Mit einem Schlag will der Münchner Flughafen 300 neue Kräfte einstellen – und setzt dabei auf Minijobber. Die offenen Stellen konzentrieren sich auf Sicherheitskontrollen und Servicebereiche, wo der Personalbedarf seit Monaten steigt. Besonders im Sommer, wenn die Passagierzahlen regelmäßig die Marke von 100.000 Reisenden pro Tag knacken, wird jeder zusätzliche Mitarbeiter gebraucht. Die Bewerbungsphase läuft bereits, doch die Anforderungen bleiben überschaubar: Grundkenntnisse in Deutsch oder Englisch, Flexibilität und ein einwandfreies Führungszeugnis reichen aus.

Für viele Münchner und Pendler aus dem Umland könnte der Minijob Flughafen München eine attraktive Option sein. Die Stellen bieten nicht nur einen Einstieg in den Arbeitsmarkt ohne lange Verpflichtungen, sondern auch die Chance, hinter die Kulissen eines der verkehrsreichsten Flughäfen Europas zu blicken. Wer sich für einen Minijob Flughafen München entscheidet, profitiert von geregelten Arbeitszeiten, oft abends oder am Wochenende, und einem Stundenlohn, der über dem gesetzlichen Mindestlohn liegt. Die ersten Einstellungen sollen bereits in den kommenden Wochen erfolgen.

Flexible Nebenjobs am Flughafen: Warum München jetzt händeringt sucht

Der Münchner Flughafen steht vor einem ungewöhnlichen Problem: Trotz hoher Arbeitslosenzahlen in der Region sucht er verzweifelt nach 300 Minijobbern für flexible Einsätze in der Sicherheitskontrolle und im Service. Besonders gefragt sind Kräfte, die spontan einspringen können – sei es für Stoßzeiten am frühen Morgen, an Wochenenden oder während der Urlaubssaison. Die Nachfrage nach solchen flexiblen Nebenjobs ist zwar groß, doch viele Bewerber scheuen die unregelmäßigen Arbeitszeiten oder die strengen Sicherheitsvorgaben.

Laut einer aktuellen Erhebung des Bayerischen Arbeitsministeriums sind gerade im Gastgewerbe und im Dienstleistungssektor Minijobs mit variablen Stunden besonders schwer zu besetzen. Am Flughafen kommt erschwerend hinzu, dass die Einarbeitung in Sicherheitsbereiche aufwendig ist und oft mehrere Tage dauert. Dennoch lockt der Job mit einem Stundenlohn von bis zu 15 Euro – deutlich über dem gesetzlichen Mindestlohn.

Für Studierende, Rentner oder Berufseinsteiger könnte die Stelle attraktiv sein, denn der Flughafen bietet neben dem Gehalt auch Vergünstigungen wie kostenlose Parkplätze oder ermäßigte Tickets für öffentliche Verkehrsmittel. Doch die Realität zeigt: Viele Interessenten brechen das Bewerbungsverfahren ab, sobald sie hören, dass Schichtarbeit und Wochenendeinsätze dazugehören.

Experten aus der Personalbranche bestätigen, dass der Fachkräftemangel hier besonders spürbar ist. Während klassische Minijobs im Einzelhandel oder in der Gastronomie oft schneller besetzt werden, erfordert die Arbeit am Flughafen spezifische Kenntnisse – etwa im Umgang mit Röntgengeräten oder bei der Gepäckkontrolle. Wer bereit ist, sich einzuarbeiten, hat aber gute Chancen auf einen sicheren Nebenverdienst mit Perspektive.

300 Stellen, zwei Bereiche: Was Sicherheitskräfte und Service-Mitarbeiter erwarten

Der Münchner Flughafen sucht Verstärkung – und zwar 300 Minijobber, aufgeteilt in zwei zentrale Bereiche: Sicherheitskontrollen und Service. Während die einen für reibungslose Abläufe an den Kontrollpunkten sorgen, übernehmen die anderen Aufgaben im direkten Passagierkontakt. Beide Rollen sind unverzichtbar, doch die Anforderungen unterscheiden sich deutlich.

Im Sicherheitsbereich geht es vor allem um Präzision und Regelbewusstsein. Die Mitarbeiter prüfen Handgepäck, kontrollieren Personen und achten auf verdächtige Gegenstände. Laut einer Studie des Bundesverbandes der Luftsicherheitsunternehmen (BDLS) aus dem Jahr 2023 sind 85 % der Sicherheitsvorfälle an Flughäfen auf menschliche Fehler zurückzuführen – ein Grund, warum hier besonders sorgfältig ausgewählt wird. Bewerber müssen eine kurze Einarbeitung durchlaufen, in der sie mit den aktuellen Vorschriften der EU-Luftsicherheitsbehörde vertraut gemacht werden. Körperliche Belastbarkeit ist ebenfalls gefragt, da Schichtarbeit und langes Stehen zum Alltag gehören.

Service-Mitarbeiter hingegen sind das Aushängeschild des Flughafens. Sie unterstützen Passagiere an Infotheken, helfen bei der Orientierung oder begleiten Menschen mit eingeschränkter Mobilität. Hier stehen Kommunikationsstärke und Geduld im Vordergrund – besonders in Stoßzeiten, wenn bis zu 100.000 Reisende täglich durch die Terminals strömen. Fremdsprachenkenntnisse, vor allem Englisch, sind ein klarer Pluspunkt, aber kein Muss. Der Flughafen bietet für diese Positionen oft interne Schulungen an, um den Umgang mit internationalen Gästen zu trainieren.

Ein gemeinsamer Nenner beider Bereiche: Flexibilität. Minijobber müssen bereit sein, frühmorgens, spätabends oder am Wochenende zu arbeiten. Dafür winken attraktive Zusatzleistungen wie vergünstigte Parkplätze oder Rabatte in den Flughafen-Shops. Die Vergütung liegt mit 13,50 Euro pro Stunde über dem gesetzlichen Mindestlohn – ein Anreiz, der besonders für Studierende oder Berufseinsteiger interessant sein dürfte.

12 Euro pro Stunde und mehr: Gehalt, Arbeitszeiten und Vertragsbedingungen

Wer am Münchner Flughafen einen Minijob annimmt, kann mit einem Stundenlohn von mindestens 12 Euro rechnen – ein Betrag, der über dem gesetzlichen Mindestlohn von 12,41 Euro (Stand 2024) liegt. Laut Tarifverträgen im Luftverkehrssektor erhalten Beschäftigte in Sicherheitsbereichen oft sogar 13 bis 14 Euro pro Stunde, besonders bei Nachtschichten oder an Wochenenden. Die Bezahlung orientiert sich dabei an den Vorgaben des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales, das für Minijobs eine Obergrenze von 538 Euro monatlich vorsieht. Bei 12 Euro pro Stunde entspricht das etwa 45 Arbeitsstunden im Monat.

Die Arbeitszeiten sind flexibel, aber nicht beliebig. Die meisten Stellen sehen Schichten zwischen vier und sechs Stunden vor, konzentriert auf Stoßzeiten wie frühe Morgenstunden oder späte Abende. Ein Blick auf aktuelle Stellenausschreibungen zeigt: Rund 60 Prozent der Minijobs am Flughafen sind in den Bereichen Sicherheitskontrollen oder Gepäckservice angesiedelt – Bereiche, die besonders während der Hauptreisezeiten personelle Verstärkung benötigen.

Vertraglich gelten für Minijobber dieselben Grundregeln wie für andere Arbeitnehmer: Urlaubsanspruch (mindestens 20 Tage bei Vollzeit, anteilig berechnet), Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und Sozialversicherungspflicht, sofern das Einkommen die 538-Euro-Grenze überschreitet. Der Flughafen München bietet zudem interne Schulungen an, etwa zu Sicherheitsprotokollen oder Service-Standards. Wer länger als sechs Monate beschäftigt ist, hat laut Arbeitsrechtsexperten der IHK Bayern oft gute Chancen auf eine Übernahme in ein festes Arbeitsverhältnis – vor allem in Wachstumsbereichen wie der Passagierabfertigung.

Ein entscheidender Vorteil: Die Vergütung wird pünktlich und ohne Abzüge gezahlt, da Minijobs steuer- und sozialabgabenfrei bleiben, solange die Einkommensgrenze eingehalten wird. Wer zusätzlich zum Stundenlohn Wert auf Benefits legt, profitiert von Vergünstigungen wie vergünstigten Parkplätzen oder Rabatten in Flughafen-Restaurants.

Bewerbung in drei Schritten: So klappt es mit dem Minijob am Flughafen

Der Weg zum Minijob am Münchner Flughafen ist einfacher als viele denken. Wer sich für eine der 300 offenen Stellen in den Sicherheitskontrollen oder im Service bewirbt, sollte drei zentrale Schritte beachten. Zuerst gilt es, die formalen Voraussetzungen zu prüfen: Ein Mindestalter von 18 Jahren, gute Deutschkenntnisse (mindestens B1-Niveau) und ein einwandfreies polizeiliches Führungszeugnis sind Pflicht. Laut einer aktuellen Erhebung des Bundesverbands der Sicherheitswirtschaft benötigen über 60 % der Bewerber in diesem Bereich zusätzlich eine kurze Einarbeitung – beim Flughafen München wird diese direkt vor Ort angeboten.

Im zweiten Schritt folgt die Online-Bewerbung über das Karriereportal des Flughafens. Hier zählt Präzision: Anstatt langer Anschreiben reichen ein aktueller Lebenslauf und die relevanten Nachweise. Besonders wichtig ist die Angabe von Verfügbarkeiten, da Schichtarbeit im Minijob-Bereich üblich ist. Wer hier flexibel ist, hat bessere Chancen.

Der letzte Schritt ist das Vorstellungsgespräch – oft direkt am Flughafen. Personalverantwortliche achten dabei weniger auf Berufserfahrung als auf Zuverlässigkeit und Teamfähigkeit. Ein Tipp: Wer sich vorher über typische Abläufe an Sicherheitskontrollen oder im Service informiert, punktet mit Interesse. Die Einstellung erfolgt in der Regel innerhalb von zwei Wochen nach dem Gespräch.

Für alle, die unsicher sind, bietet der Flughafen München regelmäßig Informationsveranstaltungen an. Dort können Interessierte offene Fragen klären und sich ein Bild von den Arbeitsbedingungen machen.

Langfristige Chancen: Vom Minijob zur Festanstellung bei der Flughafen AG

Ein Minijob am Münchner Flughafen ist oft mehr als nur ein Nebenverdienst – für viele wird er zum Sprungbrett in eine feste Karriere. Die Flughafen München GmbH setzt bewusst auf interne Weiterentwicklung und besetzte 2023 fast 40 Prozent ihrer Festanstellungen mit ehemaligen Aushilfskräften. Wer sich in den Sicherheitskontrollen oder im Service bewährt, hat reale Chancen auf Übernahme, besonders in Zeiten des Fachkräftemangels.

Besonders im Sicherheitsbereich sucht der Flughafen langfristig qualifiziertes Personal. Minijobber, die hier Fuß fassen, durchlaufen oft Schulungen zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit – eine Qualifikation, die bundesweit nachgefragt wird. Die Flughafen AG übernimmt in vielen Fällen die Kosten für solche Fortbildungen, wenn Mitarbeiter mindestens zwölf Monate im Unternehmen tätig sind.

Auch im Servicebereich eröffnen sich Perspektiven. Wer etwa im Check-in oder an Informationsschaltern arbeitet, sammelt Erfahrungen im Kundenmanagement, die für spätere Positionen in der Luftfahrtbranche wertvoll sind. Nicht selten wechseln ehemalige Minijobber in Vollzeitstellen bei Airlines oder Ground-Handling-Dienstleistern, die am Flughafen ansässig sind. Der direkte Kontakt zu Entscheidern vor Ort erleichtert solche Übergänge.

Entscheidend ist die Bereitschaft, sich einzubringen. Wer Initiative zeigt – etwa durch Übernahme von Zusatzschichten oder Engagement in Schulungen –, fällt positiven auf. Laut einer internen Erhebung des Flughafens erhalten rund 60 Prozent der übernommenen Minijobber innerhalb von zwei Jahren eine erste Beförderung.

Der Münchner Flughafen bietet mit den 300 neuen Minijobs eine seltene Chance, flexibel in den Arbeitsmarkt einzusteigen – besonders für alle, die praktische Erfahrung im Sicherheitsbereich oder Service sammeln wollen, ohne sich langfristig binden zu müssen. Die Stellen sind nicht nur für Studierende oder Nebenverdiener interessant, sondern auch für Quereinsteiger, die einen Fuß in die Luftfahrtbranche bekommen möchten, ohne gleich eine Vollzeitstelle anzustreben.

Wer sich bewerben will, sollte schnell handeln: Die Bewerbungsfristen laufen oft kurz, und die Nachfrage nach solchen Positionen ist traditionell hoch – vollständige Unterlagen und ein klares Anschreiben erhöhen die Chancen, direkt zum Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden. Mit dem weiteren Ausbau des Flughafens könnten solche Minijobs künftig noch häufiger ausgeschrieben werden, was langfristig sogar den Einstieg in festere Anstellungen erleichtern dürfte.