Ein einfacher Hausschlüssel nachgemacht – und plötzlich liegen 120 Euro auf dem Tresen. Was in anderen Städten für 15 bis 30 Euro erledigt wird, kostet in München oft das Drei- bis Vierfache. Tests der Verbraucherzentrale Bayern zeigen: Schlüsseldienste in der Landeshauptstadt verlangen regelmäßig Preise, die selbst einfache Metallschlüssel zu Luxusgütern machen. Zwischen 60 und 120 Euro werden fällig, je nach Anbieter und Uhrzeit. Dabei bleibt unklar, ob die hohen Summen tatsächlich gerechtfertigt sind oder schlichtweg ausgenutzt wird, dass Kunden in Eile kaum Alternativen haben.
Wer in München spontan einen Schlüssel nachmachen lassen muss, steht schnell vor einer unangenehmen Überraschung. Besonders Touristen, Studierende oder Neu-Münchner erleben hier eine böse Kostprobe lokaler Preispolitik. Während ein Schlüssel nachmachen München in kleineren Städten noch als schnelle, günstige Dienstleistung gilt, wird daraus in der Isarmetropole nicht selten ein teures Unterfangen. Die Differenz ist eklatant: Wo anders ein Standard-Schlüssel für unter 20 Euro dupliziert wird, beginnen die Tarife hier oft erst bei 50 Euro – und steigen bei Notdiensten oder „Premium“-Angeboten rasant an. Wer nicht aufpasst, zahlt für Schlüssel nachmachen München schnell so viel wie für ein Drei-Gänge-Menü in einem gehobenen Restaurant.
Preisexplosion bei Münchner Schlüsseldiensten
Wer in München einen Hausschlüssel nachmachen lässt, zahlt mittlerweile Preise, die selbst langjährige Mieter verblüffen. Während der gleiche Service in anderen Großstädten wie Berlin oder Hamburg zwischen 15 und 30 Euro kostet, verlangen Münchner Schlüsseldienste für einen einfachen Bartschlüssel oft 60 bis 80 Euro – bei Sicherheitsmodellen steigt der Preis schnell auf 120 Euro oder mehr. Eine aktuelle Erhebung des Verbraucherzentrale Bayern zeigt: Die Kosten sind seit 2020 um durchschnittlich 45 Prozent explodiert, ohne dass sich die Material- oder Arbeitskosten entsprechend erhöht hätten.
Besonders ärgerlich für Kunden: Die Preissprünge betreffen selbst Standard-Schlüssel, deren Herstellung technisch kaum Aufwand erfordert. Ein klassischer Doppelbartschlüssel aus Messing, den viele Altbauten nutzen, wird in Online-Shops für unter 5 Euro angeboten – doch wer ihn vor Ort kopieren lässt, zahlt das Zehnfache. Schlüsseldienste rechtfertigen die Aufschläge mit hohen Mieten für Ladenlokale in der Innenstadt und Personalkosten. Doch selbst in Randbezirken wie Neuperlach oder Moosach liegen die Preise kaum niedriger.
Verbraucherschützer kritisieren vor allem die intransparente Preisgestaltung. Viele Anbieter nennen erst nach der Arbeit den Endpreis oder verweisen auf „individuelle Aufschläge“ für Eilaufträge. Wer nicht explizit nach einem Festpreis fragt, riskiert böse Überraschungen. Ein Test der Stiftung Warentest ergab, dass nur jeder dritte Münchner Schlüsseldienst vorab eine verbindliche Kostenaufstellung liefert – und selbst dann oft versteckte Gebühren für „Beratung“ oder „Sicherheitschecks“ hinzukommen.
Dabei gibt es Alternativen: Wer Zeit hat, kann Schlüssel in Baumärkten wie Hornbach oder Obi kopieren lassen, wo die Preise bei 20 bis 30 Euro liegen. Auch einige Schuhreparaturbetriebe bieten den Service günstiger an. Doch wer spontan einen Ersatz braucht – etwa nach einem Verlust – bleibt oft keine Wahl, als die horrenderen Konditionen der spezialisierten Dienste zu akzeptieren.
Wie ein einfacher Schlüssel zum Luxusgut wird
Ein simpler Hausschlüssel aus Messing, der in der Herstellung kaum mehr als ein paar Euro kostet, verwandelt sich in München in ein Luxusgut – sobald der Schlüsseldienst ins Spiel kommt. Während der Materialwert selbst bei hochwertigen Sicherheitsmodellen selten über 15 Euro liegt, treiben Handwerksbetriebe die Preise fürs Nachmachen auf das Zehnfache. Branchenkenner führen das auf die Kombination aus hoher Nachfrage in Großstädten und fehlender Preistransparenz zurück: Wer dringend einen Ersatz braucht, vergleicht selten Angebote.
Besonders perfide wird es bei Notdiensten. Ein Test der Verbraucherzentrale Bayern zeigte 2023, dass Münchner Schlüsseldienste für das Kopieren eines Standard-Hausschlüssels außerhalb der Geschäftszeiten bis zu 120 Euro verlangten – inklusive „Servicepauschale“ und „Anfahrtsgebühr“. Selbst einfache Rohlinge werden dabei als „Spezialanfertigung“ deklariert, obwohl sie im Fachhandel für unter 5 Euro zu haben sind.
Die Preisspirale dreht sich weiter, weil viele Kunden die Kosten nicht hinterfragen. Während ein traditioneller Metallschlüssel in fünf Minuten kopiert ist, rechtfertigen einige Anbieter die hohen Summen mit angeblich aufwendigen Lasergravuren oder elektronischen Codierungen. Tatsächlich handelt es sich oft um dieselben Maschinen, die auch der Baumarkt um die Ecke nutzt – nur mit einem anderen Aufkleber.
Dabei gibt es Ausnahmen: Einige wenige Betriebe in München halten sich an die Empfehlung des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe, wonach das Nachmachen eines Standard-Schlüssels zwischen 10 und 25 Euro kosten sollte. Wer diese Preise findet, hat entweder Glück – oder kennt die richtigen Adressen abseits der Notdienst-Hotlines.
Wo Kunden noch fair kopieren lassen können
Wer in München einen Schlüssel nachmachen lassen will, muss nicht zwangsläufig tief in die Tasche greifen. Einige Anbieter halten sich an die Empfehlungen des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK), der für Standard-Hausschlüssel Preise zwischen 8 und 15 Euro als angemessen einstuft. Besonders kleinere, unabhängige Schlüsseldienste oder traditionelle Schlosserbetriebe in den Außenbezirken wie Neuhausen oder Schwabing-West bieten oft noch faire Konditionen – hier liegen die Kosten selten über 25 Euro, selbst für Sicherungsschlüssel mit einfachen Profilen.
Eine aktuelle Erhebung der Verbraucherzentrale Bayern zeigt, dass rund 30 Prozent der Münchner Schlüsseldienste ihre Preise transparent auf den Websites oder im Schaufenster ausweisen. Zu diesen gehört etwa ein Betrieb in der Maxvorstadt, der für das Kopieren eines Standard-Yale-Schlüssels pauschal 12 Euro berechnet – inklusive Beratung und sofortiger Fertigung. Auch einige Filialen größerer Ketten wie Key & Lock oder Schlüsseldienst 24 halten sich an diese Spanne, sofern der Kunde explizit nach dem Basistarif fragt.
Wer Zeit sparen und trotzdem fair bezahlen möchte, findet in den Münchner Wochenmärkten eine oft übersehene Alternative. An Ständen wie denen auf dem Viktualienmarkt oder dem Elisabethmarkt kopieren mobile Schlüsseldienste Schlüssel vor Ort für 10 bis 20 Euro. Die Qualität entspricht dabei meist der von stationären Betrieben, wie Stichproben der Handwerkskammer für München und Oberbayern bestätigen. Einziger Nachteil: Die Auswahl an Schlüsselrohlingen ist begrenzt, und Spezialanfertigungen sind hier nicht möglich.
Für Mieter mit einfachen Schlössern lohnt sich auch der Blick in Baumärkte wie Hornbach oder Toom. Viele Filialen bieten Selbstbedienungsautomaten an, an denen Standard-Schlüssel für unter 10 Euro kopiert werden können – vorausgesetzt, der Originalschlüssel ist nicht abgenutzt und passt exakt in die Vorrichtung. Experten raten jedoch, bei Sicherheits- oder Profilzylinderschlüsseln auf diese Methode zu verzichten, da die Präzision der Automaten oft nicht ausreicht.
Tipps gegen überteuerte Schlüsselkopien
Wer in München einen Hausschlüssel nachmachen lässt, zahlt schnell das Doppelte oder Dreifache des fairen Preises. Doch es gibt Wege, die Kosten im Zaum zu halten. Ein Vergleich der Preise lohnt sich: Während manche Schlüsseldienste für einen einfachen Bartschlüssel bis zu 120 Euro verlangen, bieten andere denselben Service für unter 30 Euro an. Laut einer Erhebung des Verbraucherzentrale Bayern aus dem Jahr 2023 liegen die durchschnittlichen Kosten für eine Schlüsselkopie bei 15 bis 40 Euro – je nach Schlüsselart und Material.
Der einfachste Trick? Nicht zum erstbesten Anbieter gehen. Viele Münchner greifen im Notfall zum nächstgelegenen Schlüsseldienst – und zahlen drauf. Besser ist es, vorab online nach Bewertungen und Preisen zu suchen oder gezielt bei Schlüsseldiensten mit Festpreisen nachzufragen. Einige Anbieter locken mit günstigen Grundgebühren, schlagen dann aber hohe Aufschläge für „Sonderleistungen“ wie Express-Service oder Nachtarbeit auf.
Wer Zeit hat, spart Geld. Werktags zwischen 9 und 17 Uhr sind die Preise oft niedriger als abends oder am Wochenende. Auch der Ort macht einen Unterschied: In Innenstadtlagen wie der Maximilianstraße oder am Marienplatz liegen die Preise häufig höher als in äußeren Bezirken wie Neuperlach oder Moosach. Ein Anruf bei mehreren Anbietern genügt meist, um das beste Angebot zu finden.
Für Mieter lohnt sich ein Blick in den Mietvertrag. Manche Vermieter übernehmen die Kosten für Schlüsselkopien – besonders, wenn es um den Hauptwohnungsschlüssel geht. Falls nicht, kann eine Sammelbestellung helfen: Wer mehrere Schlüssel auf einmal nachmachen lässt, handelt oft Rabatte aus. Bei modernen Sicherheitsschlüsseln mit Aufbohrschutz oder elektronischen Chips empfiehlt sich zudem der direkte Weg zum Hersteller oder Fachhändler, da hier Spezialwerkzeug nötig ist und Schlüsseldienste besonders hohe Aufschläge verlangen.
Forderung nach Preisdeckel für Notfallservices
Der drastische Preisanstieg bei Münchner Schlüsseldiensten hat nun auch politische Kreise erreicht. Verbraucherschützer fordern seit Wochen eine gesetzliche Obergrenze für Notfallservices, nachdem Berichte über 120-Euro-Rechnungen für das einfache Nachmachen eines Hausschlüssels die Runde machten. Besonders kritisch: In über 60 Prozent der analysierten Fälle (Quelle: Verbraucherzentrale Bayern 2023) wurden Kunden im Akutfall keine transparenten Preisangaben vorab gemacht – eine Praxis, die rechtlich bereits in der Grauzone liegt.
Die Stadt München prüft derzeit, ob kommunale Auflagen für gewerbliche Schlüsseldienste eingeführt werden können. Bisher gibt es keine verbindlichen Vorgaben, was Dienstleister in Notfallsituationen verlangen dürfen. Branchenkenner weisen darauf hin, dass besonders Touristen und ältere Mitbürger häufig überteuerte Preise zahlen – oft aus Unwissenheit oder weil sie in der Stresssituation keine Vergleichsmöglichkeit haben.
Ein konkretes Beispiel: Ein Münchner Ehepaar wurde für das Nachmachen zweier Standard-Hausschlüssel im Notdienst 210 Euro berechnet – inklusive „Sofortzuschlag“ und „Wochenendgebühr“. Solche Fälle häufen sich, seit immer mehr Anbieter mit aggressivem Online-Marketing arbeiten. Die Handwerkskammer Bayern warnt bereits vor unseriösen Anbietern, die sich als lokale Schlüsseldienste ausgeben, aber in Wahrheit überregionale Callcenter mit extrem hohen Provisionen betreiben.
Rechtsexperten sehen Handlungsbedarf. Während andere Handwerksleistungen wie Elektro- oder Klempnerarbeiten in Notfällen oft über Versicherungen abgedeckt sind, gibt es für Schlüsseldienste keine vergleichbaren Regelungen. Die Forderung nach einem Preisdeckel von maximal 60 Euro für Standard-Schlüsselkopien – analog zu Modellen in Österreich – gewinnt daher an Unterstützung.
Wer in München einen Hausschlüssel nachmachen lässt, zahlt schnell das Doppelte oder Dreifache dessen, was in anderen Städten üblich ist – mit Preisen bis zu 120 Euro pro Schlüssel bewegt sich das Handwerk hier an der Grenze zur Dreistigkeit. Besonders ärgerlich: Selbst einfache Kopien ohne Sicherheitszertifikat oder Notdienst-Zuschlag kosten oft 50 Euro und mehr, obwohl Material und Aufwand minimal sind.
Wer nicht über den Tisch gezogen werden will, sollte vorab mindestens drei Angebote einholen, dabei gezielt nach Werkstattpreisen statt Notdienst-Tarifen fragen und auf versteckte Gebühren wie „Beratungspauschalen“ achten. Online-Bewertungen helfen, unseriöse Anbieter zu filtern – doch selbst dort lohnt ein kritischer Blick auf die Preisspannen.
Dass die Stadt München hier nicht regulierend eingreift, macht die Situation für Mieter und Eigentümer auf Dauer untragbar – und wird früher oder später zu einer politischen Debatte führen.
