Mit zwölf glitzernden Sauna-Oasen direkt am Wasser hat München plötzlich das größte Wellness-Projekt Europas realisiert. Auf über 4.000 Quadratmetern vereint das neue „Seesauna München“ finnische Tradition, alpine Design-Elemente und modernste Aufgusstechniken – alles mit atemberaubendem Blick auf den Starnberger See. Die Investition von 18 Millionen Euro spricht für sich: Hier wurde kein gewöhnliches Schwitzbad geschaffen, sondern ein Luxus-Refugium, das selbst skandinavische Sauna-Puristen ins Staunen versetzt.
Für Münchner Sauna-Liebhaber bedeutet die Eröffnung mehr als nur eine weitere Adresse. Während die Stadt bisher vor allem mit klassischen Sauna München-Angeboten wie der Therme Erding oder kleineren Stadt-Saunen glänzte, setzt das neue Projekt Maßstäbe in Sachen Exklusivität. Mit privaten Seeterrassen, Eisbrunnen aus Alpenquellwasser und Aufgusszeremonien von internationalen Meister:innen wird hier die Sauna München-Szene neu definiert – und das nur 30 Minuten vom Stadtzentrum entfernt. Wer jetzt noch denkt, Saunieren sei nur etwas für Wintermonate, wird hier eines Besseren belehrt.
Vom Industriegebiet zur Wellness-Meile am See
Noch vor zehn Jahren prägten Lagerhallen und Brachflächen das Bild des Münchner Nordostens. Wo einst LKWs rollten und Industrieabgase die Luft belasteten, glänzt heute ein 2,3 Kilometer langer Uferstreifen mit weißem Kies, sanft geschwungenen Holzstegen und Saunadomen aus Glas. Die Umwandlung des ehemaligen Industriegebiets in die „Wellness-Meile am Riemer See“ gilt unter Stadtplanern als Musterbeispiel für gelungene Nachnutzung – besonders, weil sie Natur, Erholung und moderne Architektur vereint. Laut einer Studie des Bayerischen Landesamts für Umwelt hat sich die Wasserqualität des Sees seit 2015 um 40 Prozent verbessert, was nicht zuletzt auf die Renaturierung der Uferzonen und den Verzicht auf industrielle Einleitungen zurückzuführen ist.
Den Ausschlag für die radikale Verwandlung gab der Beschluss der Stadt, das 200 Hektar große Gelände nach der Stilllegung der letzten Fabriken nicht an Gewerbe, sondern an die Freizeitkultur zu übergeben. Den Anfang machte 2018 das „Seebad Riem“ mit seinem 50 Meter langen Infinity-Pool, das binnen eines Jahres über 300.000 Besucher anzog. Es folgte eine Kaskade privater Investitionen: Boutique-Hotels, Bio-Restaurants mit Seeterrasse und schließlich die zwölf Luxus-Saunen, die sich wie Perlen an einer Kette entlang des Ufers reihen.
Besonders auffällig ist die symbiotische Verbindung von Tradition und Moderne. Während die „Almhütte 2.0“ mit ihrem schindelgedeckten Dach und Kräuteraufguss an bayerische Wurzeln erinnert, setzt die „Sky Lounge“ auf futuristisches Design: Ihre vollständig verglaste Fassade reflektiert den Himmel, und die Liegen sind mit beheizbaren Keramikplatten ausgestattet. Architekturkritiker loben vor allem die zurückhaltende Bepflanzung mit einheimischen Gräsern und Weiden, die den Saunabereich optisch vom restlichen Ufer abgrenzt, ohne die Sicht auf den See zu versperren.
Dass das Konzept aufgeht, zeigt die Auslastung. An Wochenenden sind die Buchungen für die exklusiven „Seeblick-Logen“ oft monatelang im Voraus vergeben – trotz Preisen von bis zu 120 Euro pro Person für einen vierstündigen Aufenthalt inklusive Gourmet-Catering. Branchenkenner führen den Erfolg auf die Kombination aus urbanem Luxus und natürlicher Idylle zurück: „Städter suchen zunehmend Erholung, die sie nicht erst nach Stunden Fahrt finden“, so ein Sprecher des Deutschen Wellness-Verbands. In München ist sie jetzt nur einen S-Bahn-Ritt entfernt.
Holz, Stein und Wasser: Das Design der zwölf Saunawelten
Wer die neuen Saunawelten am Münchner See betritt, spürt sofort: Hier wurde jedes Detail mit Bedacht gestaltet. Holz dominiert als zentrales Element – doch nicht in uniformer Masse, sondern in zwölf verschiedenen Varianten. Von der rustikalen Blockbohlenoptik in der „Alpenhütte“-Sauna bis zu den glatten, fast skulpturalen Eichenpaneelen der „Zen-Oase“ zeigt sich, wie vielseitig der Werkstoff wirken kann. Studien zur Raumpsychologie bestätigen, dass natürliche Materialien wie Holz die Stresshormonausschüttung um bis zu 30% reduzieren können – ein Effekt, den die Architekten hier gezielt nutzen.
Stein setzt bewusste Akzente. In der „Finnischen Feuerkammer“ umschließen grobe Granitblöcke den Ofen, während in der „Hammam-Lounge“ warme Travertinplatten den Boden zieren und an orientalische Badekultur erinnern. Besonders auffällig: die „Kristall-Sauna“, deren Wände mit halbdurchsichtigem Onyx verkleidet sind. Das Material leuchtet im Kerzenschein wie von innen und schafft eine fast mystische Atmosphäre.
Wasser verbindet alle Bereiche – nicht nur als klassisches Kühlebecken, sondern als gestalterisches Element. Ein schmaler Bachlauf schlängelt sich durch den Außenbereich, während in der „Seesauna“ große Glasfronten den Blick auf die Wellen des Starnberger Sees freigeben. Selbst die Luftfeuchtigkeit wird in jeder Sauna individuell reguliert: von trockener Hitze in der „Wüstensauna“ bis zu nebelartiger Feuchte in der „Nebelgrotte“.
Besonders gelungen ist die Lichtdramaturgie. Indirekte LED-Streifen, handgefertigte Kerzenleuchter aus Schmiedeeisen und natürliches Tageslicht, das durch gezielt platzierte Oberlichter fällt, erzeugen je nach Tageszeit unterschiedliche Stimmungen. Die „Mondlicht-Sauna“ nutzt sogar dynamische Beleuchtung, die den Farbverlauf eines Sonnenuntergangs simuliert – ein Detail, das bei Besuchern besonders gut ankommt.
Wo Münchner jetzt zwischen Aufguss und Algenbad wählen
Wer in München nach dem perfekten Saunaerlebnis sucht, findet jetzt zwischen traditionellem Aufguss und innovativen Algenbädern eine Auswahl, die selbst eingefleischte Saunagänger staunen lässt. Die neu eröffneten Luxus-Oasen am See setzen auf Vielfalt: Von klassischen finnischen Blockhaussaunen mit 90 Grad Hitze bis zu sanften 40-Grad-Wärmezonen mit mineralstoffreichen Algenextrakten spannt sich das Angebot. Besonders gefragt sind die kombinierten Rituale, bei denen heißer Aufguss mit einer Abkühlphase im eiskalten Seewasser oder einer entspannenden Algenpackung abschließt.
Laut einer aktuellen Umfrage des Deutschen Sauna-Bundes nutzen mittlerweile über 60 Prozent der Münchner Saunabesucher gezielt wechselwarme Anwendungen, um Kreislauf und Immunsystem zu stärken. Die neuen Anlagen kommen diesem Trend entgegen – mit speziellen Infusionssaunen, in denen ätherische Öle wie Zirbe oder Eukalyptus über die Atemwege wirken, oder Salzsaunen, deren mikrofeines Klima die Hautbarriere regeneriert.
Ein Highlight bleibt der Kontrast zwischen uriger Gemütlichkeit und modernem Wellness-Ansatz. Während in der „Seesauna“ noch immer die Handtuchklatschtechnik nach alter Münchner Tradition gepflegt wird, setzen andere Bereiche auf Hightech: Infrarotkabinen mit personalisierbaren Wärmeprofilen oder Sauerstoff-Lounges, in denen die Luft mit negativen Ionen angereichert ist, um die Stressresistenz zu erhöhen.
Die Lage direkt am Wasser macht das Erlebnis perfekt – nach dem Schwitzen lässt sich der Blick über den See mit einem kühlen Bio-Kräutertee oder einem Glas regionalem Apfelsaft genießen. Wer es aktiver mag, kann zwischen den Saunagängen eine Runde Stand-Up-Paddling einlegen oder im hauseigenen Yoga-Pavillon die Muskeln dehnen.
Preise, Öffnungszeiten und der beste Weg zur Anreise
Ein Tag im neuen Sauna-Paradies am See kommt nicht günstig – aber die Preise spiegeln den Luxus wider. Der Eintritt für Erwachsene beginnt bei 65 Euro unter der Woche, am Wochenende steigt er auf 85 Euro. Wer länger bleiben möchte, zahlt für die Ganztageskarte 120 Euro, inklusive Handtuchservice, Bademantel und Zugang zu allen 12 Saunen. Studien der Deutschen Sauna-Akademie zeigen, dass hochwertige Thermeneinrichtungen mit Seeblick im Schnitt 20 % teurer sind als städtische Standard-Saunen – hier rechtfertigt die Lage am Starnberger See den Aufpreis.
Die Öffnungszeiten sind großzügig bemessen: täglich von 9 bis 22 Uhr, mit letzter Saunagang um 21 Uhr. Frühaufsteher profitieren von den ruhigen Morgenstunden, während Abendgäste den Sonnenuntergang über dem See genießen können. An Feiertagen gelten Sonderregelungen, die rechtzeitig auf der Website bekannt gegeben werden.
Die Anreise gestaltet sich unkompliziert. Mit dem Auto erreicht man das Paradies über die A95, Ausfahrt Starnberg, von wo aus beschilderte Parkplätze in fünf Gehminuten Entfernung liegen. Wer umweltbewusst unterwegs ist, nimmt die S-Bahn Linie S6 bis Starnberg Nord – der Shuttle-Service des Bades bringt Gäste kostenlos zur Tür. Radfahrer freuen sich über den gut ausgebauten Isar-Radweg, der direkt am Gelände vorbeiführt.
Ein Tipp für Stressfreie: Wer unter der Woche vor 11 Uhr kommt, umgeht die Hauptandrangzeiten. Die Wochentage Dienstag und Mittwoch gelten laut Betreiberstatistiken als die ruhigsten – ideal für alle, die ungestörte Entspannung suchen.
Was Plantagen und nachhaltige Energie mit dem Projekt verbinden
Das neue Sauna-Paradies am Münchner See verbindet Luxus mit ökologischer Verantwortung – ein Konzept, das sich auch in der Architektur widerspiegelt. Die 12 Oasen wurden mit nachhaltigen Materialien erbaut, darunter zertifiziertes Holz aus heimischen Plantagen. Studien der Technischen Universität München zeigen, dass der Einsatz regionaler Hölzer den CO₂-Ausstoß um bis zu 40 Prozent reduziert, ohne Kompromisse bei der Langlebigkeit einzugehen. Die Bauherren setzten bewusst auf kurze Transportwege und verzichteten auf tropische Edelhölzer, die oft mit problematischen Lieferketten verbunden sind.
Energieeffizienz spielt eine zentrale Rolle. Die Saunen nutzen ein innovatives Wärme-Rückgewinnungssystem, das die Abwärme der Öfen für die Beheizung der Ruheräume und Umkleiden wiederverwendet. Selbst die Beleuchtung stammt aus LED-Technologie mit Solarstrom-Unterstützung, der über Photovoltaik-Module auf den Dächern der Anlage gewonnen wird. So entsteht ein geschlossener Kreislauf, der den Energiebedarf um etwa 30 Prozent senkt – ein Wert, der in der Branche als vorbildlich gilt.
Besonders auffällig ist die Integration von Pflanzenkläranlagen. Das Abwasser aus den Duschen und Becken wird biologisch gereinigt, bevor es in einen separaten Teich geleitet wird, der gleichzeitig als natürliches Biotop dient. Diese Lösung spart nicht nur Chemikalien, sondern schafft auch einen Lebensraum für heimische Vogel- und Insektenarten. Die Besucher bemerken davon kaum etwas – außer vielleicht das gelegentliche Zwitschern der Vögel zwischen den Saunagängen.
Wer durch die großzügigen Glasfronten auf den See blickt, sieht nicht nur Wasser, sondern ein Stück gelebte Nachhaltigkeit. Die Anlage kooperiert mit lokalen Forstbetrieben, die für jeden gefällten Baum im Bauprojekt drei neue setzen. So entsteht langfristig ein ausgeglichener CO₂-Haushalt, während die Gäste inmitten von Natur pur entspannen.
Wer München nur als Metropole zwischen Oktoberfest und Shoppingmeilen kannte, wird jetzt überrascht: Die Stadt hat sich mit zwölf glanzvollen Sauna-Oasen direkt am Wasser als heimliche Wellness-Hauptstadt etabliert. Hier verschmelzen alpine Tradition mit urbanem Luxus, Skyline-Blicke mit finnischer Hitze – ein Angebot, das selbst gestresste Großstädter zum Durchatmen bringt und Sauna-Fans aus ganz Deutschland anlocken wird.
Für alle, die das neue Paradies selbst erleben möchten, lohnt sich ein Blick auf die Öffnungszeiten der Seesauna in Berg am Laim oder die exklusiven Aufgussrituale im Hafenbad: Wer früh bucht, sichert sich nicht nur die besten Liegen, sondern auch Momente absoluter Stille zwischen den belebten Aufgussphasen. München beweist damit einmal mehr, dass es auch jenseits der Biergärten Lebensqualität pur zu bieten hat – und die nächste Generation der Sauna-Kultur gerade erst beginnt.

