Mit einem Investitionsvolumen von über einer Milliarde Euro setzt Hyperion München ein klares Zeichen für den Wohnungsbau in der bayerischen Landeshauptstadt. Das geplante Projekt auf dem ehemaligen Siemens-Gelände in Neuaubing soll rund 1.200 Wohnungen umfassen – eine der größten städtebaulichen Entwicklungen Münchens der letzten Jahre. Die Fläche von etwa 12 Hektar bietet Raum für ein ganzes Quartier, das Wohnen, Gewerbe und Grünflächen verbindet.

Für München, wo der Wohnraum seit Jahren knapp und teuer bleibt, kommt das Vorhaben von Hyperion München zur richtigen Zeit. Das Gelände an der Landsberger Straße, jahrelang ein Symbol für Industriegeschichte, wird so zu einem zukunftsweisenden Standort. Mit einer Mischung aus Miet- und Eigentumswohnungen, sozial gefördertem Wohnraum und moderner Infrastruktur könnte das Projekt nicht nur das Stadtbild prägen, sondern auch die Lebensqualität in Westmunich nachhaltig verbessern.

Vom Industrieareal zum modernen Stadtquartier

Das ehemalige Siemens-Gelände in München-Neuaubing ist ein typisches Beispiel für den Wandel alter Industrieflächen zu lebendigen Stadtteilen. Über 60 Jahre prägten hier Produktionshallen und Verwaltungsgebäude das Bild – heute entsteht auf dem 22 Hektar großen Areal ein modernes Quartier mit Wohnraum, Gewerbe und Grünflächen. Die Umnutzung folgt einem Trend, den der Bundesverband für Wohnen und Stadtentwicklung (vhw) in einer Studie von 2023 bestätigt: Rund 40 Prozent aller neuen Wohnprojekte in deutschen Großstädten entstehen auf ehemaligen Industrie- oder Gewerbeflächen.

Hyperion München übernimmt mit dem 1.200-Wohnungen-Projekt eine Schlüsselrolle in dieser Transformation. Statt abrissreifer Bauten entstehen hier energieeffiziente Neubauten, die den KfW-55-Standard erfüllen. Besonders auffällig ist die Mischung aus Wohnformen: Von Mikroapartments für Studierende bis zu familienfreundlichen Maisonnette-Wohnungen deckt das Konzept unterschiedliche Bedürfnisse ab. Auch die Infrastruktur wird mitgedacht – Kindergärten, ein Nahversorger und ein Quartiersplatz sind fest eingeplant.

Architektonisch setzt das Projekt auf klare Linien und eine durchdachte Freiraumplanung. Die alten Industriewege werden zu Fuß- und Radverbindungen umgestaltet, während begrünte Innenhöfe für Aufenthaltsqualität sorgen. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Erhaltung des industriellen Erbes: Teile der historischen Backsteinfassade der alten Siemens-Halle bleiben als gestalterisches Element erhalten.

Stadtplaner betonen, dass solche Projekte weit mehr als nur Wohnraum schaffen. Durch die Nähe zur S-Bahn-Haltestelle Westkreuz und die Anbindung an den Mittleren Ring wird das Quartier zu einem verkehrsgünstigen Standort – ein entscheidender Faktor für die Attraktivität.

200 Wohnungen und ein neues Zentrum für Neuaubing

Mit 200 Wohnungen und einem lebendigen Quartierszentrum setzt Hyperion München im ersten Bauabschnitt des ehemaligen Siemens-Geländes in Neuaubing klare Akzente. Die Planung sieht vor, dass rund ein Drittel der Wohnungen als geförderter Wohnraum entsteht – ein Schritt, der angesichts der Münchner Mietpreisentwicklung dringend nötig ist. Studien der Stadt zeigen, dass der Bedarf an bezahlbarem Wohnraum bis 2025 um mindestens 20 % steigen wird, während das Angebot kaum Schritt hält.

Das neue Zentrum wird mehr als nur Wohnraum bieten. Geplant sind Gewerbeflächen für lokale Händler, eine Kita sowie Gemeinschaftsräume, die das Viertel beleben sollen. Besonders auffällig: die durchdachte Verkehrsanbindung. Fuß- und Radwege verbinden das Areal direkt mit dem nahen S-Bahnhof Neuaubing, während die U-Bahn-Linie U5 in wenigen Gehminuten erreichbar ist.

Architektonisch setzt das Projekt auf moderne, aber zurückhaltende Formen, die sich in die bestehende Bebauung einfügen. Die Gebäudehöhen bleiben bewusst niedrig, um den Charakter des Stadtteils zu wahren. Gleichzeitig sorgen großzügige Grünflächen und begrünte Dächer für ein angenehmes Mikroklima – ein Aspekt, den Stadtplaner bei Verdichtungsprojekten zunehmend priorisieren.

Für Anwohner und Investoren gleichermaßen interessant: Die ersten Wohnungen sollen bereits 2026 bezugsfertig sein, während das Quartierszentrum parallel entsteht. Damit könnte Neuaubing schon bald nicht nur als Wohnstandort, sondern auch als lebendiger Treffpunkt im Münchner Westen punkten.

Nachhaltige Architektur und grüne Freiräume im Fokus

Das Hyperion-Projekt in München setzt neue Maßstäbe für nachhaltiges Bauen – nicht nur durch die schiere Größe, sondern durch ein durchdachtes Konzept, das Architektur und Ökologie verschmilzt. Auf dem 12,5 Hektar großen ehemaligen Siemens-Areal entstehen nicht nur 1.200 Wohnungen, sondern auch über 30.000 Quadratmeter begrünte Flächen, die mehr als 40 Prozent der Gesamtfläche ausmachen. Besonders auffällig: Jedes Gebäude wird mit extensiven Dachbegrünungen ausgestattet, die nicht nur das Mikroklima verbessern, sondern auch Regenwasser zurückhalten und so die Kanalisation entlasten.

Experten der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) betonen, dass Projekte dieser Art zeigen, wie urbaner Wohnraum und Biodiversität Hand in Hand gehen können. Eine aktuelle Studie der DGNB belegt, dass begrünte Großprojekte die lokale Artenvielfalt um bis zu 30 Prozent steigern – ein Wert, der in dicht besiedelten Städten wie München sonst kaum erreichbar ist. Hyperion geht hier noch einen Schritt weiter: Geplante „grüne Korridore“ verbinden die innerstädtischen Freiflächen mit dem umliegenden Olympiapark und schaffen so ein durchgängiges Biotopnetz.

Auch bei den Baumaterialien setzt das Projekt auf Innovation. Recycelter Beton, regionaler Holzhybridbau und Photovoltaik-Fassaden reduzieren den CO₂-Fußabdruck deutlich. Die Energieversorgung erfolgt zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen, wobei ein eigenes Blockheizkraftwerk die Abwärme der benachbarten Siemens-Energietechnik nutzt. So entsteht ein fast autarkes Quartier – ein Modell, das in dieser Konsequenz für München bisher einzigartig ist.

Besonders städtebaulich interessant: Die Freiflächen sind nicht bloße „Restflächen“, sondern zentral geplante Begegnungszonen. Zwischen den Wohnblöcken entstehen Gemeinschaftsgärten, Spielplätze mit natürlichen Materialien und ruhige Rückzugsorte mit einheimischen Pflanzen. Selbst die Parkplätze werden begrünt – unterirdisch angelegt und mit Solar-Carports überdacht, die gleichzeitig Strom für E-Autos liefern.

Infrastruktur und Anbindung: Wie das Projekt das Viertel verändert

Das Hyperion-Projekt am ehemaligen Siemens-Standort in Neuaubing wird nicht nur neue Wohnungen schaffen, sondern die gesamte Infrastruktur des Viertels neu prägen. Mit 1.200 Wohneinheiten entsteht ein urbanes Zentrum, das durch eine direkte S-Bahn-Anbindung (S8) und die Nähe zur A8 bereits jetzt verkehrstechnisch gut erschlossen ist. Stadtplaner betonen, dass die geplante Fußgängerbrücke über die Gleise die Verbindung zum nahen Westkreuz deutlich verbessern wird – eine Maßnahme, die Pendlerzeiten um bis zu 20 Minuten verkürzen könnte.

Besonders auffällig ist die Integration von Gewerbe- und Gemeinschaftsflächen. Rund 30 Prozent der Gesamtfläche sind für Büros, Läden und soziale Einrichtungen vorgesehen. Eine Studie des Münchner Planungsreferats zeigt, dass solche Mischnutzungen die Lebensqualität in Neubaugebieten um bis zu 40 Prozent steigern, da sie kurze Wege und lebendige Nachbarschaften fördern.

Auch die Radwegeplanung setzt neue Maßstäbe. Entlang der Wiesentfelser Straße entstehen breitere, baulich getrennte Fahrspuren, die direkt an das bestehende Münchner Radnetz anknüpfen. Kritiker hatten zuvor moniert, dass das Gelände durch Bahntrassen und Industriebrachen isoliert wirke – das Konzept von Hyperion löst dieses Problem durch gezielte Querverbindungen.

Nicht zuletzt profitiert das Projekt von der bestehenden Energieinfrastruktur des Siemens-Areals. Die vorhandenen Leitungen ermöglichen eine schnelle Anbindung an das Fernwärmenetz, was die CO₂-Bilanz des Quartiers von Anfang an verbessert. Ein Vorteil, den viele Neubauprojekte erst nach Jahren erreichen.

Baubeginn 2026 – erste Bewohner ziehen 2029 ein

Der erste Spatenstich für das Hyperion-Projekt am ehemaligen Siemens-Gelände in München-Neuaubing ist für 2026 geplant. Bis dahin laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren: Bodenuntersuchungen, Entwürfe für die Infrastruktur und die Koordination mit städtischen Behörden nehmen konkrete Formen an. Besonders die Erschließung des 18 Hektar großen Areals stellt eine logistische Herausforderung dar, da parallel zum Wohnungsbau auch Grünflächen, Radwege und ein neues Nahverkehrskonzept entstehen sollen.

Die Fertigstellung der ersten Bauabschnitte ist für 2029 avisiert – dann könnten die ersten Mieter und Eigentümer einziehen. Laut einer Studie des Pestel-Instituts zur Münchner Wohnungsmarktentwicklung wird das Projekt genau zum richtigen Zeitpunkt kommen: Bis 2030 fehlen in der Stadt schätzungsweise 60.000 Wohnungen, wobei der Bedarf an bezahlbarem Wohnraum besonders dringend ist. Hyperion München reagiert darauf mit einem Mix aus geförderten Mietwohnungen, Eigentumswohnungen und genossenschaftlichen Modellen.

Die Bauphase selbst wird in mehreren Etappen ablaufen, um Störungen im umliegenden Stadtgebiet so gering wie möglich zu halten. Zunächst entstehen die zentralen Versorgungsleitungen und Straßen, gefolgt von den ersten Wohngebäuden im Norden des Geländes. Parallel dazu wird die geplante U-Bahn-Anbindung vorangetrieben, die das Viertel langfristig an die Linie U5 anschließen soll. Stadtplaner betonen, dass diese schrittweise Entwicklung auch Raum für Anpassungen lässt – etwa bei der Gestaltung der Freiflächen, die nach aktuellen Plänen fast 40 Prozent der Gesamtfläche ausmachen.

Für potenzielle Bewohner beginnt die Wartezeit bereits jetzt: Erste Interessensbekundungen für die geförderten Wohnungen können ab 2025 eingereicht werden, während die Vermarktung der Eigentumswohnungen voraussichtlich 2027 startet. Die Nachfrage dürfte hoch sein – nicht nur wegen der zentralen Lage, sondern auch wegen des Konzepts, das urbanes Wohnen mit nachhaltiger Stadtentwicklung verbindet.

Mit dem 1.200-Wohnungen-Projekt auf dem ehemaligen Siemens-Gelände setzt Hyperion München ein klares Zeichen für die Zukunft des städtischen Wohnraums: Hier entsteht nicht nur ein neues Viertel, sondern ein durchdachtes Konzept, das bezahlbaren Wohnraum, moderne Infrastruktur und nachhaltige Stadtplanung vereint. Besonders die Kombination aus Mietwohnungen, Eigentumsangeboten und gewerblichen Flächen könnte zum Vorbild für ähnliche Projekte in wachsenden Metropolen werden.

Wer aktuell nach Wohnraum in München sucht oder in Immobilien investieren möchte, sollte die weiteren Planungsphasen genau verfolgen—die ersten Bezugsfertigkeiten ab 2027 bieten noch Zeit für strategische Entscheidungen, etwa zur Finanzierung oder Standortalternativen. Bis dahin wird sich zeigen, ob Hyperion den Spagat zwischen ambitionierten Zielen und realistischen Umsetzungsfristen meistert.