Der Winter hat Deutschland mit voller Wucht getroffen: Bis zu 20 Zentimeter Neuschnee und Eis zwischen Köln und München brachten den Verkehr auf der A3 am frühen Dienstagmorgen komplett zum Erliegen. Staus von über 30 Kilometern Länge, blockierte LKWs und gesperrte Fahrbahnen zwangen Hunderte Pendler zu stundenlangen Wartezeiten. Die Polizei meldete bereits erste Unfälle durch Glätte, während Räumdienste im Dauereinsatz sind. Besonders betroffen ist der Abschnitt um das Frankfurter Kreuz, wo sich die Situation stündlich verschärft.

Für Vielfahrer und Logistikunternehmen bedeutet das Eis zwischen Köln und München mehr als nur Verspätungen – es drohen Lieferengpässe und wirtschaftliche Folgen. Während die Bahn bereits Ersatzbusse organisiert, warnen Meteorologen vor weiteren Schneefällen in den kommenden Stunden. Wer heute zwischen den beiden Wirtschaftsmetropolen unterwegs ist, sollte sich auf extreme Bedingungen einstellen. Die Frage ist nicht, ob es zu weiteren Behinderungen kommt, sondern wie lange der Ausnahmezustand anhalten wird.

Massiver Wintereinbruch über NRW und Bayern

Der Winter hat Nordrhein-Westfalen und Bayern mit voller Wucht getroffen. Innerhalb weniger Stunden fielen bis zu 20 Zentimeter Neuschnee, besonders in den Regionen zwischen Köln und München. Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes warnen vor anhaltenden Schneefällen und Glätte – die Temperaturen sinken nachts auf bis zu minus 12 Grad.

Der Verkehr bricht zusammen. Auf der A3 zwischen Köln und Frankfurt stauten sich LKWs über 30 Kilometer, während die A9 bei Ingolstadt komplett gesperrt werden musste. Bahnreisende müssen mit massiven Verspätungen rechnen: Die Deutsche Bahn meldete Ausfälle auf der Strecke München–Nürnberg–Frankfurt.

Besonders kritisch ist die Lage in ländlichen Gebieten. In Teilen des Bayerischen Waldes und der Eifel sind ganze Dörfer von der Außenwelt abgeschnitten. Rettungskräfte arbeiten im Schichtbetrieb, um eingeschneite Haushalte zu versorgen. Laut ADAC verdoppelte sich die Zahl der Pannenmeldungen im Vergleich zum Vortag.

Experten rechnen mit weiteren Behinderungen. Die Kältewelle soll mindestens bis Mitte der Woche anhalten, wobei neue Schneefälle die Situation verschärfen könnten. Kommunen rufen zur Vorsicht auf – vor allem auf Brücken und in Waldgebieten droht erhöhte Glättegefahr.

20 Zentimeter Neuschnee blockieren A3 und ICE-Strecken

Der Winterschlag traf mit voller Wucht: Innerhalb weniger Stunden fielen am frühen Dienstagmorgen bis zu 20 Zentimeter Neuschnee auf die A3 zwischen Köln und Frankfurt – genug, um den Verkehr komplett zum Erliegen zu bringen. Lkw-Staus von über 30 Kilometern Länge bildeten sich Richtung Süden, während Rettungskräfte stundenlang im Schneechaos festsaßen. Besonders kritisch wurde die Situation an Steigungen wie dem Taunus-Kamm, wo selbst gestreute Straßen den anhaltenden Schneefall nicht bewältigen konnten.

Doch nicht nur der Straßenverkehr brach zusammen. Die Deutsche Bahn musste den ICE-Verkehr auf der wichtigen Nord-Süd-Achse zwischen Köln und München einstellen, nachdem Oberleitungen vereisten und Weichen blockierten. Laut Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) handele es sich um eines der heftigsten Schneeereignisse in dieser Region seit 2010 – damals hatten ähnliche Niederschlagsmengen zu tagelangen Ausfällen geführt. Erschwerend kam hinzu, dass die Temperaturen auf unter -8 Grad sanken und den Schnee zu einer kompakten Eisschicht gefrieren ließen.

Die Folgen waren unmittelbar spürbar: Hunderte Pendler saßen in Zügen fest, die ohne Heizung im Eis festfroren. An den Bahnhöfen Köln-Deutz und Frankfurt Flughafen bildeten sich lange Schlangen, als Reisende nach Alternativen suchten. Busse und Regionalzüge fuhren nur eingeschränkt, viele Verbindungen wurden komplett gestrichen. Besonders betroffen waren Berufspendler, die auf die schnelle ICE-Verbindung angewiesen sind – einige berichteten von Wartezeiten bis zu sechs Stunden.

Während die Räumdienste im Dauereinsatz waren, warnten Meteorologen vor weiteren Schneefällen in den kommenden Stunden. Die A3 blieb bis in die späten Abendstunden gesperrt, während die Bahn langsam begann, den Betrieb mit reduzierter Geschwindigkeit wieder aufzunehmen. Doch die Prognosen blieben düster: Bei anhaltend niedrigen Temperaturen drohten neue Vereisungen, die die Lage weiter verschärfen könnten.

Chaos an Flughäfen: Hundert Flüge gestrichen

Der eisige Wintereinbruch hat an den Flughäfen Köln/Bonn und München für chaotische Szenen gesorgt. Allein am Dienstagmorgen fielen über 100 Flüge aus – davon 60 in München und 42 in Köln, wie die Deutsche Flugsicherung (DFS) mitteilte. Die Start- und Landebahnen mussten stundenlang gesperrt werden, nachdem der Neuschnee trotz Räumungsversuchen zu gefährlichen Eisplatten gefroren war. Reisende berichteten von kilometerlangen Schlangen an den Check-in-Schaltern, während verzweifelte Eltern mit Kleinkindern auf dem Boden der überfüllten Terminals ausharrten.

Besonders betroffen war der innerdeutsche Flugverkehr. Lufthansa strich alle Verbindungen zwischen den beiden Städten bis zum späten Nachmittag, was zu einer Kettenreaktion bei Umsteigeverbindungen führte. Klimatologen des Deutschen Wetterdienstes hatten bereits vor Tagen gewarnt, dass die Kombination aus plötzlichem Temperatursturz und hoher Luftfeuchtigkeit zu extremen Vereisungen führen würde – eine Prognose, die sich nun bitter bewahrheitete.

In München eskalierte die Situation, als ein entgleister Gepäckwagen eine Notfallrampe blockierte und die ohnehin überlasteten Bodencrews weiter ausbremste. Die Flughafenleitung aktivierte den Krisenstab, doch selbst mit zusätzlichen Räumfahrzeugen und Enteisungstrupps dauerte es bis zum frühen Abend, bis der Betrieb schrittweise wieder aufgenommen werden konnte. Experten schätzen die wirtschaftlichen Folgen auf mehrere Millionen Euro – nicht nur durch ausgefallene Tickets, sondern auch durch entgangene Umsätze in den Terminals.

Währenddessen versuchten gestrandete Passagiere, sich mit improvisierten Lösungen zu behelfen. Sozialen Medien zufolge mieteten einige Gruppen spontan Mietwagen, um die 500 Kilometer zwischen Köln und München auf der Straße zurückzulegen – eine Reise, die unter den aktuellen Bedingungen jedoch mindestens zehn Stunden dauerte.

Wie Autofahrer jetzt sicher durch den Schnee kommen

Der plötzliche Schneefall zwischen Köln und München hat nicht nur für kilometerlange Staus gesorgt, sondern stellt Autofahrer auch vor echte Herausforderungen. Wer jetzt ohne Vorbereitung losfährt, riskiert nicht nur Zeitverlust, sondern vor allem gefährliche Situationen. Verkehrsexperten warnen: Bei Schnee verlängert sich der Bremsweg um das Fünffache – selbst bei moderaten 50 km/h.

Die erste Regel lautet: Tempo drosseln und Abstand halten. Mindestens drei Sekunden sollten zwischen dem eigenen Fahrzeug und dem Vordermann liegen. Wer unsicher ist, kann den Abstand einfach testen: Ein festes Objekt am Straßenrand als Markierung nehmen und zählen, bis das vorige Auto es passiert. Bei Schnee und Eis ist zudem sanftes Bremsen entscheidend – ruckartige Bewegungen führen schnell zum Kontrollverlust.

Winterreifen sind Pflicht, doch selbst die besten Reifen nützen wenig, wenn die Technik versagt. Vor der Fahrt prüfen, ob Scheinwerfer, Bremslichter und Scheiben frei von Schnee sind. Eine oft unterschätzte Gefahr: vereiste Scheibenwischer. Sie können im schlimmsten Fall die Sicht komplett blockieren. Ein Tipp von Werkstätten: Klappbare Eiskratzer im Auto bereithalten und die Wischer vor dem Start kurz anheben, um Einfrieren zu vermeiden.

Wer auf längeren Strecken unterwegs ist, sollte zusätzlich Notfallausrüstung dabeihaben. Dazu gehören Decken, warme Kleidung, eine Taschenlampe und etwas zu essen. Der ADAC berichtet, dass allein im letzten Winter über 20.000 Pannenhelfer im Schneechaos im Einsatz waren – viele davon wegen vermeidbarer Fehler wie leeren Tanks oder defekten Batterien.

Meteorologen warnen vor weiterem Eisregen am Wochenende

Die Warnungen der Meteorologen werden konkreter: Nach den heftigen Schneefällen der vergangenen Tage droht am Wochenende eine neue Gefahrenlage durch Eisregen – besonders in der Region zwischen Köln und München. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet mit anhaltenden Minusgraden bis in tiefere Lagen, was die Bildung einer gefährlichen Glatteisschicht begünstigt. Betroffen sind vor allem Autobahnen wie die A3 und A9, wo bereits jetzt noch Schneereste die Fahrbahnen verengen. Die Kombination aus Neuschnee und Eisregen könnte die Situation weiter verschärfen.

Laut aktuellen Prognosen fällt der Eisregen ab Samstagabend mit einer Intensität von bis zu 0,5 Liter pro Quadratmeter – genug, um Straßen in kurzer Zeit in spiegelglatte Flächen zu verwandeln. Besonders tückisch: Die Temperaturen bleiben tagsüber knapp unter dem Gefrierpunkt, sodass selbst Streudienste kaum Wirkung zeigen. Kommunen in Nordrhein-Westfalen und Bayern haben bereits Krisenstäbe aktiviert, um auf mögliche Stromausfälle durch umstürzende Bäume oder beschädigte Leitungen zu reagieren. Der ADAC rät Autofahrern dringend, nur mit Winterreifen und ausreichend Abstand unterwegs zu sein.

Die Folgen des Eisregens könnten auch den Schienenverkehr treffen. Nach den massiven Verspätungen durch den Neuschnee warnen Bahn-experten vor weiteren Einschränkungen, falls Oberleitungen vereisen. Besonders betroffen wären Regionalstrecken, wo die Infrastruktur weniger gut gegen Extremwetter geschützt ist als auf den ICE-Trassen.

Hinzu kommt die Gefahr für Fußgänger: In Köln und München wurden bereits Dutzende Stürze auf glatten Gehwegen gemeldet. Die Städte haben zwar Streuteams im Einsatz, doch bei anhaltendem Eisregen reicht das oft nicht aus. Die Feuerwehren bereiten sich auf vermehrte Einsätze vor – allein in der vergangenen Woche mussten sie über 150 Mal ausrücken, um gestürzte Personen zu versorgen oder umgekippte Fahrzeuge zu bergen.

Der plötzliche Wintereinbruch mit bis zu 20 Zentimetern Neuschnee zwischen Köln und München hat einmal mehr gezeigt, wie anfällig Deutschlands Verkehrsinfrastruktur bei extremen Wetterlagen ist – selbst auf hochfrequentierten Strecken wie der A3 oder den ICE-Trassen kommt der Verkehr innerhalb weniger Stunden zum Erliegen. Während die Behörden mit Räumfahrzeugen und Notfallplänen kämpften, saßen Tausende Pendler stundenlang fest, ein Szenario, das bei besserer Vorbereitung und schnellerer Koordination zwischen Ländern und Verkehrsbetrieben hätte abgemildert werden können.

Wer in den kommenden Tagen zwischen Nordrhein-Westfalen und Bayern unterwegs sein muss, sollte vorab die Live-Karten des ADAC oder der Deutschen Bahn prüfen, Alternativrouten einplanen und im Auto mindestens eine Decke, warme Getränke sowie ein geladenes Handy dabei haben – denn weitere Schneefälle und Glätte sind für die Nacht angekündigt. Die aktuelle Krise könnte allerdings auch ein Weckruf sein: Investitionen in winterfeste Technologien und digitale Echtzeit-Steuerung des Verkehrs wären überfällig, bevor der nächste Kälteeinbruch alles wieder lahmlegt.