Mit 108 Derbys, 25 Meisterschaften und einer Rivalität, die seit Jahrzehnten die Bundesliga prägt, steht heute wieder das Spiel an: FC Bayern München empfängt Borussia Dortmund im Topspiel der Saison. Die aufstellungen: teilnehmer: fc bayern münchen gegen bvb sind da – und sie halten Überraschungen bereit. Thomas Müller kehrt in die Startelf zurück, während Harry Kane von Beginn an die Offensive anführt. Eine Konstellation, die bei den Münchnern für frischen Schwung sorgen soll, nachdem die letzten Begegnungen gegen den BVB oft knapp und nervenaufreibend endeten.

Die aufstellungen: teilnehmer: fc bayern münchen gegen bvb sind mehr als nur eine Liste von Namen – sie sind ein Statement. Nach dem enttäuschenden Remis gegen Leverkusen und der anhaltenden Diskussion um die Defensive setzt Trainer Thomas Tuchel auf Erfahrung und Präsenz im Sturm. Dortmund hingegen muss ohne mehrere Leistungsträger auskommen, was die Aufgabe im Allianz Arena noch schwieriger macht. Für Fans beider Seiten geht es heute nicht nur um drei Punkte, sondern um die Frage, wer in dieser Saison die Oberhand behält. Die Ausgangslage könnte kaum spannender sein.

Die Bedeutung des Klassikers für die Meisterschaft

Der Klassiker zwischen Bayern München und Borussia Dortmund ist seit Jahrzehnten mehr als nur ein Spiel – er entscheidet oft über den Verlauf der Meisterschaft. Seit der Einführung der Bundesliga 1963 trafen die beiden Klubs in 135 Pflichtspielen aufeinander, wobei der FC Bayern mit 61 Siegen leicht die Oberhand behält. Doch die wahre Bedeutung liegt nicht in den Zahlen, sondern in der psychologischen Wirkung: Wer hier siegt, gewinnt oft den entscheidenden Vorsprung im Titelkampf.

Besonders in den letzten Jahren entwickelte sich die Partie zum Gradmesser für die Saison. Die Statistik zeigt, dass der Sieger des Klassikers in sechs der vergangenen zehn Spielzeiten auch die Meisterschaft gewann. Dortmunds 2:0 im April 2023 war dabei eine der seltenen Ausnahmen – ein Beweis dafür, dass der BVB trotz Bayerns Dominanz jederzeit zuschlagen kann.

Analysten betonen, wie stark die Aufstellungen in diesem Duell den weiteren Saisonverlauf prägen. Ein frühes Tor, eine taktische Überlegenheit oder sogar eine umstrittene Schiedsrichterentscheidung können den Unterschied machen. Die Mannschaft, die hier mental stärker auftritt, trägt diese Stärke oft in die folgenden Wochen.

Für die Fans beider Seiten ist der Klassiker ohnehin das Highlight der Saison. Die Atmosphäre im Stadion, die mediale Aufmerksamkeit und die historische Rivalität machen ihn zum emotionalen Höhepunkt – ganz gleich, wie die Tabelle steht.

Tuchels überraschende Personalentscheidungen im Sturm

Thomas Tuchel hat im Topspiel gegen Dortmund erneut bewiesen, dass er Personalentscheidungen nicht dem Zufall überlässt – sondern gezielt Akzente setzt. Die Startelf mit Thomas Müller und Harry Kane als Doppelspitze überraschte viele Beobachter, nachdem beide in den letzten Wochen oft getrennt agierten. Besonders auffällig: Die Bankrolle für Mathys Tel, der in dieser Saison bereits fünf Tore in der Bundesliga erzielte. Stattdessen vertraute Tuchel auf die Erfahrung der beiden Routiniers, eine Entscheidung, die laut Analysen der Sports Data Group in ähnlichen Konstellationen zu 68% höhere Ballbesitzwerte im offensiven Drittel ergab.

Noch ungewöhnlicher wirkte die Positionierung von Leroy Sané. Der Flügelspieler, sonst für seine Tempodribblings bekannt, rückte ins halbrechte Mittelfeld – eine Rolle, die er unter Tuchel bereits in der Champions League erfolgreich ausfüllte. Damit reagierte der Trainer auf Dortmunds defensive Schwächen in der Halbraumabdeckung, die in den letzten drei Spielen gegen Teams mit ähnlichem Pressingmuster sichtbar wurden.

Die Abwesenheit von Jamal Musiala im offensiven Mittelfeld sorgte für Diskussionen. Statt des jungen Deutschen setzte Tuchel auf Konrad Laimer als box-to-box-Spieler, eine taktische Nuance, die auf mehr Stabilität im Übergangsspiel abzielt. Musiala kam zwar in den letzten Partien oft als Joker zum Zug, doch gegen den BVB – mit seinen schnellen Konterströmen – schien Tuchel die defensivere Variante zu bevorzugen.

Ob die überraschenden Wechsel aufgingen, wird sich erst im Spielverlauf zeigen. Klare Signale sendete der Bayern-Coach aber bereits mit der Bank: Neben Tel warteten auch Bryan Zaragoza und Frans Krätzig auf ihren Einsatz – junge Spieler, die in den vergangenen Wochen durch ihre Dynamik überzeugten. Eine Mischung aus Erfahrung und Frische, die Tuchels Philosophie in diesem Spiel perfekt widerspiegelt.

Kane gegen Müller: Wer setzt sich im Duell durch?

Der direkte Vergleich zwischen Harry Kane und Niclas Füllkrug – oder vielmehr zwischen Kane und dem System, das Thomas Tuchel für den BVB-Stürmer baut – wird einer der Schlüssel zum Ausgang des Topspiels sein. Während der Engländer beim FC Bayern seit seinem Wechsel im Sommer mit 25 Bundesliga-Toren in 23 Spielen glänzt, steht Füllkrug zwar erst bei sieben Treffern, doch seine Präsenz als physischer Referenzpunkt macht ihn gefährlich. Besonders in Duellen gegen defensiv hochstehende Mannschaften wie die Münchner hat der Nationalstürmer in der Vergangenheit bewiesen, dass er Räume für Mitspieler wie Brandt oder Malen öffnen kann – eine Eigenschaft, die gegen Bayerns oft aggressive Abwehrlinie Gold wert sein könnte.

Kanes Stärke liegt dagegen in seiner Beweglichkeit und seinem Spielverständnis. Der 30-Jährige fällt weniger durch brutale Athletik auf, sondern durch präzise Läufe in die Schnittstellen der Abwehr, wo er Bälle wie gegen Mainz (zwei Tore) oder Hoffenheim (ein Tor, eine Vorlage) eiskalt verwertet. Statistiken zeigen, dass Kane in dieser Saison 43 % seiner Tore nach Zuspielen aus dem Halbraum erzielt – genau dort, wo Dortmunds Innenverteidiger oft Lücken lässt.

Entscheidend könnte sein, wie gut die jeweiligen Teams die Stürmer in Szene setzen. Bayerns Mittelfeld um Goretzka und Kimmich sucht Kane gezielt mit langen Bällen, während der BVB auf schnelle Flügelwechsel und Flanken setzt. Experten weisen darauf hin, dass Füllkrugs Kopfballstärke (64 % gewonnene Zweikämpfe in der Luft) gegen Bayerns eher kleine Innenverteidiger Upamecano und De Ligt ein Trumpf sein könnte – vorausgesetzt, die Dortmunder finden früh den Rhythmus.

Am Ende könnte die Frage, wer sich durchsetzt, weniger von den Einzelduellen abhängen als davon, welches Team seine Spielidee konsequenter umsetzt. Kane braucht Raum für seine Läufe, Füllkrug braucht präzise Anspiele. Wer von beiden mehr davon bekommt, wird die Partie prägen.

Taktische Systeme: Wie beide Teams die Schwächen ausnutzen

Die taktische Ausrichtung beider Teams wird das Spiel prägen – besonders die Art, wie sie die bekannten Schwächen des Gegners attackieren. Der BVB setzt seit Saisonbeginn auf schnelle Flügelwechsel und vertikale Pässe in die Halbräume, eine Strategie, die vor allem gegen Mannschaften mit hohem Pressing erfolgreich war. Gegen den FC Bayern, dessen Abwehrkette in dieser Saison bereits bei 35 % der Gegentore nach Standards oder Flanken wackelte (laut Daten von Opta), könnte diese Herangehensweise besonders gefährlich werden. Mit Spielern wie Sancho und Malen, die im Eins-gegen-Eins stark sind, wird Dortmund versuchen, die Bayern-Außenverteidiger Mazraoui und Davies unter Druck zu setzen – beide neigen dazu, bei schnellen Richtungswechseln Lücken zu lassen.

Bayerns Antwort darauf wird voraussichtlich im zentralen Mittelfeld liegen. Mit Kimmich als tiefem Playmaker und Goretzka als box-to-box-Spieler haben sie die Mittel, Dortmunds Pressing zu umspielen und selbst die Schwächen in der BVB-Abwehr auszunutzen. Besonders die Räume hinter den Außenbahnspielern – oft besetzt von Can oder Özcan, die nicht zu den schnellsten Defensivspielern zählen – könnten zum Ziel werden. Müller und Kane werden hier eine Schlüsselrolle spielen: Während Müller mit seinen Läufe die Abwehr beschäfigt, kann Kane mit präzisen Pässen oder plötzlichen Tiefläufen die Defensive des BVB auseinanderziehen.

Ein weiterer kritischer Punkt ist das Übergangsspiel. Der FC Bayern gehört zu den besten Teams der Liga in der unmittelbaren Balleroberung, doch gegen Dortmunds kompakte Defensive könnte das schnelle Umschalten schwieriger werden. Sollte es den Münchnern gelingen, die erste Pressinglinie des BVB mit einem einzigen Pass zu überspielen, eröffnet sich oft ein freier Weg zum Tor – eine Situation, die in den letzten fünf Duellen bereits dreimal zum Führungstor führte.

Am Ende könnte die Frage, wer die taktischen Stellschrauben besser justiert, den Unterschied machen. Während Tuchel auf flexible Positionsrotationen setzt, um die Dortmunder Abwehr zu verwirren, wird Terzić wahrscheinlich auf eine aggressive Frühphase setzen, um die Bayern früh in Rückstand zu bringen.

Was ein Sieg für die Rückrunde bedeuten würde

Ein Sieg im Topspiel gegen Dortmund wäre für den FC Bayern mehr als nur drei Punkte. Er käme einer psychologischen Wende gleich – besonders nach der enttäuschenden Hinrunde, in der die Münchner mit neun Punkten Rückstand auf Leverkusen in die Winterpause gingen. Statistiken zeigen: Seit 2010 hat der Meister am Saisonende in 80 Prozent der Fälle das Hinrunden-Duell gegen den BVB für sich entschieden. Ein Erfolg am Samstag würde also nicht nur die Tabelle enger machen, sondern auch alte Muster bestätigen.

Für die Rückrunde hätte ein Dreier gegen den BVB Signalwirkung. Die Mannschaft um Thomas Tuchel bräuchte den Impuls, um die seit Wochen schwelende Kritik an Spielaufbau und Defensivverhalten zum Verstummen zu bringen. Ein Sieg gegen den direkten Konkurrenten könnte die Dynamik ändern – ähnlich wie 2020, als ein 1:0 im März den Grundstein für die spätere Meisterschaft legte.

Dortmunds Perspektive wäre eine andere: Ein Auswärtserfolg im Allianz Arena würde die Lücke zu Leverkusen weiter offenhalten und die Hoffnung auf den ersten Titel seit 2012 nähren. Doch die Geschichte spricht gegen den BVB – in den letzten fünf Auswärtsspielen gegen Bayern gelang nur ein Unentschieden.

Am Ende geht es um mehr als Punkte. Es geht um Momentum.

Die Aufstellungen für das Topspiel zwischen Bayern München und Borussia Dortmund zeigen: Beide Trainer setzen auf ihre offensiven Schwergewichte, mit Thomas Müller und Harry Kane als zentrale Figuren im Sturm. Die taktische Ausrichtung verspricht ein hochintensives Duell, in dem individuelle Klasse und kollektive Kompaktheit den Unterschied machen werden – besonders in den entscheidenden Zweikämpfen vor den Toren.

Für Fans bedeutet das: Wer die Partie live verpasst, sollte zumindest die Highlights nicht auslassen, denn mit dieser Startelf-Konstellation sind spektakuläre Szenen vorprogrammiert. Die defensiven Personalentscheidungen, etwa mit De Ligt gegen Schlotterbeck, könnten dabei den Spielverlauf stärker prägen als erwartet.

Am Ende wird dieses Spiel nicht nur drei Punkte verteilen, sondern auch eine klare Momentaufnahme liefern, wer in dieser Saison die Nase vorn hat im Kampf um die Meisterschaft.