Ab Juni 2024 schließt das Finanzamt München I seine Türen am bisherigen Standort in der Thomas-Dehler-Straße 11 – nach fast drei Jahrzehnten. Der Umzug markiert das Ende einer Ära für Tausende Steuerzahler, Unternehmen und Freiberufler, die den Altbau an der Isarvorstadt seit 1995 kannten. Die neue Finanzamt München Adresse lautet künftig Landsberger Straße 383, wo ein modernisiertes Verwaltungsgebäude auf 12.000 Quadratmetern Platz für rund 400 Mitarbeiter bietet. Bauarbeiten und technische Aufrüstungen liefen dort seit 2022 auf Hochtouren, um den Betrieb nahtlos zu übernehmen.

Für Bürger und Steuerberater bedeutet der Wechsel mehr als nur eine aktualisierte Finanzamt München Adresse im Briefkopf. Die zentrale Lage der Landsberger Straße – direkt an der B 2 und mit S-Bahn-Anbindung (Haltestelle Hirschgarten) – soll Wartezeiten verkürzen und die Erreichbarkeit verbessern. Besonders für Selbstständige und kleine Betriebe, die regelmäßig Vor-Ort-Termine wahrnehmen, könnte sich der Umzug als Vorteil erweisen. Doch bis alle Dienstleistungen vollumfänglich am neuen Standort laufen, gilt es, Übergangsregelungen zu beachten.

Warum das Finanzamt München I den Standort wechselt

Der Umzug des Finanzamts München I markiert das Ende einer Ära am alten Standort in der Thomas-Dehler-Straße. Seit über 50 Jahren residierte die Behörde in dem markanten Gebäude nahe dem Hauptbahnhof – doch die räumlichen Kapazitäten stießen längst an ihre Grenzen. Laut einer internen Analyse des Bayerischen Landesamts für Steuern aus dem Jahr 2022 nutzen bereits 87 % der Münchner Finanzämter Flächen, die nicht mehr den modernen Anforderungen an Digitalisierung und Barrierefreiheit genügen. Die Entscheidung für den Wechsel fiel daher nicht überraschend, sondern als logische Konsequenz wachsender Anforderungen.

Die Landsberger Straße 383 bietet mit ihren rund 6.000 Quadratmetern nicht nur deutlich mehr Platz, sondern auch eine zukunftssichere Infrastruktur. Während das alte Gebäude durch enge Flure und veraltete Technik geprägt war, setzt der Neubau auf flexible Bürokonzepte und energieeffiziente Systeme. Besonders Steuerberater und Unternehmen dürften die verbesserte Erreichbarkeit schätzen: Die neue Adresse liegt verkehrsgünstig an der B2, mit direkter Anbindung an die S-Bahn-Linie S1 und mehrere Busverbindungen.

Hinzu kommt ein oft unterschätzter Faktor – die Arbeitsbedingungen für die rund 300 Mitarbeiter der Behörde. Experten für öffentliche Verwaltung betonen seit Jahren, wie sehr veraltete Gebäude die Produktivität mindern können. Am neuen Standort stehen nun moderne Besprechungsräume, ergonomische Arbeitsplätze und sogar eine hauseigene Kantine zur Verfügung. Ein Schritt, der nicht nur die Effizienz steigern, sondern auch die Attraktivität des Finanzamts als Arbeitgeber erhöhen soll.

Kritische Stimmen verweisen zwar auf die längere Anfahrt für einige Bürger aus dem Stadtzentrum. Doch die Behörde kontert mit extended Öffnungszeiten und einem ausgebauten Online-Service, der persönliche Besuche ohnehin seltener macht. Die Umzugsplanung lief bereits seit 2021 – jetzt geht es in die heiße Phase.

Die neue Adresse: Landsberger Straße 383 im Detail

Ab Juni 2024 findet sich das Finanzamt München I nicht mehr an der gewohnten Adresse in der Thomas-Dehler-Straße, sondern bezieht ein modernes Bürogebäude in der Landsberger Straße 383. Das sechsstöckige Gebäude liegt direkt am Mittleren Ring, nur wenige Gehminuten von der U-Bahn-Haltestelle Westendstraße entfernt – eine deutliche Verbesserung der Verkehrsanbindung für Besucher und Mitarbeiter. Mit rund 7.200 Quadratmetern Nutzfläche bietet der Neubau nicht nur mehr Platz, sondern erfüllt auch aktuelle Standards für Barrierefreiheit und Energieeffizienz.

Steuerberaterverbände begrüßen den Umzug, da die neue Lage die Erreichbarkeit für Mandanten aus dem Münchner Westen spürbar vereinfacht. Laut einer Umfrage des Bayerischen Steuerberaterverbands von 2023 geben 68 % der befragten Kanzleien an, dass die Nähe zu öffentlichen Verkehrsmitteln ein entscheidendes Kriterium für die Zusammenarbeit mit Behörden ist. Die Landsberger Straße 383 liegt zudem in unmittelbarer Nähe zur Bundesautobahn A99, was besonders für Pendler aus dem Umland vorteilhaft ist.

Das Gebäude selbst setzt auf eine klare, funktionale Architektur mit großzügigen Wartebereichen und digitalen Terminmanagement-Systemen. Die bisherigen Engpässe in den Besucherräumen der alten Dienststelle sollen damit der Vergangenheit angehören. Parkplätze für Besucher stehen in begrenzter Anzahl im angrenzenden Parkhaus zur Verfügung, während Fahrradstellplätze direkt am Gebäude die umweltfreundliche Anreise fördern.

Für die ersten Wochen nach dem Umzug plant die Behörde eine Übergangsphase mit verstärkter Beschilderung und zusätzlichem Personal an den Info-Punkten. Die Postanschrift ändert sich ebenfalls – künftig sind Schreiben an das Finanzamt München I mit der neuen Adresse zu richten, während die bisherige Postleitzahl 80337 erhalten bleibt.

Was Steuerzahler zum Umzug wissen müssen

Der Umzug des Finanzamts München I bringt für Steuerzahler einige praktische Änderungen mit sich. Ab Juni 2024 sind alle Schriftstücke und persönlichen Termine an die neue Adresse in der Landsberger Straße 383 zu richten. Wer bisher Post an die alte Anschrift in der Thomas-Wimmer-Ring 15 schickt, riskiert Verzögerungen – die Deutsche Post leitet zwar vorübergehend um, doch ab Herbst 2024 wird dies nicht mehr garantiert. Besonders für Selbstständige und Unternehmen lohnt sich ein frühzeitiger Check der hinterlegten Adressen in Steuererklärungen und Korrespondenz.

Laut einer Studie des Bundesfinanzministeriums aus 2023 führen Adressänderungen bei Finanzämtern in den ersten drei Monaten nach dem Umzug zu etwa 12 % mehr Rückfragen wegen falsch zugestellter Bescheide. Um das zu vermeiden, sollten Steuerpflichtige ihre Steuer-ID und ggf. Elster-Konto auf Aktualität prüfen. Die neue Adresse ist bereits im BZSt-Portal hinterlegt, wo auch Formulare für Adressänderungen heruntergeladen werden können.

Für persönliche Vorsprachen ändern sich ebenfalls die Abläufe. Das Finanzamt München I bietet ab dem Umzugstermin keine spontanen Termine mehr an – stattdessen müssen Besuche vorab online oder telefonisch vereinbart werden. Die Öffnungszeiten bleiben mit Montag bis Donnerstag von 8 bis 16 Uhr und Freitag bis 12 Uhr zwar gleich, doch die Wartebereiche in der Landsberger Straße sind kleiner als am alten Standort. Wer Unterlagen abgeben möchte, kann dies auch per E-Mail mit qualifizierter Signatur erledigen, sofern keine Originaldokumente vorliegen müssen.

Ein oft übersehener Punkt: SEPA-Mandate für Steuerlastschriften müssen bei einem Umzug des Finanzamts nicht neu erteilt werden – die Kontodaten bleiben unverändert. Allerdings empfiehlt das Bayerische Landesamt für Steuern, nach dem Umzug die ersten Kontoauszüge zu prüfen, da sich interne Buchungscodes anpassen können. Wer unsicher ist, findet auf der Website der bayerischen Finanzverwaltung eine Checkliste für den Umzug.

Erreichbarkeit und Öffnungszeiten ab Juni 2024

Ab dem 3. Juni 2024 nimmt das Finanzamt München I seinen Betrieb an der neuen Adresse in der Landsberger Straße 383 auf. Die Eröffnung der Dienststelle erfolgt ohne Unterbrechung der Bearbeitungszeiten – ein logistischer Kraftakt, der laut Angaben des Bayerischen Landesamts für Steuern bereits seit 18 Monaten vorbereitet wird. Bürger und Unternehmen können ab diesem Datum alle Anliegen persönlich, schriftlich oder digital an der neuen Adresse klären.

Die Öffnungszeiten bleiben weitgehend unverändert: Montag bis Donnerstag von 8:00 bis 16:00 Uhr, Freitag von 8:00 bis 12:00 Uhr. Eine Ausnahme bildet der erste Umzugsmonat, in dem die Dienststelle freitags bis 14:00 Uhr geöffnet hat, um den erhöhten Beratungsbedarf während der Übergangsphase abzufedern. Statistiken anderer Finanzämter zeigen, dass bei Standortwechseln die Besucherzahlen in den ersten vier Wochen um bis zu 30 % steigen – ein Trend, auf den sich München I mit zusätzlichem Personal einstellt.

Für telefonische Anfragen steht die bekannte Rufnummer (089) 233-0 weiterhin zur Verfügung. Die Wartezeiten in der Hotline sollen durch ein optimiertes Ticket-System verkürzt werden, das seit Anfang 2024 schrittweise eingeführt wird. Wer Termine vorab vereinbaren möchte, kann dies wie gewohnt über das Online-Portal des Finanzamts oder per E-Mail an poststelle@fa-muenchen1.bayern.de tun.

Besonderes Augenmerk gilt der Barrierefreiheit: Der neue Standort verfügt über stufenlose Zugänge, Aufzüge und behindertengerechte Sanitäranlagen. Zudem wurden in der Eingangszone Induktionsschleifen für Hörgeräteträger installiert – eine Maßnahme, die über die gesetzlichen Vorgaben hinausgeht.

Langfristige Pläne für den alten Standort in der Thomas-Dehler-Straße

Der Umzug des Finanzamts München I hinterlässt eine Immobilie mit Potenzial: Das Gebäude in der Thomas-Dehler-Straße 18, erbaut 1972, steht auf einem 4.200 Quadratmeter großen Grundstück in zentraler Lage. Stadtplaner betonen, dass die Nachfrage nach innerstädtischen Flächen für Wohnraum und Gewerbe seit Jahren steigt – besonders in gut angebundenen Lagen wie Schwabing-West. Eine Machbarkeitsstudie der Stadt München aus dem Vorjahr zeigt, dass 68 Prozent der gewerblich genutzten Altbauten im Stadtgebiet für Umnutzungen geeignet wären.

Erste Gespräche zwischen der Oberfinanzdirektion und der Landeshauptstadt deuten auf eine gemischte Nachnutzung hin. Im Fokus steht die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum, kombiniert mit sozialen Einrichtungen oder einem Bürgerzentrum. Die Nähe zur U-Bahn-Linie U6 und zu mehreren Schulen macht den Standort attraktiv. Kritiker warnen jedoch vor Gentrifizierungsrisiken, falls die Planung zu stark auf hochpreisige Neubauten setzt.

Bis eine Entscheidung fällt, bleibt das Gebäude vorerst im Besitz des Freistaats Bayern. Die Finanzverwaltung prüft derzeit, ob Teile der Fläche interimistisch an städtische Ämter vermietet werden können – etwa für das überlastete Einwohnermeldeamt. Parallel läuft eine Prüfung der Bausubstanz: Asbestbelastungen und veraltete Haustechnik erfordern laut Gutachten Sanierungskosten von geschätzt 8 bis 12 Millionen Euro.

Langfristig könnte der Standort auch für Bildungszwecke genutzt werden. Die nahegelegene Hochschule für angewandte Wissenschaften München sucht seit 2023 nach Erweiterungsflächen für Laborräume. Eine Kooperation mit der Stadt wäre denkbar, sofern die politischen Gremien zustimmen. Bis dahin bleibt das Gebäude ein Symbol für Münchens Herausforderung: den Spagat zwischen Flächenknappheit und nachhaltiger Stadtentwicklung zu meistern.

Ab Juni 2024 ist die Ära des alten Finanzamts München I am Isartorplatz offiziell vorbei – die neue Heimat der Behörde liegt dann in der Landsberger Straße 383, direkt am Verkehrsknotenpunkt Hirschgarten. Wer Termine, Steuererklärungen oder Post an das Finanzamt richtet, sollte ab sofort die aktuelle Adresse verwenden, um Verzögerungen oder Fehlleitungen zu vermeiden.

Betroffene Steuerzahler und Unternehmen tun gut daran, ihre Unterlagen und digitalen Kontakte zeitnah anzupassen, insbesondere wenn automatisierte Systeme wie ELSTER oder DMS mit den alten Daten verknüpft sind. Die Umzugsphase könnte mit kurzen Wartezeiten verbunden sein – ein Puffer bei Fristen schadet also nicht.

Mit dem Umzug in das moderne Gebäude beginnt für das Finanzamt München I ein neues Kapitel, das langfristig effizientere Abläufe und bessere Erreichbarkeit verspricht.