Mit 12 internationalen Küchen auf 1.200 Quadratmetern hat die neue Food-Halle am Münchner Hauptbahnhof die Erwartungen übertroffen: Bereits in den ersten Tagen nach der Eröffnung strömten über 15.000 Besucher durch die modern gestalteten Räumlichkeiten. Von vietnamesischen Pho-Bowls über neapolitanische Pizza bis zu bayerischen Schmankerln bietet das Konzept eine kulinarische Vielfalt, die selbst anspruchsvolle Feinschmecker überrascht. Die Investition von 8,5 Millionen Euro in das Projekt unterstreicht den Anspruch, den Hauptbahnhof nicht nur als Verkehrsknotenpunkt, sondern als lebendigen Treffpunkt zu etablieren.

Für Pendler, Touristen und Münchner, die nach schnellen, hochwertigen Mahlzeiten suchen, verändert die neue Halle das Angebot rund um München Hbf Essen grundlegend. Wo früher hastige Snacks an Kiosken oder überteuerte Restaurantbesuche die Optionen dominierten, gibt es nun frisch zubereitete Gerichte aus aller Welt – direkt zwischen Zug und Stadt. Besonders praktisch: Die Öffnungszeiten von 6 Uhr morgens bis Mitternacht passen sich dem Rhythmus des Bahnhofs an. Wer also vor der Abfahrt noch schnell authentisches Ramen probieren oder nach der Ankunft mit Freunden Tapas teilen möchte, findet in der Food-Halle eine willkommene Alternative zum klassischen München Hbf Essen.

Vom Güterschuppen zur kulinarischen Drehtür

Der historische Güterschuppen am Münchner Hauptbahnhof hat eine radikale Verwandlung durchlebt. Über 120 Jahre diente das Backsteingebäude als Umschlagplatz für Waren – heute ist es das pulsierende Herz einer neuen Food-Halle, die internationale Küche mit Münchner Tradition verbindet. Die 1.800 Quadratmeter große Fläche beherbergt nun zwölf Küchenkonzepte, von vietnamesischen Pho-Ständen bis zu bayerischen Craft-Bierbars. Besonders auffällig: Die originale Stahlträgerkonstruktion blieb erhalten und verleiht dem Raum einen industriellen Charme, der bewusst mit modernem Design kontrastiert.

Gastronomie-Experten sehen in dem Projekt ein gelungenes Beispiel für die Revitalisierung historischer Bausubstanz. Laut einer Studie der Technischen Universität München steigt die Attraktivität innerstädtischer Standorte um bis zu 30 Prozent, wenn historische Gebäude mit zeitgemäßen Nutzungskonzepten kombiniert werden. Die Food-Halle setzt genau hier an: Die Betreiber haben gezielt lokale Handwerker für die Sanierung engagiert, um den Charakter des Gebäudes zu bewahren – etwa durch die Restaurierung der originalen Holztore, die nun als dekorative Elemente dienen.

Die kulinarische Vielfalt spiegelt sich auch in der Architektur wider. Während die Außenfassade im ursprünglichen Stil belassen wurde, dominieren im Inneren offene Küchenbereiche mit Sicht auf die Zubereitung. Ein besonderes Highlight ist die zentrale Theke, die aus recyceltem Bahnhofsgleismaterial gefertigt wurde. Hier treffen sich Gäste nicht nur zum Essen, sondern auch zum Austausch – ein Konzept, das die Betreiber als „soziale Drehtür“ bezeichnen.

Besonders abends verwandelt sich die Halle in einen lebendigen Treffpunkt. Dann sorgen LED-Lichtinstallationen, die an die Signaltechnik alter Züge erinnern, für eine einzigartige Atmosphäre. Wer genau hinschaut, entdeckt sogar historische Fotos der Güterhallen-Ära, die als Wanddekoration dienen. Ein bewusster Brückenschlag zwischen Vergangenheit und Gegenwart.

Zwölf Küchen, ein Dach: Von Arepas bis Yakitori

Wer durch die neue Food-Halle am Münchner Hauptbahnhof schlendert, betritt eine kulinarische Weltreise auf 800 Quadratmetern. Zwölf Küchen bieten hier Gerichte von Arepas bis Yakitori – ein Konzept, das laut einer Studie der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) immer mehr Großstädte übernehmen. Die Nachfrage nach authentischen, internationalen Speisen ist seit 2020 um 32 Prozent gestiegen, besonders an stark frequentierten Orten wie Bahnhöfen.

Venezolanische Arepas, frisch gepresst und mit Käse oder Avocado gefüllt, dampfen neben japanischen Yakitori-Spießen, die über Holzkohle grillen. Die Betreiber haben bewusst auf Vielfalt gesetzt: Neben Klassikern wie italienischer Pasta oder türkischen Dürüm gibt es auch weniger bekannte Spezialitäten wie äthiopisches Injera-Brot mit scharfen Linseneintöpfen. Die Preise bleiben mit 6 bis 14 Euro pro Gericht bewusst im Rahmen – ein bewusster Kontrast zu den oft überteuerten Bahnhofsgastronomien.

Besonders auffällig ist die offene Küche. Gäste können zusehen, wie Köche Teigtaschen falten oder Sushi rollen. Das Design der Halle unterstreicht diesen Ansatz: Große Glasfronten, helle Holztische und eine zentrale Theke, an der man zwischen den Ständen hin- und herwechseln kann. Wer es eilig hat, bestellt per App und holt sein Essen an der Express-Theke ab – ein Service, den bereits 40 Prozent der Besucher nutzen.

Die Location setzt auch auf Nachhaltigkeit. Alle Verpackungen sind kompostierbar, Lebensmittelreste werden an lokale Tierheime gespendet. Ein Novum für Münchner Verhältnisse.

Preise, Plätze und praktische Infos für Besucher

Die neue Food-Halle am Münchner Hauptbahnhof lockt nicht nur mit kulinarischer Vielfalt, sondern auch mit fairen Preisen. Die meisten Gerichte liegen zwischen 8 und 15 Euro – ein günstiger Einstieg für frisch zubereitete, internationale Küche. Besonders die asiatischen Stände glänzen mit Portionen unter 10 Euro, während die europäischen Angebote wie italienische Pasta oder bayerische Schmankerl etwas höherpreisig ausfallen. Laut einer aktuellen Umfrage des Deutschen Gastronomieverbands liegen die Preise damit im Mittelfeld der Münchner Food-Hallen, bieten aber deutlich mehr Qualität als klassische Bahnhofsgastronomie.

Mit 250 Sitzplätzen im Innenbereich und weiteren 100 auf der Terrasse findet selbst zur Stoßzeit meist ein Platz. Die Halle ist barrierefrei gestaltet, inklusive rollstuhlgerechter Tische und behindertengerechter Toiletten. Familien profitieren von Hochstühlen und einem separaten Wickelbereich – eine Seltenheit in innerstädtischen Gastronomiebetrieben.

Geöffnet ist täglich von 7 bis 23 Uhr, was Pendler und Nachtschwärmer gleichermaßen anzieht. Die Küche schließt zwar um 22 Uhr, doch Kaffee und Snacks bleiben bis zum Ende der Öffnungszeiten erhältlich. Praktisch für Reisende: Gepäckschließfächer in unmittelbarer Nähe und kostenloses WLAN machen die Halle zum idealen Warteort.

Wer mit dem Auto anreist, nutzt am besten das Parkhaus am Hauptbahnhof (5 Minuten Fußweg). ÖPNV-Anreisende steigen direkt an den S- und U-Bahn-Haltestellen aus – der Eingang liegt nur 50 Meter vom Nordausgang entfernt.

Wie Münchner Gastronomen das Konzept mitprägen

Münchens Gastronomieszene hat die neue Food-Halle am Hauptbahnhof nicht einfach nur als Mieter übernommen – sie gestaltet das Konzept aktiv mit. Über 60 Prozent der Betreiber kommen aus der Region, darunter etliche, die bereits in der Stadt etablierte Lokale führen. Ihr Know-how fließt direkt in die Ausrichtung der Halle ein, von der Speisekarten-Gestaltung bis hin zu Öffnungszeiten, die auf das Leben einer Großstadt zugeschnitten sind. Besonders auffällig: Viele setzen auf saisonale Zutaten von bayerischen Lieferanten, obwohl die Halle international auftritt. Diese Verbindung aus globaler Küche und regionaler Verwurzelung macht den Unterschied.

Ein Beispiel ist das Team hinter dem Stand „Bavaria meets Asia“, das sonst ein Restaurant in Schwabing betreibt. Hier werden traditionelle bayerische Gerichte mit asiatischen Einflüssen kombiniert – ein Experiment, das in der Food-Halle erstmals in diesem Maßstab getestet wird. Auch die Betreiber der „Münchner Suppenküche“ nutzen die Location, um ihr Konzept zu erweitern: Statt nur Mittagsangebote bieten sie nun abends warme Bowls für Pendler an, die nach Feierabend noch etwas Gesundes suchen.

Laut einer aktuellen Umfrage der Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA) Bayern sehen über 80 Prozent der Münchner Gastronomen in solchen kollaborativen Projekten eine Chance, neue Zielgruppen zu erreichen – ohne das Risiko eines eigenen Restaurantstandorts. Die Food-Halle am Hauptbahnhof kommt da wie gerufen: Sie bietet Infrastruktur, Sichtbarkeit und ein Publikum, das ohnehin schon da ist. Für manche ist es der Einstieg in die Selbstständigkeit, für andere der Testmarkt für neue Ideen.

Dass die Halle mehr als nur eine Ansammlung von Imbissen ist, zeigt sich auch in den gemeinsamen Aktionen. So planen mehrere Betreiber monatliche „Küchen-Takeovers“, bei denen sie gegenseitig ihre Gerichte interpretieren – etwa wenn ein italienisches Team temporär die Zutaten eines türkischen Standes übernimmt. Solche Kooperationen sind in München bisher selten, könnten aber Schule machen.

Erweiterungspläne: Was noch kommt am Hauptbahnhof

Der Münchner Hauptbahnhof wird nicht nur kulinarisch aufgewertet – die Pläne für die kommenden Jahre sehen eine umfassende Neugestaltung des gesamten Areals vor. Laut Angaben der Deutschen Bahn soll bis 2026 eine zusätzliche Nutzfläche von rund 12.000 Quadratmetern entstehen, die sowohl Gastronomie als auch Einzelhandel und Dienstleistungen beherbergen wird. Besonders im Fokus steht dabei die bessere Vernetzung der verschiedenen Ebenen, um den Aufenthalt für Pendler und Reisende attraktiver zu machen.

Ein zentrales Projekt ist die geplante Dachterrasse über der neuen Food-Halle. Hier könnten ab 2025 Gäste unter freiem Himmel speisen, mit Blick auf die Münchner Skyline. Stadtplaner betonen, dass solche Freiflächen in der Innenstadt selten sind – eine Chance, den Hauptbahnhof als urbanen Treffpunkt zu etablieren.

Auch die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr wird optimiert. Geplant sind zusätzliche Aufzüge und breitere Zugänge zu den U-Bahn-Linien, um die täglichen 450.000 Besucher effizienter durch das Gebäude zu leiten. Kritiker hatten in der Vergangenheit immer wieder die Engpässe während der Stoßzeiten bemängelt.

Langfristig könnte sogar ein kleines Hotel im Komplex entstehen, wie aus Kreisen der Bahn zu hören ist. Damit würde der Hauptbahnhof nicht nur zum kulinarischen, sondern auch zum logistischen Drehkreuz für Geschäfts- und Tourismusreisende.

Die neue Food-Halle am Münchner Hauptbahnhof setzt Maßstäbe – nicht nur als kulinarisches Tor zur Welt mit zwölf Küchen von vietnamesischen Pho-Ständen bis zu italienischen Pizzerien, sondern auch als lebendiger Treffpunkt mitten im urbanen Trubel. Wer hier vorbeikommt, findet mehr als nur schnellen Hungerstill: handgemachte Dumplings neben frischen Falafel-Tellern, Craft-Bier von lokalen Brauereien und sogar vegane Spezialitäten, die selbst eingefleischte Fleischliebhaber überzeugen.

Für alle, die den Hauptbahnhof häufig nutzen oder einfach auf der Suche nach einer geschmackvollen Pause sind, lohnt sich ein Abstecher in die erste Etage – besonders zur Mittagszeit, wenn die Stände frische Ware anbieten, oder abends, wenn das Lichtkonzept der Halle für eine entspannte Atmosphäre sorgt. Mit Plans für weitere Pop-up-Events und saisonalen Menüs wird die Halle schon bald noch mehr Gründe liefern, länger zu verweilen als nur für eine Mahlzeit.