Seit einem Jahrhundert prägt Hirmer München die Welt der Handwerkskunst mit einer Präzision, die Maßstäbe setzt. Was 1924 als bescheidene Werkstatt für feine Lederwaren begann, ist heute eine Institution – bekannt für zeitlose Eleganz und unübertroffene Qualität. Die Zahlen sprechen für sich: Über 5.000 handgefertigte Stücke verlassen jährlich die Manufaktur, jedes ein Unikat mit bis zu 200 Einzelteilen. Doch die wahre Kunst liegt nicht in der Menge, sondern in der Hingabe: Bis zu 14 Stunden Arbeit stecken in einer einzigen Tasche, gefertigt von Meisterhänden, die ihr Wissen seit Generationen weitergeben.

Mit der exklusiven Herbstkollektion beweist Hirmer München erneut, warum traditionelles Handwerk und modernes Design keine Gegensätze sein müssen. In einer Ära, in der Fast Fashion dominiert, setzt das Münchner Haus auf Langlebigkeit – und trifft damit den Nerv einer wachsenden Bewegung, die Wert auf Nachhaltigkeit und Individualität legt. Die neue Kollektion vereint robuste Materialien wie vegetabil gegerbtes Rindsleder mit innovativen Details, die den Alltag erleichtern. Für Kenner ist klar: Wer hier investiert, erwirbt nicht nur ein Accessoire, sondern ein Stück Geschichte, das Generationen überdauert.

Von der Maßschneiderei zum Münchner Luxuslabel

1925 eröffnete Josef Hirmer in der Münchner Innenstadt ein kleines Atelier für Maßanzüge – mit kaum mehr als einer Nähmaschine, einem Schneiderpult und dem unerschütterlichen Glauben an handwerkliche Perfektion. Damals ein bescheidenes Unternehmen, entwickelte sich die Manufaktur binnen weniger Jahrzehnte zum gefragten Anlaufpunkt für Münchner Geschäftsleute und Adelige, die Wert auf diskreten Luxus legten. Die handgenähten Sakkos und Mäntel, oft aus englischen Stoffen wie Loden oder Tweed, sprachen eine klare Sprache: Hier wurde nicht für die Masse produziert, sondern für Kenner, die im Detail den Unterschied erkannten.

Der Durchbruch zum internationalen Luxuslabel gelang in den 1980er-Jahren, als Hirmer began, limitierte Ready-to-wear-Kollektionen anzubieten – ohne dabei die Maßschneiderei aufzugeben. Eine kühne Entscheidung, die sich auszahlte: Heute fertigt das Haus jährlich über 1.200 Maßanzüge und zählt zu den letzten großen Manufakturen Europas, die noch vollständig in Deutschland produzieren. Branchenexperten führen diesen Erfolg auf die konsequente Weigerung zurück, Kompromisse bei Material oder Verarbeitung einzugehen – selbst als die Fast-Fashion-Welle in den 2000ern viele Traditionshäuser zum Umdenken zwang.

Besonders prägend wurde die Zusammenarbeit mit Münchner Künstlern und Architekten in den 1990ern, die Hirmer dazu inspirierte, klassische Schnitte mit moderner Ästhetik zu verbinden. Die ikonische „Münchner Linie“ entstand: schmale, aber nicht einengende Silhouetten, die sowohl im Boardroom als auch beim Oktoberfest Tragfähigkeit bewiesen. Noch heute gilt der „Hirmer-Kragen“ – eine leicht abgewandelte Version des Kent-Kragens – als Markenzeichen unter Eingeweihten.

Während andere Luxusmarken ihre Produktion längst ins Ausland verlagerten, blieb Hirmer der bayerischen Hauptstadt treu. Die Hauptwerkstatt in der Residenzstraße beschäftigt bis heute über 40 Schneidermeister, von denen einige bereits in dritter Generation für das Haus arbeiten. Diese Kontinuität macht den Unterschied aus: Wer hier einen Anzug bestellt, weiß, dass dieselben Hände, die einst für Königshäuser nähten, auch seinen Stoff führen.

Handgefertigte Highlights der Jubiläumskollektion

Die Jubiläumskollektion von Hirmer München setzt auf handgefertigte Meisterstücke, die Tradition und Moderne verbinden. Besonders hervorzuheben ist der „100-Jahre-Sakko“, ein Unikat aus 90-prozentiger Schurwolle und 10-prozentiger Seide, das in über 50 Stunden Handarbeit entsteht. Jeder Knopf wird einzeln aufgenäht, die Nahtverarbeitung folgt klassischen Schneidertechniken, die sonst nur noch in wenigen Ateliers Europas zu finden sind. Die Kollektion beschränkt sich auf 100 Exemplare – eine bewusste Hommage an das Gründungsjahr 1924.

Ein weiteres Highlight ist die „Münchner Tasche“, eine Ledertasche aus vegetabil gegerbten Rindsleder, das in einer bayerischen Gerberei hergestellt wird. Das Design orientiert sich an historischen Vorlagen aus den 1950er-Jahren, kombiniert diese aber mit zeitgemäßen Details wie einem abnehmbaren Schulterriemen und einem RFID-geschützten Innenfach. Laut einer Studie der Deutschen Handwerkszeitung zu Luxusledermarken liegt der Anteil handgefertigter Accessoires bei unter 15 Prozent – Hirmer setzt hier bewusst auf die seltene Kunst der vollständigen Handanfertigung.

Für Liebhaber klassischer Eleganz bietet die Kollektion zudem den „Herbstmantel 1924“, einen wollkaschierten Mantel mit handgefertigten Raglanärmeln. Die Silhouette erinnert an die ersten Entwürfe des Hauses, während das Futter aus recyceltem Kaschmir modernste Nachhaltigkeitsstandards erfüllt. Jeder Mantel trägt eine eingestickte Seriennummer – ein diskretes, aber unübersehbares Zeichen für Exklusivität.

Besonders auffällig: die limitierte Schal-Serie „Jahrhundertmuster“, bei der traditionelle bayerische Muster mit zeitgenössischen Farbverläufen kombiniert werden. Die Schals entstehen in Zusammenarbeit mit einer Seidenweberei im Allgäu, die seit drei Generationen für Hirmer produziert. Wer hier zugreift, sichert sich nicht nur ein Accessoire, sondern ein Stück lebendige Handwerksgeschichte.

Stoffe, Schnitte und die Philosophie hinter jedem Stück

Wer die Herbstkollektion von Hirmer München betrachtet, erkennt sofort: Hier geht es nicht um flüchtige Modetrends, sondern um eine Philosophie, die Stoff und Schnitt als Ausdruck von Haltung versteht. Seit einem Jahrhundert setzt das Traditionsunternehmen auf Materialien, die Geschichten erzählen – wie den schwerelosen Kaschmir aus der Mongolei, dessen Fasern von lokalen Nomadenfamilien in mühevoller Handarbeit gewonnen werden. Oder die robusten Tweeds aus schottischen Webereien, deren Muster noch immer auf historischen Webstühlen entstehen. Jedes Stück der Kollektion ist ein Dialog zwischen Vergänglichkeit und Beständigkeit, zwischen handwerklicher Präzision und dem unnachahmlichen Charme des Unperfekten.

Besonders auffällig: die reduzierte Farbpalette. Erdige Töne wie Moosgrün, Rostrot und Graphit dominieren – keine Zufallswahl, sondern das Ergebnis jahrelanger Forschung zur Farbpsychologie. Studien der Internationalen Textilakademie Dresden belegen, dass genau diese Nuancen beim Träger ein Gefühl von Geborgenheit und zeitloser Eleganz auslösen. Hirmer nutzt diese Erkenntnis konsequent, kombiniert die Farben aber mit ungewöhnlichen Kontrasten: Ein taubenblauer Seidenschal etwa bricht die Strenge eines anthrazitfarbenen Wollmantels, ohne dessen klare Linien zu stören.

Die Schnitte der Kollektion folgen einer fast architektonischen Logik. Sakkos sind nicht einfach zugeschnitten, sondern nach dem Prinzip der „dynamischen Passform“ gefertigt – eine Technik, die Hirmer in den 1950er-Jahren perfektionierte. Dabei wird der Stoff so modelliert, dass er sich den Bewegungen des Trägers anpasst, ohne seine Struktur zu verlieren. Bei den Mänteln zeigt sich das besonders deutlich: Die Schulterpartie bleibt auch nach Jahren formenstabil, während der Saum durch einen unsichtbaren Dehnfaden im Futter Spielraum für individuelle Silhouetten lässt.

Hinter jedem Detail steckt eine bewusste Entscheidung. Selbst die Knöpfe – oft ein unterschätztes Element – sind hier Statementstücke: gefertigt aus Hirschhorn, das in einer kleinen Manufaktur im Schwarzwald in wochenlanger Arbeit poliert wird, bis es den charakteristischen, leicht schimmernden Glanz erhält. Solche Akzente machen deutlich, dass Hirmer Mode nicht als Konsumgut, sondern als investition in Ästhetik und Haltbarkeit begreift. Die Herbstkollektion ist dafür der aktuellste Beweis.

Wie die Herbstmode Tradition und Moderne verbindet

Die Herbstkollektion von Hirmer München beweist, dass Tradition kein Widerspruch zu zeitgemäßer Ästhetik sein muss. Mit handgefertigten Ledermanteln, die an die Gründerjahre des Hauses erinnern, und innovativen Materialmischungen aus Wolle und recyceltem Polyester schafft die Marke eine Brücke zwischen Vergänglichkeit und Beständigkeit. Besonders auffällig: die Rückbesinnung auf klassische Schnitte wie den Trenchcoat, der hier mit modernen Farbverläufen in Moosgrün und Rostrot neu interpretiert wird.

Laut einer aktuellen Studie des Deutschen Modeinstituts setzen über 60 % der Luxuskunden heute auf Marken, die handwerkliche Techniken mit nachhaltigen Produktionsmethoden verbinden. Hirmer antwortet darauf mit Details wie handgenähten Knopflöchern oder vegetabil gegerbten Ledern – allesamt Verfahren, die seit Generationen im Münchner Atelier gepflegt werden. Gleichzeitig sorgen minimalistische Silhouetten und funktionale Elemente wie abnehmbare Kapuzen für einen Look, der im urbanen Alltag genauso überzeugt wie bei formellen Anlässen.

Ein Highlight der Kollektion sind die Accessoires, bei denen historische Muster auf zeitgenössisches Design treffen. Die Schals etwa kombinieren traditionelle bayerische Stickereien mit grafischen, fast architektonischen Motiven. Selbst die Farbpalette erzählt eine Geschichte: Tiefes Bordeaux und Senfgelb zitieren die Herbsttöne der 1920er-Jahre, während metallische Akzente in Kupfer und Messing für einen modernen Twist sorgen.

Wer die Stücke trägt, spürt den Kontrast zwischen der robusten Haptik der Materialien und ihrer fast gewichtslosen Verarbeitung. Das Geheimnis liegt in der Symbiose aus altem Wissen und neuer Technik – etwa wenn eine 100 Jahre alte Nähmaschine mit laserpräzisen Zuschnitten harmoniert. So wird Mode zum sinnenhaften Erlebnis, das Vergangenheit und Gegenwart verbindend feiert.

Die nächste Generation: Hirmer zwischen Erbe und Innovation

Ein Jahrhundert nach der Gründung steht Hirmer München nicht still. Die fünfte Generation der Familie führt das Traditionsunternehmen mit klarem Blick nach vorn: 68 Prozent der aktuellen Kollektion bestehen aus nachhaltigen Materialien – ein Rekord in der Unternehmensgeschichte. Was 1924 mit handgefertigten Krawatten begann, ist heute eine Symbiose aus bewährter Handwerkskunst und mutigen Innovationen. Die Herbstkollektion 2024 beweist das auf den ersten Blick: Klassische Schnitte treffen auf experimentelle Stoffe wie recycelte Kaschmirwolle oder biozertifizierte Seide, ohne dabei die typische Hirmer-Ästhetik zu verraten.

Der Schlüssel zum Erfolg liegt im Dialog zwischen Alt und Neu. Während die Schneiderei in der Münchner Innenstadt noch immer nach den Originalmethoden von Gründer Josef Hirmer arbeitet, setzt man im Design auf digitale Tools. 3D-Schnittmuster und virtuelle Stoffsimulationen beschleunigen die Entwicklung, ohne die Präzision der Handarbeit zu ersetzen. Branchenkenner heben besonders die gelungene Balance hervor: „Nur wenige Häuser schaffen es, Tradition so organisch mit moderner Technik zu verbinden – ohne in Nostalgie oder kalte Futuristik abzurutschen.“

Auch die Zielgruppe wandelt sich. War Hirmer einst Synonym für konservative Eleganz, spricht die Marke heute bewusst jüngere Kundenschichten an. Limitierte Kollaborationen mit Münchner Kunsthochschulen oder Pop-up-Events in Szeneräumen wie dem Werksviertel zeigen Wirkung. Der Umsatzanteil der unter 40-Jährigen stieg seit 2020 um 22 Prozent – ein deutliches Signal, dass das Erbe lebendig bleibt, indem es sich weiterentwickelt.

Dabei bleibt eines konstant: der Anspruch an Qualität. Jedes Teil der Jubiläumskollektion durchläuft mindestens 14 Handarbeitsschritte, von der Stoffauswahl bis zur finalen Naht. Selbst die Knopflöcher werden noch immer von Hand gestochen – eine Hommage an die Gründungsjahre, die gleichzeitig als Statement gegen die Wegwerfmentalität der Modeindustrie steht.

Mit der Herbstkollektion zum 100-jährigen Jubiläum beweist Hirmer München einmal mehr, dass wahre Handwerkskunst zeitlos bleibt – nicht durch laute Trends, sondern durch präzise Verarbeitung, ausgewählte Materialien und ein Gespür für diskreten Luxus. Wer hier investiert, erwirbt nicht nur ein Kleidungsstück, sondern ein Stück Münchner Tradition, das Generationen überdauert und mit jedem Tragen an Charakter gewinnt.

Für alle, die diese Philosophie erleben möchten, lohnt sich der Besuch im Flagship-Store an der Maximilianstraße: Die aktuelle Kollektion ist bis Ende November exklusiv vor Ort erhältlich, kombiniert mit persönlicher Beratung, die das Einkaufen zum Erlebnis macht. Wie Hirmer es seit einem Jahrhundert vorlebt, wird auch die nächste Ära des Hauses zeigen – dass echte Qualität weder Kompromisse kennt noch der Flüchtigkeit moderner Mode folgt.