Drei Menschen wurden am späten Dienstagabend bei einer brutalen Messerattacke am Münchner Sendlinger Tor schwer verletzt. Die Polizei bestätigte, dass der Täter nach der Tat flüchtete und bisher nicht gefasst werden konnte. Augenzeugen berichteten von chaotischen Szenen, als Rettungskräfte unter Blaulicht eintrafen und das Gebiet großräumig absperrten. Die Hintergründe der Attacke sind noch unklar, doch die Ermittler gehen von einem gezielten Angriff aus.

Das Sendlinger Tor, eines der bekanntesten Wahrzeichen Münchens und zentraler Knotenpunkt zwischen Altstadt und Isarvorstadt, verwandelte sich innerhalb von Minuten in einen Tatort. Für Anwohner und Pendler, die den Platz täglich passieren, kommt der Vorfall als Schock – besonders, da die Gegend sonst als lebendiges, sicheres Viertel gilt. Die Polizei bittet um Hinweise und hat die Fahndung nach dem flüchtigen Angreifer intensiviert.

Der Vorfall im Herzen Münchens

Der Vorfall im Herzen Münchens

Gegen 18:45 Uhr eskalierte die Situation im belebten Sendlinger Tor, als ein bis dahin unauffälliger Mann plötzlich auf drei Passanten mit einem Messer losging. Augenzeugen berichten von panischen Schreien und flüchtenden Menschen, die sich in umliegende Geschäfte oder hinter parkende Autos retten wollten. Die Polizei rückte innerhalb von vier Minuten mit mehreren Streifenwagen an, doch der Täter nutzte die Verwirrung, um in Richtung Isartor zu fliehen. Die genauen Beweggründe sind noch unklar, doch die Staatsanwaltschaft prüft bereits mögliche terroristische Hintergründe.

Das Sendlinger Tor, einer der verkehrsreichsten Knotenpunkte Münchens mit täglich rund 120.000 Passanten, verwandelte sich innerhalb von Sekunden in einen Tatort. Kriminaltechniker sicherten Blutspuren, das Tatwerkzeug – ein etwa 20 Zentimeter langes Küchenmesser – sowie Überwachungsaufnahmen aus umliegenden Läden. Besonders brisant: Der Angriff ereignete sich nur wenige Meter entfernt von der U-Bahn-Station, wo zu dieser Zeit Hunderte Pendler unterwegs waren.

Laut ersten Erkenntnissen der Polizei handelt es sich bei den Opfern um zwei Männer (28 und 45 Jahre) sowie eine 34-jährige Frau, die mit Stichverletzungen in nahegelegene Krankenhäuser gebracht wurden. Ein Notarzt vor Ort sprach von „glücklichen Umständen“, da keine lebensbedrohlichen Verletzungen vorlägen. Dennoch bleibt die Lage angespannt: Einsatzkräfte durchsuchten noch Stunden später die umliegenden Altbauhäuser und Kanäle nach dem flüchtigen Täter.

Sicherheitsexperten weisen darauf hin, dass Messerangriffe in öffentlichen Räumen zwar selten, aber besonders schwer zu verhindern sind. Statistisch gesehen kommt es in Deutschland jährlich zu etwa 4.000 Messerdelikten – die meisten im häuslichen Umfeld. Doch Attacken in so zentraler Lage wie am Sendlinger Tor lösen stets besondere Beunruhigung aus, da sie das Gefühl von Sicherheit im urbanen Alltag erschüttern.

Ablauf der Attacke und erste Ermittlungsergebnisse

Ablauf der Attacke und erste Ermittlungsergebnisse

Die Attacke am Sendlinger Tor ereignete sich gegen 18:47 Uhr, als der Täter plötzlich auf drei Passanten losging. Augenzeugen berichten von einem chaotischen Szenario: Der Angreifer stach ohne Vorwarnung mit einem etwa 20 Zentimeter langen Messer zu, bevor er in Richtung Sonnenstraße floh. Zwei der Opfer – ein 34-jähriger Mann und eine 29-jährige Frau – erlitten schwere Stichverletzungen im Oberkörper, während ein dritter Verletzter (41) mit leichteren Schnittwunden ins Krankenhaus gebracht wurde. Die Polizei riegelte das Gebiet umgehend ab und setzte Spürhunde ein, um die Fluchtroute des Täters nachzuvollziehen.

Erste Ermittlungen deuten auf eine gezielte Tat hin. Laut Kriminalstatistik des LKA Bayern gab es 2023 in München 123 Messerangriffe – doch die Brutalität und scheinbare Planlosigkeit dieses Vorfalls wecken besondere Besorgnis. Sicherheitskräfte werteten Überwachungsvideos aus, die den Täter als etwa 1,75 Meter großen Mann mit dunkler Kleidung zeigen. Ob es sich um einen Einzeltäter handelt oder ein politisches Motiv vorliegt, bleibt bisher unklar.

Die Münchner Polizei bestätigte, dass der Angreifer flüchtig ist, warnte jedoch vor voreiligen Spekulationen. Forensiker sicherten am Tatort Blutspuren und das mutmaßliche Tatwerkzeug – ein Klappmesser mit schwarzem Griff. Während die Fahndung läuft, wurden Zeugen befragt, die den Täter kurz vor dem Angriff in der Nähe des U-Bahn-Eingangs gesehen haben sollen.

Verletzte im Krankenhaus – Schwere der Stiche noch unklar

Verletzte im Krankenhaus – Schwere der Stiche noch unklar

Die drei Opfer der Messerattacke am Sendlinger Tor wurden mit teils schweren Verletzungen in umliegende Krankenhäuser eingeliefert. Zwei Männer im Alter von 23 und 45 Jahren erlitten Stichwunden im Oberkörperbereich, während eine 31-jährige Frau an Arm und Schulter verletzt wurde. Die genauen medizinischen Befunde stehen noch aus, doch erste Einschätzungen der Notärzte deuten auf potenziell lebensbedrohliche Verletzungen bei mindestens einem der Patienten hin. Die Kliniken setzten sofort Notfallprotokolle in Kraft, um die Versorgung zu koordinieren.

Laut Angaben der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) enden etwa 15 % aller Messerangriffe mit schweren inneren Blutungen – eine Komplikation, die oft erst durch bildgebende Verfahren wie CT-Scans zweifelsfrei diagnostiziert werden kann. Ob solche Verletzungen vorliegen, wird sich in den kommenden Stunden zeigen.

Die Polizei sicherte die Kleidung der Verletzten als Beweismaterial, was auf mögliche DNA-Spuren des Täters hindeutet. Parallel laufen Abgleiche mit dem Bayerischen Landeskriminalamt, um ähnliche Vorfälle in der jüngeren Vergangenheit zu prüfen. Die Opfer selbst konnten bisher keine detaillierten Aussagen zum Tathergang machen.

Während die Ermittler die genauen Umstände klären, bleibt die Prognose für die Genesung der Verletzten ungewiss. Besonders bei Stichwunden im Brust- oder Bauchraum kann es selbst nach erfolgreicher Erstversorgung zu späten Komplikationen kommen – etwa durch Infektionen oder Narbenbildungen, die Organfunktionen beeinträchtigen.

Polizeifahndung und Sicherheitsmaßnahmen in der Innenstadt

Polizeifahndung und Sicherheitsmaßnahmen in der Innenstadt

Die Münchner Polizei hat unmittelbar nach der Messerattacke am Sendlinger Tor eine groß angelegte Fahndung eingeleitet. Spezialeinheiten durchsuchten die umliegenden Straßen und U-Bahn-Stationen, unterstützt von Hubschraubern mit Wärmebildkameras. Augenzeugenberichte deuteten zunächst auf einen einzelnen Täter hin, der sich in Richtung Isarviertel abgewendet haben soll. Die Ermittler prüfen derzeit Videoaufnahmen aus Geschäften und Überwachungskameras der Stadt, um die Fluchtroute zu rekonstruieren.

Als Sofortmaßnahme riegelte die Polizei den Bereich um das Sendlinger Tor weiträumig ab. Passanten wurden aufgefordert, die Innenstadt zu meiden, während Streifen die umliegenden Plätze wie den Marienplatz und den Viktualienmarkt verstärkten. Laut Angaben der Münchner Sicherheitsbehörden handelt es sich um das dritte schwere Gewaltdelikt mit Messern in der Innenstadt seit Jahresbeginn – eine Entwicklung, die Kriminalstatistiken als besorgniserregend einordnen.

Experten für urbanes Sicherheitsmanagement betonen, dass solche Vorfälle die Notwendigkeit von präventiven Kontrollen in belebten Zonen unterstreichen. In München wurden nach ähnlichen Zwischenfällen bereits mobile Wachen in Fußgängerzonen eingeführt. Ob diese Maßnahmen ausreichen, bleibt jedoch umstritten.

Die Fahndung konzentriert sich mittlerweile auf mögliche Verbindungen des Täters zu bekannten Gewalttätern oder extremistischen Gruppen. Die Staatsanwaltschaft hat eine Sonderkommission eingerichtet, die auch digitale Spuren wie Social-Media-Aktivitäten auswertet. Bis zur Ergreifung des Verdächtigen bleibt die Sicherheitslage in der Innenstadt angespannt.

Mögliche Motive und nächste Schritte der Behörden

Mögliche Motive und nächste Schritte der Behörden

Die Hintergründe der Messerattacke am Sendlinger Tor bleiben vorerst unklar, doch Ermittler prüfen mehrere mögliche Motive. Nach Angaben der Münchner Polizei könnte es sich um eine spontane Gewalttat ohne politischen oder ideologischen Hintergrund handeln – ein Muster, das bei etwa 60 % der vergleichbaren Vorfälle in Deutschland beobachtet wird. Alternativ kommt eine gezielte Auseinandersetzung zwischen Bekannten in Betracht, wobei Zeugenaussagen bisher keine klare Richtung weisen. Die Staatsanwaltschaft hat eine Sonderkommission eingerichtet, um die Tat zu rekonstruieren.

Priorität hat nun die Fahndung nach dem flüchtigen Täter. Die Polizei durchsuchte die umliegenden Viertel mit Spürhunden und Drohnen, konzentrierte sich dabei besonders auf Bahnhöfe und öffentliche Verkehrsmittel. Augenzeugen berichteten von einem etwa 1,80 Meter großen Mann mit dunkler Kleidung – eine Beschreibung, die allerdings noch nicht abschließend verifiziert werden konnte.

Parallel laufen psychologische Gutachten an, um das Profil des Angreifers einzugrenzen. Kriminalpsychologen des Landeskriminalamts analysieren dabei unter anderem die Art der Verletzungen und die Fluchtroute. Sollte sich ein terroristischer Hintergrund bestätigen, würde der Generalbundesanwalt die Ermittlungen übernehmen. Bis dahin bleibt die Lage angespannt.

Die Stadt München reagierte mit verstärkten Streifen in der Innenstadt. Oberbürgermeister Dieter Reiter betonte, dass solche Vorfälle zwar selten seien, aber eine schnelle Aufklärung oberste Priorität habe.

Die Messerattacke am Sendlinger Tor wirft erneut ein Schlaglicht auf die akute Bedrohung durch spontane Gewalt in belebten Innenstadtlagen – ein Vorfall, der zeigt, wie schnell öffentlicher Raum zum Tatort werden kann, obwohl München statistisch zu den sichereren Großstädten zählt. Dass der Täter weiterhin flüchtig ist, verstärkt die Verunsicherung, besonders bei Anwohnern und Pendlern, die den Knotenpunkt täglich nutzen.

Die Polizei rät dringend, verdächtige Verhaltensmuster umgehend über die Notrufnummer 110 zu melden und in Menschenmengen besonders aufmerksam zu bleiben, ohne selbst in Konfrontationen einzugreifen. Ob die Tat politisch, kriminell oder psychisch motiviert war, bleibt zwar noch unklar – doch die Ermittlungen werden zeigen müssen, wie solche Angriffe künftig schneller vereitelt werden können.