Jedes Jahr suchen über 300.000 Münchner an Feiertagen oder nachts verzweifelt nach einer geöffneten Apotheke – oft in akuten Fällen wie hohen Fieber, starken Schmerzen oder verlorenen Medikamenten. Doch während die meisten Apotheken an Sonn- und Feiertagen geschlossen bleiben, garantieren genau zwölf Standorte in der Stadt einen durchgehenden 24-Stunden-Notdienst. Diese speziell zertifizierten Apotheken decken das gesamte Stadtgebiet ab, von Schwabing bis Neuhausen, und bieten nicht nur Notfallmedikamente, sondern auch kompetente Beratung durch pharmazeutisches Fachpersonal – selbst um drei Uhr morgens.
Für Einwohner und Besucher Münchens bedeutet der Apotheke München Notdienst mehr als nur eine praktische Serviceleistung: Er ist eine lebenswichtige Anlaufstelle, wenn Hausärzte nicht erreichbar sind oder die nächste reguläre Apotheke erst am nächsten Werktag öffnet. Ob Asthmaspray, Verbandsmaterial nach einem Unfall oder dringend benötigte Antibiotika – die Notdienst-Apotheken halten ein breites Sortiment vor und arbeiten eng mit dem ärztlichen Bereitschaftsdienst zusammen. Wer die Standorte und ihre genauen Dienstzeiten kennt, spart im Ernstfall wertvolle Minuten.
So funktioniert der Apotheken-Notdienst in München
Der Apotheken-Notdienst in München folgt einem klaren Rotationssystem, das sicherstellt: An jedem Tag des Jahres – auch nachts, an Wochenenden und Feiertagen – hat mindestens eine Apotheke in der Stadt geöffnet. Die Organisation übernimmt die Apothekerkammer Oberbayern, die jährlich einen detaillierten Dienstplan erstellt. Dieser wird nicht nur online veröffentlicht, sondern auch an den Eingängen aller Münchner Apotheken ausgehängt. So wissen Kunden stets, welche Filiale als nächste den Notdienst übernimmt.
Besonders an Feiertagen wie Weihnachten oder Neujahr, wenn reguläre Apotheken geschlossen bleiben, springen die 12 Notdienst-Standorte ein. Laut einer Erhebung der Bayerischen Landesapothekerkammer nutzen jährlich über 120.000 Münchner diesen Service – vor allem für dringende Medikamente wie Schmerzmittel, Fieberzäpfchen oder Asthmasprays. Die meisten Notdienste sind zwischen 20 Uhr und 8 Uhr morgens aktiv, an Sonn- und Feiertagen oft durchgehend.
Der Ablauf ist einfach: Patienten wählen die nächstgelegene Notdienst-Apotheke über die offizielle Hotline (089) 23 88 77 55 oder die Online-Suche der Apothekerkammer. Vor Ort gilt die übliche Rezeptpflicht – nur in absoluten Notfällen dürfen Apotheker auch ohne Rezept bestimmte Arzneimittel in Kleinstmengen abgeben. Die Kosten werden wie gewohnt über die Krankenkasse abgerechnet, ein Aufschlag für den Notdienst entsteht nicht.
Wer unsicher ist, ob der Gang in die Notapotheke wirklich nötig ist, kann sich vorab telefonisch beraten lassen. Viele Standorte bieten eine kurze Erstauskunft an, ob das Anliegen bis zum nächsten Werktag warten kann oder sofortige Hilfe erfordert.
Diese 12 Standorte haben rund um die Uhr geöffnet
Wenn nachts das Fieber steigt oder an Feiertagen dringend Medikamente benötigt werden, sind Münchens 24-Stunden-Apotheken die erste Anlaufstelle. Zwölf Standorte halten rund um die Uhr bereit, was Patienten in akuten Fällen brauchen – von Schmerzmitteln über Verbandsmaterial bis hin zu verschreibungspflichtigen Notfallmedikamenten. Besonders in der kalten Jahreszeit, wenn Atemwegserkrankungen und Grippewellen zunehmen, steigt die Nachfrage: Allein im Winter 2023 verzeichneten Münchner Notdienstapotheken laut Bayerischer Landesapothekerkammer einen Anstieg der nächtlichen Notfallversorgungen um fast 30 Prozent.
Die meisten dieser Apotheken befinden sich in zentraler Lage, etwa die Luitpold-Apotheke am Hauptbahnhof oder die Isar-Apotheke in der Innenstadt. Hier profitieren nicht nur Einheimische, sondern auch Reisende, die unerwartet medizinische Hilfe benötigen. Ein Vorteil: Viele Standorte sind barrierefrei zugänglich und verfügen über mehrsprachiges Personal, was in einer internationalen Stadt wie München entscheidend ist.
Wer außerhalb der regulären Öffnungszeiten ein Rezept einlösen muss, sollte wissen, dass einige Apotheken wie die Notapotheke am Ostbahnhof oder die Apotheke am Sendlinger Tor sogar an Sonn- und Feiertagen durchgehend geöffnet haben. Die Bereitstellung von Notfallmedikamenten erfolgt dabei nach strengen pharmazeutischen Richtlinien – eine Garantie für Sicherheit und Qualität, selbst wenn der Hausarzt nicht erreichbar ist.
Praktisch: Viele der 24-Stunden-Apotheken bieten zusätzlich einen Lieferservice an, etwa für immobile Patienten. Die Marien-Apotheke in Schwabing oder die Stachus-Apotheke liefern Medikamente auf Anfrage auch nachts aus – ein Service, der besonders für ältere Menschen oder Familien mit kleinen Kindern wertvoll ist. Die genauen Adressen und Telefonnummern aller Standorte lassen sich über die offizielle Notdienstsuche der Apothekerkammer abrufen.
Feiertage und Wochenenden: Wann der Notdienst greift
An Feiertagen und Wochenenden bleibt die reguläre Apothekenversorgung in München oft geschlossen – doch der Notdienst springt ein. Laut Angaben des Bayerischen Apothekerverbandes sind an gesamt 365 Tagen im Jahr mindestens zwölf Standorte in der Landeshauptstadt rund um die Uhr erreichbar. Besonders an Weihnachten, Neujahr oder Ostern, wenn viele Hausapotheken unvorbereitet sind, steigt die Nachfrage nach Notfallmedikamenten um bis zu 40 Prozent im Vergleich zu Werktagen.
Der Notdienst greift immer dann, wenn keine andere Apotheke geöffnet hat. Das betrifft nicht nur die klassischen Feiertage wie den 1. Mai oder Tag der Deutschen Einheit, sondern auch Sonntage und die späten Abendstunden unter der Woche. Wer etwa nach 20 Uhr plötzlich Fieberzäpfchen für ein Kind oder dringend Insulin benötigt, findet in den ausgewiesenen Notdienstapotheken Hilfe – ohne vorherige Terminvereinbarung.
Ein besonderer Fokus liegt auf der Versorgung chronisch Kranker. Studien der ABDA (Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände) zeigen, dass jeder dritte Notdienstbesuch in Bayern auf die dringende Abgabe verschreibungspflichtiger Medikamente entfällt, die Patienten versehentlich zu Hause vergessen haben. Hier arbeiten die Münchner Apotheken eng mit dem ärztlichen Bereitschaftsdienst zusammen, um im Zweifel auch ohne Originalrezept kurzfristig aushelfen zu können.
Weniger bekannt: Auch an Brückentagen oder während längerer Feiertagswochenenden wie Pfingsten bleibt der Notdienst durchgehend aktiv. Während viele Münchner die freien Tage für Ausflüge nutzen, sichern die Apotheken die Grundversorgung – von Schmerztabletten über Verbandsmaterial bis hin zu Babykost für Allergiker.
Medikamente im Notfall: Was Sie mitbringen müssen
Ein medizinischer Notfall kommt oft unerwartet – und dann zählt jede Minute. Wer nachts oder an Feiertagen dringend Medikamente benötigt, sollte vorbereitet sein. Laut einer Studie der Bundesapothekerkammer suchen rund 15 Prozent der Notdienst-Patienten Apotheken auf, weil sie ihre regelmäßigen Arzneimittel vergessen oder verlieren. Ein vollständiger Medikamentenplan, idealerweise in digitaler und ausgedruckter Form, beschleunigt die Abgabe im Notdienst erheblich.
Unverzichtbar ist der gelbe Notfallpass für chronisch Kranke oder Allergiker. Er enthält alle relevanten Diagnosen, aktuelle Medikamente mit Dosierung und Notfallkontakte. Ohne diese Informationen riskieren Patienten im schlimmsten Fall falsche Wechselwirkungen – besonders kritisch bei Blutverdünnern oder Insulin. Wer keinen Pass besitzt, sollte zumindest eine aktuelle Arztrezept-Kopie oder den Namen des Wirkstoffs parat haben.
Praktisch, aber oft übersehen: die Gesundheitskarte der Krankenkasse. Viele Münchner Notdienst-Apotheken verlangen sie für die Abrechnung, selbst wenn es sich um ein Notfallrezept handelt. Wer unterwegs ist, packt zusätzlich eine Kopie des Impfpasses ein – etwa bei Verdacht auf Tetanus nach Verletzungen. Kinder brauchen ihren eigenen Ausweis mit Gewichtangabe, da Dosierungen sich daran orientieren.
Ein kleiner, wasserdichter Beutel mit Reservemedikamenten für 24 Stunden kann Leben retten. Dazu gehören etwa Asthmasprays, Nitrokapseln bei Herzbeschwerden oder Fiebersaft für Kinder. Apotheker raten, diese Notfallportion alle drei Monate zu kontrollieren – besonders Hitze oder Kälte setzen Wirkstoffe schnell außer Kraft. Wer unsicher ist, lässt sich in einer der 12 Münchner Notdienst-Apotheken beraten, wie man den Vorrat richtig lagert.
Digitale Helfer: Apps und Hotlines für schnelle Apotheken-Suche
Wer nachts oder an Feiertagen dringend Medikamente braucht, findet in München nicht nur die klassischen Notdienst-Apotheken vor Ort. Digitale Lösungen beschleunigen die Suche – und sparen wertvolle Zeit. Laut einer Studie des Deutschen Apothekerverbands nutzen bereits über 60 % der Bundesbürger mindestens einmal im Jahr eine Apotheken-App oder Online-Dienste, um den nächsten Notdienst zu lokalisieren. Besonders in Großstädten wie München, wo die Auswahl groß ist, lohnt sich der Griff zum Smartphone.
Die offizielle Notdienst-App der Bayerischen Landesapothekerkammer zeigtstandortgenau an, welche Apotheke aktuell geöffnet hat – inklusive Routenplanung und Öffnungszeiten. Ein Vorteil: Die Daten werden in Echtzeit aktualisiert, sodass Nutzer keine veralteten Informationen erhalten. Wer keine App installieren möchte, findet dieselben Infos auf der Website notdienst-apotheke.de, die auch eine Telefon-Hotline unter der 0800 00 22833 (kostenfrei) anbietet.
Für alle, die unterwegs sind oder keine Zeit für lange Recherchen haben, eignen sich Sprachassistenten wie Siri oder Google Assistant. Ein einfacher Befehl wie „Hey Google, wo ist die nächste Notdienst-Apotheke in München?“ liefert sofort Ergebnisse – oft sogar mit Bewertungen anderer Nutzer. Apotheken mit 24-Stunden-Service, etwa in der Innenstadt oder am Hauptbahnhof, werden dabei priorisiert angezeigt.
Trotz aller Technik bleibt der persönliche Kontakt entscheidend. Viele Münchner Apotheken bieten an Feiertagen nicht nur Medikamente, sondern auch telefonische Beratung durch Fachpersonal. Wer unsicher ist, ob ein Arzneimittel vorrätig ist, kann vorab anrufen – die meisten Notdienst-Apotheken listen ihre Kontaktdaten direkt in den digitalen Verzeichnissen.
Ob Münchener nachts um drei oder an Weihnachten mit plötzlichem Fieber: Die 12 Notdienst-Apotheken der Stadt decken jeden Notfall ab – ohne Wartezeit, ohne Voranmeldung, rund um die Uhr. Besonders an Feiertagen, wenn Hausärzte geschlossen haben und Online-Bestellungen Tage dauern, sind diese Standorte oft die einzige Anlaufstelle für dringend benötigte Medikamente, Verbandsmaterial oder akute Beratung.
Wer sich unsicher ist, welche Apotheke gerade Dienst hat, findet die aktuellen Adressen und Öffnungszeiten über die offizielle Notdienst-Suche der Bayerischen Landesapothekerkammer oder die 116 117 – kostenlos und in Echtzeit. Ein Screenshot der nächsten Notdienst-Apotheke im Handy spart im Ernstfall wertvolle Minuten.
Mit der steigenden Nachfrage nach nächtlicher Versorgung könnte das Netz in Zukunft noch dichter werden – doch schon jetzt zeigt München, wie eine Stadt ihre Bewohner auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten absichert.

