Seit Jahren steigt die Nachfrage nach glutenfreien Produkten in Deutschland – allein 2023 verzeichnete der Markt ein Wachstum von 18 Prozent. Doch wer in München nach frischem, handwerklich hergestelltem Brot ohne Gluten suchte, musste bisher oft Kompromisse eingehen: industriell gefertigte Ware, eingeschränkte Auswahl oder lange Wege zu spezialisierten Läden. Das ändert sich jetzt radikal.
Mitten im Glockenbachviertel eröffnet die erste rein glutenfreie Bio-Bäckerei der Stadt und setzt neue Maßstäbe. Mit über 30 Brotsorten, von rustikalem Dinkel-Vollkornbrot bis zu mediterranen Kräuterkreationen, beweist die glutenfreie Bäckerei München, dass Verzicht auf Gluten keinen Geschmacksverlust bedeutet. Für die rund 400.000 Menschen in Bayern mit Zöliakie oder Glutensensitivität ist das mehr als eine Neueröffnung – es ist eine kulinarische Revolution vor der Haustür. Doch auch Genießer ohne Unverträglichkeit werden hier fündig: Die Backstube setzt auf regionale Bio-Zutaten, traditionelle Fermentation und Rezepturen, die selbst Skeptiker überzeugen. Wer die glutenfreie Bäckerei München betritt, spürt sofort: Hier geht es nicht um Ersatz, sondern um handwerkliche Leidenschaft.
Vom Nischenprodukt zur Backstuben-Revolution
Noch vor zehn Jahren galt glutenfreies Backwerk als teures Spezialprodukt für eine kleine Zielgruppe – heute ist es ein wachsender Markt, der selbst traditionelle Bäckereien zum Umdenken zwingt. Allein in Deutschland hat sich der Umsatz mit glutenfreien Lebensmitteln seit 2015 verdreifacht, wie aktuelle Zahlen des Bundesverbandes Deutscher Ernährungsmediziner zeigen. München, mit seiner lebendigen Bio-Szene und gesundheitsbewussten Kundschaft, wird nun zum Vorreiter: Die erste rein glutenfreie Bio-Bäckerei der Stadt beweist, dass Verzicht auf Gluten kein Kompromiss bei Geschmack oder Vielfalt sein muss.
Die Entwicklung hin zu glutenfreien Alternativen begann zunächst zögerlich. Supermarktregale füllten sich mit trockenen, krümeligen Brotersatzprodukten, die selbst überzeugte Ernährungsumsteiger oft enttäuschten. Doch die Branche lernte schnell. Moderne Rezepturen kombinieren heute Pseudogetreide wie Buchweizen oder Quinoa mit natürlichen Bindemitteln, um Textur und Aroma klassischer Backwaren zu erreichen – ohne künstliche Zusätze.
Besonders auffällig ist der Wandel in der Gastronomie. Während glutenfreie Optionen früher oft als nachträglicher Service geduldet wurden, planen immer mehr Cafés und Restaurants ihre Speisekarten von vornherein inklusiv. Die neue Bäckerei im Glockenbachviertel geht noch einen Schritt weiter: Hier entstehen alle Produkte von Anfang an ohne Gluten, in einer separaten Produktion, die Kreuzkontamination ausschließt. Ein Konzept, das nicht nur Zöliakie-Betroffene anspricht, sondern auch Flexitarier und gesundheitsorientierte Genießer.
Dass der Trend mehr ist als eine kurzlebige Modeerscheinung, bestätigt die wachsende Nachfrage nach handwerklich hergestellten glutenfreien Produkten. Studien der Universität Hohenheim zeigen, dass über 40 Prozent der deutschen Verbraucher gelegentlich zu glutenfreien Alternativen greifen – nicht aus medizinischer Notwendigkeit, sondern aus Überzeugung. Die Münchner Bäckerei setzt genau hier an: mit 30 Brotsorten, die beweisen, dass glutenfrei weder langweilig noch geschmacklos sein muss.
30 glutenfreie Brote – und jedes ein Unikat
Wer durch die Tür von Münchens erster rein glutenfreien Bio-Bäckerei tritt, wird von einem Duft empfangen, der alle Klischees über glutenfreies Backen widerlegt. Keine trockenen Krümel, kein geschmackloses Mehlersatzzeug – stattdessen 30 Brotsorten, die sich in Textur, Aroma und Optik so deutlich unterscheiden, dass selbst erfahrene Bäcker staunen. Von rustikalem Dinkel-Vollkornbrot (natürlich glutenfrei zertifiziert) über saftige Oliven-Ciabatta-Varianten bis hin zu süßen Rosinen-Zöpfen mit karamellisierter Kruste: Jedes Stück beweist, dass Verzicht hier kein Kompromiss bedeutet.
Die Rezepturen basieren auf jahrelanger Forschung in Zusammenarbeit mit Ernährungswissenschaftlern der Technischen Universität München. Studien zeigen, dass über 80 % der Betroffenen mit Zöliakie oder Glutenunverträglichkeit unter dem begrenzten Angebot leiden – meist wegen eintöniger Geschmacksprofile oder sandiger Konsistenz. Hier setzt die Bäckerei an: Durch fermentierte Teigführungen, spezielle Quelltechniken und die Kombination von Buchweizen, Hirse, Kastanienmehl und glutenfreiem Hafer entstehen Brote, die selbst ohne Klebereiweiß eine perfekte Porung und knusprige Kruste entwickeln.
Besonders überraschend: die regionalen Spezialitäten wie das „Münchner Ur-Brez’n“, das dank einer Mischung aus glutenfreiem Roggenersatz und Flohsamenschalen nicht nur aussieht wie das Original, sondern auch den typischen Malzgeschmack trifft. Oder das „Glockenbach-Vinschgerl“ mit Sauerteig aus glutenfreiem Anbaugetreide, das selbst Puristen überzeugt. Wer hier probiert, versteht schnell, warum die Wäscheklammern an den Brotregalen nicht nur der Optik dienen – sie halten die frisch gebackenen Unikate zusammen, bis sie in den Händen der Kunden landen.
Die Auswahl reicht von klassisch-deftig bis experimentell: Ein Brot mit gerösteten Kürbiskernen und Misopaste etwa, inspiriert von japanischer Küche, oder ein dunkles Malzbrot mit Rauchbier-Hefe, das an bayerische Brauereitradition erinnert. Selbst die Semmeln – in München sonst ein heikles Thema – überzeugen mit ihrer lockeren Krume. Der Clou: Alle Zutaten stammen aus kontrolliert biologischem Anbau, viele von Höfen im Umland.
Warum Bio-Zutaten hier mehr als ein Label sind
Wer durch die Tür der neuen glutenfreien Bio-Bäckerei im Glockenbachviertel tritt, spürt sofort: Hier geht es um mehr als nur um Etiketten. Jede Zutat stammt aus kontrolliert biologischem Anbau, viele von regionalen Demeter-Höfen in Oberbayern. Die Wahl fiel bewusst auf Bio-Qualität, weil glutenfreie Backwaren besonders anfällig für Rückstände sind. Studien der Verbraucherzentrale zeigen, dass konventionell hergestellte glutenfreie Produkte bis zu 30 % häufiger Pestizidspuren aufweisen als ihre Bio-Pendants – ein Risiko, das die Bäckerei von vornherein ausschließt.
Bio ist hier kein Marketinginstrument, sondern Grundvoraussetzung. Die Mehle aus Buchweizen, Hirse oder Reis werden in einer eigenen Mühle verarbeitet, um Kreuzkontaminationen zu vermeiden. Selbst die Hefe stammt aus einer kleinen Bio-Brennerei im Allgäu, wo sie ohne chemische Treibmittel gezüchtet wird. Wer schon einmal glutenfreies Brot probiert hat, das nach Karton schmeckt, versteht schnell, warum die Wahl der Rohstoffe alles verändert.
Besonders bei glutenfreien Teigen macht sich die Qualität der Zutaten bemerkbar. Während industrielle Hersteller oft auf stark verarbeitete Stärken setzen, arbeitet die Bäckerei mit frisch gemahlenen Vollkornmehlen. Das Ergebnis: Brote mit nussiger Tiefe und saftiger Krume, die selbst Skeptiker überraschen. Ernährungswissenschaftler betonen, dass gerade bei speziellen Diäten die Nährstoffdichte entscheidend ist – und die liegt bei Bio-Zutaten im Schnitt um 20 % höher als bei konventionellen Alternativen.
Der Verzicht auf Gluten wird hier nicht als Einschränkung, sondern als Chance begriffen. Durch die Kombination aus Bio-Qualität und handwerklicher Verarbeitung entstehen Aromen, die man bei glutenfreien Backwaren selten findet. Wer einmal das Dinkelersatzbrot mit Kürbiskernen probiert hat, versteht, warum die Wäscheleine mit frischen Laiben schon morgens um sieben leergeräumt ist.
Frische Brötchen um sieben: So läuft der Alltag
Der Tag beginnt früh in der glutenfreien Bio-Bäckerei im Glockenbachviertel. Schon um drei Uhr morgens heizt das Team die Öfen vor, knetet Teige aus Buchweizen, Hirse und Reis – alles zertifiziert bio und ohne Spur von Gluten. Bis sieben Uhr liegen die ersten knusprigen Brötchen in der Auslage, frisch wie aus einer traditionellen Münchner Bäckerei, nur mit einem entscheidenden Unterschied: Jedes Produkt durchläuft strenge Kontrollen, um Kreuzkontamination auszuschließen.
Kunden wie Lisa M., die seit Jahren unter Zöliakie leidet, wissen das zu schätzen. Studien der Deutschen Zöliakie-Gesellschaft zeigen, dass über 80 % der Betroffenen in herkömmlichen Bäckereien trotz glutenfreier Angebote Bedenken wegen Verunreinigungen haben. Hier entsteht alles in einer geschlossenen Produktionskette – vom Mehl bis zum fertigen Laib.
Bis mittags füllt sich der Laden mit Stammgästen. Manche bestellen ihr Sauerteigbrot mit Dinkelersatz vor, andere greifen spontan zu Zimtschnecken oder Bretzeln, die sich geschmacklich kaum von klassischen Varianten unterscheiden. Selbst die Semmeln knistern beim Beißen wie beim Bäcker um die Ecke.
Nachmittags widmet sich das Team den Spezialaufträgen: Hochzeitstorten ohne Weizen, glutenfreie Laugenstangen für Events oder individuelle Brotmischungen für Kunden mit zusätzlichen Unverträglichkeiten. Die Nachfrage ist so groß, dass bereits über eine zweite Filiale im Stadtgebiet nachgedacht wird.
Expansionspläne: Bald auch in anderen Stadtteilen?
Die Eröffnung der ersten rein glutenfreien Bio-Bäckerei Münchens im Glockenbachviertel könnte erst der Anfang sein. Betreiberkreise bestätigen, dass bereits konkrete Gespräche mit Vermietern in Schwabing und Haidhausen laufen. Besonders im Fokus: Standorte mit hoher Laufkundschaft und guter Anbindung an den ÖPNV, um die wachsende Nachfrage nach zertifiziert glutenfreien Produkten zu bedienen.
Laut einer aktuellen Studie des Bundesverbandes Deutscher Ernährungsmediziner hat sich die Zahl der diagnostizierten Zöliakie-Fälle in Bayern seit 2018 fast verdoppelt – ein Trend, der auch die Nachfrage nach spezialisierten Bäckereien antreibt. In München gibt es zwar bereits einige Anbieter mit glutenfreiem Sortiment, doch eine rein auf Bio-Qualität und 100-prozentige Glutenfreiheit ausgerichtete Backstube war bis jetzt ein Novum. Die ersten Wochen im Glockenbachviertel zeigen: Die Kunden schätzen nicht nur die Vielfalt von über 30 Brotsorten, sondern auch die transparente Herkunft der Zutaten.
Während andere Stadtteile noch auf Expansion warten, setzt das Team zunächst auf eine solide Etablierung des Stammsitzes. Priorität hat die Schulung des Personals, um Kreuzkontaminationen zu vermeiden – ein kritischer Faktor für Betroffene von Glutenunverträglichkeit. Erst wenn die Prozesse hier reibungslos laufen, sollen weitere Filialen folgen. Interessant: Besonders in Familienvierteln wie Neuhausen oder Bogenhausen gibt es bereits Anfragen von Elternverbänden, die sich sichere Einkaufsmöglichkeiten für ihre Kinder wünschen.
Ob und wann die Pläne Realität werden, hängt auch von den Lieferketten ab. Glutenfreie Bio-Rohstoffe sind oft teurer und schwerer zu beschaffen als konventionelle Alternativen. Doch die Macher zeigen sich optimistisch – nicht zuletzt, weil die Resonanz aus der Gastronomie positiv ausfällt. Mehrere Cafés und Restaurants in der Maxvorstadt haben bereits Interesse an einer Zusammenarbeit signalisiert.
Die Eröffnung von Wurzel & Mehl im Glockenbachviertel beweist, dass glutenfreies Backen längst keine Nische mehr ist—sondern eine handwerkliche Kunst, die Geschmack, Qualität und Bio-Standards vereint. Mit 30 Brotsorten, traditionellen Methoden und dem Mut zur Experimentierfreude setzt die Bäckerei neue Maßstäbe für alle, die auf Gluten verzichten müssen oder einfach besseres Brot wollen.
Wer die Backstube selbst erleben möchte, sollte früh vorbeikommen: Die frischen Roggen-Dinkel-Mischbrote und die legendären Zimtschnecken sind oft schon mittags ausverkauft. Ein Tipp für Münchner aus anderen Stadtteilen: Die Online-Bestellung mit Abholung spart Wartezeit—und die hausgemachten Müsli-Riegel lohnen den extra Weg.
Dass solche Konzepte Schule machen, ist nur eine Frage der Zeit—denn wer einmal probiert hat, wie saftig ein glutenfreies Sauerteigbrot sein kann, wird kaum noch zu industriellen Ersatzprodukten greifen.

