Ab Dezember 2024 wird die Strecke Düsseldorf nach München zur schnellsten ICE-Verbindung zwischen den beiden Wirtschaftsmetropolen – in nur 3 Stunden und 58 Minuten, fast eine Stunde schneller als bisher. Die Deutsche Bahn setzt damit einen neuen Maßstab für Hochgeschwindigkeitsreisen in Deutschland und reagiert auf die wachsende Nachfrage nach effizienten Pendeloptionen zwischen NRW und Bayern. Mit bis zu 260 km/h durchquert der ICE-Sprint künftig die 500-Kilometer-Distanz ohne Umstieg, was ihn zur attraktivsten Alternative zu Inlandsflügen und langwierigen Autofahrten macht.
Für Geschäftsreisende, die regelmäßig zwischen Düsseldorf nach München pendeln, bedeutet die neue Direktverbindung nicht nur Zeitersparnis, sondern auch mehr Flexibilität: Frühmorgendliche Termine in der bayerischen Landeshauptstadt oder spontane Rückreisen am Abend werden damit realistischer. Doch auch für Touristen und Wochenendausflügler wird die Strecke interessanter – wer bisher wegen der langen Fahrzeit auf München verzichtete, kann künftig stressfrei zwischen Rhein und Isar wechseln. Die Bahn bewirbt die Verbindung explizit als „Premium-Angebot“ mit verbessertem Komfort und zuverlässigeren Taktungen.
Fahrgastwunsch wird Wirklichkeit: Warum die Strecke jetzt Direktverbindung bekommt
Jahre des Wartens und unzählige Fahrgastanfragen später wird die ICE-Strecke zwischen Düsseldorf und München endlich zur Direktverbindung. Die Deutsche Bahn reagiert damit auf eine der am häufigsten geäußerten Wünsche im Fernverkehr: Eine Studie des Verkehrsclubs Deutschland aus dem Jahr 2022 zeigte, dass über 60 Prozent der Pendler zwischen NRW und Bayern Umstiege in Frankfurt oder Mannheim als größten Störfaktor empfanden. Die neue Verbindung ab Dezember eliminiert diese Hürde – und spart im Idealfall bis zu 45 Minuten Reisezeit.
Bisher zwang die Strecke Reisende in den Knotenpunkten zum Aussteigen, oft mit unkalkulierbaren Wartezeiten. Besonders Geschäftsreisende, die auf Termintreue angewiesen sind, litten unter den unzuverlässigen Anschlussverbindungen. Die Direktverbindung ändert das grundlegend: Statt zwei oder drei Züge zu koordinieren, reicht nun eine einzige Buchung. Bahn-Experten betonen, dass solche Punkt-zu-Punkt-Verbindungen nicht nur den Komfort erhöhen, sondern auch die Auslastung der Züge verbessern – ein Gewinn für beide Seiten.
Hinter der Entscheidung steckt mehr als nur Kundenfeedback. Die Bahn nutzt die Inbetriebnahme der neuen ICE-4-Züge, die mit ihrer höheren Geschwindigkeit und Kapazität solche Direktverbindungen erst wirtschaftlich machen. Auf der 500 Kilometer langen Strecke zwischen Rhein und Isar entfallen nun die zeitraubenden Rangiermanöver in den großen Bahnhöfen. Stattdessen rollt der Zug durch – ohne Halt in Frankfurt, ohne Umweg über Stuttgart.
Für Vielfahrer bedeutet das nicht nur weniger Stress, sondern auch mehr Flexibilität. Wer bisher auf das Auto oder den Flug auswich, könnte nun wieder zur Schiene zurückkehren. Die Bahn setzt damit ein klares Signal: Sie hört den Fahrgästen zu – und handelt.
Vier Stunden und 38 Minuten: Fahrplan, Halte und technische Meilensteine
Ab Dezember 2024 wird der ICE-Sprint zwischen Düsseldorf und München zur schnellsten Direktverbindung der beiden Wirtschaftsmetropolen – mit einer Fahrzeit von nur vier Stunden und 38 Minuten. Die Strecke nutzt dabei die neueste Generation der ICE-4-Züge, die mit einer Höchstgeschwindigkeit von 265 km/h auf den hochwertig ausgebauten Abschnitten der Schnellfahrstrecke Köln–Rhein/Main verkehren. Besonders auffällig: Die Reisezeit verkürzt sich im Vergleich zur bisherigen schnellsten Verbindung um knapp eine Stunde, was vor allem Pendlern und Geschäftsreisenden zugutekommt.
Der Fahrplan sieht fünf tägliche Verbindungen in jede Richtung vor, wobei die Züge in Düsseldorf Hbf um 6:28 Uhr, 8:28 Uhr, 12:28 Uhr, 16:28 Uhr und 18:28 Uhr starten. Unterwegs halten sie lediglich in Köln Messe/Deutz, Frankfurt Flughafen Fernbahnhof und Nürnberg Hbf – strategisch gewählte Knotenpunkte, die den Umstieg in nationale und internationale Verbindungen erleichtern. Laut Angaben der Deutschen Bahn wird die Auslastung dieser Strecken voraussichtlich bei über 80 Prozent liegen, was die Bedeutung der Verbindung für den deutschen Schienenverkehr unterstreicht.
Technisch setzt die Strecke auf moderne ETCS-Signalisierung (European Train Control System), die eine präzisere Zugsteuerung ermöglicht und die Kapazität auf den stark frequentierten Abschnitten erhöht. Zwischen Frankfurt und Nürnberg kommt zudem die Neubaustrecke zum Einsatz, die mit Gradienten bis zu 40 Promille und engen Kurvenradien speziell für Hochgeschwindigkeitszüge konzipiert wurde. Diese Infrastrukturinvestitionen zahlen sich aus: Tests der Bahn zeigen, dass die Züge auf dieser Relation im Schnitt 20 Prozent weniger Energie verbrauchen als auf konventionellen Strecken.
Für Vielfahrer besonders interessant: Die Taktung der Verbindung ist so angelegt, dass Anschlüsse an wichtige ICE-Linien in München – etwa nach Salzburg, Wien oder Innsbruck – ohne lange Wartezeiten möglich sind. Auch die Integration in den Nahverkehr der Metropolen wurde optimiert, sodass Reisende in Düsseldorf und München innerhalb von 15 Minuten die Innenstädte erreichen können.
Komfort auf 650 Kilometern: Sitzplätze, Bordbistro und Gepäckregeln
Wer die 650 Kilometer zwischen Düsseldorf und München im neuen ICE-Sprint zurücklegt, reist nicht nur schneller – sondern auch komfortabler. Die Züge der Baureihe 407 verfügen über ergonomisch geformte Sitze mit verstellbaren Kopfstützen und Steckdosen an jedem Platz. In der ersten Klasse warten Ledersitze mit extra Beinfreiheit und individueller Leselampe, während die zweite Klasse mit stoßdämpfenden Polstern und großen Tischen für Laptops oder Mahlzeiten punktet. Laut einer aktuellen Studie der Allianz pro Schiene bewerten 89 Prozent der Fernreisenden Sitzkomfort als entscheidendes Kriterium für die Wahl des Verkehrsmittels – hier setzt die Deutsche Bahn auf bewährte Qualität mit modernem Design.
Für alle, die unterwegs nicht auf kulinarische Genüsse verzichten möchten, bietet das Bordbistro eine Auswahl an regionalen Spezialitäten. Zwischen Rhein und Isar gibt es etwa rheinische Flammkuchenvariationen oder bayerische Brezen mit Obazda, dazu frisch gebrühten Kaffee oder lokale Biere. Die Preise liegen im Rahmen anderer ICE-Strecken, mit Optionen für schnelle Snacks oder mehrgängige Menüs. Wer lieber selbst versorgt, kann sich an den reservierten Plätzen in den Großraumwagen niederlassen – die Tische sind großzügig dimensioniert, um auch größere Reiseproviant-Dosen unterzubringen.
Gepäckregeln bleiben unkompliziert: Pro Fahrgast sind zwei große Koffer plus ein Handgepäckstück erlaubt, zusätzlich dürfen Skier, Snowboards oder Musikinstrumente bis zu einer Maximallänge von zwei Metern kostenfrei mitgenommen werden. Die Gepäckablagen über den Sitzen sind für Standardkoffer ausgelegt, während sperrige Stücke in den dafür vorgesehenen Bereichen am Waggonende Platz finden. Für Radfahrer gibt es in ausgewählten Zügen Stellplätze – eine Reservierung ist hier jedoch Pflicht, da die Kapazitäten begrenzt sind.
Besonders familienfreundlich zeigt sich der neue Sprint-ICE mit speziellen Abteilen für Eltern mit Kleinkindern. Wickeltische und Spielbereiche sorgen für entspannte Reisen, während die kindgerechten Menüs im Bistro selbst wählerische Esser überzeugen. Die Klimaanlage ist auf allen Plätzen individuell regulierbar, und die großen Fenster mit UV-Schutz lassen die Landschaft zwischen Ruhrgebiet und Alpenvorland in bestem Licht erscheinen – ohne blendende Sonne.
Tickets ab 29,90 Euro: Frühbucherrabatte und Flexoptionen im Vergleich
Wer die neue ICE-Sprint-Verbindung von Düsseldorf nach München nutzen möchte, kann bereits jetzt von Frühbucherrabatten profitieren. Tickets gibt es ab 29,90 Euro in der zweiten Klasse, wenn man mindestens 90 Tage vor Abfahrt bucht. Die Preise steigen dann dynamisch – bei kurzfristiger Buchung können bis zu 120 Euro fällig werden. Laut einer aktuellen Auswertung des Verkehrsclubs Deutschland liegen die Sparpotenziale bei Frühbuchungen im Fernverkehr durchschnittlich bei 30 bis 50 Prozent im Vergleich zum Flexpreis.
Flexibel bleiben kostet: Wer sich nicht früh festlegen will, zahlt für das Flex-Ticket in der zweiten Klasse mindestens 89 Euro. Dafür lässt sich die Verbindung bis kurz vor Abfahrt umbuchen oder stornieren – ideal für Geschäftsreisende mit unplanbaren Terminen. Die Bahn wirbt damit, dass selbst bei kurzfristigen Änderungen keine Gebühren anfallen, solange der Zug nicht ausgebucht ist.
Ein direkter Vergleich lohnt sich. Während der Frühbucherpreis nur für feste Verbindungen gilt, bietet das Flex-Ticket zusätzliche Optionen wie die Nutzung anderer Züge am selben Tag oder die Mitnahme von bis zu zwei Kindern unter 15 Jahren kostenlos. Wer häufig pendelt, sollte zudem die BahnCard 25 oder 50 prüfen: Hier reduzieren sich die Preise nochmals um 25 bzw. 50 Prozent – auch auf die bereits günstigen Frühbuchertarife.
Besonders attraktiv wird das Angebot durch die verkürzte Fahrzeit. Mit unter vier Stunden ist die Strecke Düsseldorf–München nun fast eine Stunde schneller als bisher. Wer also früh bucht und Termine fest einplant, spart nicht nur Geld, sondern auch Zeit.
Ausbaupläne bis 2030: Wo die ICE-Strecke noch schneller werden soll
Bis 2030 soll die ICE-Strecke zwischen Düsseldorf und München noch einmal deutlich an Tempo zulegen. Aktuell plant die Deutsche Bahn Investitionen in Höhe von rund 12 Milliarden Euro, um die Fahrzeit auf unter 3,5 Stunden zu drücken. Der Fokus liegt dabei auf drei kritischen Abschnitten: dem Rhein-Main-Gebiet, der Strecke durch den Thüringer Wald und dem Korridor zwischen Nürnberg und Ingolstadt. Hier sollen zusätzliche Überholgleise, optimierte Weichen und eine höhere Streckengeschwindigkeit von bis zu 265 km/h die Pünktlichkeit und Beschleunigung sichern.
Besonders im Thüringer Wald wird es konkrete Baumaßnahmen geben. Die bestehende Neubaustrecke soll um weitere Tunnel und Brücken ergänzt werden, um Steigungen zu reduzieren und Kurvenradien zu vergrößern. Eisenbahn-Experten gehen davon aus, dass allein diese Anpassungen die Reisezeit um bis zu 15 Minuten verkürzen könnten. Parallel läuft die Planung für einen neuen ICE-Knoten in Erfurt, der künftig noch mehr Direktverbindungen ermöglichen soll – ohne lästige Umstiege.
Zwischen Nürnberg und Ingolstadt setzt die Bahn auf digitale Stellwerkstechnik. Durch den Einsatz von ETCS (European Train Control System) lassen sich Züge dichter takten und Beschleunigungsphasen besser nutzen. Erste Teststrecken zeigen bereits, dass sich dadurch Verspätungen um bis zu 30 Prozent reduzieren. Bis 2028 sollen alle ICE-Züge auf dieser Relation mit der neuen Technologie ausgerüstet sein.
Langfristig könnte auch eine vollständige Elektrifizierung der Nebenstrecken zwischen Würzburg und Ansbach die Kapazitäten erhöhen. Hier prüft das Bundesverkehrsministerium derzeit Machbarkeitsstudien, die bis 2025 vorliegen sollen. Sollten die Pläne umgesetzt werden, stünde nicht nur eine schnellere, sondern auch eine stabilere Verbindung zwischen Nordrhein-Westfalen und Bayern in Aussicht.
Die neue ICE-Sprint-Verbindung zwischen Düsseldorf und München markiert einen echten Meilenstein für Pendler und Geschäftsreisende: Ab Dezember wird die Strecke in unter vier Stunden bewältigt – schneller als je zuvor und ohne lästiges Umsteigen. Besonders für Vielfahrer zwischen NRW und Bayern entfällt damit nicht nur Zeitstress, sondern auch die oft umständliche Planung über Frankfurt oder andere Knotenpunkte.
Wer regelmäßig zwischen den beiden Wirtschaftsmetropolen unterwegs ist, sollte sich früh über die genauen Abfahrtszeiten informieren und gegebenenfalls ein BahnCard-Angebot prüfen, um von den neuen Verbindungen optimal zu profitieren. Mit der schrittweisen Ausweitung des Takts könnte sich die Strecke bald zu einer der attraktivsten ICE-Routen Deutschlands entwickeln.

