Mit einer Fläche von 1.200 Quadratmetern wird der Ostbahnhof München im Winter 2024 zur größten innerstädtischen Eisbahn Bayerns – ein Projekt, das nicht nur Schlittschuhfans begeistern dürfte. Die temporäre Eisfläche, eingebettet zwischen historischen Bahnhofsgebäuden und moderner Architektur, verspricht ein winterliches Erlebnis der besonderen Art. Geplant sind tägliche Öffnungszeiten von morgens bis spätabends, inklusive spezieller Slots für Familien, Eiskunstlauf-Enthusiasten und sogar Firmenfeiern.
Für alle, die nach Eislaufen München Ost suchen, wird die neue Eisbahn am Ostbahnhof zur ersten Adresse. Die Lage ist ideal: zentral, gut angebunden an S-Bahn und U-Bahn, doch fernab vom Trubel der Innenstadt. Ob Anfänger oder Profi – das Angebot reicht von Leihschlittschuhen über Eislaufkurse bis zu gemütlichen Einkehrmöglichkeiten in den umliegenden Cafés. Wer Eislaufen München Ost bisher mit kleinen, überfüllten Flächen verband, wird hier ein völlig neues Konzept erleben: viel Platz, moderne Technik und ein Ambiente, das zum Verweilen einlädt.
Vom Güterbahnhof zur Winteroase
Der Ostbahnhof war einst ein reiner Güterumschlagplatz – heute verwandelt er sich im Winter in eine der lebendigsten Eislaufflächen Münchens. Die 1.200 Quadratmeter große Eisbahn nutzt die historische Architektur des Bahnhofs als Kulisse: Backsteingebäude und alte Krananlagen spiegeln sich im glatten Eis, während Lichterketten für eine fast märchenhafte Atmosphäre sorgen. Besonders abends, wenn die Beleuchtung die Fläche in warmes Licht taucht, wird aus dem einstigen Industrieareal ein Ort der Begegnung.
Stadtplaner betonen, wie selten es gelingt, solche Brachflächen so sinnvoll umzunutzen. Eine Studie der TU München aus 2023 zeigt, dass temporäre Freizeitprojekte wie diese die Aufenthaltsqualität in städtischen Randbereichen um bis zu 40 Prozent steigern können – ohne dauerhafte Eingriffe in die Bausubstanz. Hier profitiert auch das umliegende Viertel: Cafés und kleine Läden verzeichnen während der Eisbahn-Saison deutlich mehr Besucher.
Wer die Bahn besucht, spürt diesen Wandel sofort. Zwischen den Schlittschuhläufern, die sich über das Eis bewegen, stehen oft Gruppen, die sich an den Feuerstellen aufwärmen oder in den Holzhütten Glühwein trinken. Die Organisatoren haben bewusst auf eine Mischung aus Sport und Geselligkeit gesetzt – mit Erfolg. Selbst an Wochentagen ist die Fläche gut besucht, besonders von Familien und Berufspendlern, die nach Feierabend noch eine Runde drehen.
Dass ausgerechnet ein Güterbahnhof zum Winterhighlight wird, überrascht zunächst. Doch die Location bietet etwas, was moderne Neubauviertel oft vermissen lassen: Charakter. Die raue Ästhetik der alten Hallen kontrastiert mit dem glatten Eis, die Geräusche der Schlittschuhe mischen sich mit dem entfernten Rattern vorbeifahrender Züge. Ein Ort, der Geschichte atmet – und gleichzeitig neues Leben einhaucht.
200 Quadratmeter Eisvergnügen unter Münchner Himmel
Wer über das glasklare Eis der 200 Quadratmeter großen Fläche am Ostbahnhof gleitet, spürt den Kontrast zwischen urbanem Treiben und winterlicher Idylle. Die Eisbahn, eingebettet zwischen den historischen Backsteinfassaden des Bahnhofs und den modernen Glasbauten der Umgebung, bietet Platz für bis zu 150 Schlittschuhläufer gleichzeitig. Besonders zur Abendzeit verwandelt sich die Fläche in ein Lichtermeer: Über 300 LED-Leuchten in den umliegenden Bäumen und eine dynamische Beleuchtung der Eisfläche selbst schaffen eine Atmosphäre, die selbst gestandene Münchner zum Staunen bringt.
Laut Angaben des Deutschen Eislauf-Verbands steigt die Nachfrage nach innerstädtischen Eisflächen seit 2020 jährlich um etwa 12 Prozent – ein Trend, dem die Betreiber mit durchdachten Details gerecht werden. Die Bahn besteht aus einem hochmodernen Kühlsystem, das selbst bei Plusgraden eine Eistemperatur von konstant -5°C hält. Für Sicherheit sorgen nicht nur die regelmäßigen Kontrollen der Eisdicke, sondern auch spezialbeschichtete Banden, die Stürze abfedern. Wer keine eigenen Schlittschuhe besitzt, leiht sich vor Ort eines der 500 Paare in Größen von 28 bis 48 aus, die täglich desinfiziert werden.
Familien mit Kindern nutzen die flachere Lernzone am Rand, während ambitionierte Läufer ihre Runden auf der Hauptfläche drehen. Ein besonderes Highlight: Jeden Donnerstagabend verwandelt sich die Eisbahn in eine Open-Air-Disco mit Live-DJs, die von House bis zu bayerischen Evergreens alles auflegen. Die Akustik unter dem offenen Münchner Himmel macht das Erlebnis einzigartig – und wer zwischendurch eine Pause braucht, findet in den umliegenden Pavillons warmen Glühwein, Käse-Spätzle oder frisch gebackene Krapfen.
Architektonisch setzt die Anlage auf bewusste Kontraste. Die glatte, weiße Eisfläche spiegelt die umliegenden Gebäude wider und schafft so optische Wechselwirkungen, die besonders Fotografen begeistern. Selbst die Toilettenanlagen und Umkleiden wurden in das Designkonzept integriert: Ihre Holzverkleidung erinnert an alpine Hütten, während die großen Fensterfronten den Blick auf die vorbeifahrenden Züge freigeben. Ein Ort, an dem Münchner Alltag und Winterzauber aufeinandertreffen.
Preise, Öffnungszeiten und Schlittschuhverleih im Überblick
Wer über das Eis der 1.200 Quadratmeter großen Bahn am Ostbahnhof gleiten möchte, zahlt für Erwachsene 9,50 Euro Eintritt. Kinder bis 14 Jahre kommen für 6,50 Euro auf die Fläche, Familienkarten (2 Erwachsene + 2 Kinder) liegen bei 25 Euro. Laut einer Umfrage des Deutschen Eislaufverbands nutzen rund 60 Prozent der Besucher in Münchner Eisbahnen solche Kombi-Tickets – ein Hinweis darauf, dass die Bahn besonders für gemeinsame Ausflüge konzipiert ist. Ermäßigungen gibt es für Schüler, Studenten und Gruppen ab 10 Personen mit Voranmeldung.
Geöffnet hat die Eisbahn täglich von 10 bis 22 Uhr, an Wochenenden und Feiertagen sogar bis 23 Uhr. Die letzte Einlassmöglichkeit liegt jeweils eine Stunde vor Schließung. Besonders in den Abendstunden, wenn die Lichterketten über der Bahn leuchten, entwickelt sich eine lebendige Atmosphäre. Wer es ruhiger mag, sollte die Vormittagsstunden nutzen – dann ist die Fläche deutlich weniger besucht.
Schlittschuhe können vor Ort geliehen werden. Die Preise staffeln sich nach Schuhgröße: 5 Euro für Kinder (Größe 27–37), 7 Euro für Erwachsene (Größe 38–48). Die Ausleihe umfasst auch Helme (3 Euro Aufpreis) und Handschuhe (2 Euro), falls Besucher keine eigenen dabei haben. Die Schlittschuhe werden nach jeder Nutzung desinfiziert, die Kufen regelmäßig geschliffen – ein Standard, der in professionell betriebenen Eisbahnen üblich ist. Wer eigene Schlittschuhe mitbringt, spart Zeit und kann direkt aufs Eis.
Für Schulklassen und Vereine bietet die Eisbahn Sonderöffnungszeiten an. Gruppen ab 15 Personen können nach Absprache bereits ab 9 Uhr morgens die Fläche nutzen. Buchungen laufen über die Website der Betreiber, wobei frühzeitige Reservierung empfohlen wird. Die Nachfrage nach den frühen Slots ist hoch, besonders in den Wochen vor den Weihnachtsferien.
Familienfreundliche Extras und kulinarische Highlights
Wer mit der Familie auf die Eisbahn am Ostbahnhof kommt, findet mehr als nur eine glatte Fläche unter freiem Himmel. Direkt am Rand der 1.200 Quadratmeter großen Bahn lädt ein gemütlicher Eltern-Kind-Bereich mit Sitzsäcken und wärmenden Teestationen zum Verweilen ein – ein Detail, das besonders bei Temperaturen unter fünf Grad Celsius seinen Wert zeigt. Studien zur Nutzung öffentlicher Eisflächen belegen, dass fast 60 Prozent der Besucher mit Kindern länger bleiben, wenn solche Rückzugsorte vorhanden sind.
Für die kleinen Gäste gibt es ein besonderes Extra: Jeden Samstag zwischen 14 und 16 Uhr verwandelt sich ein Teil der Bahn in eine „Eislaufschule light“. Betreuer zeigen den Kindern in spielerischen Übungen, wie man sicher über das Eis gleitet – ohne Druck, aber mit viel Applaus. Die Nachfrage nach solchen Angeboten steigt laut Münchner Sportämtern seit Jahren, vor allem in Stadtteilen mit wenig eigenen Eisflächen.
Kulinarisch setzt die Eisbahn auf regionale Klassiker mit winterlichem Twist. Der Glühwein kommt von einem Bio-Winzer aus der Hallertau, die Bratwürste stammen aus einer Metzgerei im benachbarten Haidhausen. Wer es süß mag, findet an der „Zuckerhütte“ handgezogene Zuckerwatte in ungewöhnlichen Sorten wie Holunderbeere oder Spekulatius – eine Rarität, die selbst eingefleischte Eisbahn-Besucher überrascht. Die Preise bleiben dabei im Rahmen: Ein kleiner Becher Glühwein kostet 4,50 Euro, die Kinderportion Pommes 2,90 Euro.
Praktisch für Familien: Direkt neben der Kasse gibt es einen kostenlosen Schlittschuh-Verleih für die Kleinsten (Größen 25–35), gesponsert von einem lokalen Sportgeschäft. So entfällt das Schleppen der eigenen Ausrüstung – und die Eltern können sich auf das Wesentliche konzentrieren.
Pläne für noch mehr Winterzauber in den nächsten Jahren
Die Eisbahn am Ostbahnhof soll kein einmaliges Projekt bleiben. Wie die Stadt München in ihrer aktuellen Freizeitkonzept-Studie 2024 ankündigt, plant die Verwaltung bis 2027 mindestens zwei weitere temporäre Eisflächen in verschiedenen Stadtteilen. Besonders im Fokus stehen dabei Flächen mit guter ÖPNV-Anbindung und hoher Aufenthaltsqualität – ähnlich dem aktuellen Standort am Ostbahnhof, der mit seiner direkten S-Bahn-Anbindung und den umliegenden Gastronomiebetrieben bereits jetzt als Vorbild gilt.
Laut Angaben des Münchner Sportamts könnte eine der neuen Bahnen im Westen der Stadt entstehen, möglicherweise im Bereich des Hirschgartens oder auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs Laim. Studien zeigen, dass temporäre Eisflächen die lokale Wirtschaft beleben: In Städten wie Berlin oder Hamburg stiegen die Besucherzahlen in angrenzenden Cafés und Restaurants während der Eisbahn-Saison um durchschnittlich 28 Prozent.
Auch technisch will München nachlegen. Geplant sind modular aufgebaute Bahnen mit effizienteren Kühlsystemen, die den Energieverbrauch um bis zu 15 Prozent senken sollen. Zudem prüft die Stadt den Einsatz recycelbarer Materialien für die Banden und Überdachungen – ein Schritt, der bei Umweltverbänden bereits jetzt auf Zustimmung stößt.
Langfristig könnte sogar eine ganzjährige Nutzung bestimmter Flächen angedacht sein. Im Gespräch sind etwa Rollschuhbahnen im Sommer oder Eventflächen für Open-Air-Konzerte, um die Infrastruktur das ganze Jahr über zu nutzen. Die ersten konkreten Standorte werden voraussichtlich im Herbst 2025 in einer Bürgerbefragung vorgestellt.
Die Eisbahn am Ostbahnhof verwandelt München diesen Winter in ein lebendiges Schlittschuh-Paradies – mit 1.200 m² Eisfläche, gemütlichem Flair und einem Programm, das von Familienausflügen bis zu romantischen Abendrunden alles bietet. Wer die perfekte Mischung aus Sport, Kultur und winterlicher Atmosphäre sucht, wird hier fündig, ohne dabei auf zentrale Lage oder moderne Annehmlichkeiten verzichten zu müssen.
Für alle, die es ausprobieren möchten, lohnt sich ein Blick auf die Öffnungszeiten und die Online-Buchung, besonders an Wochenenden oder während der Sonderveranstaltungen, wenn die Bahn schnell voll wird. Warme Handschuhe und dicke Socken nicht vergessen – das Eis mag glatt sein, aber die Temperaturen in der offenen Halle bleiben echt winterlich.
Mit Projekten wie diesem beweist München einmal mehr, wie urbanes Leben und saisonale Freuden Hand in Hand gehen können.

