Mit bis zu 23 Grad klettert das Thermometer in München am Donnerstag auf frühsommerliche Werte – doch die sonnigen Phasen werden nicht ungestört bleiben. Ab dem frühen Nachmittag ziehen lokal begrenzte Schauer auf, die vor allem im Westen und Süden der Stadt für kurze, aber heftige Regengüsse sorgen können. Die Kombination aus warmer Luft und aufziehender Bewölkung schafft dabei typisches Aprilwetter: schnell wechselnde Bedingungen, die selbst erfahrene Münchner immer wieder überraschen.
Wer für Donnerstag Pläne schmiedet, sollte das Wetter im Blick behalten, denn wie wird morgen das Wetter in München entscheidet, ob der Biergartenbesuch trocken bleibt oder der Regenschirm mit muss. Die Vorhersagen deuten auf eine klassische Zweiteilung hin – vormittags noch stabil und sonnig, nachmittags dann unberechenbarer. Besonders Radfahrer und Spaziergänger an der Isar sollten sich auf plötzliche Niederschläge einstellen. Die Frage wie wird morgen das Wetter in München lässt sich also kurz zusammenfassen: warm, aber mit Risiko.
Hochdruckgebiet bringt ungewöhnliche Aprilwärme
Ein kräftiges Hochdruckgebiet über Mitteleuropa sorgt für eine ungewöhnlich warme Wetterphase im April – und München profitiert davon besonders. Während andere Regionen noch mit kühlen Nächten kämpfen, steigen die Temperaturen in der bayerischen Landeshauptstadt am Donnerstag auf bis zu 23 Grad. Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) bestätigen, dass solche Werte für die erste Aprilhälfte etwa fünf bis sieben Grad über dem langjährigen Durchschnitt liegen.
Die Wärme bringt jedoch nicht nur Sonnenschein mit sich. Gegen Nachmittag ziehen von Westen her lokale Schauer auf, die vor allem im Umland für kurze, aber heftige Regengüsse sorgen können. Betroffen sind besonders die Gebiete südlich der Isar, wo Gewitter nicht ausgeschlossen sind. Die Luftfeuchtigkeit steigt dabei auf bis zu 70 Prozent – ein typisches Muster bei schnellen Wetterumschwüngen in dieser Jahreszeit.
Interessant ist der Vergleich zu den Vorjahren: 2023 verzeichnete München im gesamten April nur drei Tage mit Temperaturen über 20 Grad. 2024 könnte dieser Wert bereits in der ersten Monatshälfte erreicht werden. Klimatologen führen diese Entwicklung auf die anhaltende Erwärmung der KontinentalLuftmassen zurück, die in diesem Jahr besonders früh einsetzt.
Wer die Sonne nutzen möchte, sollte die Mittagsstunden zwischen 11 und 15 Uhr auskosten. Danach verdichten sich die Wolken, und die Schauerwahrscheinlichkeit nimmt zu. Wind spielt dagegen kaum eine Rolle – die Böen bleiben schwach und erreichen höchstens 15 km/h.
Gewitterfront zieht am Nachmittag über Oberbayern auf
Ab Mittag verdunkelt sich der Himmel über Oberbayern. Eine kräftige Gewitterfront zieht von Südwesten her auf und erreicht gegen 15 Uhr die Region München. Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes warnen vor lokalen Starkregenfällen mit Niederschlagsmengen von bis zu 20 Litern pro Quadratmeter innerhalb kurzer Zeit. Besonders betroffen sein könnten der Westen der Stadt sowie das Umland Richtung Starnberger See und Fürstenfeldbruck.
Die Temperaturen fallen mit Eintreffen der Front rasant. Während es vormittags noch sommerliche 22 bis 23 Grad gibt, sinken die Werte innerhalb von einer Stunde um fünf bis sieben Grad. Begleitet werden die Schauer von böigen Winden, die in Spitzen bis zu 60 km/h erreichen können. Die Gewitterzellen bewegen sich zügig nordostwärts, sodass die heftigsten Niederschläge voraussichtlich gegen 17 Uhr die Stadt verlassen.
Laut aktuellen Radardaten des Europäischen Zentrums für mittelfristige Wettervorhersage bilden sich die intensivsten Zellen über den Alpen und ziehen dann in Richtung Münchner Ebene. Die Wahrscheinlichkeit für Blitzschläge liegt bei etwa 70 Prozent – ein Wert, der für diese Jahreszeit ungewöhnlich hoch ist. Autofahrer sollten besonders auf Aquaplaning und plötzlich auftretende Sichtbehinderungen achten.
Gegen Abend beruhigt sich die Lage allmählich. Die Wolken lösen sich auf, und die Temperaturen steigen leicht wieder an. Für die Nacht wird mit trockenen Bedingungen und Tiefstwerten um 14 Grad gerechnet. Wer abends noch unterwegs ist, kann also ohne Regenschirm auskommen – die Gewitterfront hat dann bereits den Osten Bayerns erreicht.
Wo die Schauer München am stärksten treffen
Die Schauer am Donnerstagnachmittag werden München nicht flächendeckend, aber mit lokaler Intensität treffen. Besonders betroffen sind die westlichen und nördlichen Stadtteile, wo Meteorologen kurzfristige, heftige Regenfälle erwarten. Im Bereich von Neuaubing, Moosach und Feldmoching können die Niederschläge mit bis zu 15 Litern pro Quadratmeter innerhalb einer Stunde besonders kräftig ausfallen. Die Ursache liegt in einer labilen Luftschichtung, die durch die Erwärmung am Vormittag zusätzlich angeheizt wird.
Während die Innenstadt und südliche Bezirke wie Thalkirchen oder Harlaching voraussichtlich nur vereinzelte Tropfen abbekommen, sieht es im Nordwesten anders aus. Hier warnen Experten des Deutschen Wetterdienstes vor lokalen Gewitterzellen, die sich entlang einer Konvergenzlinie bilden könnten. Solche kleinräumigen Wetterphänomene sind schwer vorherzusagen, treiben die Niederschlagsmenge aber kurzfristig in die Höhe.
Wer am Nachmittag unterwegs ist, sollte besonders in den betroffenen Gebieten mit plötzlichen Wetterumschwüngen rechnen. Die Temperaturen fallen während der Schauer um bis zu fünf Grad, begünstigt durch verdunstende Kaltluft. Für Radfahrer und Fußgänger bedeutet das: Innerhalb weniger Minuten kann aus sonnigem Wetter ein kräftiger Regenguss werden – Regenschirme oder wetterfeste Kleidung sind ratsam.
Die stärksten Auswirkungen dürften zwischen 15 und 18 Uhr spürbar sein, wenn die Thermik ihren Höhepunkt erreicht. Danach klingen die Schauer allmählich ab, während die Temperaturen langsam wieder auf angenehme 18 bis 20 Grad steigen.
Perfektes Wetter für Biergärten – aber nur vormittags
Die Münchner können sich am Donnerstagvormittag auf ideale Biergartenbedingungen freuen. Zwischen 10 und 13 Uhr zeigt das Thermometer angenehme 18 bis 20 Grad an – perfekt für ein frühes Weißbier unter Kastanien. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) bestätigt, dass die Luftfeuchtigkeit in diesem Zeitraum mit rund 60 Prozent besonders behaglich ausfällt. Wer also flexibel planen kann, sollte den Besuch in Schwabing oder am Viktualienmarkt auf die ersten Stunden nach dem Frühstück legen.
Doch die Idylle währt nur kurz. Ab Mittag zieht eine Kaltfront über Oberbayern, die lokal begrenzte, aber heftige Schauer mit sich bringt. Besonders im Westen der Stadt, etwa in Laim oder Pasing, müssen Besucher mit plötzlichen Regengüssen rechnen. Die Temperaturen fallen dann rasant: Um 15 Uhr liegen sie kaum noch über 16 Grad.
Statistisch gesehen treten solche Wetterumschwünge im Münchner Mai an jedem dritten Tag auf. Meteorologen führen das auf die typische Frühlingslabilität zurück, wenn warme Bodenluft auf kühlere Höhenwinde trifft. Wer also sichergehen will, packt besser eine leichte Jacke ein – oder plant den Biergartenbesuch gleich als zügige Mittagspause.
Die Sonne gibt sich am späten Nachmittag noch einmal die Ehre, doch dann ist es für die meisten Freisitze bereits zu spät. Gegen 17 Uhr lichten sich die Wolken zwar, doch die Temperaturen klettern nicht mehr über 19 Grad. Wer den Tag retten will, weicht auf überdachte Bereiche aus – oder verlässt sich auf das alte Münchner Motto: A Maß hält auch im Regen warm.
Wochenendausblick: Bleibt es warm oder kommt der Umschwung?
Der goldene Oktober zeigt sich in München noch einmal von seiner besten Seite – doch wie lange hält die milde Phase an? Nach den angenehmen 23 Grad am Donnerstag deutet alles auf einen spürbaren Wandel hin. Die aktuellen Modelle des Deutschen Wetterdienstes (DWD) prognostizieren für das Wochenende eine allmähliche Abkühlung, wobei die Höchstwerte am Samstag voraussichtlich noch bei 18 bis 20 Grad liegen. Die Nächte werden dagegen bereits merklich frischer, mit Tiefstwerten um 8 Grad in den frühen Morgenstunden.
Während Freitag und Samstag noch weitgehend trocken bleiben, zieht am Sonntag eine Kaltfront über Süddeutschland. Damit steigt die Schauerneigung deutlich an, besonders in den Nachmittagsstunden. Meteorologen warnen vor lokalen Regengüssen mit bis zu 10 Litern pro Quadratmeter innerhalb kurzer Zeit – kein Dauerregen, aber genug, um Outdoor-Pläne zu durchkreuzen. Der Wind frischt auf, mit Böen bis zu 40 km/h in exponierten Lagen.
Die langfristigen Trends bestätigen den Umschwung: Ab Montag pendeln sich die Temperaturen bei 14 bis 16 Grad ein, typisch für die Jahreszeit. Wer also noch einmal die Sonne genießen möchte, sollte die Mittagsstunden am Samstag nutzen. Dann scheint sie voraussichtlich fünf bis sechs Stunden ungehindert, bevor sich am Abend erste Wolkenfelder verdichten.
Für Naturliebhaber gibt es einen kleinen Trost: Die herbstliche Färbung der Bäume erreicht in den kommenden Tagen ihren Höhepunkt. Besonders im Englischen Garten und am Isarhochufer lohnt sich ein Spaziergang – am besten mit Regenschirm in der Tasche.
München steht am Donnerstag ein typisch wechselhaftes Frühlingstagebuch bevor: Sonnige Phasen mit angenehmen 23 Grad laden zum Draußensein ein, doch ab dem frühen Nachmittag müssen vor allem im Westen und Süden der Stadt kurze, kräftige Schauer und sogar vereinzelte Gewitter einkalkuliert werden. Wer die Mittagspause oder den Feierabend im Freien plant, sollte daher sowohl die Sonnencreme als auch einen kompakte Regenjacke griffbereit haben – besonders zwischen 15 und 18 Uhr steigt die Schauerwahrscheinlichkeit deutlich an.
Die Unbeständigkeit bleibt auch in den kommenden Tagen ein Thema, wenn sich die Temperaturen zwar halten, die Wolken aber weiter für Überraschungen sorgen.

