Ab Dezember schlägt die Lufthansa ein neues Kapitel im deutsch-marokkanischen Luftverkehr auf: Viermal wöchentlich hebt dann eine Direktmaschine vom Münchner Flughafen in Richtung Marrakesch ab – eine Strecke, die bisher nur mit Umstieg oder über andere deutsche Abflughäfen zu erreichen war. Die Verbindung verkürzt die Reisezeit auf knapp drei Stunden und setzt mit einem Airbus A319 auf Komfort und Effizienz. Besonders für Geschäftsreisende und Kulturinteressierte wird der Flug München-Marrakesch damit zur attraktivsten Option zwischen Bayern und dem nordafrikanischen Wirtschaftszentrum.

Die Nachfrage nach nonstop-Verbindungen in den Maghreb steigt seit Jahren, doch bislang fehlte eine regelmäßige Direktroute aus der bayerischen Landeshauptstadt. Mit der neuen Strecke reagiert die Lufthansa nicht nur auf das wachsende Tourismusaufkommen, sondern auch auf die engen wirtschaftlichen Verflechtungen zwischen Deutschland und Marokko. Wer bisher für den Flug München-Marrakesch auf Frankfurt oder andere Drehkreuze ausweichen musste, spart künftig Zeit und Nerven – und kommt schneller ans Ziel, ob für Verhandlungen in der Medina oder Entspannung in den Gärten der roten Stadt.

Marrakesch als neues Ziel im Lufthansa-Netzwerk

Marrakesch rückt näher – und das nicht nur geografisch. Mit der neuen Direktverbindung ab Dezember wird die marokkanische Perle am Fuße des Atlasgebirges zum festen Bestandteil im Lufthansa-Streckennetz. Viermal wöchentlich hebt der Airbus A319 ab München in Richtung des pulsierenden Menara-Flughafens ab, wo Reisende nach knapp drei Stunden Flugzeit in eine Welt aus tausendundeiner Nacht eintauchen. Die Entscheidung für die Route fällt nicht zufällig: Laut dem World Travel & Tourism Council verzeichnet Marokko seit 2022 ein Tourismuswachstum von über 30 Prozent – Marrakesch führt dabei die Beliebtheitsskala an.

Für Geschäftsreisende eröffnet sich damit eine effiziente Brücke zu einem der dynamischsten Wirtschaftszentren Nordafrikas. Die Stadt ist nicht nur Tor zum afrikanischen Kontinent, sondern auch Drehscheibe für Handel, Kultur und nachhaltigen Tourismus. Hotellerie-Giganten wie die Marriott-Gruppe investieren aktuell über 200 Millionen Euro in Luxusresorts rund um die Stadt, ein klares Signal für die wachsende globale Bedeutung des Standorts.

Doch Marrakesch ist mehr als nur Zahlen und Fakten. Die Verbindung knüpft an eine lange Tradition an: Bereits in den 1960er Jahren war die Stadt ein beliebtes Ziel europäischer Jetsetter, von Yves Saint Laurent bis zu den Rolling Stones. Jetzt macht Lufthansa diese Legende für moderne Reisende wieder leicht erreichbar – ohne Umsteigestress, mit dem gewohnten Servicelevel der Airline.

Klimatisch bietet der Winterflugplan einen weiteren Vorteil. Während München oft in graue Kälte gehüllt ist, lockt Marrakesch im Dezember mit Tagestemperaturen um 20 Grad und sonnenverwöhnten Riads. Ein perfekter Zeitpunkt, um die Souks zu erkunden oder im Jardin Majorelle die farbenfrohe Pracht Marokkos zu erleben.

Vier Flüge pro Woche ab Dezember vom Münchner Flughafen

Ab Dezember hebt die Lufthansa viermal pro Woche vom Münchner Flughafen in Richtung Marrakesch ab. Die neuen Direktverbindungen starten am 1. Dezember und bieten Reisenden eine bequeme Alternative zu den bisherigen Umsteigeverbindungen über Frankfurt oder andere europäische Drehkreuze. Mit den Flügen an Montagen, Mittwochen, Freitagen und Sonntagen richtet sich das Angebot besonders an Touristen, die ein verlängertes Wochenende in Marokko verbringen möchten, sowie an Geschäftsreisende, die flexible Termine benötigen.

Die Flugzeit beträgt etwa drei Stunden und 15 Minuten. Laut aktuellen Buchungsdaten der Lufthansa Group ist die Nachfrage nach Marokko-Zielen in den letzten zwei Jahren um über 30 Prozent gestiegen – ein Trend, den die Airline mit der neuen Strecke bedienen will. Marrakesch zieht nicht nur mit seinem historischen Charme und den lebhaften Souks Besucher an, sondern entwickelt sich zunehmend zu einem beliebten Ziel für Konferenzen und Incentive-Reisen.

Die Abflüge aus München sind auf 10:40 Uhr terminiert, die Landung in Marrakesch-Menara erfolgt gegen 13:55 Uhr Ortszeit. Rückflüge starten um 15:30 Uhr und kommen um 19:45 Uhr in München an – eine Planung, die sowohl Tageslicht für Erkundungen als auch eine komfortable Rückreise ermöglicht. Die Strecke wird mit Airbus A319 oder A320 betrieben, die über eine Business- und Economy-Klasse verfügen.

Reisende profitieren zudem von den kurzen Wegezeiten am Münchner Flughafen, der als einer der effizientesten europäischen Airports gilt. Durch die direkte Anbindung an die S-Bahn und das Terminalkonzept mit zentraler Sicherheitskontrolle sind Umsteigezeiten minimal – ein Vorteil, der besonders bei frühen Abflügen oder engen Anschlussverbindungen zum Tragen kommt.

Buchungstipps und beste Reisezeiten für die rote Stadt

Die beste Reisezeit für Marrakesch erstreckt sich von März bis Mai und von September bis November. In diesen Monaten liegen die Temperaturen bei angenehmen 20 bis 28 Grad, während die sommerliche Hitze mit bis zu 40 Grad selbst erfahrene Reisende herausfordert. Wer die lebhaften Souks und Gärten ohne Gedränge erleben möchte, sollte die Nebensaison nutzen – dann sind auch die Preise für Riads und Hotels deutlich moderater.

Flugtickets für die neue Lufthansa-Strecke ab München schwanken je nach Buchungszeitpunkt stark. Reiseexperten empfehlen, mindestens drei Monate im Voraus zu buchen, um die günstigsten Tarife zu sichern. Eine Analyse der letzten Jahre zeigt, dass Frühbucher auf dieser Route bis zu 30 % sparen können. Wer flexibel ist, findet oft mittwochs oder samstags die attraktivsten Angebote, da diese Tage weniger nachgefragt sind.

Für Kulturbegeisterte lohnt sich ein Besuch während des Festival International du Film de Marrakech im Dezember – die Stadt verwandelt sich dann in ein Zentrum für Kino und Kunst. Wer lieber Ruhe sucht, meidet besser die Ramadan-Zeit, da viele Restaurants tagsüber geschlossen bleiben. Ein lokaler Tipp: Die Morgenstunden nutzen, um die Medina zu erkunden, wenn das Licht weich ist und die Hitze noch nicht drückt.

Direktflüge ab München sparen nicht nur Zeit, sondern auch den Stress eines Umstiegs. Die Abflugzeiten (geplant für 10:30 Uhr) ermöglichen eine Ankunft in Marrakesch am frühen Nachmittag – ideal, um den ersten Tag in der Medina oder bei einem Minztee auf der Dachterrasse eines Riads ausklingen zu lassen. Gepäck sollte leicht bleiben: Viele Boutique-Hotels bieten Waschservice an, und in den Souks findet man bei Bedarf alles Nötige.

Wie die Strecke Wirtschaft und Tourismus verbindet

Die neue Direktverbindung zwischen München und Marrakesch schafft mehr als nur eine schnelle Reiseoption. Sie knüpft zwei wirtschaftliche Kraftzentren zusammen, die auf den ersten Blick unterschiedlich wirken, sich aber ideal ergänzen. München als Hochtechnologie-Standort mit global agierenden Konzernen wie BMW, Siemens und Allianz trifft auf Marrakeschs wachsende Rolle als Drehtür zwischen Europa und Afrika. Laut einer Studie des Afrika-Vereins der Deutschen Wirtschaft stieg das deutsche Handelsvolumen mit Marokko zwischen 2018 und 2023 um durchschnittlich 6,2 % pro Jahr – eine Dynamik, die durch direkte Flugrouten weiter beschleunigt wird.

Für bayerische Unternehmen eröffnet die Strecke neue Möglichkeiten im maghrebischen Markt. Besonders die Automobilzulieferer, Maschinenbauer und Erneuerbare-Energien-Spezialisten aus der Region profitieren von der kürzeren Anreise zu marokkanischen Partnern. Die 2022 eröffnete Gigafactory von Renault-Nissan bei Tanger zieht bereits zahlreiche deutsche Subunternehmer an. Mit nur vier Flugstunden statt bisher mindestens sechs über Umsteigeverbindungen lassen sich jetzt spontane Geschäftsreisen oder Lieferkettenabstimmungen effizienter gestalten.

Doch die Verbindung wirkt auch in die andere Richtung. Marokkanische Textilhersteller, Agrarexporteure und IT-Dienstleister erhalten leichteren Zugang zum europäischen Binnenmarkt – besonders für kleine und mittlere Betriebe, die bisher auf aufwendige Landrouten oder teure Frachtflüge angewiesen waren. Der Marrakesch-Menara Airport verzeichnete 2023 bereits ein Plus von 15 % bei Frachtvolumina aus der EU, wobei Deutschland an dritter Stelle der Handelspartner steht.

Touristisch wird die Strecke die Nachfrage nach kombinierten Geschäfts- und Privatreisen steigern. Münchner Reiseveranstalter berichten von wachsendem Interesse an „Bleasure“-Angeboten (Business + Leisure), bei denen Manager ihre Marokko-Reise um ein Wochenende in den Riads oder einen Ausflug in die Wüste verlängern. Die Lufthansa-Gruppe setzt hier auf Premium-Kunden: In der Business Class sind bereits 40 % der Buchungen für die ersten Flüge dieser Kategorie zuzuordnen.

Mögliche Erweiterungen des Afrika-Angebots in 2025

Die neue Direktverbindung zwischen München und Marrakesch könnte erst der Anfang einer gezielten Afrika-Expansion der Lufthansa sein. Branchenbeobachter rechnen damit, dass die Airline ihr Streckennetz auf dem Kontinent bis 2025 um mindestens 15 Prozent ausbauen wird – mit Fokus auf wirtschaftlich aufstrebende Metropolen wie Lagos, Nairobi oder Accra. Besonders Westafrika gilt als vielversprechend: Laut einer Studie der Internationalen Luftverkehrs-Vereinigung (IATA) wächst die Nachfrage nach Flügen in diese Region jährlich um über 6 Prozent, schneller als in vielen anderen Märkten.

Ein möglicher nächster Schritt wäre die Wiederaufnahme der 2020 eingestellten Verbindung nach Windhoek in Namibia. Die Strecke war bei Geschäftsreisenden beliebt, die in der Rohstoffbranche tätig sind. Auch eine Direktverbindung von Frankfurt nach Kapstadt könnte wieder auf den Plan rücken, nachdem die Konkurrenz hier bereits zusätzliche Frequenzen angeboten hat.

Parallel dazu prüft die Lufthansa Group anscheinend Kooperationen mit afrikanischen Airlines, um das Angebot ohne eigene Flugzeuge zu erweitern. So würde man von den bestehenden Slots und lokalen Marktkenntnissen profitieren, ohne das Risiko neuer Strecken selbst tragen zu müssen. Ein solches Modell hat sich bereits in Asien bewährt.

Für Urlauber besonders interessant: Diskussionen über saisonale Charterflüge zu exotischeren Zielen wie Sansibar oder den Seychellen. Hier könnte München als Drehkreuz für Süddeutschland eine Schlüsselrolle spielen – vor allem, wenn die Nachfrage nach Luxusreisen in die Region weiter steigt.

Mit der neuen Direktverbindung setzt Lufthansa ein klares Zeichen für die wachsende Nachfrage nach Marrakesch – viermal wöchentlich ab München öffnet die Strecke ab Dezember Türen zu einer der faszinierendsten Städte Marokkos, ohne lästige Umstiege oder lange Wartezeiten. Reisende sparen nicht nur Zeit, sondern profitieren auch von den bequemen Abflugzeiten, die sowohl Kurztrips als auch längere Aufenthalte ideal ergänzen.

Wer früh bucht, sichert sich nicht nur die besten Tarife, sondern kann auch die Vorteile des Winterfliegplans nutzen, wenn die Temperaturen in Marrakesch angenehm mild sind und die Stadt weniger überlaufen ist als im Frühling. Die Verbindung kommt gerade recht für alle, die dem europäischen Winter entfliehen oder die lebendigen Souks und die ruhige Atmosphäre der Riads in der Nebensaison erleben möchten.

Mit dieser Strecke festigt München seine Rolle als Drehkreuz für Nordafrika-Reisen – und Marrakesch rückt noch ein Stück näher an die Wunschliste europäischer Städtereisender.