Der ICE-Verkehr zwischen Regensburg und München kommt am 12. Oktober komplett zum Erliegen. Betroffen sind alle Hochgeschwindigkeitsverbindungen auf der stark frequentierten Strecke, darunter auch die beliebten Direktverbindungen zwischen den beiden Städten. Laut Deutsche Bahn müssen Reisende mit längeren Fahrzeiten oder Umstiegen rechnen – ein herber Einschlag für Pendler und Geschäftsleute, die auf die schnelle Verbindung angewiesen sind.
Die Sperrung trifft eine der wichtigsten Schienenverbindungen Bayerns: Täglich nutzen tausende Fahrgäste den Regensburg-München-Zug, sei es für den Arbeitsweg oder Tourismus. Besonders kritisch wird es für diejenigen, die am 12. Oktober bereits Tickets gebucht haben. Alternativrouten über Ingolstadt oder Landshut sind zwar möglich, aber mit deutlichen Zeitverlusten verbunden. Wer den Regensburg-München-Zug regelmäßig nutzt, sollte sich frühzeitig über Ersatzverbindungen informieren – oder auf andere Verkehrsmittel ausweichen.
Ursache der plötzlichen ICE-Streckensperrung
Die plötzliche Vollsperrung der ICE-Strecke zwischen Regensburg und München am 12. Oktober geht auf einen technischen Defekt an der Oberleitung zurück. Wie die Deutsche Bahn bestätigte, kam es gegen 10:15 Uhr zu einem Lichtbogen zwischen Stromabnehmer und Fahrleitung, der eine automatische Abschaltung des betroffenen Abschnitts auslöste. Solche Vorfälle treten zwar selten auf, können aber laut Angaben des Eisenbahn-Bundesamts in etwa 15 Prozent der Fälle zu längeren Betriebsunterbrechungen führen – besonders wenn, wie hier, ein Austausch der beschädigten Komponenten unter Spannung nicht möglich ist.
Hinzu kam die komplexe Logistik der Reparatur. Da die betroffene Stelle in einem schwer zugänglichen Waldabschnitt bei Pfaffenhofen liegt, mussten Spezialfahrzeuge über Umwege anrücken. Die Bahn setzte Hubsteiger ein, um die beschädigte Oberleitung zu erreichen, während gleichzeitig die Stromversorgung des gesamten Abschnitts unterbrochen bleiben musste. Solche Einsätze erfordern nicht nur technisches Personal, sondern auch Koordination mit dem Netzbetreiber, um die Sicherheit während der Arbeiten zu gewährleisten.
Ein weiterer Faktor, der die Verzögerung verstärkte: die Wetterbedingungen. Leichter Nieselregen und Windböen erschwerten die Montagearbeiten an den Freileitungen. Experten für Bahninfrastruktur weisen darauf hin, dass Feuchtigkeit die Isolationseigenschaften der Oberleitung beeinträchtigen kann – ein Risiko, das bei Reparaturen unter Zeitdruck besonders berücksichtigt werden muss.
Erst gegen 15:30 Uhr gab die Bahn die Strecke wieder für den Regelbetrieb frei, nachdem alle Sicherheitschecks abgeschlossen waren. Die Ursachenanalyse läuft noch, doch erste Erkenntnisse deuten auf Materialermüdung an einer Halterung hin, die durch die regelmäßigen Temperaturschwankungen der letzten Wochen begünstigt wurde.
Betroffene Verbindungen und genaue Ausfallzeiten
Die geplante Vollsperrung zwischen Regensburg und München betrifft am 12. Oktober sämtliche Fernverkehrszüge auf dieser Strecke – insbesondere die ICE-Linien 11 (Berlin–München) und 28 (Hamburg–München). Laut Angaben der Deutschen Bahn fallen an diesem Tag 24 direkte Verbindungen aus, darunter auch die stark frequentierten Morgen- und Abendzüge wie der ICE 504 (Abfahrt Regensburg 6:28 Uhr) oder der ICE 523 (Abfahrt München 17:48 Uhr). Regionalzüge wie die Agilis-Linien RE2 und RB15 sind ebenfalls unterbrochen, was Pendler zwischen Ingolstadt, Landshut und Freising besonders hart trifft.
Genauere Ausfallzeiten zeigen: Zwischen 4:00 und 20:00 Uhr kommt der Schienenverkehr auf dem 120 Kilometer langen Abschnitt komplett zum Erliegen. Bauarbeiten an der Oberleitung und Gleiserneuerungen erfordern diese längere Sperrpause, wie ein Sprecher des Bahn-Projektteams „Ausbaukorridor München–Regensburg“ bestätigte. Besonders kritisch wird die Situation zur Hauptverkehrszeit zwischen 7:00 und 9:00 Uhr, wenn normalerweise bis zu 8.000 Fahrgäste diese Strecke nutzen.
Nicht alle Züge enden jedoch im Nichts. Einige ICE-Verbindungen werden bereits in Nürnberg oder Augsburg geteilt und umgeleitet – etwa über die Strecke Nürnberg–Treuchtlingen–Ingolstadt. Dort müssen Reisende in Ersatzbusse umsteigen, die zwischen Ingolstadt und Regensburg im 30-Minuten-Takt verkehren. Die Deutsche Bahn warnt vor verlängerten Fahrzeiten von bis zu 90 Minuten auf diesen Ausweichrouten.
Für Regionalpendler gibt es ein separates Ersatzkonzept: Zwischen Landshut und Freising springen Busse ein, während die RB15-Züge nur bis Neumarkt in der Oberpfalz fahren. Wer von Regensburg nach München gelange möchte, sollte die A93 nutzen – dort werden zusätzliche Fernbusse eingesetzt, die jedoch nicht an den Bahnhöfen halten, sondern an speziellen Haltepunkten wie dem Messegelände Freimann.
Fahrgastverbände wie der VCD raten dringend zur frühzeitigen Umplanung. Wer flexibel ist, kann auf die IC-Linie 61 (Karlsruhe–Nürnberg–Passau) ausweichen, die über eine andere Strecke führt und nicht von der Sperrung betroffen ist. Tickets für diese Verbindung gelten ohne Aufpreis.
Alternativen: Busse, Regionalzüge und Umleitungsstrecken
Wer am 12. Oktober zwischen Regensburg und München unterwegs ist, muss umplanen. Die Deutsche Bahn empfiehlt als erste Alternative die Regionalzüge der Linie RE3, die zwischen den beiden Städten im Stundentakt verkehren. Zwar dauert die Fahrt mit bis zu 120 Minuten etwa doppelt so lange wie mit dem ICE, doch die Züge halten an allen wichtigen Bahnhöfen wie Landshut, Freising und München-Pasing. Reisende sollten frühzeitig Plätze reservieren – die Auslastung steigt bei solchen Großstörungen laut Bahnangaben oft um bis zu 40 Prozent.
Für Flexiblere bietet sich der Fernbus an. Flixbus verbindet Regensburg und München mehrmals täglich, mit Fahrzeiten zwischen 1:45 und 2:15 Stunden. Die Preise beginnen bei 9,99 Euro, können aber bei kurzfristiger Buchung auf über 30 Euro steigen. Besonders vorteilhaft: Die Busse halten direkt am Hauptbahnhof München, während Regionalzüge oft an Nebenbahnhöfen enden.
Autofahrer können auf die A93 ausweichen, müssen aber mit Staus rechnen. Die Bahn warnt vor erhöhten Verkehrsaufkommen auf der Strecke, besonders in den Stoßzeiten zwischen 6 und 9 Uhr sowie 15 und 18 Uhr. Als Umleitungsroute empfiehlt der ADAC die A92 über Landshut – hier sind die Staurisiken geringer, die Fahrt dauert jedoch etwa 30 Minuten länger.
Wer Zeit sparen will, kann auf Mitfahrgelegenheiten setzen. Plattformen wie BlaBlaCar zeigen für die Strecke meist über 20 Angebote pro Tag an, mit Fahrpreisen zwischen 10 und 15 Euro. Verkehrsverbünde wie der MVV raten zusätzlich zu S-Bahn-Verbindungen ab München-Pasing, falls die Regionalzüge überlastet sind.
Tipps für Reisende mit gebuchtem Ticket
Reisende mit gültigem Ticket für die Strecke Regensburg–München sollten am 12. Oktober frühzeitig Alternativen prüfen. Laut Angaben der Deutschen Bahn sind bei geplanten Sperrungen dieser Art rund 60 Prozent der betroffenen Fahrgäste auf Ausweichverbindungen angewiesen. Wer flexibel reagiert, kann Zeitverluste minimieren.
Die schnellste Lösung bietet oft der Umstieg auf Regionalzüge über Ingolstadt oder Landshut. Beide Routen sind zwar um etwa 30 bis 45 Minuten länger, werden aber während der ICE-Sperrung verstärkt eingesetzt. Fahrgäste sollten die Echtzeit-Auskunft in der DB-App nutzen, da sich Verspätungen oder zusätzliche Züge kurzfristig ergeben können.
Für Vielfahrer lohnt sich ein Blick auf die Fernbusverbindungen zwischen den beiden Städten. Anbieter wie Flixbus oder BlaBlaCar erhöhen bei Bahnstörungen häufig ihre Kapazitäten. Die Fahrt dauert zwar mit bis zu zwei Stunden deutlich länger, bietet aber eine zuverlässige Alternative – besonders für Reisende mit Gepäck.
Wer auf das Auto ausweicht, muss mit Staus auf der A93 rechnen. Verkehrsexperten raten zu Fahrgemeinschaften oder der Nutzung von Mitfahrgelegenheiten, um die Belastung zu verringern. Parkplätze an den Münchner Bahnhöfen sind an solchen Tagen oft früh ausgebucht.
Wann die Strecke voraussichtlich wieder frei ist
Die Deutsche Bahn rechnet mit einer vollständigen Freigabe der ICE-Strecke zwischen Regensburg und München frühestens am späten Nachmittag des 13. Oktobers. Ursprünglich sollte die Sperrung nach den ersten Reparaturarbeiten am frühen Morgen aufgehoben werden, doch zusätzliche Sicherheitsprüfungen an Oberleitungen und Weichen verzögern die Wiederinbetriebnahme. Laut Angaben des Bahn-Sprechers verlaufen die Arbeiten planmäßig, allerdings erfordern die umfangreichen Schäden durch den Vorfall mehr Zeit als zunächst angenommen.
Experten der Bahninfrastruktur gehen davon aus, dass bei solchen Großstörungen durchschnittlich 12 bis 18 Stunden für die vollständige Behebung veranschlagt werden müssen – vor allem, wenn wie in diesem Fall mehrere Systeme betroffen sind. Die genauen Ursachen des Ausfalls werden noch analysiert, doch erste Erkenntnisse deuten auf ein technisches Versagen in einem Umspannwerk nahe Freising hin.
Für Pendler und Fernreisende bleibt die Situation bis dahin angespannt. Ersatzbusse verkehren im Stundentakt zwischen den Hauptbahnhöfen Regensburg und München, doch mit deutlichen Verspätungen von bis zu 45 Minuten. Die Bahn empfiehlt, vor Antritt der Fahrt die Live-Auskunft in der DB-App zu prüfen, da sich die Lage kurzfristig ändern kann.
Sollten die Reparaturen wie geplant verlaufen, könnte der erste ICE am Morgen des 14. Oktobers die Strecke wieder regulär befahren. Bis dahin gilt für alle Züge zwischen Nürnberg und München eine umgeleitete Route über Ingolstadt, was die Fahrzeit um etwa 30 Minuten verlängert.
Die vollständige Sperrung der ICE-Strecke zwischen Regensburg und München am 12. Oktober zeigt einmal mehr, wie anfällig das deutsche Schienennetz für unvorhergesehene Störungen bleibt – mit direkten Folgen für Tausende Pendler, Geschäftsreisende und Touristen. Während die Deutsche Bahn kurzfristig Ersatzbusse und Umleitungen über Ingolstadt organisierte, machten überlastete Alternativrouten und Verspätungen deutlich, dass spontane Lösungen oft an ihre Grenzen stoßen.
Wer an diesem Tag unterwegs sein muss, sollte sich frühzeitig über die aktuellen Fahrpläne in der DB Navigator-App informieren und gegebenenfalls auf Flexibilität setzen: Homeoffice, spätere Abfahrtszeiten oder sogar die Anreise mit dem Auto über die A93 könnten je nach Ziel sinnvoller sein als stundenlanges Warten auf überfüllte Ersatzverbindungen. Langfristig wird die Debatte um stabilere Infrastruktur und bessere Krisenpläne bei der Bahn damit erneut an Fahrt aufnehmen.

