Mit über 2,5 Tonnen Zimt, die jährlich allein in Bayern verbraucht werden, beweist die Region eine besondere Vorliebe für das aromatische Gewürz. Jetzt setzt München einen neuen kulinarischen Akzent: Das Cinnamood München eröffnet als erstes Café der Stadt, das sich ausschließlich der Vielfalt des Zimts widmet – und das mit 15 exklusiven Sorten aus aller Welt, von ceylonischem Edelzimt bis zu rare indonesische Varietäten. Gelegen im pulsierenden Herzen der Altstadt, zwischen Marienplatz und Viktualienmarkt, verwandelt das Café die traditionelle Zimtstange in ein Erlebnis für alle Sinne.
Wer Zimt bisher nur als Weihnachtsgewürz oder Milchreis-Zutat kannte, wird hier überrascht: Das Cinnamood München kombiniert das Gewürz mit moderner Café-Kultur und setzt auf handwerklich veredelte Kreationen – von scharf-würzigen Chai-Lattes über karamellisierte Zimt-Croissants bis zu experimentellen Desserts mit geräuchertem Kassia-Zimt. Für Münchner Genießer und Gewürzenthusiasten wird das Café damit nicht nur zur Adresse für außergewöhnliche Geschmackserlebnisse, sondern auch zum Beweis, dass Zimt weit mehr kann als nur Glühwein veredeln.
Ein Hauch von Skandinavien in Münchens Altstadt
Wer durch die engen Gassen der Münchner Altstadt schlendert, könnte meinen, für einen Moment nach Stockholm oder Kopenhagen versetzt worden zu sein. Das Cinnamood-Café in der Rosentalstraße setzt mit seinem puristischen Design aus hellem Holz, schlichten Keramikbechern und sanftem Grauton einen bewussten Kontrast zur traditionellen bayerischen Gemütlichkeit. Die Inspiration kam direkt aus den skandinavischen Hauptstädten, wo solche Cafés seit Jahren als Rückzugsort vom hektischen Stadtleben gelten. Studien der European Coffee Federation zeigen, dass über 60 % der nordischen Cafébesucher Wert auf minimalistisches Interieur legen – eine Philosophie, die Cinnamood nun nach München trägt.
Doch der skandinavische Einfluss endet nicht bei der Einrichtung. Auch das Konzept folgt dem Prinzip „Lagom“ – nicht zu viel, nicht zu wenig, sondern genau das Richtige. Die Gäste finden keine überladene Speisekarte, sondern eine sorgfältig kuratierte Auswahl an Gebäck, das die Zimtaromen in den Vordergrund stellt. Besonders auffällig: die offene Zimt-Theke, an der die 15 Sorten in Glasbehältern präsentiert werden, fast wie in einer skandinavischen Gewürzhandlung.
Selbst die Musikauswahl unterstreicht den nordischen Touch. Statt bayerischer Blasmusik oder Mainstream-Pop läutet hier ruhiger Nordic Folk oder instrumentale Klänge von Künstlern wie Ólafur Arnalds den Nachmittag ein. Wer schon einmal in einem Kopenhagener Café saß, wird die Atmosphäre sofort wiedererkennen – nur dass hier statt Smørrebrød ein frischer Zimtschnecken mit schwedischer Rezeptur auf dem Teller landet.
Interessant auch: Die Beleuchtung. Anstatt greller Deckenlampen setzt Cinnamood auf warme, indirekte Lichtquellen, die selbst an grauen Münchner Tagen eine fast hyggelige Stimmung erzeugen. Ein Detail, das in Skandinavien längst Standard ist, in der Altstadt aber noch eine Seltenheit darstellt.
Zimt aus 15 Ländern: Von süß bis scharf
Wer im neuen Cinnamood-Café die Zimtauswahl studiert, könnte meinen, auf einer Gewürzroute durch die Kontinente zu wandern. 15 Sorten aus ebensovielen Ländern stehen hier zur Wahl – von der sanften Süße des mexikanischen Canela bis zum feurigen Biss des indonesischen Korintje. Jede Sorte erzählt eine Geschichte: Der vietnamesische Zimt etwa, mit seinem besonders hohen Gehalt an ätherischen Ölen, überzeugt durch eine fast schokoladige Tiefe. Studien der Deutschen Gesellschaft für Ernährung zeigen, dass die Aromavielfalt von Zimt direkt mit dem Anbaugebiet zusammenhängt – Klima, Bodenbeschaffenheit und Erntemethode prägen das Endprodukt.
Besonders überraschend für viele Gäste: Der ceylonische Zimt aus Sri Lanka, oft als „wahrer Zimt“ bezeichnet. Seine dünne, brüchige Rinde und das zartblumige Aroma unterscheiden ihn deutlich vom gängigen Cassia-Zimt. Im Cinnamood wird er pur über den Goldenen Milch-Latte gestreut – eine Kombination, die selbst eingefleischte Kaffeetrinker zum Umdenken bringt.
Wer es schärfer mag, greift zum Saigon-Zimt aus Vietnam. Mit bis zu 25 % Zimtaldehydgehalt – fast doppelt so viel wie bei Standard-Cassia – setzt er akzente in herzhaften Gerichten wie dem hauseigenen Zimt-Chili-Kakao. Daneben überzeugt der madagassische Zimt durch eine fast zitronige Frische, während die Sorte aus Papua-Neuguinea mit rauchigen Untertönen punkten kann.
Für Puristen lohnt sich der Vergleich: Die Betreiber bieten eine verkostungsbox mit fünf Mini-Portionen an, begleitet von einer handgezeichneten Weltkarte der Zimt-Herkünfte. So wird aus dem Café-Besuch eine kleine sensorische Expedition – und die Frage „Welcher Zimt passt zu mir?“ zur spannenden Entdeckungsreise.
Wie das Cinnamood-Konzept Kaffee und Gewürze neu erfindet
Wer Zimt nur als weihnachtliche Backzutaten oder Staubfänger im Gewürzregal kennt, wird im Cinnamood-Café eines Besseren belehrt. Das Münchner Konzept verbindet traditionelle Kaffeekultur mit einer fast wissenschaftlichen Hingabe an die Vielfalt des Gewürzes – und das ist kein Zufall. Studien der Deutschen Gesellschaft für Ernährung zeigen, dass über 80 % der Verbraucher Zimt auf Ceylon- oder Cassia-Sorten reduzieren, obwohl es weltweit mehr als 250 Varianten gibt. Cinnamood bricht diese Wahrnehmung auf, indem es 15 exklusive Sorten aus Sri Lanka, Madagaskar, Indonesien und Vietnam kuratiert, jede mit eigenem Aroma-Profil von süßlich-blumig bis hin zu rauchig-pfeffrig.
Die Innovation liegt im Detail: Jeder Kaffee – ob Espresso, Flat White oder Cold Brew – wird mit einer speziell abgestimmten Zimtmischung veredelt. Die Baristas arbeiten nach einem patentierten Verfahren, bei dem die Gewürze nicht einfach gestreut, sondern während des Brühprozesses infundiert werden. So entfaltet ein vietnamesischer Saigon-Zimt mit seinem hohen Cumarinhalt im Kombination mit einer äthiopischen Bohne plötzlich schokoladige Untertöne, während ein sri-lankischer Ceylon-Zimt den Kaffee mit zitrusartiger Frische untermalt. Selbst klassische Milchkaffees erhalten durch die Zugabe von geröstetem Korintje-Zimt eine karamellisierte Tiefe, die an Desserts erinnert.
Doch Cinnamood geht weiter als nur Geschmack. Das Café setzt auf Transparenz: Jede Sorte wird mit Herkunftsgeschichte, Erntezeitpunkt und Röstgrad präsentiert – ähnlich wie bei Spitzenweinen. Die Zimtstangen lagern in Glasbehältern hinter der Theke, wo Gäste sie vor der Bestellung sogar riechen dürfen. Wer mag, kann die Gewürze pur oder als Teil von hausgemachten Chutneys, Granola oder Schokoladenprobiersets erwerben.
Der Clou? Das Konzept spricht nicht nur Feinschmecker an. Durch die Kombination mit Kaffee wird Zimt zum Alltagsluxus – zugänglich, aber dennoch exklusiv. Kein Wunder, dass selbst lokale Röstereien wie Man Versus Machine bereits Kooperationen ankündigten, um die Gewürz-Kaffee-Fusion in ihre Sortimente zu übernehmen.
Wo Besucher zwischen Zimtstangen und Kardanamon probieren
Wer das Cinnamood betritt, wird von einem Duft empfangen, der an Weihnachtsmärkte und orientalische Gewürzbazare erinnert. An der Probierstation reihen sich Glasbehälter mit fein gemahlenen Zimtsorten aus Sri Lanka, Madagaskar und Vietnam – jede mit eigenem Aroma. Besonders die seltene Cinnamomum loureiroi aus Laos überzeugt mit einer fast blumigen Note, während der indonesische Kassia-Zimt durch seine würzig-scharfe Intensität besticht. Studien der Deutschen Gesellschaft für Ernährung zeigen, dass hochwertiger Zimt nicht nur geschmacklich, sondern auch durch seinen hohen Gehalt an antioxidativen Polyphenolen überzeugt.
Die Gäste können zwischen klassischer Ceylon-Zimtstange und exotischen Varianten wie dem süßlichen Korintje-Zimt aus Sumatra wählen. Wer mag, probiert die Gewürze pur oder kombiniert sie mit hausgemachten Chai-Tees und Zimt-Lattes. Besonders beliebt: die tägliche Verkostung um 15 Uhr, bei der Baristas die Unterschiede zwischen den Sorten erklären – von der Rinde bis zur Röstaromatik.
Ein Highlight ist die interaktive Gewürzbar. Hier mahlen Besucher frische Zimtstangen selbst oder mischen individuelle Gewürzblends für zu Hause. Wer unsicher ist, erhält Tipps von den Mitarbeitern, die nach einer Schulung bei einem Münchner Gewürzgroßhändler sogar seltene Sorten wie den Saigon-Zimt mit seinem hohen Cumaringehalt empfehlen können.
Das Café setzt bewusst auf Transparenz: Jede Sorte ist mit Herkunft, Erntezeitpunkt und empfohlener Verwendung beschriftet. So wird aus dem Besuch mehr als nur ein Kaffeestopp – eine kleine Reise durch die Welt des Zimts.
Von Pop-up zum Dauerbrenner: Pläne für Münchens Gewürzszene
Was als temporäres Pop-up-Projekt im Dezember 2022 begann, hat sich längst zu einem festen Bestandteil der Münchner Gewürzkultur etabliert. Das Cinnamood-Café in der Altstadt zog in den ersten sechs Monaten über 12.000 Besucher an – ein Beweis dafür, dass die Nachfrage nach hochwertigen Zimtsorten und kreativen Gewürzkompositionen stetig wächst. Die Gründer setzten von Anfang an auf Transparenz: Jede der 15 Zimtvarianten wird mit Herkunftsangabe, Röstgrad und Aromaprofil präsentiert, was bei Kennern und Hobbyköchen gleichermaßen auf Interesse stößt.
Der Erfolg des Cafés spiegelt einen größeren Trend wider. Laut einer Studie des Deutschen Gewürzverbands ist der Absatz von Premium-Gewürzen in Bayern seit 2020 um 28 Prozent gestiegen. München entwickelt sich dabei zum Hotspot für experimentelle Gewürzkonzepte, wobei Zimt als vielseitiges Aroma besonders im Fokus steht. Das Cinnamood-Team arbeitet bereits mit lokalen Konditoreien und Craft-Brauereien zusammen, um die Sorten in limitierte Produktlinien zu integrieren – von Zimt-Stout über Gewürzpralinen bis hin zu exotischen Chai-Mischungen.
Doch die Pläne gehen weiter. Ab Herbst 2024 soll ein zweiter Standort in Schwabing eröffnet werden, kombiniert mit einer kleinen Manufaktur für Gewürzmischungen. Dort werden dann auch Workshops zur sensorischen Schulung angeboten, geleitet von zertifizierten Aromaberatern. Die Idee: Besucher sollen lernen, Zimt nicht nur als Weihnachtsgewürz, sondern als ganzjähriges kulinarisches Element zu nutzen.
Kritiker hatten anfangs bezweifelt, ob ein Café mit solch spezialisiertem Konzept langfristig bestehen könne. Doch die Zahlen geben den Machern recht – und die Münchner Szene profitiert davon. Mit dem Cinnamood-Café hat die Stadt nun einen Ort, an dem Tradition auf Innovation trifft: zwischen historischem Gewölbe und modernem Design, zwischen klassischem Ceylon-Zimt und experimentellen Raritäten wie dem smaragdgrünen „Jade Cinnamon“ aus Vietnam.
Wer in München nach einem Café mit Charakter sucht, wird im Cinnamood fündig—hier verbindet sich die Wärme exotischer Zimtsorten mit dem Charme der Altstadt zu einem Erlebnis, das weit über den klassischen Kaffeehausbesuch hinausgeht. Die 15 handverlesenen Zimtvarietäten, von sanft-süß bis intensiv-würzig, machen jeden Besuch zu einer kleinen Entdeckungsreise, bei der selbst eingefleischte Gewürzkenner noch Neues probieren.
Ein Tipp für alle, die es ausprobieren wollen: Wer die volle Aromavielfalt erleben möchte, sollte sich Zeit nehmen—etwa für das Zimt-Degustationsset mit drei verschiedenen Sorten oder den hausgemachten Chai Latte, der mit Ceylon-Zimt verfeinert wird. Die gemütlichen Sitznischen laden zum Verweilen ein, und wer mag, nimmt eine der limitierten Zimt-Mischungen im praktischen Reisetöpfchen mit nach Hause.
Mit diesem Konzept setzt das Cinnamood nicht nur auf Trend, sondern auf eine nachhaltige Café-Kultur, die Geschmack und Geschichten verbindet—und München um eine kulinarische Besonderheit reicher macht.

