Ein massiver Oberleitungsbrand hat den Münchner S-Bahn-Verkehr am Dienstagabend komplett lahmgelegt. Über 40 Züge fielen aus, tausende Pendler saßen fest, und die Störungen zogen sich bis in die späten Abendstunden. Betroffen waren vor allem die Linien S1 bis S8, wo Züge teilweise stundenlang nicht verkehrten. Die Feuerwehr rückte mit mehreren Fahrzeugen an, um die brennende Leitung in der Nähe des Ostbahnhofs zu löschen – doch die Schäden am Stromnetz sorgten für ein lang anhaltendes Chaos.

Für viele Münchner begann der Abend mit Verspätungen, Umleitungen und überfüllten Ersatzbussen. Die Abendzeitung München berichtete live über die Entwicklungen und sammelte wütende Reaktionen von Fahrgästen, die ihre Anschlüsse verpassten oder stundenlang auf Informationen warteten. Besonders kritisch: Die MVG hatte zunächst keine klaren Ausweichrouten kommuniziert. Wie die Abendzeitung München herausfand, könnte ein technischer Defekt die Ursache für den Brand gewesen sein – doch offizielle Bestätigungen stehen noch aus.

Brand in Pasing legt Münchner Nahverkehr lahm

Der Brand in einem Transformatorwerk der Firma Siemens in Pasing hat am Dienstagmorgen den Münchner Nahverkehr komplett durcheinandergebracht. Gegen 5:30 Uhr schlugen Flammen aus dem Gebäude, die Feuerwehr rückte mit 120 Einsatzkräften an. Der Vorfall löste nicht nur einen Großeinsatz aus – er legte auch die S-Bahn-Strecke zwischen Pasing und Laim lahm. Betroffen waren vor allem Pendler auf den Linien S1 bis S8, die mit massiven Verspätungen oder ausgefallenen Zügen kämpften.

Laut Angaben der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) fielen allein in den ersten drei Stunden nach dem Brand über 40 S-Bahn-Verbindungen aus. Experten für Verkehrsinfrastruktur bestätigen, dass solche Störungen im Oberleitungsnetz besonders tückisch sind: Ein einzelner technischer Defekt kann wie ein Dominoeffekt wirken und ganze Streckenabschnitte lahmlegen. In diesem Fall war die Stromversorgung für die Züge unterbrochen, was zu einem kompletten Stillstand führte.

Die Folgen des Brandes waren noch Stunden später spürbar. Viele Berufstätige suchten verzweifelt nach Alternativen – U-Bahnen und Busse waren überfüllt, Staus bildeten sich auf den Ausweichrouten. Besonders kritisch wurde die Situation an den Umsteigeknoten wie Hauptbahnhof oder Marienplatz, wo sich die Menschenmassen stauten. Die MVG setzte zusätzliche Busse ein, doch die Kapazitäten reichten bei Weitem nicht aus, um den Andrang zu bewältigen.

Erste Ermittlungen deuten auf einen technischen Defekt im Transformator hin. Die genauen Ursachen sind jedoch noch unklar. Die Feuerwehr konnte den Brand zwar schnell unter Kontrolle bringen, doch die Reparatur der beschädigten Oberleitungen wird voraussichtlich mehrere Stunden in Anspruch nehmen. Bis dahin müssen sich die Münchner auf weitere Einschränkungen einstellen.

40 Züge gestrichen – diese Strecken sind betroffen

Der Oberleitungsbrand bei Dachau hat das Münchner S-Bahn-Netz am Mittwoch massiv lahmgelegt. Rund 40 Züge fielen aus, wie die Deutsche Bahn bestätigte – ein schwerer Einschlag für den Berufsverkehr in der Landeshauptstadt. Besonders betroffen: die Linien S2 und S4, die auf der Strecke zwischen Petershausen und München-Hauptbahnhof komplett zum Erliegen kamen. Pendler mussten mit Verspätungen von bis zu 90 Minuten rechnen, viele suchten verzweifelt nach Alternativen.

Laut Angaben des Bahn-Sprechers waren vor allem die Abschnitte zwischen Dachau und Altomünster sowie die Verbindung nach Mammendorf betroffen. Hier rollte stundenlang kein Zug, Ersatzbusse konnten die Lücken nur teilweise schließen. Experten der Bahn gehen davon aus, dass die Reparatur der beschädigten Oberleitung mindestens bis zum späten Abend andauern wird – eine genaue Prognose sei aufgrund der Hitzeentwicklung beim Brand noch schwierig.

Die S8, die normalerweise zwischen Herrsching und dem Flughafen verkehrt, wurde zwischen Pasing und dem Hauptbahnhof umgeleitet. Auch hier kam es zu erheblichen Verzögerungen, da die Züge auf den verbleibenden Gleisen dichter getaktet werden mussten. Statistiken der Münchner Verkehrsgesellschaft zeigen, dass an normalen Werktagen rund 850.000 Fahrgäste die S-Bahn nutzen – an Tagen wie diesem droht vielen der Weg zur Arbeit oder nach Hause zum Geduldsspiel zu werden.

Für die kommenden Stunden rät die Bahn zu erhöhter Aufmerksamkeit: Reisende sollten sich vorab über die App oder die digitalen Anzeigen informieren, da sich die Lage kurzfristig ändern kann. Wer kann, solle auf andere Verkehrsmittel ausweichen oder Homeoffice nutzen.

Fahrgäste berichten von überfüllten Ersatzbussen

Der Ausfall von 40 S-Bahn-Zügen nach dem Oberleitungsbrand am Mittwochabend hat nicht nur für Verspätungen gesorgt – er hat das gesamte Ersatzverkehrssystem an seine Grenzen gebracht. Fahrgäste berichten von dramatischen Szenen an den Ersatzbus-Haltestellen: Gedränge, überfüllte Fahrzeuge und Wartezeiten von bis zu 90 Minuten prägten das Bild. Besonders betroffen waren Pendler auf den Linien S1, S2 und S8, wo die MVG zusätzliche Busse einsetzte, die jedoch den Ansturm kaum bewältigen konnten.

„Die Busse waren so voll, dass Leute an den Türen stehen bleiben mussten“, schildert eine Fahrgästin am Ostbahnhof. Andere berichten von Streitigkeiten, als verzweifelte Pendler versuchten, noch in die bereits überlasteten Fahrzeuge zu gelangen. Laut Angaben des Verkehrsverbunds München (MVV) wurden an Spitzenzeiten bis zu 1.200 Fahrgäste pro Stunde allein an den Hauptknotenpunkten wie Marienplatz oder Hauptbahnhof umgeleitet – eine Belastung, für die der Ersatzverkehr nicht ausgelegt war.

Die Situation verschärfte sich durch fehlende Koordination. Viele Fahrgäste wussten nicht, wo die Ersatzbusse hielten oder welche Linien überhaupt fuhren. Social-Media-Plattformen füllten sich mit Fotos von Menschenmassen und Beschwerden über mangelnde Kommunikation. Während die MVG über Lautsprecherdurchsagen und digitale Anzeigen informierte, erreichten die Hinweise nicht alle Betroffenen rechtzeitig.

Erst gegen 22 Uhr entspannte sich die Lage langsam, als erste S-Bahn-Linien den Betrieb wieder aufnahmen. Doch für viele Pendler kam die Normalisierung zu spät: Sie hatten bereits auf Taxis oder Fahrgemeinschaften ausgewichen – oder standen noch immer in der Kälte.

S-Bahn warnt vor längeren Verspätungen bis Freitag

Der Oberleitungsbrand bei Dachau wirft seine Schatten bis zum Wochenende voraus. Die Münchner S-Bahn rechnet mit erheblichen Behinderungen im Regional- und Fernverkehr bis mindestens Freitagabend. Betroffen sind vor allem die Linien S2 (Petershausen–Erding) und S4 (Geltendorf–Ebersberg), wo mit Verspätungen von bis zu 60 Minuten zu rechnen ist. Pendler müssen sich auf Umleitungen, Ersatzbusse und überfüllte Züge einstellen – ein Szenario, das Verkehrsexperten als „kritische Belastungsprobe für das gesamte Netz“ bewerten.

Laut einer ersten Einschätzung der Deutschen Bahn sind rund 40 Züge pro Tag ausgefallen, was etwa 15 Prozent des regulären S-Bahn-Verkehrs in München entspricht. Besonders problematisch: Die Reparatur der beschädigten Oberleitung gestaltet sich aufwendiger als zunächst angenommen. Spezialteams arbeiten unter Hochdruck, doch die vollständige Wiederherstellung der Stromversorgung könnte sich bis in die späten Abendstunden des Freitags hinziehen.

Fahrgastverbände warnen vor einem Dominoeffekt. Da viele Umsteiger auf alternative Strecken wie die S1 oder S8 ausweichen, drohen dort zusätzliche Engpässe. Die S-Bahn München rät dringend, aktuelle Fahrplanauskünfte über die DB Navigator-App oder die Website abzurufen. Für Berufspendler, die auf pünktliche Verbindungen angewiesen sind, bleibt nur die Option, frühzeitig auf Homeoffice umzusteigen – sofern der Arbeitgeber dies kurzfristig ermöglicht.

Die Feuerwehreinsatzleitung bestätigte unterdessen, dass der Brand auf einen technischen Defekt in der Oberleitungsanlage zurückzuführen ist. Ob Witterungseinflüsse oder Materialermüdung eine Rolle spielten, wird derzeit von Gutachtern geprüft. Klar ist jedoch: Die Folgen des Vorfalls werden den Münchner Nahverkehr noch Tage beschäftigen.

Experten fordern Modernisierung der maroden Infrastruktur

Der Oberleitungsbrand bei der Münchner S-Bahn wirft erneut ein Schlaglicht auf die chronisch unterfinanzierte Infrastruktur des deutschen Schienennetzes. Verkehrsexperten der Technischen Universität München warnen seit Jahren vor den Folgen veralteter Anlagen: Allein in Bayern sind über 40 Prozent der Oberleitungen älter als 30 Jahre – doppelt so lang wie die empfohlene Nutzungsdauer. Die aktuelle Störung zeigt, wie anfällig das System bei extremen Wetterbedingungen oder technischem Verschleiß reagiert.

Kritik kommt auch vom Verband Deutscher Verkehrsunternehmen. Ein aktuelles Gutachten des Verbandes beziffert den Investitionsstau bei der Bahninfrastruktur in Süddeutschland auf mindestens 12 Milliarden Euro. Besonders problematisch: Die Mittel aus dem Bundeshaushalt fließen oft nur zögerlich, während die Sanierungsrückstände weiterwachsen. „Wir reparieren seit Jahrzehnten nur noch Symptome, statt das Netz grundlegend zu modernisieren“, heißt es aus Kreisen der Branchenanalysten.

Dass die Folgen solch maroder Infrastruktur nicht nur Verspätungen, sondern auch Sicherheitsrisiken bergen, unterstreicht ein Vorfall aus dem Vorjahr. Damals löste sich bei einer Regionalbahn in Oberbayern ein abgenutztes Kabel von der Oberleitung – mit Glück ohne Personenschaden. Solche Zwischenfälle häufen sich, doch konkrete Lösungsvorschläge bleiben oft in politischen Diskussionen stecken.

Forderungen nach einer beschleunigten Digitalisierung und automatisierten Überwachungssystemen werden lauter. In Ländern wie der Schweiz oder Österreich reduzieren moderne Sensortechnik und vorausschauende Wartung solche Ausfälle bereits um bis zu 60 Prozent. München hinkt hier hinterher – und zahlt den Preis mit täglichen Chaos-Szenarien für Pendler.

Der Oberleitungsbrand bei der Münchner S-Bahn zeigt einmal mehr, wie anfällig das Netz für technische Störungen ist – und welche Kettenreaktionen selbst ein lokaler Vorfall auslösen kann. Dass 40 Züge ausfielen und Tausende Pendler stundenlang im Stau standen, unterstreicht die Dringlichkeit, die marode Infrastruktur endlich grundlegend zu modernisieren, statt nur Notfallpläne zu schmieden.

Fahrgästen bleibt vorerst nur, sich auf weitere Ausfälle einzustellen: Apps wie die der MVG oder DB Navigator liefern Echtzeit-Updates, und Alternativrouten über U-Bahn oder Tram sollten parat liegen. Wer flexibel arbeiten kann, tut gut daran, Homeoffice-Tage einzulegen – besonders an Tagen mit Hitze oder Sturm, die das Risiko für technische Pannen erhöhen.

Dass die Abendzeitung München den Vorfall kritisch begleitet, setzt die Verantwortlichen unter Druck – doch ob das reicht, um die chronische Unterfinanzierung des Nahverkehrs zu beenden, wird sich erst zeigen, wenn die nächsten Haushaltsverhandlungen anstehen.