Eine massive Rauchwolke hing am frühen Nachmittag über der Münchner Innenstadt, als die Feuerwehr zu einem Großbrand in einem historischen Altbau an der Sonnenstraße ausrückte. Nach ersten Angaben der Einsatzkräfte stand das sechsstöckige Gebäude aus dem 19. Jahrhundert in Vollbrand, wobei die Flammen bereits auf das Dach übergegriffen hatten. Mehr als 50 Feuerwehrleute mit zehn Fahrzeugen waren im Einsatz, um die Ausbreitung des Feuers zu kontrollieren. Augenzeugen berichteten von dickem, schwarzem Rauch, der sich bis in die angrenzenden Straßen ausbreitete und den Verkehr vorübergehend zum Erliegen brachte.

Die Rauchwolke München heute sorgte für erhebliche Beunruhigung unter Anwohnern und Passanten, da sie weithin sichtbar war und den Himmel über der City verdunkelte. Besonders in den dicht besiedelten Vierteln um den Marienplatz und die Kaufingerstraße mussten Fenster geschlossen und Lüftungsanlagen abgestellt werden, um eine Belastung durch Rauchgase zu vermeiden. Die Polizei riet zur Vorsicht und wies darauf hin, dass die Rauchwolke München heute voraussichtlich noch Stunden über der Stadt hängen könnte, bis die Brandbekämpfung abgeschlossen ist. Die Ursache des Feuers steht bisher nicht fest, doch Ermittler prüfen bereits mögliche Brandherde im Gebäudeinneren.

Brandausbruch in historischem Gebäude der Maxvorstadt

Der Brand brach gegen 14:30 Uhr in einem denkmalgeschützten Gebäude an der Türkenstraße aus. Augenzeugen berichteten von plötzlichen Flammen, die aus einem Fenster im dritten Obergeschoss schlugen, bevor sich eine dichte, schwarze Rauchwolke über dem Viertel ausbreitete. Die Feuerwehr München war mit 12 Fahrzeugen und rund 50 Einsatzkräften vor Ort, darunter Spezialisten für den Umgang mit historischen Bausubstanzen. Laut ersten Angaben des Brandschutzamts handelt es sich um einen typischen Schwelbrand – eine besonders tückische Form, bei der sich das Feuer zunächst im Verborgenen ausbreitet, bevor es offen ausbricht.

Besondere Herausforderung für die Löscharbeiten: Das betroffene Haus stammt aus dem späten 19. Jahrhundert und verfügt über eine aufwendige Holzvertäfelung im Inneren. Solche Altbauten erfordern oft eine angepasste Taktik, da moderne Löschmethoden wie Hochdruckstrahler die historische Substanz beschädigen können. Statistiken der Münchner Feuerwehr zeigen, dass rund 30 % aller Brände in denkmalgeschützten Gebäuden auf defekte Elektroleitungen zurückzuführen sind – ein Risiko, das bei Sanierungen häufig unterschätzt wird.

Die Rauchentwicklung führte zu kurzfristigen Sperrungen in der Umgebung. Anwohner wurden aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten, während die Polizei den Bereich zwischen Schelling- und Amalienstraße absicherte. Gegen 16 Uhr konnte die Feuerwehr Entwarnung geben: Die Flammen waren unter Kontrolle, die Ursachenermittlung durch die Kriminalpolizei hatte bereits begonnen. Ob Personen verletzt wurden, stand zunächst nicht fest.

Für die Maxvorstadt, ein Viertel mit hohem Anteil an Studenten und Kulturinstitutionen, ist der Vorfall ein Weckruf. Viele der hier stehenden Gebäude sind seit Jahrzehnten nicht mehr grundsaniert worden – ein Problem, das Experten für Brandschutz seit Langem kritisieren.

Augenzeugen berichten von meterhohem Rauch über dem Stadtkern

Der Himmel über Münchens Innenstadt färbte sich am frühen Nachmittag in ein düsteres Grau, als sich eine gewaltige Rauchwolke über den Dächern ausbreitete. Augenzeugen berichteten von einer bis zu 50 Meter hohen Rauchfahne, die sich aus Richtung der Altstadtringe in Windrichtung nach Osten zog. Besonders auffällig: Der Rauch entwickelte sich rasant innerhalb weniger Minuten, was auf ein schnelles Übergreifen der Flammen hindeutete. Passanten hielten die dramatischen Szenen mit ihren Handys fest – auf Videos ist zu sehen, wie der Qualm selbst aus mehreren Hundert Metern Entfernung noch dicht und schwarz erschien.

Ein Anwohner aus der Nähe des Brandorts beschrieb die Situation als „apokalyptisch“. Gegen 14:30 Uhr habe er plötzlich einen beißenden Geruch wahrgenommen, kurz darauf sei die Sicht auf die gegenüberliegende Straßenseite auf wenige Meter reduziert gewesen. Laut Angaben der Feuerwehr München handelt es sich bei der Rauchentwicklung um ein typisches Phänomen bei Bränden in historischen Gebäuden: Durch die oft engen Holzkonstruktionen und alten Isoliermaterialien entstehe eine besonders dichte und toxische Rauchmischung. Experten zufolge können solche Brände innerhalb von 10 Minuten eine Rauchwolke erzeugen, die selbst moderne Atemschutzgeräte an ihre Grenzen bringt.

Die Auswirkungen waren bis in die angrenzenden Viertel spürbar. In der Kaufingerstraße mussten mehrere Geschäfte vorübergehend schließen, nachdem der Rauch durch Lüftungssysteme eingedrungen war. Eine Verkäuferin berichtete, wie Kunden plötzlich husten mussten und die Augen tränten – selbst in geschlossenen Räumen. Besonders betroffen waren Asthmatiker und ältere Menschen, die von der Feuerwehr aufgefordert wurden, Fenster zu schließen und Klimanlagen auszuschalten.

Während die Einsatzkräfte mit Drehleitern die Brandherde in den oberen Stockwerken bekämpften, bildete sich am Boden eine ungewöhnliche Stille. Der sonst so belebte Marienplatz leerte sich innerhalb weniger Minuten, als die Rauchwolke wie eine dunkle Wand über den Platz zog. Nur das Martinshorn der Feuerwehr durchbrach die gespenstische Atmosphäre.

Feuerwehr kämpft mit Atemschutz gegen Glutnester im Dachstuhl

Mit schwerem Atemschutzgerät drangen die Einsatzkräfte in den verqualmten Dachstuhl des Altbaus vor. Die Hitze war so intensiv, dass sich selbst erfahrene Feuerwehrleute nur in kurzen Intervallen im Inneren aufhalten konnten. Besonders tückisch: Die Glutnester loderten zwischen den historischen Balken, die seit über hundert Jahren trockenes Holz konserviert hatten – ideale Bedingungen für ein erneutes Aufflammen. Spezialkameras mit Wärmebildtechnik halfen, die Brandherde zu lokalisieren, doch der enge Raum und die dichte Rauchentwicklung machten jeden Schritt zur Herausforderung.

Laut Angaben der Münchner Berufsfeuerwehr sind Dachstuhlbrände in Altbauten besonders riskant. Studien zeigen, dass bei solchen Einsätzen die Belastung für die Atemschutzträger um bis zu 40 Prozent höher liegt als bei Standardbränden. Der Grund: Die komplexe Bauweise mit Hohlräumen, versteckten Schächten und oft marodem Baumaterial erfordert nicht nur körperlichen Einsatz, sondern auch strategische Präzision. Während draußen die Rauchwolke über der Innenstadt hing, koordinierten die Einsatzleiter im Minutentakt den Wechsel der Teams, um Überhitzung und Sauerstoffmangel vorzubeugen.

Ein entscheidender Moment kam, als ein Trupp mit dem Hochdrucklüfter den Rauch aus dem Treppenhaus drängte. Plötzlich wurde sichtbar, wie sich die Flammen entlang der alten Elektroleitungen fraßen – ein typisches Problem bei sanierungsbedürftigen Gebäuden. Sofort rückte ein weiteres Team mit Pulverlöschern an, um die Stromversorgung notabzuschalten und die Brandausbreitung zu stoppen. Die Zusammenarbeit zwischen den Spezialeinheiten für Höhenrettung und Atemschutz erwies sich hier als lebenswichtig.

Erst nach fast drei Stunden konnte die Feuerwehr Entwarnung geben. Doch selbst dann blieb eine Nachwache vor Ort, um mögliche Wiederentfachungen zu überwachen. Die Erfahrung zeigt: Bei Bränden in denkmalgeschützten Häusern ist die Gefahr von Schwelbränden noch Tage später real.

Sperrungen und Verkehrsbehinderungen: Was Betroffene jetzt wissen müssen

Der Brand in einem Altbau der Münchner Innenstadt zieht weitreichende Folgen für den Verkehr nach sich. Laut aktuellem Lagebericht der Stadt sind mehrere Straßen im Umkreis von 500 Metern um die Brandstelle komplett gesperrt, darunter die Rosestraße zwischen Marienplatz und Tal sowie Teile der Kaufingerstraße. Die Polizei leitet den Verkehr über Umleitungsrouten um, doch Staus bilden sich bereits bis in die angrenzenden Viertel wie die Maxvorstadt. Besonders betroffen sind Buslinien der MVG: Die Linien 100 und 132 fallen voraussichtlich bis zum späten Nachmittag aus, wie ein Sprecher der Münchner Verkehrsgesellschaft bestätigte.

Für Fußgänger gilt ebenfalls eine Sperrzone. Die Feuerwehr warnt vor gesundheitlichen Risiken durch die Rauchentwicklung, die nach Messungen des Umweltbundesamts lokal Feinstaubwerte von über 150 Mikrogramm pro Kubikmeter erreicht – das Doppelte des zulässigen Tagesmittelwerts. Wer in der Nähe wohnt oder arbeitet, sollte Fenster geschlossen halten und Klimaanlagen abschalten. Behördenseits wird geraten, den Bereich weiträumig zu meiden, bis die Entwarnung gegeben wird.

Auch der ÖPNV kommt nicht ungeschoren davon. Die S-Bahn-Stationen Marienplatz und Isartor sind zwar weiterhin zugänglich, doch mit Einschränkungen: Reisende müssen mit Verspätungen von bis zu 20 Minuten rechnen, da Rettungskräfte die Gleisbereiche für Löscharbeiten nutzen. Die Deutsche Bahn empfiehlt, auf alternative Verbindungen über die Trassen der U-Bahn (U3/U6) auszuweichen. Taxistände in der Innenstadt sind überlastet; Fahrgäste berichten von Wartezeiten von über 45 Minuten.

Wer dringend in die gesperrten Zonen muss – etwa Anwohner oder Lieferdienste –, benötigt eine Sondergenehmigung der Polizei. Diese wird vor Ort an den Absperrungen nach Vorlage eines Personalausweises und Nachweis des berechtigten Interesses (z. B. Wohnsitzmeldung) ausgestellt. Handelsbetriebe in der betroffenen Zone bleiben bis auf Weiteres geschlossen; einige Café-Besitzer haben bereits über soziale Medien informiert, dass sie ihren Betrieb erst am Donnerstag wiederaufnehmen.

Ermittlungen laufen – war es Brandstiftung oder technischer Defekt?

Die Ursache des Feuers im Münchner Altbau bleibt vorerst unklar. Während die Löscharbeiten am Nachmittag abgeschlossen wurden, begann für die Kriminalpolizei und Brandermittler die akribische Suche nach Hinweisen. Erste Augenscheine deuten auf zwei mögliche Szenarien hin: eine vorsätzliche Brandstiftung oder ein technischer Defekt in der veralteten Elektroinstallation des Gebäudes. Letzteres wäre kein Einzelfall – laut Statistik des Bayerischen Landesamts für Statistik gehen rund 30 Prozent aller Wohnungsbrände in Deutschland auf defekte elektrische Anlagen zurück.

Besondere Aufmerksamkeit gilt den Zeugenaussagen von Anwohnern, die kurz vor Ausbruch der Flammen verdächtige Geräusche aus dem Dachgeschoss gehört haben wollen. Ein Mieter des Hauses berichtete von einem „knisternden“ Geräusch, gefolgt von einem dumpfen Knall. Solche Schilderungen könnten auf einen Kurzschluss hindeuten, doch auch Brandbeschleuniger können ähnliche akustische Effekte erzeugen.

Die Ermittler sichern derzeit Spuren im gesamten Gebäude, mit Fokus auf dem Brandherd im dritten Stock. Vor Ort kamen auch Spürhunde zum Einsatz, die auf Beschleunigungsmittel wie Benzin oder Alkohol trainiert sind. Parallel wird die Baugeschichte des Hauses geprüft: Das 1902 errichtete Gebäude stand zwar unter Denkmalschutz, doch Sanierungsprotokolle der letzten Jahre könnten Aufschluss über mögliche Schwachstellen in der Bausubstanz geben.

Bis die Gutachten vorliegen, bleibt Spekulation. Die Münchner Feuerwehr warnt jedoch vor voreiligen Schlüssen. „Bei Altbauten mit Holzvertäfelungen und alten Kabelsträngen kann selbst eine weggeworfene Zigarette fatale Folgen haben“, so ein Sprecher der Behörde. Die Ermittlungen ziehen sich voraussichtlich über mehrere Wochen hin.

Der massive Brand in einem Münchner Altbau zeigte einmal mehr, wie schnell sich Rauch in dicht bebauten Innenstadtlagen ausbreitet – und welche Herausforderungen das für Einsatzkräfte mit sich bringt. Dass die Feuerwehr den Großbrand innerhalb weniger Stunden unter Kontrolle brachte, verdankt sich nicht zuletzt der schnellen Alarmierung durch Anwohner und der koordinierten Löscharbeit mit Drehleitern und Atemschutztrupps.

Für Bewohner älterer Gebäude lohnt sich nun ein kritischer Blick auf die eigenen Fluchtwege und Rauchmelder: Funktionieren die Warnsysteme, sind Treppenhäuser frei von Hindernissen? Gerade in historischen Häusern mit engen Grundrissen kann jeder gewonnene Meter im Ernstfall entscheiden.

Wie die Stadt mit den Folgen umgeht – von der Ursachenaufklärung bis zu möglichen Nachrüstungen beim Brandschutz – wird sich in den kommenden Tagen zeigen.