Mit 28 Grad im Schatten hat München heute einen neuen Hitzeschub erreicht – und das ist erst der Anfang. Die Quecksilbersäule klettert weiter, während die Stadt unter schwüler Luft und praller Sonne ächzt. Selbst nachts sinken die Werte kaum unter 18 Grad, was Meteorologen als „tropische Nacht“ einstufen. Die aktuelle Temperatur in München liegt damit deutlich über dem langjährigen Durchschnitt für diese Jahreszeit, und die Prognosen geben wenig Hoffnung auf Abkühlung.

Für Münchner bedeutet das: Schwitzen im Büro, überfüllte Biergärten und voll belastete Klimaanlagen. Die aktuelle Temperatur in München bleibt bis zum Wochenende auf Hochtouren, mit Spitzenwerten bis 30 Grad. Wer jetzt noch auf den nächsten Regen wartet, wird enttäuscht – die Wetterkarten zeigen stabiles Hochdruckgebiet über Bayern, das erst ab Montag langsam nachlässt. Die Hitze trifft nicht nur Freizeitpläne, sondern belastet auch den Körper: Ärzte warnen vor Kreislaufproblemen und raten zu ausreichend Flüssigkeit.

Hitzewelle trifft Bayern mit voller Wucht

Die aktuelle Hitzewelle hat Bayern fest im Griff – und München stöhnt unter Temperaturen, die selbst für Juli ungewöhnlich früh so intensiv ausfallen. Mit 28 Grad im Schatten um die Mittagszeit zeigt das Thermometer Werte, die sonst erst im Hochsommer erreicht werden. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor einer anhaltenden Belastung: Die nächtliche Abkühlung bleibt aus, sodass selbst die frühen Morgenstunden kaum Erleichterung bringen.

Besonders in der Innenstadt heizen sich Asphalt und Beton auf, was die gefühlte Temperatur noch weiter in die Höhe treibt. Während ländliche Regionen Bayerns zumindest nachts auf unter 20 Grad kommen, kühlt es in München oft nicht unter 22 Grad ab. Das hat Folgen: Kliniken verzeichnen bereits einen Anstieg hitzebedingter Beschwerden wie Kreislaufprobleme oder Dehydrierung.

Meteorologen führen die extreme Hitze auf ein stabiles Hochdruckgebiet über Mitteleuropa zurück, das heiße Luft aus dem Mittelmeerraum nach Norden pumpt. Laut DWD könnte die 30-Grad-Marke in den kommenden Tagen sogar lokal überschritten werden – ein Wert, der für diese Jahreszeit selbst in der wärmeliebenden Isarmetropole ungewöhnlich ist. Die Vorhersagen zeigen klar: Bis zum Wochenende bleibt die Lage angespannt.

Stadtbewohner reagieren mit improvisierten Lösungen. Parks wie der Englische Garten füllen sich mit Sonnensuchenden, die Schatten unter alten Bäumen suchen, während Eisdielen Rekordumsätze melden. Doch die Hitze fordert auch ihren Tribut: Die Münchner Feuerwehr rät dringend dazu, offenes Feuer zu meiden und bei Waldspaziergängen besondere Vorsicht walten zu lassen.

28 Grad und mehr: Wo München gerade am heißesten ist

Wer in München gerade nach Schatten sucht, wird an der Isar wenig Glück haben. Die Messstation am Deutschen Museum verzeichnete heute Mittag bereits 29,3 Grad – und der Asphalt in der Innenstadt gibt die Hitze unerbittlich zurück. Besonders betroffen sind die sonnenbeschienenen Plätze wie der Marienplatz oder der Odeonsplatz, wo die gefühlte Temperatur durch die dichte Bebauung noch einmal um 2 bis 3 Grad höher liegt. Selbst im Englischen Garten, sonst eine kühle Oase, kletterten die Werte in der Nähe der Eisbachwelle auf 28,7 Grad.

Weniger überraschend, aber nicht weniger unangenehm: Die U-Bahn-Stationen verwandeln sich in Saunen. An der Haltestelle Hauptbahnhof zeigte das Thermometer heute 31 Grad – ein Wert, der laut Daten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in unterirdischen Bereichen großer Städte bei anhaltender Hitze schnell erreicht wird. Die Stadtwerke München haben bereits reagiert und die Lüftungsanlagen in den Zügen hochgefahren, doch eine vollständige Abkühlung ist kaum möglich.

Wer es etwas erträglicher haben will, sollte Richtung Westen ausweichen. Im Olympiapark weht meist eine leichte Brise, und die Temperaturen bleiben mit 27,5 Grad knapp unter der 28-Grad-Marke. Auch die Außenbezirke wie Perlach oder Neuperlach profitieren von etwas mehr Grünflächen und weniger Beton – hier liegen die Werte aktuell bei 27,9 Grad. Doch selbst hier warnen Meteorologen vor nächtlicher Tropenhitze: Die Temperaturen sinken voraussichtlich nicht unter 20 Grad, was die Erholung für den Körper erschwert.

Ein kleiner Trost für alle Hitzegeplagten: Die Seen rund um München bieten noch Abkühlung. Am Starnberger See wurden heute Wassertemperaturen von 23 Grad gemessen, im Ammersee sogar 24 Grad. Doch wer jetzt denkt, hier ließe sich die Hitze entspannt aussitzen, irrt: Die Parkplätze sind seit dem frühen Vormittag überfüllt, und die Rettungskräfte melden bereits vermehrte Einsätze wegen Kreislaufproblemen.

Von Schattenjagd bis Eisdielen-Run: So überstehen Münchner die Glut

München sucht Schatten – und findet ihn selten. Bei 28 Grad im Schatten und gefühlten 32 Grad in der prallen Sonne verwandeln sich die Straßen der Stadt in eine Arena der Kreativität. Die Isarwiesen ähneln an diesen Tagen einem überfüllten Strandbad, wo Handtücher im Minutentakt ausgebreitet werden und die letzten freien Plätze unter Bäumen wie Goldstaub gehandelt werden. Selbst die sonst so gelassenen Münchner zeigen plötzlich taktisches Geschick: Wer um 11 Uhr noch einen Platz unter der alten Eiche am Flaucourt ergattert, gilt unter Kollegen als Strategiegenie.

Die Hitze treibt die Menschen in die ungewöhnlichsten Ecken. Klimatologen der LMU bestätigen, was jeder spürt: Asphalt speichert die Hitze bis in die späten Abendstunden – nach 20 Uhr misst man auf Plätzen wie dem Marienplatz noch über 25 Grad. Die Folge? Eine nächtliche Schattenjagd, bei der Parks wie der Westpark oder der Olympiapark zu Pilgerstätten werden. Familien lagern auf Picknickdecken bis zum Sonnenuntergang, während Jogger ihre Runden erst nach 22 Uhr drehen. Selbst die Biergärten passen sich an: Die Augustiner-Kellerei am Arnulfpark öffnet ihre Türen früher und schließt später – Hauptsache, die Gäste sitzen im kühlen Gewölbe.

Doch nicht alle fliehen. Manche nutzen die Hitze für rekordverdächtige Aktionen. Die Eisdielen der Stadt verzeichnen Umsatzsprünge von bis zu 40 Prozent – bei „Gelato Divino“ in Schwabing stehen Schlange bis auf die Straße. Und wer keine Lust auf Warteschlangen hat, improvisiert: Supermarkt-Kühltruhen werden zur beliebten Zwischenstation für spontane „Eis-am-Stiel-Pausen“. Selbst die MVG berichtet von einem Anstieg an Fahrgästen, die einfach nur eine Station mitfahren, um in den klimatisierten U-Bahnen kurz durchzuatmen.

Die kreativsten Lösungen kommen oft von denen, die es gewohnt sind. Ältere Münchnerinnen schwören auf den klassischen „Lüftlmaler-Trick“: Nasse Tücher an den Fenstern, die durch Verdunstungskälte die Wohnung um bis zu 5 Grad abkühlen. Und wer es moderner mag, folgt dem Beispiel der Studentinnen am Studentenwerk: Ventilatoren werden mit gefrorenen Wasserflaschen kombiniert – eine DIY-Klimaanlage, die zumindest für ein paar Stunden Erleichterung bringt.

Nacht bringt kaum Abkühlung – Tropennächte halten an

Die Münchner können auch nachts kaum aufatmen. Während die Tageshöchstwerte seit Tagen konsequent über der 28-Grad-Marke liegen, bleibt die nächtliche Abkühlung aus – ein klassisches Merkmal von Tropennächten. Meteorologen sprechen von einer Tropennacht, wenn die Temperatur nicht unter 20 Grad sinkt. In den vergangenen drei Nächten blieb das Quecksilber in der Landeshauptstadt durchgehend über diesem Schwellenwert, mit Tiefstwerten von nur 21 bis 23 Grad in den frühen Morgenstunden. Besonders in dicht bebauten Stadtteilen wie Schwabing oder der Innenstadt staut sich die Hitze zwischen den Häusern, während ländliche Umgebungen zumindest kurzfristig etwas frischer bleiben.

Laut Angaben des Deutschen Wetterdienstes wird sich an diesem Muster vorerst nichts ändern. Die Kombination aus hoher Luftfeuchtigkeit und einer stabilen Hochdrucklage verhindert, dass kühlere Luftmassen nach München vordringen. Stattdessen zirkuliert die warme Luft in einer Art Kreislauf, der tagsüber durch Sonneneinstrahlung zusätzlich aufgeheizt wird. Selbst in den späten Abendstunden, wenn die Sonne bereits untergegangen ist, gibt der Asphalt die gespeicherte Hitze nur langsam ab – ein Effekt, der in Großstädten besonders ausgeprägt ist.

Für empfindliche Personen wird die anhaltende Hitze zur Belastungsprobe. Schlafstörungen, Kreislaufprobleme und eine erhöhte Ozonbelastung in Bodennähe sind typische Folgen. Ältere Menschen und Kinder leiden besonders unter den hohen Nachttemperaturen, da der Körper in der Hitze kaum zur Ruhe kommt. Experten raten, tagsüber Rollläden oder Vorhänge geschlossen zu halten und erst in den späten Abendstunden gezielt zu lüften, um die Wohnräume nicht zusätzlich aufzuheizen.

Ein Ende der Tropennächte ist vorerst nicht in Sicht. Die Prognosen deuten darauf hin, dass die nächtlichen Tiefstwerte bis zum Wochenende weiterhin bei 20 bis 22 Grad liegen werden – zu warm für erholsamen Schlaf, zu stabil für eine spürbare Abkühlung.

Wochenendprognose: Hitze bleibt, Gewitter drohen ab Sonntag

Die aktuelle Hitzewelle in München lässt nicht nach: Bis Samstag klettern die Temperaturen weiter auf bis zu 30 Grad, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) bestätigt. Besonders in der Innenstadt, wo Beton und Asphalt die Hitze speichern, können die gefühlten Werte sogar noch höher liegen. Nachts bringt nur leichter Wind aus nordwestlicher Richtung minimale Abkühlung – die Tropennächte mit über 20 Grad bleiben bestehen.

Ab Sonntag zeichnet sich jedoch eine Wetterumstellung ab. Während die Quecksilbersäule zunächst noch bei 29 Grad verharren wird, ziehen am späten Nachmittag erste Gewitterzellen über Oberbayern auf. Meteorologen warnen vor lokalen Starkregenfällen mit bis zu 30 Litern pro Quadratmeter innerhalb kürzester Zeit. Betroffen sein könnten vor allem die westlichen Stadtteile sowie das Umland Richtung Starnberger See.

Die Gewitterfront markiert das vorläufige Ende der Hitzewelle, auch wenn die Temperaturen zu Beginn der neuen Woche nur langsam sinken. Für Montag werden noch einmal 26 Grad erwartet, bevor am Dienstag mit maximal 23 Grad eine spürbare Entspannung eintritt. Die Luftfeuchtigkeit bleibt jedoch hoch – ein typisches Phänomen nach längeren Hitzeperioden, das viele Münchner als „schwül“ empfinden werden.

Ratschläge für die kommenden Tage: In den Mittagsstunden zwischen 12 und 15 Uhr sollte direkte Sonne gemieden werden, da die UV-Strahlung trotz möglicher Bewölkung am Sonntag intensiv bleibt. Die Stadt München hat zusätzliche Trinkbrunnen in Parks wie dem Englischen Garten oder den Isarauen aktiviert, um die Bevölkerung zu entlasten.

Die aktuelle Hitzewelle setzt München weiter zu: Mit 28 Grad und mehr wird die Stadt auch bis zum Wochenende zum Saunabad – und die Nächte bringen kaum Abkühlung. Wer jetzt auf die typisch bayerische Gemütlichkeit mit schwerem Essen oder Mittagssonne auf dem Balkon setzt, wird die Hitze besonders hart spüren, denn der Körper braucht Unterstützung, um die Temperaturen zu kompensieren.

Besser sind leichte Mahlzeiten, viel Wasser und gezielte Abkühlung in den frühen Morgenstunden oder an schattigen Plätzen wie den Isarauen, wo der Fluss noch etwas Frische spendet. Wer kann, verlagert anstrengende Aktivitäten auf die kühleren Abendstunden – oder nutzt die klimatisierten Räume von Museen und Bibliotheken für eine Pause vom Glutofen.

Ab Montag deutet sich eine leichte Entspannung an, doch bis dahin heißt es: Schatten suchen, Tempo rausnehmen und die Hitze nicht unterschätzen.