Ab dem 1. August verwandelt sich der Münchner Hauptbahnhof in eine riesige Baustelle: Die Gleise 5 bis 10 bleiben bis Dezember komplett gesperrt. Betroffen sind täglich rund 450 Züge im Fern- und Regionalverkehr, darunter wichtige ICE- und EC-Verbindungen nach Berlin, Hamburg oder Wien. Die Deutsche Bahn rechnet mit massiven Einschränkungen für bis zu 150.000 Reisende – ein logistischer Kraftakt, der den Knotenpunkt München monatelang auf die Probe stellen wird.
Für Pendler und Urlauber bedeutet die Sperrung der Gleise 5 bis 10 am Münchner Hauptbahnhof vor allem eines: Umplanen. Ersatztickets, Umleitungen über andere Bahnhöfe wie Pasing oder Ostbahnhof und längere Fahrzeiten werden zur neuen Normalität. Besonders kritisch wird es in den Stoßzeiten, wenn sich Verspätungen durch die beengte Infrastruktur kaskadenartig ausbreiten. Die Bahn verspricht zwar zusätzliche Servicekräfte und digitale Infosysteme, doch ob das reicht, um das Chaos zu begrenzen, bleibt abzuwarten.
Monate der Umbauten: Warum der Hauptbahnhof jetzt zum Nadelöhr wird
Ab September wird der Münchner Hauptbahnhof zum Geduldsspiel. Die Sperrung der Gleise 5 bis 10 für rund drei Monate verwandelt den Knotenpunkt in ein logistisches Nadelöhr – besonders in den Stoßzeiten. Pendler und Reisende müssen sich auf längere Wege, Umstiege und mögliche Verspätungen einstellen, denn die verbleibenden Gleise werden den Andrang kaum auffangen können. Nach Angaben der Deutschen Bahn nutzen täglich bis zu 450.000 Menschen den Hauptbahnhof; ein Drittel der Kapazität fällt nun weg.
Die größten Engpässe drohen morgens zwischen 6 und 9 Uhr sowie abends von 16 bis 19 Uhr, wenn Berufspendler und Fernreisende aufeinanderprallen. Normalerweise entlasten die Gleise 5 bis 10 den Betrieb deutlich, da sie vor allem für Regional- und S-Bahn-Verbindungen genutzt werden. Ohne sie müssen Züge auf andere Gleise ausweichen – was zu Kettenreaktionen führt. Experten aus dem Verkehrsministerium warnen bereits vor einem Dominoeffekt: Selbst kleine Verspätungen könnten sich durch das überlastete System verstärken.
Besonders betroffen sind die Linien der S-Bahn, die normalerweise über die gesperrten Gleise verkehren. Die Bahn hat zwar Ersatzkonzepte angekündigt, doch diese stoßen an Grenzen. So sollen einige Züge über den Ostbahnhof umgeleitet werden, was die Fahrzeit für Tausende Pendler um bis zu 20 Minuten verlängert. Auch die Umsteigebeziehungen leiden: Wer bisher bequem von der S-Bahn in den Fernverkehr wechselte, muss künftig weitere Wege in Kauf nehmen – oft durch überfüllte Gänge und Treppen.
Die Bauarbeiten selbst sind notwendig, um die marode Infrastruktur zu modernisieren. Doch der Zeitplan ist knapp bemessen. Bis Dezember sollen neue Weichen, Oberleitungen und Signaltechnik eingebaut werden – ein Kraftakt, der nur bei vollständiger Sperrung möglich ist. Ob der Fahrplan nach der Umbaophase stabiler läuft, wird sich zeigen. Fest steht: Die nächsten Monate werden für alle, die auf den Hauptbahnhof angewiesen sind, eine Herausforderung.
Diese Gleise bleiben bis Dezember stillgelegt – und was das für Reisende bedeutet
Von August bis Dezember bleiben die Gleise 5 bis 10 am Münchner Hauptbahnhof komplett gesperrt – eine der größten Baustellen in der jüngeren Geschichte des Knotens. Betroffen sind täglich bis zu 120 Fern- und Regionalzüge, die normalerweise über diese Strecken rollen. Die Deutsche Bahn rechnet mit spürbaren Einschränkungen, besonders in den Stoßzeiten zwischen 6 und 9 Uhr sowie am späten Nachmittag.
Für Pendler und Reisende bedeutet das vor allem eines: mehr Umstiege, längere Wartezeiten. Viele Verbindungen werden auf die Gleise 1 bis 4 oder die Außenbahnsteige 21 bis 26 verlegt. Laut einem Sprecher des Bayerischen Verkehrsministeriums könnten sich Verspätungen um durchschnittlich 15 bis 20 Minuten erhöhen, falls die Ausweichrouten nicht reibungslos funktionieren. Besonders betroffen sind die Strecken Richtung Augsburg, Ingolstadt und Nürnberg, wo es zu Engpässen kommen dürfte.
Wer mit dem ICE oder EC unterwegs ist, sollte sich frühzeitig informieren. Die Bahn empfiehlt, die App DB Navigator zu nutzen oder auf den digitalen Anzeigetafeln am Bahnhof nach aktuellen Gleisänderungen zu schauen. Für Reisende mit schwerem Gepäck oder eingeschränkter Mobilität stellt die Bahn zusätzliche Personal an den Umsteigebereichen bereit – ein Service, der in den kommenden Monaten stärker nachgefragt werden dürfte.
Die Sperrung ist Teil des Großprojekts „München 21“, das bis 2030 die Kapazitäten des Hauptbahnhofs deutlich erhöhen soll. Doch bis dahin heißt es: Geduld haben. Wer kann, sollte in den Bauphasen auf alternative Verkehrsmittel wie die S-Bahn oder Regionalbusse ausweichen – oder seine Fahrten außerhalb der Hauptverkehrszeiten legen.
Ersatzrouten, Verspätungen, Geduld: So kommen Pendler durch die Sperrphase
Ab dem 2. September verwandelt sich der Münchner Hauptbahnhof für Pendler in ein Geduldsspiel. Mit der Vollsperrung der Gleise 5 bis 10 bis voraussichtlich Dezember müssen sich Reisende auf längere Umwege einstellen – besonders in den Stoßzeiten zwischen 6 und 9 Uhr sowie 15 und 19 Uhr. Die Deutsche Bahn rechnet mit bis zu 20 Minuten zusätzlicher Fahrzeit für Umsteiger, da Regionalzüge teilweise auf Ersatzhalte an den Gleisen 21 bis 26 oder sogar am Ostbahnhof ausweichen. Wer normalerweise über die betroffenen Gleise in S-Bahnen umsteigt, sollte die DB Navigator-App nutzen: Sie zeigt aktuelle Ersatzrouten an und warnt vor kurzfristigen Änderungen.
Experten der Verkehrsclub Deutschland (VCD) raten, die Sperrphase als Testlauf für alternative Mobilitätskonzepte zu nutzen. Laut einer aktuellen Erhebung des VCD könnten bis zu 30 Prozent der betroffenen Pendler ihre Strecke mit einer Kombination aus Rad und ÖPNV zurücklegen – etwa durch Leihräder an den Umsteigeknotenpunkten oder die Mitnahme des eigenen Fahrrads in Regionalzügen (sofern Platzkapazitäten es zulassen). Für Vielfahrer lohnt sich ein Blick auf die flexiblen Tarifoptionen des MVV, etwa das „IsarCard9 Uhr“, das ab 9 Uhr günstigere Fahrten ermöglicht und so Stoßzeiten umgehen hilft.
Wer keine Lust auf Experimentierfreude hat, sollte zumindest Puffer einplanen. Verspätungen sind vorprogrammiert: Allein in der ersten Woche ähnlicher Baustellen in Frankfurt und Stuttgart stiegen die Verspätungsminuten im Regionalverkehr um durchschnittlich 15 Prozent. In München kommt erschwerend hinzu, dass die S-Bahn-Stammstrecke parallel saniert wird – ein Doppelschlag für den Taktfahrplan. Die Bahn verspricht zwar zusätzliche Servicekräfte vor Ort, doch bei hochfrequentierten Zügen wie der RB 69 (München–Tutzing) oder der RE 5 (München–Salzburg) könnte es eng werden.
Ein kleiner Trost: Die Wartezeit lässt sich produktiv nutzen. Der Hauptbahnhof hat die Öffnungszeiten seiner Lounges und Arbeitsbereiche in der „Bahnhofswelt“ erweitert, und auch die Gastronomie in der Umgebung reagiert – etwa mit „Pendler-Specials“ in Cafés wie dem „Gleis 1“ oder dem „Münchner Bahnwärter Thiel“. Wer ohnehin remote arbeitet, könnte die Phase nutzen, um Homeoffice-Tage zu bündeln. Die Stadt München unterstützt dies mit einer Kampagne unter dem Motto „Mehr Homeoffice – weniger Stress“ und bietet auf ihrer Website Vorlagen für Gespräche mit Arbeitgebern an.
Nicht nur Schienen: Was hinter den Bauzäunen wirklich passiert
Hinter den blauen Bauzäunen am Münchner Hauptbahnhof brodelt es nicht nur unter den Schienen. Während die Gleise 5 bis 10 bis Dezember für den Zugverkehr gesperrt bleiben, läuft parallel ein komplexes Infrastrukturprojekt, das weit über reine Gleiserneuerung hinausgeht. Laut Angaben der Deutschen Bahn werden allein in diesem Abschnitt rund 12.000 Tonnen Schotter ausgetauscht – eine Menge, die etwa 2.000 Güterwaggons füllen würde. Doch der eigentliche Kraftakt spielt sich unter der Oberfläche ab.
Experten für Bahntechnik betonen, dass die Sanierung der Gleise nur die sichtbare Spitze des Eisbergs ist. Unter den Schienen werden gleichzeitig Entwässerungssysteme modernisiert, die seit Jahrzehnten nicht mehr den Anforderungen an Starkregenereignisse entsprechen. Zudem erhalten die Weichen neue Antriebe, die künftig präziser und weniger störanfällig arbeiten sollen. Jede dieser Maßnahmen erfordert millimetergenaue Planung, denn der Bahnhof bleibt während der gesamten Bauphase im Betrieb.
Besonders aufwendig gestaltet sich die Koordination mit anderen Gewerken. Während die Gleisbauer arbeiten, müssen gleichzeitig Kabeltrassen für die digitale Stellwerkstechnik verlegt werden – ein Projekt, das die Bahn bis 2030 bundesweit umsetzen will. München dient hier als Pilotstandort für die neue Technologie, die später den gesamten Knoten Süd regeln soll.
Auch die umliegenden Bereiche profitieren von den Arbeiten: Die Perronkanten werden barrierefrei umgebaut, und neue Beleuchtungssysteme sollen die Sicherheit für Reisende erhöhen. Selbst die historischen Hallendächer werden in Teilen saniert, um sie für die nächsten Jahrzehnte zu erhalten. Ein Bauprojekt, das auf den ersten Blick nur Gleise betrifft, entpuppt sich so als Generalüberholung eines der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte Deutschlands.
Fahrplan für 2025: Wann die Gleise wieder voll befahrbar sind
Die Sperrung der Gleise 5 bis 10 am Münchner Hauptbahnhof zieht sich bis Dezember 2024 – doch der Fahrplan für die vollständige Wiederinbetriebnahme steht bereits. Laut Angaben der Deutschen Bahn soll die Großbaustelle in zwei klar definierten Phasen ablaufen: Bis März 2025 werden die Gleisanlagen, Weichen und Signaltechnik auf dem neuesten Stand gebracht, bevor ab April die finalen Tests und Feinjustierungen beginnen. Eisenbahn-Experten betonen, dass solche Modernisierungsprojekte im Schnitt 12 bis 18 Monate benötigen – München liegt damit im geplanten Zeitrahmen.
Ab Januar 2025 startet die schrittweise Freigabe der ersten Gleise. Priorität haben dabei die Hauptverbindungen in Richtung Stuttgart und Nürnberg, da diese Strecken zu den am stärksten frequentierten im süddeutschen Netz zählen. Die Bahn rechnet damit, dass bis zum Sommer mindestens vier der sechs Gleise wieder regulär befahren werden können. Parallel laufen dann noch Restarbeiten an den Bahnsteigen und den neuen barrierefreien Zugängen.
Für Pendler und Reisende bedeutet das: Bis Ende 2025 wird es keine vollständige Rückkehr zum Normalbetrieb geben. Besonders in den Stoßzeiten müssen Fahrgäste weiterhin mit Ausweichrouten über die Gleise 11 bis 26 oder den Ostbahnhof rechnen. Die Bahn hat jedoch zugesichert, die Kapazitäten auf den Ersatzstrecken durch zusätzliche Regionalzüge zu erhöhen.
Ein Lichtblick für Vielfahrer ist die geplante Inbetriebnahme der neuen elektronischen Stellwerke im Herbst 2025. Diese sollen nicht nur die Pünktlichkeit verbessern, sondern auch künftige Baustellen verkürzen – ein Argument, das bei den aktuellen Einschränkungen wenig Trost spendet, langfristig aber die Zuverlässigkeit des Knotens München stärken wird.
Die monatelange Sperrung der Gleise 5 bis 10 am Münchner Hauptbahnhof bedeutet für Pendler und Reisende vor allem eines: Geduld und Flexibilität sind bis Dezember gefragt. Die Bauarbeiten sind notwendig, um den veralteten Bahnknoten zukunftsfähig zu machen – doch die Einschränkungen werden den Alltag von Zehntausenden prägen, besonders in den Stoßzeiten.
Wer die Umleitungen und Verspätungen umgehen will, sollte sich frühzeitig über alternative Routen informieren, etwa über die S-Bahn-Gleise oder den Ostbahnhof als Ausweichoption. Apps wie DB Navigator oder MVG Live bieten Echtzeit-Updates, die bei der Planung helfen.
Langfristig könnte sich der Ärger lohnen – wenn die Modernisierung wie geplant verläuft, profitiert München danach von zuverlässigeren Verbindungen und weniger Störungsanfälligkeit im Netz.

