Mit einer Fläche von 120.000 Quadratmetern setzt Hermes München neue Maßstäbe in der Logistikbranche: Das frisch eröffnete Verteilzentrum in Hallbergmoos zählt zu den größten Standorten des Paketdienstleisters in Süddeutschland. Modernste Fördertechnik, 150 neue Arbeitsplätze und eine Kapazität von bis zu 75.000 Sendungen pro Stunde unterstreichen den Anspruch des Unternehmens, die Lieferketten der Region zukunftssicher zu gestalten. Der Standort, strategisch zwischen München und dem Flughafen gelegen, verkürzt Lieferzeiten deutlich und entlastet das bestehende Netzwerk.
Für Unternehmen und Endkunden in Bayern bedeutet die Expansion von Hermes München mehr als nur zusätzliche Lagerfläche. Die Investition reagiert auf den anhaltenden Boom im E-Commerce und die wachsende Nachfrage nach schnellen, zuverlässigen Zustelllösungen. Besonders für den Großraum München, wo Paketvolumina seit Jahren zweistellig steigen, kommt der Ausbau zur rechten Zeit. Die Kombination aus hochautomatisierten Prozessen und regionaler Verankerung könnte das Logistikzentrum zum Vorbild für weitere Standorte machen.
Rekordinvestition im Münchner Norden
Mit einer Investitionssumme von über 250 Millionen Euro setzt Hermes in Hallbergmoos neue Maßstäbe für die Logistikbranche. Das Projekt zählt zu den größten Einzelinvestitionen in der Region München der letzten Jahre und unterstreicht die strategische Bedeutung des Standorts für den Paketdienstleister. Allein die Baukosten für das 120.000 Quadratmeter große Areal übersteigen die üblichen Logistikneubauten um fast das Doppelte – ein Beleg für die hochmoderne Ausstattung und die langfristige Ausrichtung des Zentrums.
Logistikexperten sehen in der Entscheidung von Hermes einen klaren Trend: Die Nachfrage nach Flächen in der Metropolregion München wächst seit 2020 jährlich um durchschnittlich 8 %, während das Angebot an geeigneten Grundstücken gleichzeitig schrumpft. Der Norden Münchens entwickelt sich dabei zum Hotspot, da hier Infrastruktur, Verkehrsanbindung und Expansionspotenzial optimal zusammentreffen.
Besonders auffällig ist die Technologieoffensive, die Hermes mit dem Neubau verbindet. Automatisierte Sortieranlagen, KI-gestützte Routenplanung und ein voll digitalisiertes Lagerverwaltungssystem gehören zur Grundausstattung. Solche Investitionen in Innovation sind kein Luxus, sondern Notwendigkeit: Studien der Bundesvereinigung Logistik (BVL) zeigen, dass Unternehmen, die früh in Automatisierung investieren, ihre Lieferzeiten um bis zu 30 % verkürzen und die Fehlerquote auf unter 0,5 % drücken können.
Doch nicht nur die Technik macht das Projekt bemerkenswert. Hermes hat von Anfang an auf Nachhaltigkeit gesetzt – vom Regenwassermanagement über Photovoltaikanlagen auf den Dächern bis hin zur Kooperation mit lokalen Energieversorgern für CO₂-neutrale Lieferkonzepte. Ein Schritt, der in der Branche zunehmend zum Standard wird, aber in diesem Umfang selten umgesetzt wird.
Wie das Mega-Lager Technik und Nachhaltigkeit vereint
Auf den ersten Blick wirkt das neue Hermes-Logistikzentrum in Hallbergmoos wie ein gigantischer Betonkoloss – doch hinter der Fassade verbirgt sich eine technologische und ökologische Pionierleistung. Über 120.000 Quadratmeter Fläche vereint das Mega-Lager modernste Automatisierung mit ambitionierten Nachhaltigkeitszielen. Herzstück ist ein hochdynamisches Fördersystem, das bis zu 1,2 Millionen Pakete täglich sortieren kann. Sensoren und KI-gestützte Steuerung optimieren dabei nicht nur die Effizienz, sondern reduzieren durch präzise Routenplanung auch den Energieverbrauch um bis zu 25 Prozent im Vergleich zu herkömmlichen Anlagen.
Nachhaltigkeit beginnt hier bereits beim Bau. Die Halle nutzt eine Photovoltaikanlage mit 5.000 Modulen, die jährlich rund 2,3 Gigawattstunden Strom erzeugen – genug, um 600 Haushalte zu versorgen. Regenwasser wird gesammelt und für die Bewässerung der begrünten Dachflächen genutzt, die gleichzeitig als natürliche Isolierung wirken. Logistikexperten betonen, dass solche integrierten Konzepte zunehmend zum Standard werden müssen, will die Branche ihre Klimaziele erreichen.
Besonders auffällig ist die Kombination aus Mensch und Maschine. Während Roboterarme schweres Gut automatisiert verladen, übernehmen Mitarbeiter an ergonomisch gestalteten Arbeitsplätzen die Feinjustierung. Eine interne Studie des Bundesverbandes Paket und Expresslogistik (BIEK) zeigt, dass solche hybriden Systeme die Produktivität um bis zu 40 Prozent steigern – ohne die Arbeitsbedingungen zu verschlechtern.
Auch die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr wurde bedacht: Eine direkte S-Bahn-Anbindung und Fahrradstellplätze für 300 Mitarbeiter reduzieren den Pendlerverkehr mit dem Auto. So wird das Logistikzentrum nicht nur zur Drehscheibe für Pakete, sondern auch zu einem Modell für zukunftsfähige Arbeitswelten.
Arbeitsplätze und Ausbildungsmöglichkeiten vor Ort
Mit der Eröffnung des neuen Logistikzentrums in Hallbergmoos schafft Hermes München nicht nur moderne Arbeitsplätze, sondern setzt auch auf gezielte Nachwuchsförderung. Das 120.000 m² große Areal wird voraussichtlich rund 800 feste Mitarbeiter beschäftigen – von Lagerfachkräften über Logistikplaner bis hin zu IT-Spezialisten für digitale Prozesssteuerung. Besonders im Fokus stehen dabei langfristige Perspektiven: Laut einer Studie des Bundesverbandes Paket und Expresslogistik (BIEK) wächst der Bedarf an qualifizierten Logistikfachkräften in Bayern bis 2026 um mindestens 15 %. Hermes reagiert darauf mit einem eigenen Ausbildungsprogramm direkt vor Ort.
Ab Herbst 2024 bietet das Zentrum duale Ausbildungsplätze in den Berufen Fachlagerist, Fachkraft für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen sowie Kaufmann/-frau für Spedition und Logistikdienstleistung an. Die Kooperation mit der Berufsschule Freising und regionalen Bildungsträgern sichert eine praxisnahe Qualifizierung. Azubis durchlaufen dabei alle relevanten Abteilungen – vom Wareneingang bis zur Tourenplanung – und erhalten Einblicke in moderne Technologien wie automatisierte Sortieranlagen und KI-gestützte Routenoptimierung.
Für Quereinsteiger und Berufserfahrene hält Hermes München gezielte Weiterbildungsangebote bereit. Über das hauseigene „Logistik-Campus“-Programm können Mitarbeiter Zertifikate in Bereichen wie Nachhaltigkeitsmanagement oder digitaler Supply Chain erwerben. Die räumliche Nähe zu Münchens Wirtschaftsstandorten und dem Flughafen erleichtert zudem die Anbindung an überregionale Karrierewege.
Lokale Arbeitsmarktinitiativen begrüßen das Engagement. Die Agentur für Arbeit Freising betont, dass solche Großprojekte die Attraktivität der Region für Fachkräfte steigern – besonders in einem Umkreis, der bisher eher von mittelständischen Betrieben geprägt war. Mit der Ansiedlung von Hermes entsteht so ein neuer Kristallisationspunkt für logistische Kompetenz in Oberbayern.
Was Händler und Kunden von der neuen Infrastruktur haben
Das neue Logistikzentrum von Hermes in Hallbergmoos setzt Maßstäbe – nicht nur durch seine schiere Größe von 120.000 m², sondern durch konkrete Vorteile für Händler und Endkunden. Für Onlinehändler bedeutet die moderne Infrastruktur vor allem eines: schnellere Abwicklungszeiten. Dank automatisierter Sortieranlagen und optimierter Routenplanung verkürzt sich die Bearbeitungsdauer von Paketen um bis zu 30 % im Vergleich zu herkömmlichen Standorten. Das kommt besonders Mittelständlern zugute, die auf zuverlässige Lieferketten angewiesen sind, um im wettbewerbsintensiven E-Commerce-Markt zu bestehen.
Kunden profitieren direkt von der strategischen Lage des Zentrums. Die Nähe zum Münchner Flughafen und den wichtigsten Autobahnen ermöglicht nicht nur schnellere Zustellungen in der Region, sondern auch präzisere Lieferfenster. Studien der Bundesvereinigung Logistik zeigen, dass über 60 % der Verbraucher in Bayern die Liefergeschwindigkeit als entscheidendes Kriterium für ihre Kaufentscheidung bewerten. Mit dem neuen Standort kann Hermes diese Erwartungen besser erfüllen – besonders in Stoßzeiten wie dem Weihnachtsgeschäft oder während saisonaler Aktionen.
Ein weiterer Pluspunkt für Händler ist die erweiterte Kapazität für Retourenmanagement. Das Zentrum verfügt über separate Bereiche, die speziell für die Abwicklung von Rücksendungen ausgelegt sind. Das beschleunigt nicht nur die Gutschrift für Kunden, sondern reduziert auch die Lagerkosten für Händler, da Retouren schneller wieder in den Verkaufskreislauf zurückgeführt werden können. Gerade für Mode- und Elektronikhändler, die mit hohen Retourenquoten kämpfen, ist das ein entscheidender Wirtschaftsfaktor.
Langfristig stärkt die Investition auch die Nachhaltigkeit der Lieferkette. Durch den Einsatz energieeffizienter Technologien und die Bündelung von Transporten sinkt der CO₂-Ausstoß pro Paket. Für umweltbewusste Kunden und Händler, die ihre Klimabilanz verbessern wollen, wird Hermes damit zu einem attraktiveren Partner.
Langfristige Pläne: Expansion und digitale Logistiklösungen
Mit dem neuen Logistikzentrum in Hallbergmoos legt Hermes München nicht nur den Grundstein für effizientere Prozesse, sondern setzt auch klare Weichen für die Zukunft. Bis 2027 plant das Unternehmen, die Kapazitäten im Großraum München um weitere 30 Prozent auszubauen – ein ehrgeiziges Vorhaben, das durch die strategische Lage des Standorts direkt an der A92 und in unmittelbarer Nähe zum Flughafen begünstigt wird. Logistikexperten betonen, dass solche Hubs zunehmend an Bedeutung gewinnen, da der E-Commerce-Markt in Bayern bis 2025 voraussichtlich um jährlich 8 bis 10 Prozent wachsen wird.
Digitale Lösungen stehen dabei im Mittelpunkt. Hermes München investiert gezielt in KI-gestützte Routenoptimierung und automatisierte Lagerverwaltungssysteme, die bereits im Hallbergmooser Zentrum zum Einsatz kommen. Sensoren und Echtzeitdatenanalyse sollen Lieferketten transparenter machen und Leerfahrten um bis zu 15 Prozent reduzieren.
Langfristig will das Unternehmen das Zentrum als Blaupause für weitere Standorte nutzen. Geplant sind Kooperationen mit lokalen Partnern, um nachhaltige Stadtlogistik-Konzepte zu entwickeln – etwa durch Mikro-Depots in Münchens Innenstadtbezirken oder den Ausbau von Lastenrad-Lieferungen. Die Nähe zu Technologieunternehmen in der Region könnte dabei innovative Pilotprojekte beschleunigen.
Parallel dazu rüstet Hermes seine Flotte um: Bis 2030 sollen 60 Prozent der Lieferfahrzeuge im Münchner Raum elektrisch oder mit Wasserstoff betrieben werden. Das Hallbergmooser Zentrum dient hier als Testlabor für alternative Antriebe und Ladeinfrastruktur.
Mit dem neuen Logistikzentrum in Hallbergmoos setzt Hermes München nicht nur auf Größe, sondern auf eine kluge Kombination aus Effizienz, Nachhaltigkeit und zukunftssicherer Infrastruktur. Die 120.000 Quadratmeter Fläche und die moderne Technik unterstreichen, wie der Paketdienst auf das wachsende Volumen im E-Commerce reagiert – ohne Kompromisse bei Liefergeschwindigkeiten oder Arbeitsbedingungen zu machen.
Für Unternehmen in der Region lohnt sich ein genauer Blick auf die Standortvorteile: Wer selbst Logistikprozesse optimieren will, findet hier ein Vorbild für skalierbare Lösungen und Partnerschaften mit lokalen Akteuren. Die Nähe zum Flughafen München und die Anbindung an Autobahn und Schiene machen Hallbergmoos auch für andere Branchen interessant.
Wie sich zeigt, ist das Zentrum mehr als ein reiner Umschlagplatz – es wird zum Motor für die gesamte Logistiklandschaft Süddeutschlands und könnte ähnliche Projekte in anderen Wachstumsregionen inspirieren.

