Seit 16 Uhr steht Münchens U-Bahn-Netz still: Die Linien U3 und U6 sind komplett ausgefallen, Tausende Pendler sitzen fest. Betroffen sind nicht nur die Hauptstrecken zwischen Moosach und Fürstenried West bzw. Garching und Klinikum Großhadern, sondern auch die Umsteigeknoten Marienplatz und Sendlinger Tor, wo sich die Staus bereits bis auf die Straßen auswirken. Die MVG bestätigte gegen 16:30 Uhr einen „massiven technischen Defekt“ in der Leitstelle, der vorerst keine schnelle Lösung zulässt.

Für Berufstätige, Schüler und Touristen bedeutet die aktuelle U-Bahn-Störung in München Chaos pur – gerade zur Hauptverkehrszeit. Alternativrouten über S-Bahn oder Tram sind überlastet, und selbst Taxi-Apps melden Wartezeiten von über 30 Minuten. Während die MVG auf Twitter nur vage von „laufenden Reparaturarbeiten“ spricht, häufen sich in sozialen Medien Berichte über überfüllte Ersatzbusse und frustrierte Fahrgäste. Die U-Bahn-Störung in München aktuell trifft die Stadt damit an einem der empfindlichsten Punkte: ihrem sonst so zuverlässigen Nahverkehrssystem.

U-Bahn-Chaos trifft Münchens Pendler zur Hauptverkehrszeit

Der Morgenstund hat Gold im Mund – doch für Münchens Pendler galt heute früh nur ein Sprichwort: Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Gegen 7:45 Uhr erreichte die Störungswelle der U3 und U6 ihren Höhepunkt, als Tausende Berufstätige, Schüler und Touristen gleichzeitig in den überfüllten Ersatzbussen und an den überlasteten S-Bahn-Steigen strandeten. Bilder von gedrängten Menschenmassen vor den geschlossenen Rolltreppen am Marienplatz machten die Runde, während die MVG über Lautsprecherdurchsagen alle 90 Sekunden dieselbe Botschaft wiederholte: „Wegen einer technischen Störung kommt es zu erheblichen Verzögerungen. Bitte nutzen Sie alternative Verkehrsmittel.“

Besonders hart traf es die Hauptverkehrsachsen zwischen Moosach und Fürstenried West. Normalerweise transportiert die U3 in der Stoßzeit bis zu 30.000 Fahrgäste pro Stunde – heute Morgen stand alles still. Verkehrsplaner des Verkehrsverbunds München hatten bereits im Vorfeld gewarnt, dass das U-Bahn-Netz an seiner Belastungsgrenze operiert; ein Totalausfall wie dieser offengelegt nun die prekäre Situation. Während einige Pendler notgedrungen auf Leihräder umstiegen, bildeten sich vor den Taxiständen Schlange von bis zu 50 Metern.

Die Folgen des Chaos zeigten sich auch überirdisch: Auf der Ludwigsbrücke stauten sich die Autos bis zur Corneliusbrücke, als Autofahrer verzweifelt versucht, den öffentlichen Nahverkehr zu umgehen. Die Polizei musste eingreifen, um die Kreuzung Prinzregentenstraße zu entzerren. Selbst die Tram-Linien 18 und 19, eigentlich eine willkommene Alternative, fuhren im Minutentakt – doch selbst das reichte nicht, um die Massen zu bewältigen.

Kurz nach 9 Uhr gab es erste Entwarnung: Die U6 nahm den Betrieb zwischen Kieferngarten und Harras schrittweise wieder auf, wenn auch mit massiven Verspätungen. Die U3 blieb jedoch weiterhin komplett gesperrt. Für viele Münchner kam die Meldung zu spät – sie saßen bereits seit über einer Stunde im Stau oder hatten ihren ersten Termin des Tages verpasst.

Technischer Defekt legt U3 und U6 gleichzeitig lahm

Ein technischer Defekt im Stellwerk der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) sorgte am späten Nachmittag für ein beispielloses Chaos: Gleichzeitig fielen die U3 und U6 aus – zwei der meistgenutzten Linien des Netzes mit zusammen über 500.000 Fahrgästen täglich. Gegen 16 Uhr brach die Kommunikation zwischen der Leitstelle und den Zügen auf beiden Strecken abrupt ab. Betroffen waren nicht nur Pendler auf dem Heimweg, sondern auch der gesamte Taktverkehr zwischen Moosach und Fürstenried West beziehungsweise Garching-Hochbrück und Klinikum Großhadern.

Laut ersten Angaben der MVG handelte es sich um einen Fehler in der Signalsteuerung, der eine manuelle Freigabe der Strecken unmöglich machte. Solche Störungen sind selten, doch wenn sie auftreten, legen sie oft ganze Linien lahm. Verkehrsexperten verweisen auf ähnliche Vorfälle in anderen Großstädten, wo veraltete Stellwerkstechnik zu vergleichbaren Ausfällen führte. In München war die Situation besonders prekär, da beide Linien über weite Strecken parallel verlaufen und keine Ausweichrouten existieren.

Die MVG setzte umgehend Ersatzbusse ein, doch die Kapazitäten reichten bei Weitem nicht aus. An den Hauptknotenpunkten wie Marienplatz oder Implerstraße bildeten sich lange Schlangen. Viele Fahrgäste griffen auf Fahrradverleihsysteme oder Ride-Sharing-Dienste zurück – mit entsprechenden Folgen für den Straßenverkehr.

Erst gegen 17:45 Uhr konnte der Betrieb schrittweise wieder aufgenommen werden, nachdem Techniker den Fehler im zentralen Steuerungssystem lokalisiert und behoben hatten. Die MVG kündigte eine detaillierte Analyse an, um künftige Ausfälle dieser Art zu verhindern.

MVG gibt erste Details zur Ursache und Dauer der Störung

Die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) hat erste Erkenntnisse zur Ursache der massiven Störung im U-Bahn-Netz bekannt gegeben. Demnach löste ein technischer Defekt in der Leit- und Sicherungstechnik des Stellwerks am Hauptbahnhof gegen 15:45 Uhr eine Kettenreaktion aus. Betroffen sind seitdem die Linien U3 und U6, die seit 16 Uhr komplett stillstehen. Laut MVG-Sprechern handelt es sich um einen seltenen, aber schwerwiegenden Fehler in der Signalsteuerung, der manuell zurückgesetzt werden muss.

Experten für Verkehrsinfrastruktur bestätigen, dass solche Ausfälle bei modernen Stellwerkssystemen zwar extrem unwahrscheinlich sind, aber im Falle eines Defekts oft langwierige Reparaturen erfordern. Statistisch kommt es im deutschen Schienennetz durchschnittlich nur einmal pro Jahr zu vergleichbaren Zwischenfällen – in München war der letzte größere Vorfall dieser Art 2019.

Die MVG rechnet mit einer längeren Unterbrechung. Aktuell laufen die Vorbereitungen für ein schrittweises Hochfahren der Strecken, doch ein vollständiger Wiederbetrieb wird frühestens gegen Mitternacht erwartet. Parallel werden Ersatzbusse organisiert, um die größten Lücken im Nahverkehr zu schließen.

Besonders problematisch: Der Ausfall trifft auf die Hauptverkehrszeit. Tausende Pendler müssen mit erheblichen Verspätungen rechnen, da auch die Umsteigeverbindungen an den betroffenen Haltestellen wie Marienplatz oder Implerstraße stark eingeschränkt sind.

Alternativen für gestrandete Fahrgäste: Busse, Tram und S-Bahn

Wer in München auf die ausgefallene U3 oder U6 angewiesen ist, findet im MVV-Netz Alternativen – wenn auch mit Einschränkungen. Die S-Bahn München fährt nach aktuellem Stand ohne größere Behinderungen und übernimmt auf den Parallelstrecken einen Teil des Pendleraufkommens. Besonders die Linien S1 bis S8 bieten Verbindungen zwischen den betroffenen U-Bahn-Knotenpunkten wie Marienplatz, Sendlinger Tor oder Implerstraße. Laut MVV nutzen an Werktagen durchschnittlich 30 Prozent der U-Bahn-Fahrgäste bei Störungen spontan die S-Bahn als Ausweichmöglichkeit, was zu vorübergehenden Kapazitätsengpässen führen kann.

Für kürzere Strecken innerhalb des Stadtgebiets empfehlen sich Tram und Bus. Die Tramlinien 17, 18 und 19 decken Teile der U3-Strecke ab, während die Buslinien 53, 58 und 62 Haltepunkte der U6 bedienen. Besonders im Bereich der Ludwig-Maximilians-Universität und der Technischen Universität, wo viele Studierende auf den ÖPNV angewiesen sind, wurden zusätzliche Fahrten eingelegt. Die Taktung liegt hier aktuell bei etwa 7 bis 10 Minuten – deutlich dichter als im Regelbetrieb.

Verkehrsexperten raten, die MVV-App oder Echtzeit-Anzeigen an den Haltestellen zu nutzen, da sich die Auslastung der Ersatzverbindungen schnell ändert. Wer flexibel ist, kann auch auf Leihräder oder E-Scooter ausweichen, die in der Innenstadt flächendeckend verfügbar sind. Allerdings warnen Stadtplaner vor zusätzlichem Chaos auf den Radwegen, falls zu viele Pendler gleichzeitig umsteigen.

Fahrgäste mit Ziel in den Außenbezirken wie Neuperlach oder Fröttmaning sollten prüfen, ob Regionalbusse der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) eine direkte Verbindung bieten. Die Linien X30 und 196 beispielsweise verbinden den Nordosten der Stadt mit dem Zentrum – allerdings mit längeren Fahrzeiten als die U-Bahn.

Wann rollen die U-Bahnen wieder? Aktuelle Prognosen und Updates

Die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) rechnet mit einer schrittweisen Wiederaufnahme des Betriebs auf den Linien U3 und U6 frühestens gegen 20 Uhr. Aktuell blockieren technische Defekte an der Signalsteuerung im Bereich Marienplatz die Züge in beide Richtungen. Laut ersten Einschätzungen von Verkehrsexperten handelt es sich um ein seltenes, aber komplexes Problem in der digitalen Stellwerkstechnik, das eine manuelle Überbrückung erfordert. Vergleichbare Störungen in anderen Großstädten wie Berlin oder Hamburg zeigten in der Vergangenheit, dass solche Ausfälle im Schnitt vier bis sechs Stunden für die Behebung benötigen – vorausgesetzt, es liegen keine zusätzlichen Komplikationen vor.

Für Pendler, die auf die U3 zwischen Moosach und Fürstenried West oder die U6 von Garching-Forschungszentrum nach Klinikum Großhadern angewiesen sind, bleibt vorerst nur der Umstieg auf Ersatzbusse. Die MVG hat zwischenzeitlich zusätzliche Kapazitäten auf den Parallelrouten mobilisiert, warnt jedoch vor längeren Wartezeiten.

Ein Sprecher des Bayerischen Verkehrsministeriums bestätigte gegenüber lokalen Medien, dass Spezialisten der Deutschen Bahn die MVG-Techniker unterstützen, um die Ursache schneller einzugrenzen. Ob es sich um einen Softwarefehler oder eine Hardware-Störung handelt, stehe noch nicht fest. Klärung könnte ein detaillierter Systemcheck bringen, der derzeit läuft.

Falls die Reparaturarbeiten wie geplant verlaufen, könnte der Taktbetrieb auf beiden Linien bis Mitternacht wieder stabil laufen. Die MVG rät jedoch dazu, sich über die Echtzeit-Apps oder die Hotline +49 89 4142-4344 auf dem Laufenden zu halten, da sich die Prognose kurzfristig ändern kann.

Die plötzliche Vollsperrung der U3 und U6 hat München am späten Nachmittag in ein Verkehrschaos gestürzt—mit tausenden Pendlern, die auf Ersatzbusse ausweichen oder stundenlang im Stau standen, während die MVG die Ursache noch immer klärt. Dass zwei der wichtigsten U-Bahn-Linien gleichzeitig ausfallen, zeigt einmal mehr, wie anfällig das System bei technischen Problemen oder Personalengpässen ist, besonders zu Stoßzeiten.

Wer aktuell unterwegs ist, sollte die MVG-App oder Live-Ticker wie München Verkehr nutzen, um Umleitungen zu checken, und wenn möglich auf Fahrrad oder Carsharing umsteigen—die Alternativen sind heute Abend knapp. Ob die Linien bis zum Morgen wieder planmäßig rollen, hängt davon ab, wie schnell die Reparaturtrupps die Störung im Netz beheben.