Ab September wird die Strecke zwischen Berlin und München zur am dichtesten beflogenen Inlandsverbindung Europas: Lufthansa und Eurowings steigern ihre Flüge Berlin München auf gemeinsam 25 tägliche Verbindungen. Damit übertrifft das Angebot selbst die stark frequentierten Routen zwischen Frankfurt und München oder Hamburg und Berlin. Die Airlines reagieren damit auf eine Nachfrage, die seit 2023 um über 12 Prozent gestiegen ist – getrieben von Geschäftsreisenden, Touristen und Pendlern, die auf schnelle, zuverlässige Verbindungen angewiesen sind.

Für Vielflieger und Gelegenheitsreisende bedeutet die Aufstockung der Flüge Berlin München mehr Flexibilität und oft günstigere Tarife durch den schärferen Wettbewerb. Während Lufthansa vor allem auf Business-Kunden setzt und häufigere Früh- und Spätverbindungen anbietet, ergänzt Euwing das Angebot mit preiswerten Direktflügen ab Berlin-Brandenburg. Die Strecke, die bereits vor der Pandemie zu den wichtigsten Wirtschaftsachsen Deutschlands zählte, festigt damit ihre Rolle als Rückgrat des nationalen Luftverkehrs – mit Auswirkungen auf Ticketpreise, Buchungszeiten und sogar die Attraktivität beider Städte für internationale Investoren.

Berlin-München bleibt Deutschlands wichtigste Luftbrücke

Die Strecke zwischen Berlin und München bleibt unangefochten die Lebensader der deutschen Luftfahrt. Mit bis zu 25 täglichen Verbindungen ab September unterstreichen Lufthansa und Eurowings ihre dominierende Rolle auf dieser Route – ein klares Signal für die wirtschaftliche und politische Bedeutung der beiden Metropolen. Keine andere Inlandsverbindung wird so häufig bedient, keine andere verbindet zwei Wirtschaftsstandorte mit vergleichbarer Intensität.

Daten des Bundesverkehrsministeriums belegen: 2023 nutzten über 2,1 Millionen Passagiere die Direktflüge zwischen den beiden Städten. Das entspricht fast jedem zehnten Inlandsflug in Deutschland. Die Auslastung liegt konsequent über 80 Prozent, Spitzenwerte erreichen sogar 95 Prozent – ein Beweis für die ungebrochene Nachfrage trotz Klimadebatte und Bahnkonkurrenz.

Für Geschäftsreisende ist die Verbindung oft alternativlos. Während die Bahn bei optimalen Bedingungen knapp vier Stunden benötigt, schaffen es die Fluggesellschaften in unter 75 Minuten von Tor zu Tor. Besonders für Tagesgeschäfte oder kurzfristige Termine bleibt das Flugzeug damit erste Wahl. Auch die Frequenz spielt eine entscheidende Rolle: Stündliche Abflüge ermöglichen Flexibilität, die kein anderer Verkehrsträger bieten kann.

Doch nicht nur die Wirtschaft profitiert. Die Strecke dient auch als wichtiger Knotenpunkt für internationale Umsteiger, die über München oder Berlin in alle Welt weiterreisen. Branchenkenner betonen, dass die Verbindung längst mehr ist als eine reine Pendlerroute – sie fungiert als Rückgrat für den globalen Anschluss Deutschlands.

25 tägliche Verbindungen ab September – wer profitiert?

Ab September steigt die Zahl der täglichen Verbindungen zwischen Berlin und München auf 25 Flüge – ein Rekordangebot, das vor allem Geschäftsreisende und Vielflieger entlasten wird. Die Strecke zählt zu den meistgenutzten Inlandsrouten Deutschlands, mit über 2,3 Millionen Passagieren im Jahr 2023. Durch die dichtere Taktung verkürzen sich Wartezeiten an beiden Flughäfen deutlich, was besonders für Terminkundige ein entscheidender Vorteil ist.

Profitieren werden auch Pendler, die regelmäßig zwischen den beiden Wirtschaftsstandorten unterwegs sind. Mit bis zu drei Startzeiten pro Stunde in den Stoßzeiten lässt sich die Reise flexibler planen – ohne lange Umwege über den Schienenverkehr oder Umstiege in anderen Städten. Branchenkenner betonen, dass die Ausweitung des Angebots die Attraktivität beider Städte als Business-Hubs weiter stärkt.

Für Touristen könnte sich die Situation ebenfalls verbessern. Günstigere Last-Minute-Tarife sind bei höherer Frequenz wahrscheinlicher, da Airlines freie Kapazitäten kurzfristig anpassen. Zudem entfällt das Risiko, bei Ausfall eines Fluges stundenlang auf Ersatzverbindungen warten zu müssen – ein häufiges Ärgernis auf der stark nachgefragten Route.

Kritisch bleibt die Umweltbilanz. Trotz moderner Flugzeuge bleibt die Strecke eine der emissionsintensivsten im deutschen Luftverkehr. Umweltverbände fordern daher, zumindest einen Teil der zusätzlichen Kapazitäten durch nachhaltigere Kraftstoffe zu kompensieren.

Preiskampf oder Premium? Tarifstrategien im Vergleich

Der Wettstreit um die Strecke Berlin–München zeigt zwei gegensätzliche Strategien: Während Lufthansa auf Premium-Angebote setzt, drängen Billigflieger wie Eurowings mit aggressiven Preisen in den Markt. Die Differenz ist deutlich – bei einer Analyse der letzten drei Monate lag der Durchschnittspreis für einen Lufthansa-Flug bei 189 Euro, während Eurowings-Kunden im Schnitt nur 98 Euro zahlten. Doch hinter den Zahlen steckt mehr als nur der reine Ticketpreis.

Lufthansa nutzt die Route als Aushängeschild für sein Business-Konzept. Hier zählen nicht nur die reine Beförderung, sondern Zusatzleistungen wie flexible Umbuchungen, Lounge-Zugang und ein dichteres Streckennetz für Anschlussflüge. Branchenanalysten betonen, dass rund 40 % der Passagiere auf dieser Verbindung Geschäftsreisende sind – eine Zielgruppe, die bereit ist, für Komfort und Zeitersparnis tiefer in die Tasche zu greifen.

Eurowings hingegen setzt auf Volumen. Durch höhere Sitzplatzdichte und standardisierte Serviceleistungen hält der Discounter die Kosten niedrig. Die Taktik zahlt sich aus: Seit der Aufstockung der Flüge im vergangenen Jahr stieg die Auslastung auf über 85 %. Doch der Preiskampf hat seinen Preis – bei Engpässen wie Streiks oder Wetterchaos fehlen oft Puffer, um Passagiere kurzfristig umzubuchen.

Die Strategien spiegeln einen größeren Trend wider. Während klassische Airlines ihre Margen durch Premium-Dienste sichern, zwingen Billigflieger die Branche zu permanenten Effizienzsteigerungen. Am Ende entscheidet der Kunde – zwischen dem schnellen, günstigen Flug und dem Angebot, das mehr als nur einen Sitzplatz verkauft.

Neue Slots, mehr Komfort: Was sich für Vielflieger ändert

Vielflieger auf der Strecke Berlin–München können sich ab September über spürbare Verbesserungen freuen. Die Aufstockung auf 25 tägliche Verbindungen bringt nicht nur mehr Flexibilität, sondern auch neue Zeitfenster für Geschäftsreisende und Pendler. Besonders die frühen Morgen- und späten Abendflüge erleichtern die Anbindung an internationale Umsteigeverbindungen in München, wo die Lufthansa ihr größtes Drehkreuz unterhält. Studien der Luftfahrtbranche zeigen, dass bereits eine Steigerung von fünf zusätzlichen Slots pro Tag die Auslastung um bis zu 12 % erhöhen kann – ein klarer Vorteil für spontane Buchungen.

Ein weiterer Komfortgewinn liegt in der einheitlichen Abfertigung. Während Eurowings bisher oft separate Check-in-Bereiche nutzte, werden künftig mehr Flüge unter dem Lufthansa-Code operieren. Das bedeutet kürzere Wege am Flughafen, gemeinsame Lounges für Statuskunden und eine vereinfachte Gepäckabwicklung.

Für Vielflieger mit Miles-&-More-Status gibt es einen Bonus: Die häufigeren Verbindungen erhöhen die Chancen auf Upgrades oder Prämienflüge, da mehr Kapazitäten in der Business Class zur Verfügung stehen. Zudem profitieren Inhaber der Lufthansa Credit Card von priorisierten Buchungsoptionen für die neuen Slots – ein Service, der bisher vor allem auf Langstrecken angeboten wurde.

Nicht zu unterschätzen ist die technische Aufrüstung. Die eingesetzten Airbus A320neo und A319 auf dieser Strecke verfügen über modernisierte Kabinen mit USB-Anschlüssen an jedem Sitz, schnellerem WLAN und geräumigeren Gepäckfächern. Ein Detail, das bei kurzen Inlandsflügen oft übersehen wird, aber für Geschäftsreisende mit Laptops und Präsentationen den Unterschied macht.

Langfristige Pläne: Wird die Strecke noch weiter ausgebaut?

Der massive Ausbau der Berlin-München-Strecke auf 25 tägliche Verbindungen ab September wirft Fragen nach der langfristigen Strategie auf. Branchenkenner sehen darin weniger ein kurzfristiges Kapazitätsproblem als vielmehr einen gezielten Schritt, die Route zur wichtigsten Inlandsverbindung Deutschlands auszubauen. Aktuell liegt der Marktanteil von Lufthansa und Eurowings auf dieser Strecke bei rund 60 Prozent – ein Wert, der durch die zusätzlichen Frequenzen weiter steigen dürfte.

Ob weitere Expansionen folgen, hängt stark von der Nachfrageentwicklung ab. Die Luftfahrtanalysten von CAPA – Centre for Aviation verweisen auf das anhaltende Wachstum im Geschäftsreiseverkehr zwischen den beiden Wirtschaftsstandorten. Berlin zieht zunehmend internationale Unternehmen an, während München als etabliertes Industriezentrum bleibt. Sollte sich dieser Trend fortsetzen, könnte die Strecke perspektivisch sogar an die Dichte von Frankfurt-München heranreichen, wo aktuell bis zu 30 Verbindungen pro Tag angeboten werden.

Ein möglicher nächster Schritt wäre die Einführung größerer Flugzeugtypen wie des Airbus A321neo, der bis zu 240 Passagiere fasst. Bisher dominieren auf der Strecke vor allem A319- und A320-Maschinen mit 150 bis 180 Sitzen. Ein solches Upgrade würde die Kapazität ohne zusätzliche Starts und Landungen erhöhen – ein entscheidender Vorteil angesichts der knapp bemessenen Slots an beiden Flughäfen.

Kritische Stimmen aus der Umweltpolitik warnen jedoch vor einer weiteren Verdichtung des Flugplans. Die Strecke Berlin-München zählt bereits jetzt zu den am stärksten frequentierten Inlandsrouten Europas, mit einer CO₂-Bilanz, die pro Passagier deutlich über der einer Bahnfahrt liegt. Ob die Politik hier regulierend eingreift oder die Airlines ihre Wachstumspläne ungebremst umsetzen können, bleibt abzuwarten.

Mit 25 täglichen Verbindungen zwischen Berlin und München ab September setzen Lufthansa und Eurowings ein klares Zeichen für die wachsende Nachfrage auf der wichtigsten Inlandsstrecke Deutschlands—und bieten Reisenden mehr Flexibilität als je zuvor. Die verdichtete Taktung reduziert Wartezeiten auf unter zwei Stunden und macht Spontantrips oder Geschäftsreisen ohne Umwege möglich, selbst zu Stoßzeiten.

Wer häufig zwischen den beiden Städten pendelt, sollte die neuen Frühbucherpreise im Auge behalten, die bei Eurowings oft schon ab 49 Euro starten, oder die Lufthansa-Business-Tarife mit inkludiertem Rail&Fly für nahtlose Anbindungen nutzen. Mit der weiteren Expansion des Angebots könnte die Strecke bald zum Maßstab für europäische Inlandsverbindungen werden—und andere Airlines unter Zugzwang setzen.