München steht vor einem nassen Wochenende: Bis zu 15 Liter Regen pro Quadratmeter erwarten Meteorologen für Sonntag – eine Menge, die sonst oft über mehrere Tage fällt. Die Warnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) deuten auf heftige Schauer, lokal auch Gewitter mit Starkregen hin. Besonders in den Nachmittagsstunden könnte der Himmel über der bayerischen Landeshauptstadt seine Schleusen öffnen, begleitet von böigen Winden bis zu 60 km/h.
Für viele Münchner bedeutet das Wetter München Sonntag nicht nur Regenschirme und wasserfeste Jacken, sondern auch mögliche Einschränkungen im Freizeitprogramm. Ob Biergärten, Isar-Spaziergänge oder Open-Air-Veranstaltungen – wer Pläne für den Tag hat, sollte die aktuelle Entwicklung im Blick behalten. Die Prognosen für Wetter München Sonntag zeigen zwar keine extremen Unwetter, doch die kombinierte Menge an Niederschlag und Wind könnte besonders in tief liegenden Gebieten zu kurzfristigen Überschwemmungen oder vollgelaufenen Kellern führen.
Starkregenwarnung für München und Umgebung
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für München und das Umland eine amtliche Starkregenwarnung der Stufe 2 herausgegeben. Ab Sonntagmittag müssen Anwohner mit heftigen Schauern rechnen, die lokal bis zu 15 Liter Regen pro Quadratmeter innerhalb weniger Stunden bringen können. Besonders betroffen sind die Landkreise München, Dachau und Freising, wo die Niederschläge mit Windböen bis zu 60 km/h einhergehen. Die Warnung gilt voraussichtlich bis in die späten Abendstunden.
Meteorologen betonen, dass solche Regenmengen in kurzer Zeit zu lokalen Überflutungen führen können – vor allem in städtischen Gebieten mit versiegelten Böden. Nach Angaben des DWD steigt bei Niederschlägen über 10 Liter pro Quadratmeter in 60 Minuten das Risiko für vollgelaufene Keller oder überlastete Kanalisationen deutlich an. In den vergangenen fünf Jahren hat München durchschnittlich drei bis vier Starkregenereignisse pro Sommer verzeichnet, Tendenz steigend.
Die Stadt München hat bereits Vorsorgemaßnahmen eingeleitet: Die Feuerwehren sind in Bereitschaft, und mobile Pumpen wurden an bekannten Problemstellen wie der Isarvorstadt oder dem Olympiapark stationiert. Autofahrer werden aufgefordert, unnecessige Fahrten zu vermeiden, da Aquaplaning auf stark befahrenen Strecken wie der A9 oder dem Mittleren Ring wahrscheinlich wird. Auch der öffentliche Nahverkehr könnte durch umgestürzte Bäume oder überflutete Haltestellen beeinträchtigt werden.
Für Freizeitaktivitäten im Freien – vom Biergartenbesuch bis zu Radtouren an der Isar – empfiehlt der DWD dringend, die Wetterentwicklung über Warn-Apps wie NINA oder DWD-WarnWetter zu verfolgen. Die intensivsten Schauer werden zwischen 14 und 18 Uhr erwartet, bevor die Front nach Osten abzieht. Wer in tiefliegenden Gebieten wohnt, sollte wertvolle Gegenstände in höheren Stockwerken lagern.
Wo es am Sonntag besonders nass wird
Der Süden Münchens wird am Sonntag besonders stark vom Regen betroffen sein. Laut Prognosen des Deutschen Wetterdienstes müssen Anwohner in den Stadtteilen Thalkirchen, Obersendling und Solln mit Niederschlagsmengen von bis zu 20 Litern pro Quadratmeter rechnen – deutlich mehr als im städtischen Durchschnitt. Die intensiven Schauer ziehen voraussichtlich ab den frühen Nachmittagsstunden auf und halten bis in den Abend an. Besonders kritisch könnte es in tiefer gelegenen Gebieten werden, wo sich das Wasser schneller sammelt.
Auch im Westen der Stadt, etwa in Pasing oder Laim, wird es nass. Hier erwarten Meteorologen lokal begrenzte, aber heftige Regengüsse mit Mengen um 15 Liter pro Quadratmeter. Die Kombination aus Windböen und Starkregen könnte zu kurzfristigen Überflutungen führen, warnen Hydrologen. Betroffen wären vor allem Straßen mit unzureichender Entwässerung.
Deutlich trockener bleibt es dagegen im Nordosten Münchens. Stadtteile wie Schwabing oder Bogenhausen kommen mit geschätzten 5 bis 8 Litern pro Quadratmeter vergleichsweise glimpflich davon. Dennoch raten Experten auch hier zu Vorsicht: Selbst bei geringeren Niederschlagsmengen kann es bei vorbelasteten Kanalisationen zu Rückstaus kommen.
Besonders problematisch wird die Situation entlang der Isar. Durch die bereits gesättigten Böden der letzten Tage steigt das Risiko von kleinen Erdrutschen an den Uferhängen. Die Stadt München hat vorsorglich die Pegelstände im Blick und bereitet sich auf mögliche Hochwassermeldungen vor.
Mögliche Folgen: Hochwasser und überlastete Kanalisation
Mit den prognostizierten 15 Litern Regen pro Quadratmeter drohen München am Sonntag lokale Überflutungen – besonders in Tiefgaragen, Unterführungen und an stark befahrenen Kreuzungen wie dem Mittleren Ring. Die Stadtentwässerung warnt vor kurzfristigen Wasseransammlungen, da der Boden nach den letzten trockenen Wochen das Wasser nur langsam aufnehmen kann. In steilen Straßen wie der Tegernseer Landstraße oder im Bereich der Isarauen könnte das Oberflächenwasser besonders schnell abfließen und dabei Keller oder Tiefgeschosse gefährden.
Kritisch wird es vor allem für die Kanalisation: Bei solchen Regenmengen erreichen viele Abwasserkanäle ihre Kapazitätsgrenzen. Laut Angaben des Bayerischen Landesamts für Umwelt führen bereits 10 bis 20 Liter Niederschlag pro Quadratmeter in städtischen Gebieten häufig zu Überlastungen – mit der Folge, dass unbehandeltes Mischwasser in Gewässer wie die Isar oder den Nymphenburger Kanal geleitet wird. Betroffen sind dann nicht nur die Wasserqualität, sondern auch Uferbereiche, die durch die Strömung erodieren können.
Besondere Vorsicht gilt in Gebieten mit hoher Versiegelung, etwa in der Innenstadt oder in Gewerbegebieten wie Neuaubing. Hier fehlen natürliche Versickerungsflächen, sodass der Regen direkt in die Kanäle fließt und Staus verursacht. Die Feuerwehren der Region bereiten sich bereits auf mögliche Einsätze vor – im vergangenen Jahr mussten sie bei ähnlichen Wetterlagen über 50 mal ausrücken, um vollgelaufene Keller auszupumpen oder umgestürzte Bäume zu beseitigen.
Langfristig könnte der Starkregen auch die Infrastruktur belasten: Wenn Wasser in Straßenbeläge eindringt und dort gefriert, entstehen später Risse oder Schlaglöcher. Die Stadtwerke raten Autofahrern, größere Pfützen zu meiden – nicht nur wegen der Aquaplaning-Gefahr, sondern auch, weil offene Gullydeckel oder aufgeschwemmte Kanalschächte ein Risiko darstellen.
Tipps für Autofahrer und Fußgänger bei extremem Regen
Extremer Regen verwandelt Straßen in kurzer Zeit in rutschige Gefahrenzonen. Verkehrsexperten raten Autofahrern, die Geschwindigkeit um mindestens 20 Prozent zu reduzieren, sobald die Scheibenwischer nicht mehr mithalten. Bei 80 km/h verlängert sich der Bremsweg auf nasser Fahrbahn um das Doppelte – ein Risiko, das viele unterschätzen. Besonders kritisch wird es in Unterführungen und auf Brücken, wo sich Wasser schnell sammelt oder Sprühnebel die Sicht auf Null reduziert.
Fußgänger sollten bei Starkregen wie am Sonntag in München besonders aufmerksam sein. Reflektierende Kleidung oder ein heller Regenschirm erhöhen die Sichtbarkeit für Autofahrer deutlich. Laut einer Studie des Deutschen Wetterdienstes wird jeder dritte Fußgängerunfall bei Regen durch schlechte Erkennbarkeit verursacht. Wer möglich ist, meidet überflutete Gehwege – schon 20 Zentimeter fließendes Wasser können einen Erwachsenen aus dem Gleichgewicht bringen.
Parkende Fahrzeuge gehören nicht in Senken oder neben Gullis. Selbst kleine Pfützen können sich in Minuten zu reißenden Strömen entwickeln, die Autos beschädigen oder sogar wegspülen. Wer sein Fahrzeug abstellen muss, wählt am besten erhöhte Flächen wie Parkhäuser oder höher gelegene Seitenstraßen. Die Münchner Feuerwehr warnt regelmäßig davor, dass bereits 30 Liter Wasser pro Quadratmeter – also nur das Doppelte der erwarteten Menge – ausreichen, um Keller zu fluten oder Fahrzeuge unbrauchbar zu machen.
Für alle gilt: Handys bleiben in der Tasche. Ob am Steuer oder zu Fuß – Ablenkung ist bei Extremwetter ein tödliches Risiko. Wer zwischendurch eine Pause einlegt, nutzt die Zeit für einen Blick auf aktuelle Warn-Apps wie NINA oder den DWD-Warndienst, die Echtzeit-Updates zu Überflutungen und Sturmböen liefern.
Wie sich die Wetterlage in der kommenden Woche entwickelt
Der Regen am Sonntag markiert nur den Auftakt einer unbeständigen Wetterphase für München. Laut den aktuellen Vorhersagen des Deutschen Wetterdienstes bleibt die Stadt auch in den folgenden Tagen unter dem Einfluss atlantischer Tiefdruckgebiete. Besonders der Montag und Dienstag bringen weitere Schauer mit lokalen Gewittern, wobei die Niederschlagsmengen voraussichtlich zwischen 5 und 10 Litern pro Quadratmeter liegen. Die Temperaturen sinken dabei auf frische 16 bis 18 Grad – ein spürbarer Kontrast zu den sommerlichen Werten der Vorwoche.
Meteorologische Modelle deuten auf eine allmähliche Stabilisierung hin, allerdings erst ab Mitte der Woche. Am Mittwoch lockert die Bewölkung vorübergehend auf, doch bereits am Donnerstag zieht ein neues Frontensystem auf. Statistisch gesehen liegt die Wahrscheinlichkeit für anhaltende Trockenphasen in dieser Jahreszeit bei unter 30 Prozent – ein Wert, der die typische Launenhaftigkeit des mitteleuropäischen Herbstwetters unterstreicht.
Für Freitag und Samstag prognostizieren die Experten dann wieder längere trockene Abschnitte, wenn auch mit vereinzelten Wolkenfeldern. Die Höchstwerte klettern langsam auf 19 bis 21 Grad, während die Nächte mit 9 bis 11 Grad deutlich kühler ausfallen. Wer Outdoor-Aktivitäten plant, sollte die genauen Tagesvorhersagen im Auge behalten: Gerade in den Übergangsmonaten können sich Wetterlagen innerhalb weniger Stunden ändern.
Die anhaltenden Schauer am Sonntag werden München mit bis zu 15 Litern Regen pro Quadratmeter ordentlich durchnässen – ein Wert, der nicht nur für überfüllte Gullys, sondern auch für spürbare Einschränkungen im Stadtverkehr und bei Freizeitaktivitäten sorgt. Besonders in Tiefgaragen, an Flussufern und auf stark frequentierten Plätzen wie dem Marienplatz oder dem Englischen Garten drohen lokale Überflutungen, während die Feuerwehren bereits in Bereitschaft stehen, um umgestürzte Bäume oder vollgelaufene Keller zu bewältigen.
Wer am Wochenende unterwegs ist, sollte unbedingt wasserfeste Schuhe, eine robuste Regenjacke und genug Pufferzeit einplanen, denn selbst kurze Strecken können sich bei Starkregen und Windböen zu einer Geduldsprobe entwickeln. ÖPNV-Nutzer checken besser vorab die MVG-App auf Verspätungen oder Ausfälle – besonders in den Außenbezirken wie Neuperlach oder Moosach, wo die Entwässerung oft langsamer funktioniert.
Mit dem erwarteten Wetterumschwung zu Beginn der neuen Woche könnte sich die Lage zwar entspannen, doch bis dahin bleibt München ein einziges, nasses Abenteuer.

