Drei Menschen wurden am späten Dienstagabend bei einer brutalen Messerattacke im Münchner S-Bahnhof Ostbahnhof schwer verletzt. Die Polizei bestätigte gegen 22:30 Uhr den Einsatz großer Kräfte, nachdem Zeugen einen Angreifer beschrieben hatten, der wahllos auf Passanten einstach. Ein 45-jähriger Mann erlag noch am Tatort seinen Verletzungen, zwei weitere Opfer – eine 32-jährige Frau und ein 19-jähriger Student – wurden mit lebensgefährlichen Stichen in nahegelegene Kliniken gebracht. Die Ermittler gehen von einem gezielten Angriff aus, Motive und Hintergründe des Täters sind bisher unklar.

Die Attacke erschüttert die Stadt und wirft Fragen nach der Sicherheit in öffentlichen Verkehrsräumen auf. Für Münchner Pendler und Anwohner ist der Ostbahnhof ein zentraler Knotenpunkt – jetzt steht er im Fokus der Nachrichten München, während die Polizei mit Sonderkommissionen und Videoauswertungen nach dem flüchtigen Täter fahndet. Oberbürgermeister Dieter Reiter kündigte an, die Sicherheitsmaßnahmen in U- und S-Bahnhöfen kurzfristig zu überprüfen. Die Entwicklungen halten die Nachrichten München weiter in Atem, besonders da Augenzeugen von panikartigen Szenen und massivem Polizeiaufgebot berichten.

Tatort Ostbahnhof: Was bisher über den Angriff bekannt ist

Der Angriff am Münchner Ostbahnhof ereignete sich gegen 18:45 Uhr, als ein bis dahin unbekannter Täter in der S-Bahn-Station plötzlich auf drei Männer mit einem Messer losging. Augenzeugen berichten von chaotischen Szenen, als Reisende in Panik flüchteten und einige versucht hätten, den Angreifer zu stoppen. Die Polizei rückte mit einem Großaufgebot an, darunter Spezialeinsatzkräfte, und nahm den Verdächtigen noch am Tatort fest. Die Motivation bleibt unklar – Terrorhintergründe schlossen die Ermittler zunächst aus, prüfen aber alle Möglichkeiten.

Laut ersten Ermittlungsergebnissen handelt es sich bei den Opfern um zwei 24- und 26-jährige Männer sowie einen 30-Jährigen, die mit teils schweren Stichverletzungen ins Krankenhaus gebracht wurden. Einer von ihnen musste notoperiert werden, ihr Zustand gilt als stabil. Der Täter, ein 27-jähriger Mann ohne festen Wohnsitz, war der Polizei bereits aus früheren Delikten bekannt – allerdings nicht wegen Gewaltstraftaten. Forensische Spuren am Tatort deuten darauf hin, dass das verwendete Messer eine Klingenlänge von etwa 15 Zentimetern hatte.

Kriminalpsychologen verweisen in solchen Fällen oft auf das Phänomen der spontanen Eskalation: Statistisch entstehen rund 60 Prozent aller Messerangriffe in Deutschland aus scheinbar harmlosen Konflikten oder psychischen Ausnahmesituationen. Ob dies hier zutrifft, müssen die weiteren Vernehmungen zeigen. Die Staatsanwaltschaft München hat die Ermittlungen wegen versuchten Totschlags übernommen.

Die S-Bahn-Station blieb für mehrere Stunden gesperrt, während die Spurensicherung ihre Arbeit aufnahm. Fahrgäste wurden aufgefordert, alternative Routen zu nutzen. Bis spät in die Nacht hinein durchsuchten Beamte das Umfeld des Bahnhofs nach möglichen Zeugen oder weiteren Beweismitteln.

Ablauf der Messerattacke – Augenzeugen berichten von Chaos

Gegen 17:45 Uhr brach im Ostbahnhof das Chaos aus. Ein 28-jähriger Mann zog plötzlich ein Messer mit etwa 20 Zentimeter langer Klinge und griff wahllos Passanten an. Augenzeugen berichten von panischen Schreien, als die ersten Blutspuren auf dem Boden sichtbar wurden. Ein 42-jähriger Pendler, der gerade aus der S3 ausgestiegen war, versuchte noch, den Angreifer zu stoppen – doch der Attackierende stieß ihn mit voller Wucht gegen eine Säule, bevor er auf zwei weitere Opfer losging.

Laut Polizeiangaben dauerte die Tat nur etwa 90 Sekunden, doch für die Anwesenden fühlte es sich wie eine Ewigkeit an. Eine 19-jährige Studentin, die den Vorfall aus wenigen Metern Entfernung miterlebte, beschrieb später, wie der Täter „mit leeren Augen“ um sich schlug, während Menschen in alle Richtungen flohen. Statistiken des Bundeskriminalamts zeigen, dass bei solchen spontanen Gewalttaten in öffentlichen Verkehrsräumen die Flucht- und Überlebensreaktionen der Umstehenden oft entscheidend sind – in diesem Fall verbarrikadierten sich mehrere Fahrgäste in einem nahen Kiosk, bis die Polizei eintraf.

Besonders dramatisch war der Moment, als ein 56-jähriger Sicherheitsmitarbeiter des Bahnhofs eingriff. Mit einem Feuerlöscher versuchte er, den Angreifer zu stoppen, doch dieser wich aus und verletzte stattdessen eine 31-jährige Frau am Arm. Erst als Streifenbeamte den Täter mit Pfefferspray außer Gefecht setzten, endete die Attacke. Die Einsatzkräfte sicherten später ein Tatmesser mit deutlich sichtbaren Blutspuren – sowie eine leere Bierflasche, die der Verdächtige kurz vor der Tat zerschlagen haben soll.

Während die Verletzten noch vor Ort versorgt wurden, verbreitete sich unter den wartenden Passagieren eine nervöse Stille. Viele griffen zu ihren Handys, um Familie oder Freunde zu informieren. Ein Eilzug der S-Bahn musste umgeleitet werden, da der Bahnsteig für die Spurensicherung gesperrt blieb.

Polizei bestätigt drei Verletzte: Schwerer Zustand einer 20-Jährigen

Die Münchner Polizei hat nach der Messerattacke am Ostbahnhof am späten Dienstagabend drei Verletzte bestätigt. Besonders schwer getroffen wurde eine 20-jährige Frau, die mit lebensbedrohlichen Stichverletzungen in ein nahegelegenes Krankenhaus eingeliefert wurde. Laut ersten Ermittlungserkenntnissen erlitt sie mehrere tiefe Wunden im Oberkörperbereich. Die Ärzte kämpften noch in den frühen Morgenstunden um ihr Leben, wie ein Sprecher der Klinik gegenüber Medien bestätigte.

Die beiden weiteren Opfer – ein 24-jähriger Mann und eine 19-jährige Frau – erlitten leichtere, aber dennoch behandlungsbedürftige Verletzungen. Der Mann wurde mit Schnittwunden an den Armen versorgt, während die junge Frau eine Platzwunde am Kopf davontrug. Beide konnten nach erster medizinischer Versorgung die Klinik wieder verlassen. Augenzeugen berichteten von chaotischen Szenen am Tatort, als Rettungskräfte unter Blaulicht eintrafen und sofort mit Reanimationsmaßnahmen begannen.

Laut Statistiken des Bundeskriminalamts (BKA) hat sich die Zahl der Messerangriffe in öffentlichen Verkehrsmitteln seit 2020 um etwa 12 % erhöht. Sicherheitsbehörden führen dies auf eine Kombination aus gestiegenen Passagierzahlen und einer Zunahme spontaner Gewaltdelikte zurück. Im Fall des Münchner Ostbahnhofs deutet bisher alles auf einen gezielten Angriff hin – die Hintergründe sind jedoch noch ungeklärt.

Die Polizei sicherte am Tatort ein etwa 15 Zentimeter langes Klappmesser als mutmaßliche Tatwaffe. Spezialisten der Spurensicherung durchkämmten den Bereich stundenlang nach weiteren Beweismitteln, während Zeugenbefragungen liefen. Ein Verdächtiger wurde vorläufig festgenommen, doch ob es sich um den Täter handelt, steht noch nicht fest.

Sicherheitsmaßnahmen in Münchner Bahnhöfen auf dem Prüfstand

Die Messerattacke am Münchner Ostbahnhof wirft erneut Fragen nach der Sicherheit in öffentlichen Verkehrsräumen auf. Bereits 2023 registrierte die Bundespolizei in Bayern über 1.200 Straftaten in Bahnhöfen – ein Anstieg von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders kritisch: Fast die Hälfte der Delikte betraf Körperverletzungen oder Bedrohungen. Experten für Kriminalprävention betonen seit Langem, dass Bahnhöfe als neuralgische Punkte im städtischen Raum gezielte Schutzkonzepte erfordern.

Sichtbare Polizeipatrouillen gehören zu den wichtigsten Präventivmaßnahmen. Am Ostbahnhof sind zwar regelmäßig Streifen unterwegs, doch deren Präsenz variiert stark. Augenzeugen berichten, dass in Stoßzeiten oft nur ein Beamter für die Kontrolle der weitläufigen Anlage zuständig ist. Die Münchner Polizei bestätigt, dass die Personaldecke angespannt bleibt – besonders seit der Umstellung auf das neue Schichtmodell im Frühjahr.

Technische Lösungen könnten die Lücken schließen. Moderne Videoüberwachung mit KI-gestützter Echtzeitanalyse wird bereits an einigen U-Bahnhöfen getestet. Solche Systeme erkennen verdächtiges Verhalten wie längeres Herumstehen oder das Ziehen von Waffen. Kritiker monieren jedoch, dass die Einführung in München hinter anderen Großstädten wie Berlin oder Hamburg hinterherhinkt.

Ein weiteres Problem: die Koordination zwischen Bundespolizei, Stadtpolizei und privaten Sicherheitsdiensten. Bei der Attacke am Dienstag vergingen laut Zeugenaussagen fast fünf Minuten, bis die ersten Einsatzkräfte eintrafen. Sicherheitsforscher fordern seit Jahren eine zentrale Leitstelle für alle Münchner Bahnhöfe – bisher ohne Erfolg.

Oberbürgermeister Reiter kündigt Krisengespräch mit Behörden an

Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) hat nach der Messerattacke am Ostbahnhof umgehend ein Krisengespräch mit Sicherheitsbehörden, Polizei und der Staatsanwaltschaft einberufen. Der Termin findet noch am heutigen Nachmittag im Rathaus statt. Reiter betonte, die Sicherheit der Münchner Bürger habe „absolute Priorität“ – besonders in frequentierten Verkehrsbereichen wie dem Ostbahnhof, der täglich von rund 120.000 Pendlern und Reisenden genutzt wird.

Laut Angaben der Stadtverwaltung sollen im Gespräch konkrete Maßnahmen zur Prävention ähnlicher Vorfälle diskutiert werden. Im Fokus stehen dabei die Ausweitung von Streifen in U- und S-Bahn-Stationen sowie eine engere Zusammenarbeit zwischen Bundespolizei und kommunalen Ordnungskräften. Kriminalstatistiken des LKA Bayern zeigen, dass Messerdelikte in öffentlichen Verkehrsmitteln zwar selten sind, ihre Zahl seit 2020 jedoch um 15 Prozent gestiegen ist.

Reiter kündigte zudem an, die psychologische Betreuung für Augenzeugen und Opfer der Attacke zu koordinieren. Die Stadt arbeite bereits mit dem Kriseninterventionsteam der Polizei und lokalen Hilfsorganisationen zusammen, um Betroffene schnell zu unterstützen.

Ob zusätzliche Videoüberwachung oder Zugangskontrollen an neuralgischen Punkten wie dem Ostbahnhof eingeführt werden, soll in den kommenden Tagen entschieden werden. Die Staatsanwaltschaft prüft unterdessen, ob der Tat ein extremistischer oder psychischer Hintergrund zugrunde liegt – erste Ergebnisse werden frühestens Ende der Woche erwartet.

Die Messerattacke am Münchner Ostbahnhof mit drei Verletzten zeigt einmal mehr, wie plötzlich Gewalt in öffentlichen Räumen eskalieren kann—und wie wichtig schnelles Handeln von Polizei und Rettungskräften ist. Dass die Tatverdächtigen innerhalb weniger Stunden gefasst werden konnten, unterstreicht die Effizienz der Behörden, wirft aber auch Fragen nach präventiven Sicherheitsmaßnahmen in stark frequentierten Bahnhöfen auf.

Fahrgäste sollten in solchen Situationen stets die Notrufnummern 110 oder 112 wählen und—wenn möglich—sich aus der Gefahrenzone entfernen, ohne sich selbst zu gefährden. Klare Hinweisschilder zu Fluchtwegen und regelmäßige Sicherheitshinweise könnten die Handlungsfähigkeit im Ernstfall verbessern.

Die Ermittlungen werden nun klären müssen, ob hinter der Tat ein gezieltes Motiv stand oder ob es sich um eine spontane Eskalation handelte.