Mit bis zu 30 Litern Regen pro Quadratmeter rechnet der Deutsche Wetterdienst für München am kommenden Wochenende – eine Menge, die sonst oft über einen ganzen Monat fällt. Die Warnstufe Gelb ist bereits aktiviert, und Meteorologen des br wetter münchen warnen vor lokalen Überflutungen, besonders in tief liegenden Stadtteilen wie Schwabing oder der Innenstadt. Starkregen, begleitet von Gewittern und Windböen bis zu 60 km/h, könnte den Verkehr lahmlegen und Keller unter Wasser setzen.

Für Münchner bedeutet das: Regenschirme und Gummistiefel werden zum Pflichtaccessoire, während die Stadtverwaltung bereits Sandsäcke und Notfallpläne bereithält. Der br wetter münchen rät zu besonderer Vorsicht auf Straßen und in U-Bahn-Schächten, wo sich Wasser schnell stauen kann. Wer Pläne für Open-Air-Events oder Ausflüge ins Umland hat, sollte die Warn-Apps im Blick behalten – die Unwetterfront zieht zwar schnell durch, hinterlässt aber mit großer Wahrscheinlichkeit Chaos.

Starkregenwarnung für Bayerns Landeshauptstadt

Starkregenwarnung für Bayerns Landeshauptstadt

Die Münchner müssen sich auf heftige Niederschläge einstellen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für die Landeshauptstadt eine amtliche Starkregenwarnung der Stufe 2 ausgegeben – und die gilt nicht nur für Samstag, sondern zieht sich bis in die frühen Morgenstunden des Sonntags. Betroffen sind alle Stadtteile, besonders aber die Isarvorstädte und der Nordosten Münchens, wo lokal bis zu 30 Liter Regen pro Quadratmeter innerhalb weniger Stunden fallen könnten. Zum Vergleich: Im gesamten Juli 2023 registrierte der DWD in München im Schnitt nur 120 Liter – das Wochenende bringt also fast ein Viertel des Monatsniederschlags auf einmal.

Besonders kritisch wird die Situation in den Abendstunden. Zwischen 18 und 22 Uhr erwarten Meteorologen die intensivsten Schauer, begleitet von Böen bis zu 60 km/h. Die Kombination aus Starkregen und Wind erhöht die Gefahr von umstürzenden Bäumen oder herabfallenden Ästen – ein Risiko, das der Stadtentwässerung München bereits jetzt zusätzliche Einsatzkräfte in Bereitschaft halten lässt. Auch die S-Bahn könnte betroffen sein: Bei lokalen Überflutungen sind kurzfristige Streckensperrungen nicht ausgeschlossen, wie ein Sprecher der Deutschen Bahn bestätigte.

Hausbesitzer in gefährdeten Lagen sollten Vorsorge treffen. Kellerentwässerungen und Rückstauklappen prüfen, Wertgegenstände aus tiefer gelegenen Räumen entfernen – solche Maßnahmen können im Ernstfall teure Schäden verhindern. Die Feuerwehren in München und Umland haben bereits ihre Kapazitäten hochgefahren, doch bei gleichzeitig eintreffenden Notrufen kann es zu Verzögerungen kommen.

Wer am Wochenende unterwegs ist, sollte die Wetter-Apps im Blick behalten. Die Warnstufe 2 bedeutet: „Wetterentwicklungen, die zu Schäden führen können“. Autofahrer müssen mit plötzlichen Aquaplaning-Risiken rechnen, besonders auf stark befahrenen Strecken wie der A9 oder dem Mittleren Ring. Die Stadt rät, nicht notwendige Fahrten zu verschieben – oder zumindest deutlich mehr Zeit einzuplanen.

Wo es am stärksten gießen wird

Wo es am stärksten gießen wird

Die stärksten Niederschläge werden am Samstagnachmittag und -abend über dem Süden Münchens erwartet. Besonders betroffen sind die Stadtteile Thalkirchen, Obersendling und Solln, wo Meteorologen lokal begrenzte Regenmengen von bis zu 25 Litern pro Quadratmeter innerhalb weniger Stunden vorhersagen. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor kurzfristigen Überflutungen in Tiefgaragen und an stark befahrenen Kreuzungen wie der Boschetsrieder Straße, wo das Entwässerungssystem bei solchen Intensitäten schnell an seine Grenzen stößt.

Im Norden der Stadt fällt der Regen zwar gleichmäßiger, aber weniger heftig. Schwabing und Maxvorstadt müssen mit etwa 15 bis 20 Litern rechnen – genug, um den öffentlichen Nahverkehr zu behindern. Die MVG hat bereits angekündigt, bei anhaltendem Starkregen die Taktung der U-Bahnen zu reduzieren, um Wasseransammlungen auf den Gleisen vorzubeugen.

Besonders kritisch könnte es in den Isarauen werden. Bei anhaltendem Regen steigt der Pegel des Flusses rasant an, und die Stadtverwaltung rechnet mit Überschwemmungen der Uferwege zwischen Großhesseloher Brücke und Flaucher Brücke. Historische Daten zeigen, dass bei vergleichbaren Wetterlagen die Isar innerhalb von sechs Stunden um bis zu 80 Zentimeter ansteigen kann – ein Szenario, das Spaziergänger und Radfahrer am Wochenende meiden sollten.

Die äußeren Bezirke wie Neuperlach oder Riem kommen mit etwas Glück glimpflicher davon. Hier werden zwar ebenfalls Schauer erwartet, doch die prognostizierten 10 bis 12 Liter pro Quadratmeter stellen für die moderne Kanalisation kaum eine Herausforderung dar. Dennoch raten Experten dazu, Kellerfenster zu schließen und Abflüsse in Hofeinfahrten freizuhalten, um Rückstau zu vermeiden.

Folgen für Verkehr und Freizeitaktivitäten

Folgen für Verkehr und Freizeitaktivitäten

Der erwartete Starkregen wird Münchens Verkehr am Wochenende spürbar beeinträchtigen. Laut Prognosen des Deutschen Wetterdienstes können lokal bis zu 30 Liter Regen pro Quadratmeter fallen – genug, um Straßen in kürzester Zeit in Flüsse zu verwandeln. Besonders betroffen sind tief gelegene Gebiete wie die Isarvorstadt oder Teile von Schwabing, wo es in der Vergangenheit bereits zu Überschwemmungen kam. Die Stadtwerke München warnen vor möglichen Vollsperrungen im ÖPNV, sollte Wasser in U-Bahn-Schächte oder Straßenbahngleise eindringen.

Autofahrer müssen mit chaotischen Verhältnissen rechnen. Staus auf den Hauptverkehrsadern wie der A9 oder dem Mittleren Ring sind vorprogrammiert, sobald Aquaplaning-Risiko besteht. Der ADAC rät zu besonderer Vorsicht auf Brücken und in Unterführungen, wo sich Wasser schnell staut. Auch Radfahrer sollten ihre Touren anpassen: Viele der beliebten Isar-Radwege könnten zeitweise unpassierbar sein.

Für Freizeitaktivitäten bedeutet das Wochenende einen herben Dämpfer. Die Englische Garten-Wiesen verwandeln sich bei solchen Niederschlägen binnen Minuten in morastige Flächen – Picknicks oder Sonnenbaden sind damit vom Tisch. Selbst die Biergärten unter alten Kastanien bieten kaum Schutz, wenn der Regen seitlich durch die Bäume peitscht. Die Münchner Seen wie der Starnberger oder Ammersee werden voraussichtlich Hochwasser führen, was Bootstouren und Badestellen gefährlich macht.

Besonders kritisch wird die Lage für Open-Air-Veranstaltungen. Events wie das Tollwood-Festival auf der Theresienwiese haben zwar Notfallpläne für Regen, doch bei solchen Mengen ist selbst unter Zeltdächern mit Einschränkungen zu rechnen. Meteorologen betonen, dass die Intensität der Schauer lokal stark variieren kann – während es in Pasing trocken bleibt, könnte Neuhausen gleichzeitig unter Wolkenbrüchen leiden.

Wie sich Münchner auf die Unwetter vorbereiten

Wie sich Münchner auf die Unwetter vorbereiten

Die Münchner haben die Warnungen des Deutschen Wetterdienstes ernst genommen. Seit Donnerstagabend leeren sich die Regale mit Taschenlampen, Batterien und Sandsäcken in Baumärkten wie Hornbach oder Obi. Besonders gefragt sind mobile Pumpen – die Nachfrage stieg laut einer Sprecherin des Handelsverbandes Bayern um 120 Prozent im Vergleich zur Vorwoche. Wer zu spät kommt, muss auf Lieferungen warten oder improvisieren.

In den sozialen Medien organisieren sich Anwohner: In Facebook-Gruppen wie Münchner Unwetterhilfe tauschen sie Tipps aus, wo noch Notvorräte erhältlich sind oder wie man Keller richtig sichert. Ein häufiger Rat: Wertgegenstände in höheren Stockwerken lagern und Dokumente in wasserdichten Hüllen aufbewahren. Die Stadt München hat zusätzlich auf ihrer Website eine Checkliste veröffentlicht, die von der Befestigung loser Dachziegel bis hin zur Überprüfung der Rückstausicherung reicht.

Öffentliche Einrichtungen reagieren ebenfalls. Die Feuerwehren in Schwabing und Neuhausen haben zusätzliche Kräfte in Bereitschaft versetzt, während die MVG ihre U-Bahn-Schächte präventiv kontrolliert. Besonders kritisch könnte es in Tiefgaragen werden – hier warnen Experten vor dem sogenannten Aquaplaning-Effekt in unterirdischen Zufahrten, der bereits bei 15 Litern Regen pro Quadratmeter zu gefährlichen Situationen führen kann.

Einige Münchner setzen auf bewährte Hausmittel: Mit Müllsäcken gefüllte Eimer dienen als Notbarrieren, Gartenbesitzer verlegen Rinnen um oder decken empfindliche Pflanzen mit Folie ab. In den Außenbezirken wie Perlach oder Moosach, wo die Kanalisation oft an ihre Grenzen stößt, bilden Nachbarn spontane Hilfsnetzwerke. Die Devise lautet: besser übervorsichtig als überrascht.

Aussichten: Bleibt das Wetter instabil?

Die aktuelle Wetterlage über München bleibt vorerst unbeständig. Nach den heftigen Niederschlägen am Wochenende deuten die Modelle des Deutschen Wetterdienstes (DWD) auf eine anhaltende instabile Phase hin. Besonders im Alpenvorland könnte sich die Situation bis Mitte der Woche nur langsam beruhigen, da feuchtwarme Luft aus südlicher Richtung weiterhin Schauer und Gewitter begünstigt.

Meteorologen verweisen auf die ungewöhnlich hohe Luftfeuchtigkeit in den unteren Atmosphärenschichten, die aktuell bei über 80 Prozent liegt. Diese Bedingungen erhöhen die Wahrscheinlichkeit für lokale Starkregenereignisse – ähnlich wie am vergangenen Wochenende, als in einigen Stadtteilen Münchens innerhalb weniger Stunden bis zu 30 Liter pro Quadratmeter fielen.

Ob sich die Lage langfristig stabilisiert, hängt stark von der Entwicklung eines Tiefdruckgebiets über Mitteleuropa ab. Sollte es sich nach Osten verlagern, könnte ab Donnerstag trockenere Luft einströmen. Bis dahin müssen sich Münchner jedoch auf wechselhaftes Wetter mit kurzen sonnigen Abschnitten und plötzlichen Schauern einstellen.

Langfristige Prognosen bleiben schwierig, da die Großwetterlage über Europa derzeit stark schwankt. Klimadaten der letzten Jahre zeigen allerdings, dass solche instabilen Phasen im Frühsommer zunehmend häufiger auftreten – ein Trend, der auch in den kommenden Wochen die Wettervorhersagen prägen könnte.

Die anhaltenden Regenmassen mit lokal bis zu 30 Litern pro Quadratmeter machen klar: München steht ein nass-kühles Wochenende bevor, das vor allem für Hochwasser in tiefer liegenden Gebieten und Behinderungen im Straßenverkehr sorgen könnte. Besonders in der Isarau, an der Würm und in Bereichen mit schlechter Entwässerung drohen Überschwemmungen, während Pendler mit vollgelaufenen Unterführungen und längeren Fahrzeiten rechnen müssen.

Wer Pläne für Outdoor-Aktivitäten hat, sollte sie kurzfristig anpassen – ob durch wasserdichte Kleidung, alternative Routen oder den Griff zum Regenschirm, der bei den erwarteten Schauern ohnehin kaum ausreicht. Die Stadt hat zwar Vorsorgemaßnahmen getroffen, doch bei solchen Mengen bleibt nur eines: geduldig bleiben und die Warnungen des Deutschen Wetterdienstes ernst nehmen, denn der April zeigt einmal mehr, dass er in Bayern auch 2024 kein Freund trockener Füße ist.