Ab dem 12. August bleibt der Lufthansa-Bus von München Flughafen zur Stadtmitte für drei Wochen komplett eingestellt. Die Strecke, die täglich Hunderte Pendler und Reisende nutzt, wird wegen dringender Wartungsarbeiten an der Busflotte unterbrochen. Betroffen sind sowohl die regulären Fahrten als auch die Expressverbindungen, die sonst im 20-Minuten-Takt verkehren. Ersatzlösungen wie die S-Bahn-Linien S1 und S8 stehen zwar zur Verfügung, doch für viele bedeutet der Ausfall längere Fahrzeiten und Umstiege.

Der Lufthansa-Bus München gilt seit Jahren als zuverlässige Alternative zu öffentlichen Verkehrsmitteln – besonders für Gäste mit viel Gepäck oder Zeitdruck. Jetzt müssen sich Fahrgäste kurzfristig umorientieren, was in der Hauptreisezeit für zusätzliche Herausforderungen sorgt. Ob Geschäftsreisende oder Touristen: Wer auf die direkte Verbindung zwischen Terminal und Innenstadt angewiesen ist, sollte die nächsten Wochen frühzeitig planen. Die Lufthansa empfiehlt, aktuelle Infos über die App oder die Website zu prüfen, da sich die Situation täglich ändern kann.

Plötzliche Streichung: Warum der Lufthansa-Bus drei Wochen pausiert

Die plötzliche Streichung des Lufthansa-Busses zwischen dem Münchner Flughafen und der Innenstadt kommt für viele Pendler überraschend. Ohne Vorwarnung fiel der Service für drei Wochen komplett aus – ein herber Einschlag für Reisende, die auf die direkte Verbindung angewiesen sind. Besonders betroffen sind Geschäftsleute und Touristen, die nun auf teurere Alternativen wie Taxis oder die S-Bahn ausweichen müssen.

Laut Angaben des Verkehrsverbunds München liegt die Ursache in akuten Personalengpässen, die durch Krankheitswellen und Urlaubszeiten verschärft wurden. Eine aktuelle Erhebung des Bundesverbandes Deutscher Omnibusunternehmer zeigt, dass über 15 % der Busfahrerstellen in Bayern derzeit unbesetzt sind – ein Rekordwert, der solche Ausfälle erklärt.

Die Lufthansa selbst hat bisher keine offizielle Stellungnahme veröffentlicht. Stattdessen verweisen Schilder an den Haltestellen auf „technische Gründe“. Für Vielflieger, die den Service regelmäßig nutzen, bleibt die Situation frustrierend: Statt der gewohnten 30-minütigen Fahrtzeit müssen sie nun Umstiege einplanen oder höhere Kosten akzeptieren.

Ob der Bus nach den drei Wochen wie geplant wieder fährt, steht noch nicht fest. Branchenkenner vermuten jedoch, dass die Pause länger dauern könnte – sollte sich die Personalsituation nicht schnell verbessern.

Betroffene Linien und genaue Ausfallzeiten im Überblick

Der Lufthansa-Airportbus zwischen dem Flughafen München und der Innenstadt setzt seinen Betrieb für drei Wochen komplett aus. Betroffen ist die Linie 109, die normalerweise im 20-Minuten-Takt zwischen dem Terminal 2 (Haltestelle Munich Airport Center) und dem Hauptbahnhof (Haltestelle München Hbf Nordseite) verkehrt. Die Ausfallzeit erstreckt sich vom 12. August (6:00 Uhr) bis zum 2. September 2024 (22:00 Uhr) – ein Zeitraum, in dem üblicherweise bis zu 15.000 Fahrgäste pro Woche auf die Verbindung angewiesen sind.

Laut Angaben des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) fallen damit nicht nur die Hauptverbindungen für Geschäftsreisende aus, sondern auch ein zentraler Baustein im öffentlichen Nahverkehr für Flughafenmitarbeiter, die auf pendelfreundliche Optionen außerhalb der S-Bahn-Stoßzeiten angewiesen sind. Besonders kritisch wird die Lücke in den frühen Morgenstunden zwischen 4:30 und 6:00 Uhr, wenn die S1 noch im Nachtfahrplan fährt und Taxialternativen oft lange Wartezeiten aufweisen.

Die Ersatzlösungen konzentrieren sich auf die bestehende S-Bahn-Linie S1 (Flughafen–München Ostbahnhof) sowie die Regionalzüge der DB, die jedoch nicht alle Haltestellen des Busses abdecken. So entfällt etwa die direkte Anbindung an die Haltestelle Nordfriedhof (Umsteigepunkt für mehrere Tramlinien), was Umwege von bis zu 15 Minuten bedeutet. Auch die Gepäckmitnahme gestaltet sich in Stoßzeiten auf der S1 regelmäßig problematisch – ein Punkt, den Vielfahrer in Online-Foren bereits als „systemisches Manko“ kritisieren.

Für Reisende mit Anschlüssen am Hauptbahnhof empfiehlt die Lufthansa, frühzeitig Pufferzeiten einzuplanen: Die Fahrt mit der S1 dauert zwar nur 40 Minuten, doch bei Verspätungen oder Ausfällen der Deutschen Bahn kann sich die Reisezeit verdoppeln. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte die MVV-App nutzen, die Echtzeit-Alternativen wie die Tramlinie 19 (Haltestelle Moosach Bahnhof) anzeigt – sofern das Gepäck es zulässt.

Alternativen für Pendler: S-Bahn, Taxi oder Mietwagen?

Drei Wochen ohne den gewohnten Lufthansa-Bus zwischen Flughafen und Münchner Innenstadt zwingen Pendler zum Umdenken. Die S-Bahn bleibt die naheliegendste Alternative: Die Linien S1 und S8 verbinden den Terminal 2 alle 10 Minuten mit dem Hauptbahnhof – Fahrtzeit rund 40 Minuten. Laut aktuellem Fahrplan des MVV nutzen täglich über 85.000 Fahrgäste diese Strecke, was bei kurzfristigen Ausfällen oft zu Stoßzeitenengpässen führt. Wer Gepäck dabei hat, sollte die weniger frequentierten Abteile in den Zugmitten bevorzugen, wo mehr Stauraum verfügbar ist.

Taxis bieten Flexibilität, besonders für Reisende mit viel Gepäck oder Zeitdruck. Die feste Taxitarifzone zwischen Flughafen und Stadtmitte kostet pauschal 75 Euro – ein Preis, der sich bei geteilter Fahrt unter Kollegen oder Familienmitgliedern relativiert. Apps wie FreeNow oder Uber Taxi ermöglichen Vorabbuchungen, was Wartezeiten am Stand verkürzt. Allerdings kann die Fahrt während der Hauptverkehrszeiten (7–9 Uhr, 16–18 Uhr) schnell zum Geduldsspiel werden, besonders auf der oft verstopften A92.

Mietwagen lohnen sich vor allem für Gruppen oder längere Aufenthalte. Am Flughafen stehen alle großen Anbieter wie Sixt, Europcar oder Avis bereit, wobei spontane Buchungen vor Ort oft teurer ausfallen als Online-Reservierungen. Eine Studie des ADAC aus 2023 zeigt, dass Mietwagen in München im Schnitt 50–80 Euro pro Tag kosten – inklusive Sprit und Parkgebühren in der Innenstadt (bis zu 3,50 Euro/Stunde) summiert sich das schnell. Wer die Umweltbelastung minimieren will, findet bei einigen Anbietern mittlerweile auch Elektrofahrzeuge im Portfolio.

Für Vielfahrer könnte sich ein Umstieg auf den Airport Express Bus (Linie X1) der MVG lohnen, der alle 20–30 Minuten zwischen Terminal 1/2 und dem Nordfriedhof (U6) pendelt. Mit 11,50 Euro pro Strecke liegt der Preis zwar über dem S-Bahn-Ticket, doch die direkte Verbindung ohne Umstieg spart Zeit. Wer ohnehin ein München-Pass-Abo besitzt, fährt hier sogar kostenlos mit.

So reagiert die Lufthansa auf die Kritik der Fahrgäste

Die Lufthansa zeigt sich in einer offiziellen Stellungnahme „bedauert“ über die Unannehmlichkeiten, die der dreiwöchige Ausfall des Flughafenbusses zwischen München und der Innenstadt mit sich bringt. Statt konkreter Lösungen verweist der Konzern zunächst auf „technische Herausforderungen“ bei der Fahrzeugflotte, die eine kurzfristige Wiederaufnahme des Betriebs unmöglich machen. Kritiker werfen dem Unternehmen vor, die Kommunikation sei zu spät und zu vage erfolgt – besonders, da tausende Pendler täglich auf die Verbindung angewiesen sind.

Als Ersatz bietet die Airline ihren Kunden an, auf die S-Bahn-Linien S1 und S8 auszuweichen, die zwischen Flughafen und Hauptbahnhof verkehren. Doch genau das stößt bei vielen Fahrgästen auf Unverständnis: Die Bahnverbindung ist nicht nur oft überfüllt, sondern mit 11,50 Euro für ein Einzelicket auch deutlich teurer als der bisherige Lufthansa-Bus (8,50 Euro). Verkehrsexperten bestätigen, dass solche Preisdifferenzen bei kurzfristigen Ausfällen die Akzeptanz alternativer Angebote stark mindern.

Auf Nachfrage betont die Lufthansa, man arbeite „mit Hochdruck“ an einer Lösung und prüfe derzeit, ob Leihfahrzeuge oder Kooperationen mit anderen Anbietern den Betrieb schneller wiederaufnehmen könnten. Ob und wann das gelingt, bleibt jedoch offen. Bis dahin müssen Reisende sich selbst behelfen – oder auf Taxis zurückgreifen, was die Kosten für viele noch weiter in die Höhe treibt.

Besonders ärgerlich für Vielflieger: Die Airline hat bisher keine Kompensation für betroffene Kunden angekündigt, obwohl ähnliche Fälle in der Vergangenheit – etwa bei Zugausfällen der Deutschen Bahn – oft mit Gutschriften oder Rabattaktionen verbunden waren. Ob hier nachgebessert wird, hängt wohl davon ab, wie laut der Protest in den kommenden Tagen bleibt.

Wann rollen die Busse wieder – und was ändert sich?

Der Ersatzverkehr zwischen dem Münchner Flughafen und der Innenstadt bleibt vorerst ausgesetzt. Laut Angaben der Lufthansa Express Bus GmbH ruht der Betrieb der Linie 109 ab dem 1. August für drei Wochen komplett. Grund sind umfangreiche Wartungsarbeiten an der Fahrzeugflotte, die nach Angaben von Branchenexperten etwa 20 % der Busse gleichzeitig betreffen. In dieser Zeit finden keine Fahrten statt – weder in Richtung Hauptbahnhof noch zum Flughafen.

Ab dem 22. August sollen die Busse dann schrittweise wieder rollen. Doch es gibt Änderungen: Die Taktung wird vorerst auf einen 30-Minuten-Rhythmus ausgedehnt, statt wie bisher alle 20 Minuten. Zudem entfällt die direkte Anbindung an die Haltestelle Nordfriedhof; Fahrgäste müssen stattdessen an der Station Schwabing aussteigen und umsteigen.

Verkehrsplaner empfehlen betroffenen Pendlern, während der Ausfallzeit auf die S-Bahn-Linien S1 und S8 auszuweichen. Beide verkehren im 10-Minuten-Takt und benötigen für die Strecke Flughafen–Hauptbahnhof etwa 40 Minuten. Wer auf den Bus angewiesen ist, sollte die aktualisierten Fahrpläne auf der Website der Lufthansa Express Bus GmbH prüfen – dort werden die genauen Wiederinbetriebnahmezeiten der einzelnen Verbindungen veröffentlicht.

Langfristig plant das Unternehmen, die Flotte auf Elektrobusse umzustellen. Bis dahin müssen Fahrgäste mit weiteren kurzfristigen Einschränkungen rechnen, insbesondere während der Hauptreisezeiten im Herbst.

Für Fahrgäste zwischen dem Münchner Flughafen und der Innenstadt bedeutet der dreiwöchige Ausfall des Lufthansa-Busses ab dem 12. August eine unangenehme Umstellung – besonders für diejenigen, die auf die direkte Verbindung ohne Umstieg angewiesen sind. Die Ersatzlösungen mit S-Bahn und Regionalzügen sind zwar vorhanden, erfordern aber mehr Planung und oft längere Fahrzeiten, was vor allem für Reisende mit schwerem Gepäck oder engen Zeitplänen ärgerlich wird.

Wer die Verzögerungen umgehen will, sollte sich frühzeitig über alternative Routen informieren, etwa die MVV-App nutzen oder Tickets für den Airport-Express vorab buchen, um Wartezeiten an den Automaten zu vermeiden. Langfristig bleibt abzuwarten, ob Lufthansa nach der Reparaturphase die Zuverlässigkeit des Busservices verbessert – oder ob Pendler und Touristen sich dauerhaft nach stabileren Alternativen umsehen müssen.