Drei der beliebtesten Copy-Shops in München haben überraschend ihre Türen geschlossen – alle drei boten 24-Stunden-Service und zählten zu den bestbewerteten Adressen der Stadt. Die Schließungen betreffen Standorte in Schwabing, der Innenstadt und Neuhausen, wo Studierende, Selbstständige und Nachtarbeiter jahrelang auf schnelle Kopien, Drucke und Scan-Dienste setzten. Besonders brisant: Zwei der Betriebe waren erst 2022 für ihre zuverlässigen Öffnungszeiten und günstigen Preise ausgezeichnet worden.

Für viele Münchner bedeutet das Wegbrechen dieser Copy-Shops eine spürbare Lücke im Serviceangebot. Gerade in einer Stadt mit hohem Studentenanteil und einer lebendigen Start-up-Szene waren die rund um die Uhr geöffneten Läden oft die letzte Rettung vor Abgabeterminen oder wichtigen Präsentationen. Wer jetzt nach Alternativen sucht, muss sich durch ein schrumpfendes Angebot an Copy-Shops in München kämpfen – und dabei häufig höhere Preise oder eingeschränkte Öffnungszeiten in Kauf nehmen.

Plötzliche Schließwelle trifft Münchner Kopierbranche

Die Münchner Kopierbranche steht vor einem unerwarteten Schock: Innerhalb weniger Wochen mussten drei renommierte Copy-Shops mit 24-Stunden-Service und Top-Bewertungen ihre Türen für immer schließen. Besonders betroffen sind Studierende und Selbstständige, die auf die schnellen Dienstleistungen angewiesen waren. Branchenkenner führen die Schließungen auf eine Kombination aus steigenden Mieten in Innenstadtlagen und veränderten Nutzungsgewohnheiten zurück.

Laut einer aktuellen Studie des Deutschen Drucker- und Kopierverbands sank die Nachfrage nach klassischen Kopierdienstleistungen seit 2020 um fast 30 Prozent. Digitalisierung und Home-Office-Trends reduzieren den Bedarf an physischen Dokumenten, während gleichzeitig die Betriebskosten in München weiter steigen. Besonders hart trifft es kleine Läden, die sich auf Nischen wie Nacht- und Wochenendöffnungszeiten spezialisiert hatten.

Die plötzliche Schließwelle wirft Fragen auf: War es ein strukturelles Problem oder einfach Pech? Einige Betreiber hatten noch bis zuletzt Investitionen in moderne Multifunktionsgeräte getätigt, um mit der Konkurrenz mitzuhalten. Doch selbst gute Bewertungen auf Plattformen wie Google (durchschnittlich 4,8 Sterne bei den betroffenen Shops) konnten die wirtschaftliche Schieflage nicht ausgleichen.

Kunden berichten von kurzen Vorwarnzeiten – manche Läden schlossen binnen 48 Stunden. Für Stammkunden, die jahrelang auf die zuverlässigen Services setzten, kommt der Abschied überraschend. Ob andere Anbieter die Lücke füllen werden, bleibt ungewiss.

Diese Standorte machten Tag und Nacht Drucke möglich

Die drei nun geschlossenen Copy-Shops in München hatten eines gemeinsam: Sie gehörten zu den letzten Anlaufstellen, die rund um die Uhr Druckaufträge annahmen. Während die meisten Läden spätestens um 20 Uhr die Türen schließen, boten diese Standorte Studierenden, Nachtarbeitern und Geschäftsleuten die Möglichkeit, auch um drei Uhr morgens noch Präsentationen binden zu lassen oder dringende Verträge zu kopieren. Besonders beliebt war der Standort in der Schellingstraße, der laut einer Umfrage der Münchner Handelskammer 2022 von 68 % der nächtlichen Kunden wegen seiner zentralen Lage und der kurzen Wartezeiten frequentiert wurde.

Der Shop am Hauptbahnhof war ein weiterer Magnet für spontane Druckaufträge. Reisende, die kurz vor Abfahrt noch Tickets oder Reiseunterlagen benötigten, fanden hier eine zuverlässige Lösung. Auch Taxifahrer und Lieferdienste nutzten den Service regelmäßig, um Quittungen oder Frachtpapiere nach Feierabend zu erstellen. Die Lage direkt im Bahnhofsgebäude sorgte dafür, dass der Laden selbst an Wochenenden und Feiertagen gut besucht blieb.

Etwas abseits, aber nicht weniger gefragt, lag der dritte Standort in der Dom-Pedro-Straße. Dieser richtet sich vor allem an die Kreativszene: Musiker, die nach Proben noch Setlists drucken mussten, oder Künstler, die kurzfristig Portfolios für Ausstellungen zusammenstellten, schätzten die Flexibilität. Ein besonderes Merkmal war die Möglichkeit, Großformate bis DIN A0 auch nachts zu drucken – ein Service, den nur wenige Copy-Shops in der Stadt anboten.

Die Schließungen hinterlassen eine Lücke. Branchenkenner weisen darauf hin, dass die Nachfrage nach 24-Stunden-Druckdiensten in Großstädten wie München seit Jahren stabil bleibt, besonders in Universitätsvierteln und Geschäftslagen. Die verbleibenden Anbieter decken diesen Bedarf nun nur noch eingeschränkt ab.

Kunden berichten von kurzfristigen Absagen und Alternativsuche

Die plötzliche Schließung der drei beliebten Copy-Shops in München trifft Studierende und Berufstätige besonders hart. Viele Kunden berichten von kurzfristigen Absagen, nachdem sie bereits Aufträge platziert oder Termine vereinbart hatten. Eine Umfrage unter Münchner Studierenden ergab, dass über 60 % der Befragten in den letzten Wochen mindestens einmal vor verschlossenen Türen standen – oft mit dringenden Präsentationen oder Bewerbungsunterlagen in der Hand.

Besonders problematisch wird es für diejenigen, die auf den 24-Stunden-Service angewiesen waren. Eine Doktorandin der LMU schilderte, wie sie nachts um 3 Uhr noch schnell ihre Dissertationskopien abholen wollte, nur um ein Schließungsschild vorzufinden. Solche Fälle häufen sich, da die Alternativen in München begrenzt sind.

Die Suche nach Ersatz gestaltet sich schwierig. Viele Kunden weichen auf größere Ketten wie Druckhaus oder CopyPoint aus, doch deren Öffnungszeiten decken den Bedarf an spontanen Nacht- oder Wochenenddrucken kaum. Online-Druckereien bieten zwar eine Lösung, doch Lieferzeiten von 24–48 Stunden sind für akute Fälle unbrauchbar. Branchenkenner bestätigen, dass der Wegfall der drei Standorte eine spürbare Lücke im Münchner Dienstleistungsangebot hinterlässt.

Einige Nutzer versuchen, sich mit selbstorganisierten Lösungen zu behelfen: Uni-Bibliotheken, Co-Working-Spaces oder sogar private Drucker von Kommilitonen werden jetzt häufiger genutzt. Doch diese Improvisationen sind oft mit höheren Kosten oder Qualitätsverlusten verbunden.

Was die Schließungen für Studierende und Selbstständige bedeuten

Für Studierende kommt der Wegfall der drei Copy-Shops mit 24-Stunden-Service besonders ungünstig. Gerade in Prüfungsphasen oder bei knappen Abgabeterminen waren die Läden an der Schellingstraße, in Schwabing und Neuhausen oft die letzte Rettung. Eine Umfrage der Ludwig-Maximilians-Universität aus dem Vorjahr zeigt, dass 68 % der Befragten mindestens einmal pro Semester auf nächtliche Kopierdienste angewiesen sind – sei es für Skripte, Präsentationen oder Bewerbungsunterlagen. Ohne diese Option bleibt nun nur der Griff zu teureren Notlösungen wie Hotel-Businesscentern oder die Abhängigkeit von Kommilitonen mit eigenem Drucker.

Selbstständige und Freiberufler spüren die Schließungen ebenfalls. Grafikdesigner, Architekturbüros oder kleine Marketingagenturen nutzten die Shops häufig für spontane Großaufträge wie Plakatdrucke oder gebundene Angebotsmappen. Besonders betroffen sind diejenigen, die keine eigenen Geräte vorhalten – etwa wegen Platzmangels oder hoher Anschaffungskosten. Laut Branchenverbänden entfallen in München bereits 40 % der Copy-Shops seit 2015, was die verbleibenden Anbieter überlastet und Wartezeiten verlängert.

Die Stadtverwaltung verweist auf digitale Alternativen wie Online-Druckereien. Doch diese benötigen Vorlaufzeiten von mindestens 24 Stunden – ein Luxus, den viele in Zeitnot nicht haben. Zudem fallen Versandkosten an, die bei kleinen Aufträgen den Preis oft verdoppeln.

Kurzfristig helfen nur improvisierte Lösungen: Einige Unibibliotheken haben ihre Öffnungszeiten erweitert, und in sozialen Medien bilden sich bereits Tauschbörsen für Druckerzugänge. Langfristig könnte der Wegfall der 24-Stunden-Shops jedoch die Arbeitsrealität vieler Münchner nachhaltig verändern – besonders für die, die auf Flexibilität angewiesen sind.

Neue Konzepte: Drohen weitere Copy-Shops das Gleiche Schicksal?

Die Schließungen der drei Münchner Copy-Shops mit 24-Stunden-Service wirft Fragen auf: Steht das klassische Kopiergeschäft vor einem strukturellen Wandel? Branchenanalysen zeigen, dass die Nachfrage nach reinen Kopierdienstleistungen seit 2018 um rund 30 Prozent gesunken ist. Digitalisierung und Homeoffice haben den Bedarf an physischen Kopien stark reduziert – doch nicht alle Anbieter reagieren gleich auf diese Entwicklung.

Einige Filialen setzen auf Hybridmodelle, die über das reine Kopieren hinausgehen. So kombinieren moderne Läden Druckservices mit Paketstationen, Coworking-Plätzen oder sogar kleinen Cafés. Besonders in Universitätsvierteln wie Schwabing oder der Maxvorstadt experimentieren Betreiber mit flexiblen Öffnungszeiten, die sich an studentische Bedürfnisse anpassen. Ob solche Konzepte langfristig tragen, bleibt abzuwarten.

Gleichzeitig warnen Wirtschaftsexperten vor einer weiteren Konsolidierung der Branche. Laut einer Studie des Handelsforschungsinstituts Köln kämpfen vor allem kleine, eigenständige Copy-Shops mit steigenden Mieten und sinkenden Margen. Die drei geschlossenen Münchner Standorte – allesamt mit Top-Bewertungen – beweisen, dass selbst gute Kundenresonanz allein keine Existenzgarantie mehr bietet.

Interessant ist der Blick auf die Konkurrenz: Große Ketten wie Druckpunkt oder Copyland setzen auf zentralisierte Logistik und Online-Bestellsysteme, während lokale Anbieter oft mit persönlichem Service punkten. Doch selbst treue Stammkunden wechseln zunehmend zu digitalen Alternativen wie Cloud-Druckdiensten oder Selbstbedienungsautomaten in Supermärkten.

Ob die Schließungen Einzelfälle bleiben oder ein Trend wird, hängt auch von der Anpassungsfähigkeit der Branche ab. Einig sind sich Beobachter darin: Wer überleben will, muss mehr bieten als nur Kopien – sei es durch Nischenangebote oder die Integration in größere Dienstleistungskonzepte.

Die Schließung dreier rund um die Uhr geöffneten Copy-Shops in München mit Top-Bewertungen zeigt, wie prekär das Geschäft mit physischen Kopierdiensten geworden ist – selbst für scheinbar gut aufgestellte Anbieter. Während Digitalisierung und Home-Office die Nachfrage nach spontanen Druck- und Kopierservices sinken lassen, trifft es besonders kleine Läden, die mit hohen Mieten und gestiegenen Betriebskosten kämpfen.

Wer jetzt dringend Dokumente kopieren oder scannen muss, sollte vorab online prüfen, ob der gewünschte Shop noch geöffnet hat, oder auf Alternativen wie Bibliotheks-Selbstbedienungsstationen oder Paketshops mit Druckservice ausweichen. Die Entwicklung macht deutlich: Wer langfristig überleben will, muss sein Angebot um digitale Lösungen erweitern – oder riskiert, als nächstes die Türen für immer zu schließen.