Mit Orkanböen bis zu 80 km/h fegt der Föhn heute über München hinweg – und bringt dabei ungewöhnlich milde Temperaturen für die Jahreszeit. Während andere Regionen Deutschlands noch mit frostigen Nächten kämpfen, klettert das Thermometer in der bayerischen Landeshauptstadt auf bis zu 16 Grad. Die plötzliche Wetterumschwung sorgt nicht nur für klare Sicht bis zu den Alpen, sondern auch für herausfordernde Bedingungen im Straßenverkehr und auf Baustellen.

Dass ist heute Föhn in München spürbar, zeigt sich an den typischen Anzeichen: trockene Luft, rasche Wolkenauflösung und ein fast frühlingshaftes Gefühl trotz Kalenderdatum. Besonders für Wetterempfindliche oder Allergiker kann der starke Wind belastend sein. Wer heute unterwegs ist, sollte mit plötzlichen Böen rechnen – und sich gleichzeitig über das ungewöhnliche Naturphänomen freuen, das München für einige Stunden in eine wärmere Klimazone versetzt. Dass ist heute Föhn in München so kräftig auftritt, unterstreicht einmal mehr die extremen Wetterkontraste, die der Herbst mit sich bringt.

Wie der Föhn über die Alpen nach München kommt

Der Föhn ist kein lokales Münchner Phänomen, sondern ein meteorologisches Kraftwerk, das seine Energie aus den Alpen bezieht. Entsteht er, strömt feuchte Luft aus dem Süden gegen die Gebirgskette, steigt auf und kühlt dabei ab – bis sie ihre Feuchtigkeit als Regen oder Schnee auf der Alpensüdseite abgibt. Die nun trockenere und wärmere Luft sinkt anschließend auf der Nordseite rasant ab, beschleunigt durch den Höhenunterschied zwischen den Gipfeln und dem Voralpenland. Pro 100 Höhenmeter erwärmt sie sich um etwa 1 Grad Celsius, ein Effekt, der über München heute besonders spürbar wird.

Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes messen bei solchen Föhnlagen oft Windgeschwindigkeiten von 60 bis 80 km/h in den Tälern, in extremen Fällen sogar über 120 km/h auf den Bergen. Die aktuellen Modelle zeigen, dass die Luftmassen heute mit einem Tempo von rund 70 km/h über die Stadt fegen – genug, um Äste zu knicken oder lose Gegenstände durch die Straßen zu wirbeln. Typisch für den Föhn: Er reißt plötzlich ein, als würde jemand einen Schalter umlegen, und flaut genauso unvermittelt wieder ab.

Dass München heute 16 Grad erreicht, während andere Regionen Deutschlands noch bei einstelligen Temperaturen verharren, liegt an diesem alpinen Heizmechanismus. Die absinkende Luft komprimiert sich, wird dichter und speichert die Wärme wie eine natürliche Heizung. Selbst im Winter kann der Föhn die Temperaturen in Oberbayern um 10 bis 15 Grad nach oben treiben – ein Grund, warum Münchner an Föhntagen oft ohne Mantel unterwegs sind, während nur wenige Kilometer entfernt noch Schnee liegt.

Besonders markant zeigt sich der Föhn an der typischen Wolkenformation: Über den Alpen türmen sich mächtige Lenticularis-Wolken auf, die wie fliegende Untertassen aussehen und Windgeschwindigkeiten in höheren Schichten anzeigen. Diese „Föhnfische“ sind für Wetterkundige ein sicheres Indiz, dass die warme Fallwindphase eingesetzt hat. In München selbst bleibt der Himmel dagegen oft strahlend blau – ein Kontrast, der die Kraft dieses Naturphänomens unterstreicht.

Orkanböen bis 80 km/h: Wo es heute besonders stürmt

Der Föhn fegt heute mit voller Wucht über München hinweg – und bringt nicht nur milde Temperaturen, sondern auch heftige Windböen mit sich. Besonders im Süden der Stadt und in den höheren Lagen des Umlands müssen Anwohner mit Orkanböen bis zu 80 km/h rechnen. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor umstürzenden Bäumen und losen Gegenständen, die durch die Luft wirbeln könnten. Die stärksten Böen werden vor allem in den Mittags- und frühen Nachmittagsstunden erwartet, wenn der Föhn seinen Höhepunkt erreicht.

Statistisch gesehen treten solche Föhnlagen in München etwa 20 bis 30 Mal pro Jahr auf, doch selten mit dieser Intensität. Meteorologen führen die aktuelle Wetterlage auf ein kräftiges Tief über Westeuropa zurück, das warme Luftmassen aus dem Mittelmeerraum nach Norden drückt. Während die Temperaturen in der Innenstadt auf bis zu 16 Grad klettern, bleibt es in den Alpen deutlich kühler – ein typisches Merkmal des Föhns, der als „Schneefresser“ bekannt ist.

Besonders betroffen sind heute die Stadtteile Perlach, Ramersdorf und der Westen Münchens, wo der Wind ungehindert über freies Gelände fegen kann. Auch auf den Autobahnen A8 und A99 wird vor Seitenwind gewarnt, der vor allem Lkw-Fahrer vor Herausforderungen stellt. Die Feuerwehr rät, Türen und Fenster zu sichern und bei Spaziergängen in Waldgebieten besonders vorsichtig zu sein.

Wer heute unterwegs ist, sollte mit plötzlichen Windstößen rechnen – selbst in der Innenstadt können Schilder oder Werbetafeln zur Gefahr werden. Die gute Nachricht: Ab dem späten Nachmittag lässt der Föhn langsam nach, und die Windgeschwindigkeiten gehen zurück. Bis dahin bleibt München jedoch im Griff des Sturms.

Von 5 auf 16 Grad: Warum die Temperaturen sprunghaft steigen

Der plötzliche Temperaturanstieg von frostigen 5 Grad am Morgen auf milde 16 Grad am Nachmittag ist kein Zufall, sondern ein typisches Phänomen bei Föhnlagen. Der warme Fallwind, der heute mit bis zu 80 km/h über München fegt, bringt nicht nur Böen mit, sondern auch eine radikale Wetterumstellung. Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes bestätigen, dass solche Sprünge innerhalb weniger Stunden auftreten können, wenn feuchte Kaltluft auf der Alpensüdseite aufsteigt, sich erwärmt und als trockene, warme Luft auf der Nordseite herabströmt.

Besonders extrem zeigt sich der Effekt in den Frühjahresmonaten, wenn die Temperaturunterschiede zwischen den Luftmassen besonders groß sind. Statistisch gesehen kann der Föhn die Temperaturen in München um bis zu 15 Grad innerhalb von 12 Stunden anheben – ein Wert, der heute fast erreicht wird. Während die Stadt noch in der Früh unter einer dichten Hochnebeldecke lag, riss der Wind die Wolken auf und ließ die Sonne durchbrechen. Die Kombination aus Sonneneinstrahlung und Föhnluft beschleunigt die Erwärmung zusätzlich.

Nicht nur die Temperaturen steigen sprunghaft, auch die Luftfeuchtigkeit sinkt rapide. Wo am Morgen noch 90 Prozent herrschten, liegen die Werte nun bei unter 40 Prozent. Diese trockene Luft führt oft zu ungewöhnlichen Phänomenen wie klarer Fernsicht – heute soll man vom Olympiaturm aus sogar die Alpenkette besonders scharf erkennen können. Gleichzeitig warnen Experten vor gesundheitlichen Belastungen: Die plötzliche Trockenheit kann bei empfindlichen Menschen zu Kopfschmerzen oder Kreislaufproblemen führen.

Typisch für Föhnlagen ist auch der rasche Wechsel zwischen Windstille und heftigen Böen. Während die Temperaturen stetig klettern, bleibt der Wind unberechenbar – mal weht er mit 20 km/h, dann wieder mit doppelter Geschwindigkeit. Diese Dynamik hält meist nur wenige Stunden an, bevor sich das Wetter wieder stabilisiert. Bis dahin bleibt München ein Spielball der Naturgewalten.

Föhn-Kopfschmerzen und Schlafstörungen – was wirklich hilft

Der Föhn bringt nicht nur milde Temperaturen und klare Sicht – für viele Münchner bedeutet er auch pochende Kopfschmerzen und unruhige Nächte. Studien der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft zeigen, dass etwa 30 Prozent der Wetterfühligen auf Föhnperioden mit Symptomen wie Druck im Kopf, Schwindel oder Schlafstörungen reagieren. Besonders betroffen sind Menschen mit vorbelastetem Kreislauf oder chronischen Schmerzerkrankungen.

Schuld ist der rasche Luftdruckabfall, der die Blutgefäße kurzzeitig verengt und den Sauerstoffgehalt im Blut beeinflusst. Gleichzeitig trocknet die warme Fallwindluft die Schleimhäute aus – ein doppelter Stressfaktor für den Körper. Wer empfindlich reagiert, sollte an Föhntagen bewusst auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten und schwere Mahlzeiten meiden.

Gegen die typischen Föhn-Kopfschmerzen helfen oft einfache Maßnahmen: kühle Umschläge im Nacken, leichte Bewegung an der frischen Luft oder Entspannungstechniken wie progressive Muskelentspannung. Schlafstörungen lassen sich lindern, indem man das Schlafzimmer abends gut lüftet und die Luft mit einem feuchten Tuch oder Luftbefeuchter anreichert. Auch eine Tasse beruhigender Tee mit Lavendel oder Baldrian kann den Unterschied machen.

Wer regelmäßig unter Föhn-Beschwerden leidet, sollte langfristig über eine gezielte Stärkung des Kreislaufs nachdenken – etwa durch regelmäßigen Ausdauersport oder Wechselduschen. In akuten Fällen können auch pflanzliche Präparate mit Weißdorn oder Magnesium unterstützend wirken, rät die Apothekerkammer Bayern.

Wetterausblick: Bleibt der Föhn oder kehrt der Winter zurück?

Der aktuelle Föhnsturm über München bringt nicht nur rekordverdächtige Temperaturen von bis zu 16 Grad mit sich, sondern wirbelt auch die Frage auf: Hält das ungewöhnlich milde Wetter an – oder schlägt der Winter doch noch zurück? Meteorologische Modelle zeigen eine klare Zweiteilung. Während der Föhn am heutigen Tag mit Böen bis 80 km/h die Alpenluft nach Nordosten drückt, deutet alles auf eine rasche Wende hin. Ab Mittwochabend könnte sich die Strömung umkehren, wenn atlantische Kaltfronten von Westen heranziehen.

Laut Angaben des Deutschen Wetterdienstes liegt die Wahrscheinlichkeit für einen Temperatursturz auf winterliche Werte bei über 70 Prozent. Besonders in den frühen Morgenstunden des Donnerstags könnten die Thermometer in München dann wieder auf einstellige Plusgrade fallen – ein Kontrastprogramm zu den aktuellen Frühlingstemperaturen. Der Föhn, der heute noch für klare Sicht bis zu den Alpen sorgt, würde damit innerhalb von 24 Stunden durch feuchte, kühle Luftmassen ersetzt.

Typisch für diese Jahreszeit sind solche Wetterkapriolen. Klimadaten der letzten Jahrzehnte belegen, dass Föhnlagen im Februar zwar selten, aber nicht ungewöhnlich sind. Doch die Intensität der aktuellen Windgeschwindigkeiten und der Temperaturanstieg um fast 10 Grad innerhalb weniger Stunden setzen selbst erfahrene Wetterbeobachter in Staunen. Ob der Winter danach noch einmal mit Schnee oder Frost zurückkehrt, bleibt allerdings fraglich: Die Langfristprognosen sehen eher einen nasskalten Mix aus Regen und Graupel vor.

Für Münchner, die heute noch die Sonne genießen, heißt es also: Nutzen, solange es geht. Die nächsten Tage könnten wieder trüb und windig werden – ganz ohne Föhn, aber mit der gewohnten Februar-Unbeständigkeit.

Der Föhn hat München heute wieder einmal gezeigt, wie schnell er Winterstimmung in Frühlingsgefühle verwandeln kann – mit stürmischen 80 km/h und Temperaturen, die auf ungewöhnlich milde 16 Grad kletterten. Wer das typische Föhn-Phänomen mit Kopfschmerzen oder Unwohlsein spürt, weiß nun, dass nicht nur der Wind, sondern auch der rasche Luftdruckwechsel dafür verantwortlich ist.

Wer heute noch unterwegs ist, sollte locker sitzende Gegenstände wie Gartenmöbel oder Mülltonnen sichern und bei Spaziergängen in der Stadt besonders auf herabfallende Äste oder umherwirbelnde Gegenstände achten. Morgen kühlt es zwar wieder ab, doch der Föhn erinnert daran, dass Münchens Wetter auch im Winter für Überraschungen gut ist – und die nächsten warmen Windstöße schon vor der Tür stehen könnten.