Mit bis zu 15 Zentimetern Neuschnee rechnet der Deutsche Wetterdienst für München am kommenden Wochenende – eine Warnstufe, die selbst erfahrene Winterdienste in Alarmbereitschaft versetzt. Die Vorhersagen zeigen dichtes Schneetreiben, besonders in den Abendstunden des Samstags, wenn die Temperaturen auf unter minus zwei Grad fallen. Straßensperrungen, ausgefallene S-Bahn-Linien und stundenlange Staus auf den Autobahnen A8 und A99 gelten als wahrscheinlich, sobald der Schnee in Kombination mit starkem Wind zu Glätte führt.

Für Pendler, Touristen und die Münchner Bevölkerung bedeutet das vrijeme München in den nächsten Tagen mehr als nur eine Unannehmlichkeit: Die Stadt steht vor einem der heftigsten Wintereinbrüche der Saison, der selbst den öffentlichen Nahverkehr lahmlegen könnte. Besonders kritisch wird die Situation auf den Steigungsstrecken wie der Tegernseer Landstraße oder im Bereich des Mittleren Rings, wo bereits bei geringeren Schneemengen Chaos herrschte. Wer plant, das Wochenende in der bayerischen Metropole zu verbringen, sollte die aktuelle Entwicklung des vrijeme München minutenweise verfolgen – und sich auf erhebliche Einschränkungen einstellen.

Kältewelle rollt auf Bayern zu – warum jetzt?

Die Kältewelle, die aktuell auf Bayern zurollt, ist kein Zufall – sie folgt einem klaren meteorologischen Muster. Hochdruckgebiete über Skandinavien blockieren seit Tagen warme Atlantikluft, während gleichzeitig eisige Polarluft aus Nordosten ungehindert nach Mitteleuropa strömt. Diese Konstellation führt zu einem rapiden Temperatursturz: Während München noch vor einer Woche milde 10 Grad verzeichnete, werden am Wochenende kaum noch Plusgrade erwartet. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor einer „markanten Wetterumstellung“, die besonders den Süden Deutschlands trifft.

Besonders auffällig ist die Geschwindigkeit, mit der sich die Kälte durchsetzt. Innerhalb von 48 Stunden sinken die Werte um bis zu 15 Grad – ein Phänomen, das Klimaforscher auf die zunehmende Instabilität der Jetstreams zurückführen. Diese starken Höhenwinde verlaufen aktuell in ungewöhnlichen Schleifen, was kalte Luftmassen nach Südeuropa lenkt. Statistisch gesehen treten solche abrupten Kälteeinbrüche im März zwar seltener auf als im Januar, doch wenn sie vorkommen, sind sie oft intensiver.

Für München bedeutet das nicht nur Schnee, sondern auch eine erhöhte Glättegefahr. Die Kombination aus nächtlichem Frost und tagsüber leicht tautem Schneematsch bildet die perfekte Grundlage für gefährliche Straßenverhältnisse. Besonders tückisch: Die „Schneefresser“-Effekte in der Stadt, wo wärmere Gebäudefassaden und Abgase lokal für Schmelzprozesse sorgen – die dann nachts zu plötzlicher Eisbildung führen.

Hinzu kommt der Faktor Wind. Böen bis zu 60 km/h peitschen den Schnee auf, was die Sicht auf Autobahnen wie der A8 oder A9 dramatisch verschlechtern kann. Der ADAC rät bereits jetzt zu Winterreifen-Checks und warnt vor „extrem verlängerten Bremswegen“ auf vereisten Passagen. Wer am Wochenende unterwegs ist, sollte sich auf Staus und Sperrungen einstellen – besonders in höheren Lagen wie dem Alpenvorland.

Bis zu 15 Zentimeter Neuschnee: Die genauen Vorhersagen

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor einem markanten Wintereinbruch in der Landeshauptstadt: Bis zu 15 Zentimeter Neuschnee könnten bis Sonntagabend fallen. Besonders betroffen sind die höheren Lagen im Süden Münchens, wo die Schneedecke lokal sogar noch dichter ausfallen könnte. Die Vorhersagemodelle zeigen eine stabile Kaltluftzufuhr aus Nordosten, die in Kombination mit feuchter Luft aus dem Alpenraum für anhaltende Schneefälle sorgt.

Laut aktuellen Berechnungen beginnt der Schneefall bereits in den frühen Morgenstunden des Samstags und intensiviert sich bis zum Nachmittag. Meteorologen rechnen mit einer Schneefallgrenze, die konsequent unter 500 Metern bleibt – für München bedeutet das durchgehend winterliche Bedingungen. Statistisch gesehen treten solche intensiven Schneefälle in der Region nur etwa alle drei bis fünf Jahre auf, was die Situation besonders kritisch macht.

Die genaue Verteilung der Schneemengen hängt stark von der Topografie ab. Während im Stadtzentrum mit 8 bis 12 Zentimetern zu rechnen ist, können in den Voralpen-Gemeinden wie Garmisch-Partenkirchen oder Miesbach bis zu 20 Zentimeter zusammenkommen. Windböen bis Stärke 6 verstärken zudem die Gefahr von Schneeverwehungen, insbesondere auf freigelegenen Flächen wie Autobahnen oder Brücken.

Die Kältewelle hält voraussichtlich bis in die neue Woche an, mit Nachttemperaturen von bis zu minus 8 Grad. Tagsüber steigen die Werte kaum über den Gefrierpunkt, was die Schneeschmelze verzögert und die Verkehrssituation weiter verschärft.

Straßen, Bahn, Flugverkehr: Wo es kritisch wird

Der Schneefall wird Münchens Straßen besonders hart treffen – vor allem während der Hauptverkehrszeiten. Laut Prognosen des Deutschen Wetterdienstes drohen am Samstagmorgen auf den Autobahnen A8 und A99 Staus von bis zu 20 Kilometern Länge, sobald die Schneedecke die kritische Marke von fünf Zentimetern überschreitet. Brücken und Steigungen wie die Allacher Brücke oder der Oberföhringer Berg werden voraussichtlich zuerst glatt, da sie schneller gefrieren als ebene Strecken. Die Stadt hat zwar 60 Streufahrzeuge im Einsatz, doch bei anhaltendem Schneefall reicht selbst die doppelte Kapazität oft nicht aus, um alle Routen rechtzeitig zu räumen.

Im Schienenverkehr warnt die Deutsche Bahn vor massiven Einschränkungen. Regionalzüge könnten auf Strecken wie München–Augsburg oder München–Rosenheim mit Verspätungen von 30 bis 60 Minuten rechnen, falls Weichen oder Oberleitungen vereisen. Besonders betroffen: der S-Bahn-Knotenpunkt Ostbahnhof, wo bereits bei früheren Schneefällen Züge stundenlang ausfielen. Experten der Bahn empfehlen, auf alternative Verbindungen auszuweichen – doch selbst U-Bahnen und Trams sind nicht sicher, wenn Schneemassen die Stromabnehmer blockieren.

Am Flughafen geht man von ersten Ausfällen ab Freitagabend aus. Bei Schneefall über zehn Zentimetern muss der Betrieb gedrosselt werden, da die Start- und Landebahnen alle 20 Minuten geräumt werden müssen. 2021 führte eine ähnliche Wetterlage zu 120 gestrichenen Flügen innerhalb von sechs Stunden. Diesmal rechnet man mit Verzögerungen vor allem bei Kurzstrecken nach Berlin, Frankfurt oder Wien. Passagiere sollten die Live-Updates der Flughafen-App nutzen, da sich Verspätungen kurzfristig häufen können.

Fahrradfahrer und Fußgänger werden oft unterschätzt – doch gerade sie gehören zu den ersten Opfern des Winterchaos. Auf nicht geräumten Radwegen wie entlang der Isar oder im Englischen Garten kommt es regelmäßig zu gefährlichen Stürzen. Die Stadt hat zwar 1.200 Kilometer Gehwege als „prioritär“ eingestuft, doch selbst hier dauert es oft Stunden, bis der Schnee beseitigt ist.

So bereiten sich Münchner auf das Schneechaos vor

Während die Münchner Wetterdienste vor bis zu 15 Zentimetern Neuschnee warnen, rüsten sich Anwohner bereits für das drohende Wochenendchaos. Supermärkte verzeichnen seit Donnerstagabend einen deutlichen Anstieg bei Grundnahrungsmitteln – besonders Konserven, Brot und Trinkwasser fliegen aus den Regalen. Laut einer Umfrage des Bayerischen Einzelhandelsverbands steigen die Verkäufe von Streusalz und Schneeschiebern in der Region um bis zu 300 Prozent, sobald Schneefall angekündigt wird. Die Erfahrung aus dem Winter 2021, als ein ähnlicher Schneefall den Nahverkehr für zwei Tage lahmlegte, sitzt vielen noch im Nacken.

Technisch versierte Münchner setzen auf digitale Lösungen: Apps wie MVG Live oder DB Navigator werden bereits jetzt häufiger heruntergeladen, um Verspätungen in Echtzeit zu tracken. Gleichzeitig warnen Verkehrsexperten davor, sich allein auf Technologie zu verlassen – bei extremen Wetterlagen fallen oft auch mobile Netze aus.

In den Außenbezirken wie Perlach oder Neuperlach bilden sich spontane Nachbarschaftsinitiativen. Über WhatsApp-Gruppen und lokale Facebook-Seiten organisieren Anwohner Fahrgemeinschaften für den Notfall oder bieten Hilfe beim Freischaufeln von Gehwegen an. Besonders ältere Mitbürger werden so in die Planung einbezogen, nachdem im letzten Jahr mehrere Senioren nach Stürzen auf vereisten Wegen im Krankenhaus landen mussten.

Die Stadt selbst hat ihre Winterdienste hochgefahren: 120 Fahrzeuge sind bereit, Hauptstraßen und Radwege zu räumen – doch selbst mit diesem Einsatz dauert es laut Stadtwerke München bis zu sechs Stunden, bis alle Prioritätsrouten befahrbar sind. Kleinere Seitenstraßen könnten länger unpassierbar bleiben.

Wer kann, bleibt am Wochenende besser zu Hause. Die Münchner Polizei rät dringend davon ab, unnötige Autofahrten zu unternehmen, und verweist auf die erhöhte Unfallgefahr bei plötzlichen Glatteisbildungen. Wer trotzdem unterwegs sein muss, sollte Winterreifen, eine Decke und eine Tasse heißen Tee griffbereit haben – die Wartezeiten bei Pannenhelfern könnten sich sonst als eisige Geduldsprobe erweisen.

Wann der Wintereinbruch endet – und was danach kommt

Der aktuelle Wintereinbruch in München wird voraussichtlich bis Dienstag anhalten. Laut Prognosen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) sinken die Temperaturen bis Sonntagabend auf minus 5 Grad, bevor am Montag ein leichter Anstieg einsetzt. Die Schneefälle lassen dann allmählich nach, doch mit Tauwetter ist frühestens ab Mittwoch zu rechnen. Bis dahin bleibt die Stadt im Griff von Eis und Schneemassen – besonders in den frühen Morgenstunden droht Glätte.

Was folgt, ist ein typischer Wetterumschwung für diese Jahreszeit: Nach dem eisigen Wochenende steigen die Temperaturen auf milde 3 bis 6 Grad, begleitet von Regen. Meteorologen warnen jedoch vor einer trügerischen Entspannung. Der schnelle Wechsel von Frost zu Nässe kann zu überfluteten Straßen führen, da der gefrorene Boden das Wasser nicht aufnehmen kann. Ähnliche Wetterlagen haben in der Vergangenheit gezeigt, dass solche Übergangsphasen oft mehr Schäden anrichten als der Schnee selbst.

Langfristig deutet alles auf einen unbeständigen Februar hin. Klimadaten der letzten Jahrzehnte belegen, dass München in diesem Monat zunehmend mit extremen Wetterwechseln konfrontiert ist – von Schneestürmen bis zu frühlingshaften Temperaturen innerhalb weniger Tage. Für die kommenden zwei Wochen sagen Modelle zwar keine neuen Rekordschneefälle voraus, doch mit lokalen Schauern und nächtlichem Frost muss gerechnet werden.

Die Stadtverwaltung hat bereits Vorsorgemaßnahmen eingeleitet, um die Folgen des Tauwetters abzufedern. Priorität hat die Räumung von Kanälen und Gullys, um Staunässe zu vermeiden. Gleichzeitig bleiben die Streudienste in Bereitschaft, falls die Temperaturen überraschend wieder fallen.

Die Schneemassen von bis zu 15 Zentimetern werden München am Wochenende fest im Griff haben – mit erheblichem Verkehrschaos, ausgefallenen Regionalzügen und rutschigen Straßen muss gerechnet werden, besonders in den frühen Morgenstunden und auf Steigungen wie der A95 Richtung Garmisch. Wer nicht zwingend unterwegs sein muss, sollte die Fahrten verschieben oder auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen, die voraussichtlich trotz Einschränkungen zuverlässiger als der Individualverkehr sein dürften.

Die Stadt hat zwar die Räumdienste hochgefahren, doch bei anhaltendem Schneefall und sinkenden Temperaturen bis in den Nachtbereich wird die Lage vor allem auf Nebenstraßen und Radwegen kritisch bleiben. Wer sich trotzdem auf den Weg macht, sollte Winterreifen, ausreichend Abstand und eine Notfallausrüstung im Auto einplanen – denn die nächsten Stunden werden zeigen, ob die Prognosen halten oder München sogar noch härter trifft als erwartet.