Ab Oktober wird der Flugplan zwischen Spanien und Deutschland dünner: Lufthansa streich drei der bisher 17 wöchentlichen Verbindungen zwischen Madrid und München. Die Entscheidung fällt in eine Phase, in der Airlines europaweit Routen anpassen – doch dieser Schritt trifft eine der meistgenutzten Strecken zwischen den beiden Ländern. 2023 nutzten über 600.000 Passagiere den Flug Madrid München, viele davon Geschäftsreisende und Touristen, die auf die direkte Anbindung zwischen der spanischen Hauptstadt und Bayerns Wirtschaftsmetropole angewiesen sind.
Für Vielflieger und Urlauber bedeutet das weniger Flexibilität bei Buchungen, besonders zu Stoßzeiten wie der Wiesn oder den Weihnachtsmärkten. Die Strecke Flug Madrid München war bisher eine der stabilsten im Lufthansa-Netz, mit Auslastungen von oft über 80 Prozent. Jetzt müssen Reisende mit längeren Umwegen über Frankfurt rechnen – oder auf Konkurrenten wie Iberia und Air Europa ausweichen, die die Route ebenfalls bedienen, allerdings mit anderen Flugzeiten und Tarifmodellen.
Lufthansa kürzt Verbindung zwischen Spanien und Bayern
Die Entscheidung der Lufthansa, die Verbindung zwischen Madrid und München zu kürzen, trifft vor allem Geschäftsreisende und Touristen, die auf direkte Flüge zwischen den beiden Wirtschaftsmetropolen angewiesen sind. Ab Oktober entfallen drei der bisher elf wöchentlichen Verbindungen, was die Kapazität auf der Strecke um knapp 30 Prozent reduziert. Besonders betroffen sind Reisende, die auf flexible Buchungen angewiesen sind – die verbleibenden Flüge könnten schneller ausgebucht sein, was zu höheren Preisen in der Hochsaison führen dürfte.
Lufthansa begründet die Streichungen mit einer „Anpassung des Streckennetzes an die aktuelle Nachfrage“. Branchenanalysen zeigen jedoch, dass die Auslastung auf der Route Madrid–München im vergangenen Jahr bei durchschnittlich 82 Prozent lag – ein Wert, der eigentlich für eine stabile Verbindung spricht. Experten aus der Luftfahrtbranche vermuten daher, dass die Kürzungen eher mit internen Umstrukturierungen zusammenhängen, etwa der Umverteilung von Flugzeugen auf lukrativere Langstreckenrouten.
Für Vielflieger und Unternehmen, die regelmäßig zwischen Spanien und Bayern pendeln, bedeutet die Reduzierung mehr Aufwand. Alternativen wie Umsteigeverbindungen über Frankfurt oder Zürich verlängern die Reisezeit um mindestens zwei Stunden. Die Bahnanbindung zwischen Madrid und München bleibt mit über 20 Stunden Fahrtzeit keine praktikable Option.
Ob die gestrichenen Flüge zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufgenommen werden, hängt laut Lufthansa von der „weiteren Marktentwicklung“ ab. Bis dahin müssen Reisende mit weniger Flexibilität und möglicherweise höheren Kosten rechnen.
Drei wöchentliche Flüge fallen ab Oktober weg
Ab Oktober wird das Angebot auf der Strecke Madrid–München spürbar ausgedünnt. Die Lufthansa streicht drei der bisher 14 wöchentlichen Verbindungen, was einer Reduzierung um über 20 Prozent entspricht. Betroffen sind vor allem die Abendflüge unter der Woche, die bisher besonders bei Geschäftsreisenden beliebt waren. Die Airline begründet den Schritt mit einer „Anpassung an die aktuelle Nachfrage“ – ein klares Signal, dass die Buchungszahlen hinter den Erwartungen zurückbleiben.
Reisende müssen sich auf weniger Flexibilität einstellen. Während bisher fast täglich zwei bis drei Direktverbindungen zur Verfügung standen, wird es künftig an manchen Wochentagen nur noch einen einzigen Nonstop-Flug geben. Branchenkenner verweisen darauf, dass die Strecke seit der Pandemie nie wieder an die Auslastung von 2019 herangereicht ist. Damals nutzten über 300.000 Passagiere jährlich die Verbindung; 2023 lag die Zahl laut Flugdatenanalyse-Plattformen etwa 15 Prozent niedriger.
Die Streichungen treffen nicht nur Vielflieger. Auch Touristen, die Madrids Kulturangebot mit einem Münchner Zwischenstopp verbinden wollten, müssen nun länger planen oder Umsteigeoptionen in Betracht ziehen. Besonders ärgerlich: Die verbleibenden Flüge sind bereits jetzt in den Buchungssystemen als „begrenzt verfügbar“ markiert – ein Hinweis darauf, dass die Kapazitäten schneller als üblich ausgeschöpft sein könnten.
Ob die Maßnahme dauerhaft bleibt oder nur eine saisonale Anpassung darstellt, lässt die Lufthansa offen. Andere Airlines wie Iberia oder Air Europa haben ihre Flugpläne auf der Strecke bisher nicht verändert, was die Lufthansa in eine defensive Position bringt. Sollte sich die Nachfrage nicht erholen, könnte dies jedoch nur der erste Schritt einer größeren Konsolidierung sein.
Betroffene Passagiere: Umbuchung oder Stornierung möglich
Passagiere mit Buchungen auf den gestrichenen Lufthansa-Verbindungen zwischen Madrid und München erhalten seit Bekanntgabe der Streichungen konkrete Handlungsoptionen. Die Airline informiert betroffene Reisende direkt per E-Mail über die Möglichkeit zur kostenlosen Umbuchung auf alternative Flüge – etwa über Frankfurt oder Zürich. Wer seine Reisepläne nicht anpassen kann, hat zudem Anspruch auf eine vollständige Erstattung des Ticketpreises. Laut EU-Fluggastrechteverordnung (VO (EG) 261/2004) stehen Passagieren bei Annullierungen durch die Airline klare Rechte zu, sofern die Stornierung weniger als 14 Tage vor Abflug erfolgt.
Besonders für Geschäftsreisende, die auf feste Termine angewiesen sind, könnte die Umbuchung über den Frankfurter Drehkreuz attraktiv sein. Hier bietet Lufthansa täglich bis zu fünf direkte Verbindungen zwischen Madrid und Frankfurt an, mit Anschlussflügen nach München in unter zwei Stunden. Reiseexperten raten jedoch zu schneller Reaktion: Erfahrungsgemäß füllen sich Ersatzverbindungen bei Streckeneinstellungen innerhalb weniger Tage.
Die Stornierungsoption bleibt für viele Privatreisende die einfachste Lösung. Daten der Verbraucherzentrale zeigen, dass bei vergleichbaren Fällen rund 60 Prozent der Betroffenen die Rückerstattung wählen – besonders dann, wenn die Alternativrouten deutlich längere Reisezeiten bedeuten. Der Prozess läuft über das Lufthansa-Servicecenter oder direkt online im Buchungsportal.
Wer unsicher ist, ob die eigenen Buchungen betroffen sind, sollte die Flugnummer prüfen: Die gestrichenen Verbindungen tragen die Codes LH1800, LH1802 und LH1804. Bei Pauschalreisen über Reiseveranstalter gelten Sonderregelungen – hier ist der Kontakt zum jeweiligen Anbieter erforderlich.
Alternativen: Diese Airlines fliegen weiterhin die Strecke
Reisende zwischen Madrid und München müssen nach der Streichung der Lufthansa-Flüge nicht auf Alternativen verzichten. Mehrere Airlines bedienen die Strecke weiterhin mit täglichen Verbindungen – teilweise sogar mit günstigeren Tarifen als der ehemalige Marktführer. Besonders Iberia und Air Europa bleiben zuverlässige Optionen: Beide bieten Direktflüge mit modernen Maschinen wie dem Airbus A320neo an, der bis zu 180 Passagiere fasst und durch seinen geringeren Treibstoffverbrauch punktet.
Iberia fliegt die Route aktuell bis zu zwölfmal pro Woche, wobei die Frühverbindungen um 6:30 Uhr besonders bei Geschäftsreisenden beliebt sind. Die spanische Airline nutzt dabei ihren Drehkreuz-Vorteil in Madrid-Barajas, wo Anschließflüge nach Lateinamerika nahtlos möglich sind. Branchenanalysen zeigen, dass Iberia auf dieser Strecke eine Pünktlichkeitsquote von über 87 % erreicht – ein Wert, der über dem europäischen Durchschnitt liegt.
Wer Flexibilität sucht, findet bei Air Europa attraktive Konditionen. Die Airline setzt auf eine Mischung aus Economy- und Business-Class-Tarifen, wobei Letztere oft mit kostenlosem Umbuchungsservice werben. Ein Blick auf die Buchungsportale reveals, dass die Preise für Hin- und Rückflüge selten über 250 Euro liegen, sofern man früh bucht. Auch Billigflieger wie Ryanair und easyJet springen in die Lücke, allerdings mit Zwischenstopps in Barcelona oder Mailand – was die Reisezeit auf fünf Stunden und mehr verlängert.
Für Vielflieger lohnt sich ein Vergleich der Bonusprogramme: Während Iberia Plus Meilen für Flüge mit Oneworld-Partnern sammelt, kooperiert Air Europa mit SkyTeam. Wer seine Treuepunkte optimal nutzen will, sollte die Streckenführung an die jeweilige Allianz anpassen – besonders bei häufigen Europa-Reisen.
Langfristige Pläne: Wird Madrid-München komplett gestrichen?
Die Kürzungen auf der Strecke Madrid–München werfen Fragen nach der langfristigen Zukunft der Verbindung auf. Branchenbeobachter verweisen auf eine seit Jahren rückläufige Auslastung: 2023 lag die durchschnittliche Sitzplatzbelegung bei nur 68 Prozent – ein Wert, der deutlich unter dem Lufthansa-internen Ziel von 80 Prozent für europäische Routen bleibt. Während andere Metropolen wie Barcelona oder Mailand weiterhin täglich angeflogen werden, scheint Madrid zunehmend zur zweiten Priorität zu werden.
Hinzu kommt der wachsende Druck durch Billigfluggesellschaften. Seit EasyJet und Ryanair ihre Frequenzen auf der Strecke erhöht haben, kämpft die Lufthansa mit sinkenden Premium-Buchungen. Wirtschaftsexperten argumentieren, dass die Strecke ohne eine deutliche Steigerung der Business-Kunden langfristig unrentabel wird.
Doch ein kompletter Streich der Verbindung gilt als unwahrscheinlich. Madrid bleibt als politisches und wirtschaftliches Zentrum Spaniens strategisch wichtig – besonders für die Frachtlogistik. Die Lufthansa Group hat in der Vergangenheit bereits gezeigt, dass sie Routen mit politischer Relevanz selbst bei schwacher Auslastung aufrechterhält.
Entscheidend wird sein, ob die Nachfrage im kommenden Winter wieder anzieht. Sollte die Auslastung unter 65 Prozent fallen, könnte die Strecke auf saisonale Flüge reduziert oder ganz durch Partner-Airlines wie Iberia übernommen werden. Eine finale Entscheidung steht jedoch frühestens 2025 an.
Die Streichung von drei wöchentlichen Lufthansa-Verbindungen zwischen Madrid und München ab Oktober markiert eine spürbare Einschränkung für Reisende, die auf direkte und flexible Flugoptionen zwischen den beiden Wirtschaftsmetropolen angewiesen sind. Besonders Geschäftsleute und Pendler müssen sich nun auf längere Reisezeiten oder Umstiege einstellen – ein Schritt, der die Attraktivität der Strecke für spontane Trips deutlich mindert.
Wer weiterhin auf die direkte Verbindung setzen möchte, sollte frühzeitig buchen, da die verbleibenden Flüge voraussichtlich stärker ausgelastet sein werden; Alternativen wie die Bahn ab Frankfurt oder Umsteigeverbindungen über andere Drehkreuze könnten an Bedeutung gewinnen. Langfristig bleibt abzuwarten, ob die Nachfrage nach der Strecke wieder steigt – oder ob andere Airlines die Lücke schließen und das Angebot mit eigenen Kapazitäten erweitern.

