Ein massiver Oberleitungsschaden hat am Mittwoch den ICE-Verkehr auf der wichtigen Strecke zwischen München und Köln lahmgelegt. Rund 12.000 Reisende saßen stundenlang fest, nachdem ein defekter Stromabnehmer eines Güterzugs die Leitung beschädigt hatte. Die Deutsche Bahn musste den Fernverkehr auf der Achse komplett einstellen, während Ersatzbusse und Umleitungen nur langsam Entlastung brachten. Betroffen waren nicht nur Pendler, sondern auch Geschäftsreisende und Touristen, die auf die hochfrequentierte Verbindung angewiesen sind.

Die Strecke zwischen München und Köln zählt zu den meistgenutzten ICE-Routen Deutschlands – ein Ausfall trifft hier besonders hart. Während Techniker mit Hochdruck an der Reparatur arbeiteten, häufen sich die Berichte über überfüllte Ersatzzüge und verzweifelte Fahrgäste, die ihre Anschlüsse verpassten. Für viele bedeutet die Störung nicht nur Zeitverlust, sondern auch finanzielle Einbußen durch entgangene Termine oder teure Umbuchungen. Wie lange die Einschränkungen anhalten, blieb zunächst unklar.

Defekter Draht löst Großstörung im ICE-Netz aus

Ein defekter Draht in der Oberleitung löste am Mittwochmorgen eine der schwersten Störungen im ICE-Netz der letzten Jahre aus. Gegen 6:45 Uhr unterbrach ein gerissener Fahrdraht zwischen Würzburg und Aschaffenburg die Stromversorgung auf der hochfrequentierten Strecke München–Köln. Die Deutsche Bahn bestätigte, dass der Schaden einen Dominoeffekt auslöste: Über 50 Züge mussten angehalten oder umgeleitet werden, darunter auch internationale Verbindungen wie der ICE nach Wien und der Nightjet nach Amsterdam.

Betroffen waren rund 12.000 Reisende, die mit Verspätungen von bis zu fünf Stunden rechnen mussten. Laut Angaben des Eisenbahn-Bundesamts sind solche großflächigen Ausfälle zwar selten, doch die Folgen sind verheerend: Allein auf dieser Strecke verkehren täglich über 150 Züge. Techniker benötigten fast sieben Stunden, um den defekten Abschnitt zu reparieren und die Leitungen wieder unter Spannung zu setzen.

Besonders kritisch war die Situation für Pendler, die auf die Verbindung zwischen Frankfurt und Nürnberg angewiesen sind. Viele saßen stundenlang in überfüllten Zügen fest, während Ersatzbusse nur begrenzt verfügbar waren. Die Bahn setzte Notfallpläne in Kraft, doch die Kapazitäten reichten nicht aus, um den Andrang zu bewältigen. Erst gegen 14 Uhr normalisierte sich der Betrieb schrittweise – mit Nachwirkungen bis in den Abend hinein.

Experten führen den Vorfall auf die extreme Witterung der vergangenen Wochen zurück. Starkregen und Hitze belasten die Infrastruktur, und alternde Leitungen reagieren empfindlich auf Temperaturschwankungen. Die Bahn kündigte an, die betroffene Strecke in den kommenden Monaten gezielt zu überprüfen.

Wie ein Oberleitungsschaden den Fernverkehr lahmlegte

Der Ausfall der Oberleitung zwischen Würzburg und Aschaffenburg traf den Fernverkehr wie ein Schlag. Gegen 13:30 Uhr riss ein defekter Stromabnehmer eines Güterzugs die Leitung auf einer Strecke von fast 500 Metern herunter – mit sofortigen Folgen. Innerhalb von Minuten mussten die Leitstellen der Deutschen Bahn alle ICE-Verbindungen zwischen München und Köln unterbrechen. Betroffen waren nicht nur die Hauptstrecken, sondern auch Umleitungsrouten über Nürnberg und Frankfurt, die schnell an ihre Kapazitätsgrenzen stießen.

Besonders kritisch wurde die Situation durch die Uhrzeit: Der Vorfall ereignete sich zur Hauptreisezeit am späten Nachmittag, als Berufspendler und Wochenendurlauber gleichzeitig unterwegs waren. Laut Angaben des Eisenbahn-Bundesamts führen Oberleitungsschäden in über 60 Prozent der Fälle zu Verspätungen von mehr als drei Stunden – hier war der Totalausfall unvermeidbar. Techniker vor Ort bestätigten, dass die Reparatur aufgrund der komplexen Schadenslage mindestens sechs Stunden in Anspruch nehmen würde.

Die Kettenreaktion ließ sich nicht aufhalten. Zunächst fielen die direkten ICE-Linien 11 und 41 aus, doch schon bald stockte der gesamte Knoten Frankfurt. Züge aus Hamburg und Berlin stauten sich vor den Einfahrtsweichen, während Ersatzbusse nur einen Bruchteil der 12.000 gestrandeten Reisenden aufnehmen konnten. Selbst die alternativen Routen über Stuttgart und Mannheim litten unter Nachwirkungen, da umgeleitete Züge dort zusätzliche Halte einlegen mussten – und so weitere Verspätungen produzierten.

Hinzu kam ein strukturelles Problem: Die Strecke Würzburg–Aschaffenburg gehört zu den am stärksten belasteten Abschnitten im deutschen Netz. Hier verkehren täglich über 200 Züge, darunter hochfrequentierte ICE- und Güterverkehrslinien. Ein Ausfall an dieser Stelle wirkt daher wie ein Dominoeffekt – selbst kleine Störungen eskalieren schnell.

Chaos an Bahnhöfen: Betroffene berichten von stundenlangen Wartezeiten

Die Bilder aus den überfüllten Bahnhöfen sprechen Bände: Hunderte Reisende drängten sich am Dienstagabend in Frankfurt, Würzburg und Nürnberg auf den Gängen, einige saßen sogar auf dem Boden zwischen Gepäckstücken. Nach dem Oberleitungsschaden zwischen München und Köln kamen die Züge zum Stillstand – und mit ihnen die Pläne von rund 12.000 Betroffenen. Viele berichteten von Wartezeiten bis zu fünf Stunden, ohne klare Informationen über Alternativen.

Besonders hart traf es Pendler wie die 34-jährige Marketingmanagerin aus Köln, die eigentlich um 19:30 Uhr zu Hause sein wollte. Stattdessen verpasste sie den Anschlusszug in Würzburg und strandete mit Dutzenden anderen in einem überlasteten Regionalexpress. „Die Toiletten waren verstopft, das WLAN ausgefallen – und die Durchsagen widersprachen sich“, schildert sie. Ähnliche Szenen wiederholten sich in mehreren Städten entlang der Strecke.

Laut Angaben der Deutschen Bahn wurden zwar Ersatzbusse organisiert, doch die Kapazitäten reichten bei Weitem nicht aus. Ein Sprecher des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) kritisierte die mangelnde Vorbereitung auf solche Großstörungen: „Bei einer so stark frequentierten Strecke müssen Notfallpläne greifen – und zwar sofort.“ Tatsächlich zeigen Statistiken, dass Oberleitungsschäden zwar selten sind, aber im Schnitt zu 40 % längere Verspätungen verursachen als andere technische Defekte.

In den sozialen Medien häufen sich unterdessen Fotos von überquellenden Wartebereichen und frustrierten Fahrgästen, die sich gegenseitig mit Snacks und Ladekabeln aushelfen. Ein 60-jähriger Geschäftsreisender aus München beschrieb die Situation als „organisiertes Chaos“ – besonders, als plötzlich ein Zug Richtung Nürnberg ohne Vorwarnung abfuhr und Dutzende zurückließ.

Alternativen für gestrandete Reisende: Busse, Umleitungen, Stornierungen

Mit ausgefallenen ICE-Verbindungen zwischen München und Köln kämpfen Tausende Reisende um Alternativen. Die Deutsche Bahn hat umgehend Ersatzbusse organisiert, die zwischen den betroffenen Streckenabschnitten pendeln. Laut Angaben des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) stehen an den größeren Bahnhöfen wie Frankfurt oder Nürnberg zusätzliche Busse bereit, um die Hauptlast der gestrandeten Fahrgäste abzudecken. Die Kapazitäten sind jedoch begrenzt – wer flexibel reagieren kann, sollte frühzeitig nach freien Plätzen fragen.

Für diejenigen, die nicht auf den Ersatzverkehr warten möchten, bieten sich Umleitungen über andere Strecken an. Reisende in Richtung Köln können etwa über Stuttgart und Mannheim fahren, während die Route nach München über Würzburg und Augsburg führt. Bahn-Experten raten dazu, die Verbindung über die DB-App oder die Website zu prüfen, da sich die Verfügbarkeit kurzfristig ändern kann.

Wer seine Reise stornieren möchte, hat laut Fahrgastrechten Anspruch auf eine vollständige Erstattung des Ticketpreises. Bei Online-Buchungen erfolgt die Rückerstattung meist automatisch innerhalb weniger Tage; an den Schaltern der Bahnhöfe kann die Stornierung ebenfalls vorgenommen werden. Besonders betroffen sind Pendler und Geschäftsreisende – hier empfiehlt sich, mit dem Arbeitgeber über mögliche Homeoffice-Lösungen zu sprechen.

Die Bahn rechnet mit weiteren Verzögerungen, bis die Oberleitungsschäden behoben sind. Bis dahin bleibt nur Geduld oder die Suche nach kreativen Alternativen wie Mitfahrgelegenheiten oder Fernbusanbietern.

Wann rollen die Züge wieder? Aktueller Stand der Reparaturarbeiten

Die Reparaturarbeiten an der beschädigten Oberleitung zwischen Würzburg und Aschaffenburg laufen auf Hochtouren. Nach Angaben der Deutschen Bahn sind bereits über 60 Spezialisten im Einsatz, darunter Techniker für Oberleitungsbau und Elektrofachkräfte. Sie arbeiten in Schichten rund um die Uhr, um die Strecke so schnell wie möglich wieder freizugeben. Erste Fortschritte gibt es: Die defekten Leitungsabschnitte wurden identifiziert und teilweise bereits demontiert.

Laut einem Sprecher des Bahnkonzerns könnte der Fernverkehr auf der Achse München–Köln frühestens ab dem späten Nachmittag des 12. Oktobers schrittweise wieder aufgenommen werden – vorausgesetzt, die Wetterbedingungen bleiben stabil. Experten der Bundesanstalt für Eisenbahnwesen schätzen, dass Oberleitungsschäden dieser Art im Schnitt 18 bis 24 Stunden Reparaturzeit erfordern, sofern keine zusätzlichen Komplikationen wie Materialengpässe auftreten.

Für die rund 12.000 betroffenen Reisenden bedeutet das weiterhin Umleitungen über alternative Strecken wie die Verbindung via Stuttgart oder Nürnberg. Die Bahn hat zusätzliche Regionalzüge eingesetzt, um die Kapazitäten auf den Ausweichrouten zu erhöhen. Dennoch müssen Fahrgäste mit erheblichen Verspätungen rechnen.

Ob der planmäßige Betrieb am Freitagmorgen wieder vollständig läuft, hängt auch von den abschließenden Sicherheitsprüfungen ab. Diese umfassen nicht nur die Funktionsfähigkeit der reparierten Oberleitung, sondern auch Tests der Signal- und Stromversorgungssysteme entlang der Strecke.

Der massive Ausfall der ICE-Strecke zwischen München und Köln zeigt einmal mehr, wie anfällig das deutsche Schienennetz für technische Störungen bleibt – mit Folgen für über 12.000 Reisende, die stundenlang in Zügen festsitzen oder auf Ersatzverbindungen ausweichen mussten. Während die Deutsche Bahn den Schaden an der Oberleitung zwar zügig behob, offenbart das Chaos erneut strukturelle Schwächen bei der Krisenkommunikation und Alternativplanung.

Wer in den kommenden Tagen zwischen den beiden Wirtschaftszentren unterwegs ist, sollte vorab die App der Bahn checken, Flexibilität einplanen und notfalls auf Fernbusse oder Inlandsflüge ausweichen – besonders bei zeitkritischen Terminen. Langfristig wird sich die Bahn jedoch an solch häufigen Störfällen messen lassen müssen, wenn sie das Vertrauen der Fahrgäste nicht weiter verspielen will.