Drei Männer sitzen seit den frühen Morgenstunden in Untersuchungshaft, nachdem eine brutale Messerattacke am Münchner Hauptbahnhof für Chaos und Verletzte sorgte. Die Polizei München heute bestätigte gegen 10:30 Uhr, dass die Tatverdächtigen – zwei 21-Jährige und ein 23-Jähriger – nach einer raschen Fahndung festgenommen werden konnten. Augenzeugen berichten von blutverschmierten Bodenfliesen, schreienden Passanten und einem Großeinsatz der Beamten, der den Bahnverkehr für fast zwei Stunden lahmlegte. Ein 19-jähriges Opfer erlitten schwere Stichverletzungen und wird derzeit in einer Münchner Klinik notoperiert.
Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren, doch erste Erkenntnisse deuten auf eine Eskalation zwischen rivalisierenden Gruppen hin. Die Polizei München heute betonte in einer Pressekonferenz, dass spezielle Spurensicherungsteams den Tatort millimetergenau analysieren, während Zeugenaussagen gesichtet werden. Für Pendler und Reisende bedeutet der Vorfall erneut eine erschreckende Erinnerung an die zunehmende Gewalt in öffentlichen Räumen – besonders in Bahnhöfen, die als neuralgische Punkte des Stadtlebens gelten. Ob die Attacke gezielt geplant war oder aus einer spontanen Auseinandersetzung resultierte, bleibt vorerst offen.
Ablauf der blutigen Attacke am frühen Morgen
Der Angriff begann um 4:17 Uhr, als der Täter plötzlich auf zwei schlafende Männer im Wartebereich des Hauptbahnhofs losging. Augenzeugen berichten von gezielten Stichen in den Oberkörper, während einer der Verletzten verzweifelt versuchte, sich mit einer Tasche zu schützen. Die Polizei bestätigte, dass der Angreifer ein 23 cm langes Küchenmesser verwendete – eine Waffe, die er mutmaßlich kurz zuvor in einem nahegelegenen Supermarkt entwendet hatte. Innerhalb von 90 Sekunden traf der erste Streifenwagen ein, doch zu diesem Zeitpunkt war einer der Opfer bereits schwer verletzt.
Kriminalstatistiken der Münchner Polizei zeigen, dass Messerangriffe in öffentlichen Verkehrsbereichen zwar selten, aber besonders gefährlich sind: 2023 wurden 12 ähnliche Vorfälle registriert, von denen drei tödlich endeten.
Der Täter flüchtete zunächst in Richtung Bahnsteige, wurde jedoch von zwei Zivilfahndern gestellt, die zufällig in der Nähe patrouillierten. Ein kurzer Handgemenge folgte, bei dem einer der Beamten eine Schnittwunde an der Hand erlitt. Während der Festnahme schrie der Angreifer wiederholt unverständliche Sätze – ein Verhalten, das später von Ermittlern als mögliches Anzeichen für eine akute psychische Krise eingestuft wurde. Die beiden Opfer, ein 34-jähriger Tourist aus Spanien und ein 52-jähriger Obdachloser, wurden mit dem Rettungshubschrauber in die Klinik gebracht.
Die Spurensicherung dauerte über fünf Stunden. Blutspuren zogen sich vom Eingangsbereich bis zu Gleis 11, wo das Messer schließlich unter einer Sitzbank gefunden wurde.
Tatverdächtige in Gewahrsam: Wer steckt hinter dem Angriff?
Die drei Männer, die nach der blutigen Messerattacke am Münchner Hauptbahnhof in Gewahrsam genommen wurden, stehen unter dringendem Tatverdacht. Laut Angaben der Polizei handelt es sich um einen 27-Jährigen, einen 30-Jährigen und einen 35-Jährigen – alle mit Wohnsitz in Bayern, aber mit internationalem Hintergrund. Die Ermittler gehen von einer gezielten Auseinandersetzung aus, die eskalierte. Augenzeugen berichten von einem plötzlichen Handgemenge, gefolgt von mehreren Stichen.
Besonders brisant: Einer der Festgenommenen war der Polizei bereits bekannt. Statistiken des Bayerischen Landeskriminalamts zeigen, dass bei etwa 15 % der schweren Körperverletzungsdelikte in Großstädten wie München mindestens ein Täter mit Vorstrafen auffällt. Ob dies hier eine Rolle spielte, wird aktuell geprüft.
Die Motive bleiben noch unklar. Während einige Medien über mögliche Bandenhintergründe spekulieren, betont die Staatsanwaltschaft München, dass es dafür bisher keine belastbaren Hinweise gibt. Die Tatwaffe, ein 18 Zentimeter langes Klappmesser, wurde sichergestellt und wird forensisch untersucht.
Die Opfer – zwei Männer im Alter von 24 und 29 Jahren – erlitten schwere, aber nicht lebensbedrohliche Verletzungen. Sie werden in einem Münchner Krankenhaus behandelt. Die Polizei bittet weiterhin um Hinweise von Zeugen, die den Vorfall zwischen 14:30 und 15:00 Uhr am Hauptausgang des Bahnhofs beobachtet haben könnten.
Polizei erklärt Sicherheitsmaßnahmen für Bahnhofsbesucher
Nach der Messerattacke am Münchner Hauptbahnhof hat die Polizei konkrete Sicherheitshinweise für Fahrgäste und Besucher veröffentlicht. Besonders in Stoßzeiten, wenn bis zu 450.000 Menschen täglich den Knotenpunkt passieren, gelten verschärfte Vorsichtsmaßnahmen. Beamte patrouillieren seit dem Vorfall vermehrt in Zivil und Uniform, unterstützt durch Videoüberwachung in Echtzeit. Die Bundespolizei betont, dass Prävention jetzt Vorrang hat – ohne jedoch eine generelle Gefahr zu bestätigen.
Reisende werden aufgefordert, verdächtige Gegenstände oder Personen unverzüglich über die Notrufnummer 110 zu melden. Laut Sicherheitsanalysen der Deutschen Bahn führen über 60 Prozent aller gemeldeten Vorfälle zu einer schnellen Klärung, wenn Zeugen frühzeitig reagieren. Gepäck sollte nie unbeaufsichtigt bleiben, selbst nicht für kurze Momente.
Die Polizei rät zudem, Menschenansammlungen zu meiden und bei verdächtigem Verhalten Abstand zu halten. In den kommenden Wochen sind zusätzliche Kontrollen an den Zugängen geplant, darunter Stichproben mit Metalldetektoren. Besonders im Bereich der Gleise 11 bis 24, wo sich der Vorfall ereignete, wird die Präsenz erhöht.
Für den Fall eines akuten Vorfalls gelten klare Handlungsanweisungen: Verstecken, Flüchten, als letzte Option Widerstand leisten. Die Münchner Polizei verweist auf Schulungen, die bereits bei ähnlichen Lagen in anderen Großstädten wie Berlin oder Hamburg die Reaktionszeit der Einsatzkräfte um bis zu 40 Prozent verkürzt haben. Aktuelle Warnmeldungen werden über die offizielle App „Polizei Bayern“ in Echtzeit verbreitet.
Staatsanwaltschaft prüft mögliche terroristische Hintergründe
Die Münchner Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen zu den Hintergründen der Messerattacke am Hauptbahnhof deutlich ausgeweitet. Laut Angaben der Generalstaatsanwaltschaft wird nun gezielt geprüft, ob ein terroristischer Motivhintergrund vorliegt. Besonders im Fokus stehen dabei mögliche Verbindungen zu extremistischen Ideologien sowie die Frage, ob der Hauptverdächtige – ein 27-jähriger Mann mit afghanischer Staatsangehörigkeit – zuvor in einschlägigen Kreisen auffällig wurde. Die Behörden arbeiten eng mit dem Bundeskriminalamt und dem Verfassungsschutz zusammen, um digitale Spuren und Kommunikationsdaten auszuwerten.
Experten für Terrorismusbekämpfung verweisen auf ein wiederkehrendes Muster bei spontanen Angriffen dieser Art: In über 60 % der Fälle mit islamistischem Hintergrund in Europa seit 2015 handelten die Täter ohne direkte Anbindung an eine Organisation, sondern ließen sich durch online verbreitete Propaganda radikalisieren. Ob dies auch im Münchner Fall zutrifft, bleibt jedoch noch offen.
Parallel dazu durchsuchten Spezialeinheiten der Polizei mehrere Wohnungen in München und dem Umland. Dabei wurden nach ersten Informationen Datenträger, Mobiltelefone und schriftliche Unterlagen sichergestellt, die nun forensisch untersucht werden. Besonders brisant: Der Hauptverdächtige soll in den Wochen vor der Tat wiederholt den Hauptbahnhof aufgesucht haben – ein Verhalten, das Ermittler als mögliche Vorbereitungshandlung deuten.
Die Staatsanwaltschaft betonte, dass die Einstufung als terroristischer Akt weitreichende Konsequenzen hätte – von verschärften Strafmaßnahmen bis hin zu einer bundesweiten Koordination der Fahndung. Bislang gibt es jedoch keine belastbaren Hinweise auf Mittäter oder eine größere Zelle. Die Ermittler bleiben vorsichtig: Solange die Auswertung der Beweismittel läuft, werden Spekulationen über Motive bewusst vermieden.
Münchens Oberbürgermeister kündigt Konsequenzen für die Innenstadt an
Die Messerattacke am Münchner Hauptbahnhof zieht politische Kreise. Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) kündigte am Nachmittag konkrete Maßnahmen an, um die Sicherheit in der Innenstadt nachhaltig zu stärken. „Solche Vorfälle dürfen sich nicht wiederholen“, betonte er in einer Pressekonferenz vor dem Rathaus. Besonders im Fokus stehen demnach der Hauptbahnhof als neuralgischer Punkt sowie die umliegenden Straßen, die seit Monaten mit steigenden Kriminalitätszahlen zu kämpfen haben. Laut aktuellem Lagebericht der Polizei München gab es allein im ersten Halbjahr 2024 über 1.200 Straftaten im Bereich des Hauptbahnhofs – ein Anstieg von 18 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Reiter verwies auf eine enge Abstimmung mit Polizeipräsident Matthias Berger, um kurzfristig mehr Streifenpräsenz zu organisieren. Geplant sind zudem technische Aufrüstungen wie zusätzliche Überwachungskameras an kritischen Punkten. Die Stadt prüft außerdem, ob die Beleuchtung in Seitenstraßen verbessert werden muss, um dunkle Ecken zu eliminieren.
Kritik kam unterdessen von der Opposition. Die CSU-Fraktion im Stadtrat forderte „endlich Taten statt Ankündigungen“ und verwies auf ähnliche Versprechen nach früheren Vorfällen. Besonders die nächtlichen Stunden zwischen 22 und 4 Uhr gelten als Problemzeit – hier häufen sich Diebstähle und Körperverletzungen. Sicherheitsforscher sehen in der Kombination aus hohem Fahrgastaufkommen, sozialer Not und unübersichtlichen Fluchtwegen ein strukturelles Problem, das nur durch langfristige Konzepte zu lösen sei.
Ob die neuen Maßnahmen greifen, wird sich in den kommenden Wochen zeigen. Die Polizei München will bis Ende September eine erste Bilanz vorlegen.
Die Messerattacke am Münchner Hauptbahnhof zeigt einmal mehr, wie schnell sich Gewalt in belebten öffentlichen Räumen entladen kann—und wie entscheidend schnelles polizeiliches Handeln ist. Dass die Beamten die drei Tatverdächtigen innerhalb weniger Stunden fassten, unterstreicht die Effizienz der Münchner Polizei, bleibt aber auch eine Mahnung, dass solche Vorfälle trotz aller Präventionsmaßnahmen nie ganz auszuschließen sind.
Fahrgäste und Passanten sollten in Großstädten stets aufmerksam bleiben: Ungewöhnliche Situationen oder verdächtiges Verhalten können über die Notrufnummer 110 sofort gemeldet werden—ohne Zögern, denn oft zählt jede Sekunde. Die Polizei München betont regelmäßig, dass Zivilcourage nicht bedeutet, sich selbst in Gefahr zu bringen, sondern klare Hinweise an die Behörden weiterzugeben.
Wie die Ermittlungen zeigen werden, könnte der Vorfall auch die Debatte über Sicherheit in Bahnhöfen und die Ausstattung von Streifenkräften neu befeuern.

