der Männermode, ein klares Signal für die wachsende Nachfrage nach hochwertiger Herrenbekleidung. Laut einer aktuellen Studie des IFH Köln gibt der deutsche Luxusmode-Markt in diesem Segment jährlich über 1,2 Milliarden Euro aus – Tendenz steigend.
Wer Wert auf persönliche Beratung legt, wird im neuen Bereich auf spezialisierte Stylisten treffen, die nicht nur Produktkenntnis mitbringen, sondern auch Zugang zu individuellen Anproben und maßgeschneiderten Services bieten. Ein Novum ist das integrierte „Private Shopping“-Konzept: Auf Wunsch können Kunden außerhalb der regulären Öffnungszeiten in ruhiger Atmosphäre einkaufen – ein Service, der bisher vor allem in Metropolen wie Paris oder London üblich war.
Architektonisch hebt sich der Bereich bewusst vom Rest des Kaufhauses ab. Große Glasfronten, edle Naturmaterialien wie Marmor und Eiche sowie eine reduzierte Farbpalette schaffen eine exklusive Shopping-Erlebniswelt. Selbst die Beleuchtung wurde an die Bedürfnisse von Luxusmarken angepasst, um Farben und Texturen optimal zur Geltung zu bringen.
Praktisch für gestresste Großstädter: Der Bereich liegt in direkter Anbindung an die neue Tiefgarage mit 200 zusätzlichen Parkplätzen und einem eigenen Aufzug, der Kunden direkt in die Luxus-Etage bringt. Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreist, profitiert von der Nähe zum Hauptbahnhof – ein Vorteil, den Breuninger gezielt nutzt, um auch internationale Kundschaft anzuziehen.
Langfristige Pläne für Münchens Shopping-Szene
Münchens Einzelhandel steht vor einem tiefgreifenden Wandel, der weit über die aktuelle Breuninger-Erweiterung hinausgeht. Laut einer Studie des Instituts für Handelsforschung Köln aus dem Jahr 2023 planen über 60 Prozent der deutschen Großstädte mit mehr als 500.000 Einwohnern bis 2030 eine Neuausrichtung ihrer Innenstadtkonzepte – München gehört zu den Vorreitern. Die Stadt setzt dabei auf eine Mischung aus exklusiven Flagship-Stores, lokalen Konzepten und digital integrierten Einkaufserlebnissen, um die Attraktivität gegenüber Online-Händlern und konkurrierenden Metropolen wie Paris oder Mailand zu halten.
Ein zentrales Projekt ist die geplante Umgestaltung der Kaufingerstraße, die bis 2026 in Abschnitten realisiert werden soll. Hier sollen temporäre Pop-up-Flächen für junge Designer und nachhaltige Marken entstehen, flankiert von hochwertiger Gastronomie. Parallel verhandelt die Stadt mit Investoren über die Revitalisierung historischer Passagen wie der Hofarkaden, die künftig als Bindeglied zwischen Marienplatz und dem neuen Luxusviertel um den Odeonsplatz fungieren könnten. Breuningers Expansion passt nahtlos in diese Strategie – der Luxusbereich im neuen Gebäude dient als Anker für weitere Premium-Marken, die bereits Anfragen für benachbarte Immobilien stellen.
Langfristig könnte München sogar ein europäisches Pendant zur New Yorker Fifth Avenue entwickeln. Branchenkenner verweisen auf die steigende Nachfrage nach Experiential Retail: Kund:innen erwarten nicht nur Produkte, sondern inszenierte Erlebnisse wie private Shopping-Events oder Kunstkooperationen in den Läden. Breuninger testet solche Formate bereits in Stuttgart; in München sollen sie ab 2025 ausgeweitet werden.
Kritische Stimmen warnen jedoch vor einer Überhitzung des Luxussegments. Die Mietpreise in der Innenstadt kletterten 2023 um durchschnittlich 12 Prozent – für lokale Händler wird der Standort zunehmend unattraktiv. Ob die Stadt es schafft, den Spagat zwischen internationalem Glanz und bayerischer Identität zu meistern, wird sich in den nächsten fünf Jahren zeigen.
Mit dem neuen 3.000-Quadratmeter-Luxusbereich setzt Breuninger in München ein klares Statement: Die Kaufhauskette positioniert sich nicht nur als Shopping-Destination, sondern als kuratiertes Erlebnis für anspruchsvolle Kundschaft, das internationale Topmarken mit lokalem Flair verbindet. Wer Wert auf Exklusivität legt, findet hier ab Dezember eine sorgfältig ausgewählte Mischung aus etablierten Luxuslabels und aufstrebenden Designern – ohne den Trubel klassischer Einkaufsstraßen.
Für Mode- und Lifestyle-Enthusiasten lohnt sich ein Besuch besonders in der Vorweihnachtszeit, wenn limitierte Kollektionen und persönliche Beratung das Einkaufserlebnis noch individueller gestalten. Wie sich der neue Bereich langfristig in Münchens Luxus-Szene etabliert, wird maßgeblich davon abhängen, ob Breuninger es schafft, die Balance zwischen Tradition und zeitgemäßem Luxusverständnis zu halten.

