Seit Januar 2024 müssen Patientinnen in München nicht mehr wochenlang auf einen Termin beim Frauenarzt warten – zumindest nicht in der neu eröffneten Praxis MediFem. Die erste gynäkologische Facharztpraxis der Stadt bietet als einzige eine 24-Stunden-Online-Terminbuchung an, inklusive Notfallslots innerhalb von 24 Stunden. Ein Novum in einer Stadt, wo die Wartezeit auf einen Routinetermin bei vielen Frauenärzten Münchens durchschnittlich drei bis sechs Wochen beträgt. Die Praxis setzt damit einen Standard, der besonders Berufstätige, Studierende und Mütter entlasten soll: Termine lassen sich jetzt auch um 23 Uhr buchen, während die Kinder schlafen oder nach der Spätschicht.
Hinter der Innovation steht ein klares Signal. München wächst – und mit der Stadt steigt der Bedarf an flexibler gynäkologischer Versorgung. Doch während digitale Lösungen in anderen medizinischen Bereichen längst üblich sind, hinkte die Branche der Frauenärzte Münchens hinterher. MediFem bricht dieses Muster: Die Praxis kombiniert moderne Technik mit persönlicher Betreuung, von der Krebsvorsorge bis zur Schwangerschaftsbegleitung. Für viele Münchnerinnen könnte das den Unterschied machen zwischen einem verpassten Termin und einer rechtzeitigen Diagnose.
Von der Idee zur Realität: Eine Praxis revolutioniert
Die Idee kam während eines spätabendlichen Gesprächs zwischen zwei Ärztinnen, als eine Patientin verzweifelt anrief, weil sie dringend einen Termin brauchte – doch die Praxis war längst geschlossen. Was folgte, war kein bloßer Wunsch, sondern ein konsequenter Plan: eine gynäkologische Praxis, die sich den Rhythmen moderner Lebensrealitäten anpasst. Innerhalb von zwölf Monaten entstand so in München-Schwabing ein Konzept, das traditionelle Sprechstundenzeiten aufbricht und stattdessen 24-Stunden-Online-Buchungen mit kurzfristigen Kapazitäten verbindet. Studien der Bundesärztekammer zeigen, dass über 60 % der Patientinnen unter 40 Jahren digitale Terminvereinbarungen außerhalb regulärer Öffnungszeiten bevorzugen – eine Lücke, die hier gezielt geschlossen wird.
Der Umsetzungsprozess war alles andere als geradlinig. Von der Standortsuche in einem der teuersten Stadtviertel Münchens bis zur Integration einer sicheren, DSGVO-konformen Buchungsplattform galt es, Hürden zu überwinden. Besonders die technische Infrastruktur erforderte monatelange Abstimmung mit IT-Spezialisten, um sicherzustellen, dass die Plattform nicht nur nutzerfreundlich, sondern auch datenschutzrechtlich einwandfrei funktioniert. Die Lösung: ein hybrides System, das automatisierte Terminvergaben mit manueller Überprüfung durch das Praxisteam kombiniert – ein Novum in der deutschen Gynäkologie-Landschaft.
Doch die Innovation endet nicht bei der Buchung. Die Praxis setzte von Anfang an auf ein modulares Raumkonzept, das Wartezeiten minimiert und gleichzeitig Diskretion garantiert. Patientinnen betreten über separate Eingänge direkt die Behandlungsräume, während ein digitales Check-in-System papierlose Anmeldungen ermöglicht. Diese Details mögen unscheinbar wirken, doch sie sind das Ergebnis präziser Beobachtungen: In einer Umfrage der Techniker Krankenkasse gaben 78 % der Frauen an, dass ihnen Diskretion und Zeitersparnis bei Arztbesuchen wichtiger sind als die reine medizinische Leistung.
Die Resonanz seit der Eröffnung spricht für sich. Innerhalb der ersten vier Wochen wurden über 800 Termine online gebucht, davon 40 % außerhalb der üblichen Praxiszeiten. Besonders gefragt sind die frühen Morgen- und späten Abendslots – ein klares Indiz dafür, dass das Modell einen Nerv trifft. Kritiker hatten zunächst befürchtet, die digitale Barriere könnte ältere Patientinnen abschrecken. Doch die Zahlen widerlegen das: Rund 30 % der Nutzerinnen sind über 50, viele davon erstmalig in einer Praxis, die ihnen Flexibilität ohne Kompromisse bei der Betreuungsqualität bietet.
Wie die 24/7-Terminbuchung den Alltag von Patientinnen verändert
Die Möglichkeit, rund um die Uhr Termine zu buchen, entlastet Patientinnen spürbar. Statt während der Mittagspause oder nach Feierabend verzweifelt die Telefonleitung zu besetzen, reicht nun ein Klick auf dem Smartphone. Besonders Berufstätige und Mütter profitieren: Laut einer Studie der Techniker Krankenkasse warten Frauen im Schnitt 18 Minuten in der Warteschleife, bis sie einen Arzttermin vereinbaren können. Diese Zeit fällt nun weg – und mit ihr der Stress, zwischen Job, Kinderbetreuung und Gesundheitsvorsorge zu jonglieren.
Spontanität wird zum Gamechanger. Ob morgens um sechs vor dem ersten Meeting oder abends nach dem Zubettbringen der Kinder – die Online-Buchung passt sich dem Rhythmus der Patientinnen an. Kein Warten auf Praxisöffnungszeiten, keine Sorge, ob der Anruf rechtzeitig vor dem Wochenende erledigt ist. Die Praxis in München setzt damit einen Standard, der vor allem junge Frauen anspricht: 72 Prozent der 18- bis 35-Jährigen nutzen laut Digitalverband Bitkom bevorzugt digitale Services für Arzttermine.
Auch für akute Beschwerden ändert sich die Dynamik. Statt tagelang mit Unsicherheit zu leben, weil der nächste freie Termin erst in zwei Wochen ist, können Patientinnen nun Lücken kurzfristig selbst nutzen. Die Praxis zeigt in Echtzeit, wann Absagen andere Slots freigeben – ein System, das bereits in skandinavischen Ländern die Wartezeiten um bis zu 40 Prozent reduziert hat. Wer also plötzlich starke Regelschmerzen oder einen verdächtigen Befund hat, muss nicht mehr wochenlang bangend abwarten.
Der psychologische Effekt ist nicht zu unterschätzen. Die Kontrolle über die eigene Gesundheitsplanung stärkt das Empfinden von Autonomie. Kein Gefühl mehr, von starren Strukturen abhängig zu sein, keine Demütigung durch endlos besetzte Leitungen. Stattdessen: Selbstbestimmung per Fingerzeig. Für viele Frauen, besonders in Großstädten wie München, wo Zeit eine knappe Ressource ist, bedeutet das mehr als nur Bequemlichkeit – es ist ein Stück Lebensqualität.
Sicher, diskret, unkompliziert: So funktioniert das neue System
Wer in München einen Termin beim Frauenarzt sucht, kennt die Herausforderungen: Warteschleifen am Telefon, begrenzte Öffnungszeiten und oft wochenlange Wartezeiten. Die neu eröffnete Praxis in der Maxvorstadt setzt hier auf ein System, das diese Hürden beseitigt. Mit einer 24-Stunden-Online-Terminbuchung können Patientinnen jederzeit – auch nachts oder am Wochenende – einen passenden Slot wählen. Die Buchung erfolgt über eine verschlüsselte Plattform, die den Datenschutz nach EU-Standards (DSGVO) garantiert.
Diskretion steht im Mittelpunkt. Studien der Bundesärztekammer zeigen, dass fast 30 % der Frauen Termine aus Scham oder Zeitmangel verschieben. Das neue System umgeht dieses Problem: Keine unangenehmen Telefonate, keine Erklärungen gegenüber Praxisangestellten. Stattdessen wählen Patientinnen einfach aus verfügbaren Zeiten und erhalten sofort eine Bestätigung per E-Mail oder SMS. Bei Bedarf lässt sich der Termin genauso unkompliziert stornieren oder verschieben.
Technisch läuft alles über eine benutzerfreundliche Oberfläche, die auch ohne Vorkenntnisse funktioniert. Nach der Registrierung mit einer E-Mail-Adresse oder Handynummer öffnet sich ein Kalender mit allen freien Kapazitäten – von der Vorsorgeuntersuchung bis zur Schwangerschaftsbetreuung. Besonders praktisch: Das System zeigt automatisch an, welche Termine für Erstpatientinnen oder Notfälle reserviert sind. So entfällt das lästige Hin und Her.
Sicherheit hat oberste Priorität. Alle Daten werden auf deutschen Servern gespeichert, und die Praxis arbeitet mit einer Zertifizierung nach ISO 27001 – einem der strengsten Standards für Informationssicherheit. Wer lieber anonym bleiben möchte, kann sogar ein Pseudonym für die Buchung nutzen. Die Ärztinnen betonen: „Unser Ziel ist es, den Zugang zur gynäkologischen Versorgung so niedrigschwellig wie möglich zu gestalten – ohne Kompromisse bei Vertraulichkeit oder Qualität.“
Warum Münchner Ärztinnen das Projekt von Anfang an unterstützten
Die Idee einer gynäkologischen Praxis mit durchgehender Online-Terminvergabe stieß bei Münchner Ärztinnen von Beginn an auf breite Zustimmung. Viele von ihnen kannten die Herausforderungen aus eigener Erfahrung: überlastete Telefonleitungen, Wartezeiten von mehreren Wochen für Routineuntersuchungen und Patientinnen, die aus Frust auf Vorsorge verzichteten. Eine Umfrage der Bayerischen Landesärztekammer aus dem Jahr 2022 zeigte, dass fast 60 Prozent der Gynäkologinnen in Ballungsräumen regelmäßig Kapazitätsengpässe meldeten – ein Problem, das innovative Lösungen dringend erforderte.
Besonders überzeugte das Konzept durch seine Praxistauglichkeit. Die Möglichkeit, Termine rund um die Uhr zu buchen, entlastet nicht nur das Praxispersonal, sondern kommt auch den unregelmäßigen Arbeitszeiten vieler Frauen entgegen. Schrammel, eine langjährige Oberärztin an der LMU-Klinik, hatte in internen Diskussionen betont, wie oft Patientinnen gerade in akuten Situationen – etwa bei Verdacht auf Infektionen oder Zyklusstörungen – auf schnelle Hilfe angewiesen sind. Ein System, das solche Fälle priorisiert, ohne die reguläre Versorgung zu gefährden, galt als überfällig.
Hinzu kam der Aspekt der Diskretion. Viele Ärztinnen wiesen darauf hin, dass insbesondere junge Frauen oder Migrantinnen Scheu vor Telefonaten hätten, wenn es um intime Themen gehe. Die anonyme Online-Buchung senkt diese Hemmschwelle. Dass die Praxis zudem mehrsprachige Formulare und Dolmetscher-Dienste anbietet, unterstrich für internationale Kolleginnen die Inklusionsbemühungen – ein Faktor, der in einer Stadt wie München mit über 35 Prozent Einwohnerinnen mit Migrationshintergrund entscheidend ist.
Kritische Stimmen gab es dennoch, vor allem zur technischen Umsetzung. Einige Ärztinnen warnten vor möglichen Datenlecks oder der Überforderung älterer Patientinnen mit digitalen Systemen. Doch die Initiatorinnen reagierten mit Schulungsangeboten für Seniorinnen und einer Hotline für technische Fragen. Am Ende überzeugte das Argument, dass Stillstand keine Option sei – nicht in einer Branche, die seit Jahren unter Fachkräftemangel und steigendem Dokumentationsaufwand ächzt.
Mehr als ein Service: Langfristige Ziele für die Frauengesundheit
Die neue Praxis setzt nicht nur auf digitale Verfügbarkeit, sondern verfolgt ein klares Konzept für nachhaltige Frauengesundheit. Studien der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zeigen, dass jede dritte Frau in Deutschland Vorsorgeuntersuchungen aus Zeitmangel oder organisatorischen Hürden verschiebt. Hier greift das Münchner Modell: Durch die 24-Stunden-Terminbuchung und erweiterte Sprechzeiten soll die Hürde für regelmäßige Kontrollen sinken – ein entscheidender Faktor, um Erkrankungen wie Brustkrebs früh zu erkennen.
Langfristig will die Praxis mehr als nur akute Beschwerden behandeln. Geplant sind präventive Programme, die Frauen über verschiedene Lebensphasen begleiten – von der Pubertät bis in die Wechseljahre. Besonders im Fokus stehen Aufklärung über hormonelle Veränderungen und individuelle Risikoprofile. Kooperationen mit Ernährungsberatern und Physiotherapeuten ergänzen das medizinische Angebot, um ganzheitliche Betreuung zu gewährleisten.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der psychischen Gesundheit. Da gynäkologische Beschwerden oft mit emotionalem Stress einhergehen, bietet die Praxis auch Beratung zu Themen wie Kinderwunsch oder postpartaler Depression an. Die räumliche Gestaltung mit separaten Gesprächsbereichen unterstreicht diesen Ansatz: Hier soll Zeit für vertrauensvolle Gespräche bleiben, ohne Hetze zwischen den Terminen.
Technik dient dabei als Brückenbauer, nicht als Ersatz. Während die Online-Terminbuchung Flexibilität schafft, bleibt die persönliche Betreuung durch fest zugewiesene Ärztinnen erhalten. So entsteht ein System, das moderne Bedürfnisse mit bewährter medizinischer Nähe verbindet – ein Modell, das Schule machen könnte.
Die Eröffnung der ersten Münchner Frauenarztpraxis mit rund um die Uhr verfügbarer Online-Terminbuchung markiert einen wichtigen Schritt hin zu mehr Flexibilität und Patientinnenorientierung in der gynäkologischen Versorgung. Gerade in einer Großstadt wie München, wo Zeit oft knapp ist, setzt das Konzept Maßstäbe – nicht nur durch digitale Barrierefreiheit, sondern auch durch die klare Fokussierung auf individuelle Bedürfnisse von der Vorsorge bis zur Schwangerschaftsbetreuung.
Wer Wert auf unkomplizierte Termingestaltung und moderne Betreuung legt, sollte die Option nutzen und selbst erfahren, wie entlastend eine Praxis sein kann, die Technologie und medizinische Expertise intelligent verbindet. Solche Innovationen zeigen, wie sich Gesundheitsversorgung weiterentwickelt – und dass München dabei eine Vorreiterrolle einnimmt.

