Ab 2025 wird München als erste deutsche Großstadt auf siebenstellige Kfz-Kennzeichen umstellen. Die neuen M-XX-Nummernschilder mit dem Format Buchstabe-Zahl-Buchstabe-Zahl-Buchstabe-Zahl-Zahl lösen die bisherigen Kombinationen ab – eine Reaktion auf den akuten Nummernmangel. Aktuell sind rund 1,3 Millionen Fahrzeuge in der Landeshauptstadt zugelassen, doch die klassischen Varianten wie M-AB 123 oder M-XY 4567 reichen nicht mehr aus. Die Umstellung betrifft Neu- und Ummeldungen, während bestehende Kennzeichen weiter gültig bleiben.

Für Autofahrer in München bedeutet die Änderung vor allem eines: mehr Flexibilität bei der Vergabe der Kfz-Kennzeichen München. Wer bisher stundenlang auf einen Wunschbuchstaben wartete oder mit zufälligen Kombinationen Vorlieb nehmen musste, profitiert künftig von deutlich mehr Möglichkeiten. Die Stadt folgt damit einem Trend, den kleinere Kommunen wie Berlin (seit 2023) oder Hamburg (geplant) bereits vorleben. Doch während andere Regionen schrittweise erweitern, setzt München gleich auf das maximale Format – ein klares Signal, dass die Nachfrage nach individuellen Kennzeichen ungebrochen ist.

Warum München die Kennzeichen reformiert

Münchens wachsender Fahrzeugbestand zwang die Stadt zur Reform der Kfz-Kennzeichen. Mit über 1,5 Millionen zugelassenen Fahrzeugen im Jahr 2024 stößt das bisherige System an seine Grenzen. Die klassischen Kombinationen aus ein oder zwei Buchstaben gefolgt von bis zu vier Ziffern reichen schlicht nicht mehr aus, um alle Neuzulassungen abzubilden. Besonders die Beliebtheit von E-Autos und die steigende Zahl an Firmenwagen verschärfen die Knappheit verfügbarer Nummern.

Die Lösung kommt in Form des neuen Formats M-XX-7777, das ab 2025 eingeführt wird. Statt der bisherigen sechs Stellen umfasst das Kennzeichen dann sieben Zeichen – zwei Buchstaben nach dem „M“ und vier Ziffern. Diese Erweiterung verdoppelt die möglichen Kombinationen fast. Verkehrsexperten der Stadtverwaltung hatten bereits 2022 in einer Machbarkeitsstudie gewarnt, dass ohne Anpassung bis 2026 Engpässe drohen würden. Die Umstellung verhindert nun, dass Autohäuser oder Privatpersonen monatelang auf freie Nummern warten müssen.

Nicht nur die Quantität spielt eine Rolle. Die Reform soll auch die Verwaltung vereinfachen. Bisher mussten Beamte bei der Zulassungsstelle oft kreative Lösungen finden, wenn Wunschkennzeichen nicht mehr verfügbar waren. Mit dem neuen System sinkt dieser Aufwand. Zudem passt sich München damit an andere Großstädte wie Berlin oder Hamburg an, die ähnliche Erweiterungen bereits umgesetzt haben.

Kritiker monieren zwar, die längeren Schilder würden das Stadtbild verändern. Doch für die meisten Fahrzeughalter überwiegt der praktische Nutzen: mehr Auswahl, kürzere Wartezeiten und ein zukunftssicheres System, das auch den weiteren Anstieg der Fahrzeugzahlen bewältigen kann.

So funktionieren die neuen M-XX-Nummern mit sieben Zeichen

Ab 2025 führt München ein neues System für Kfz-Kennzeichen ein: die M-XX-Nummern mit sieben Zeichen. Statt der bisherigen Kombination aus ein bis zwei Buchstaben und bis zu vier Ziffern (z. B. M-AB 123) erhalten Neu-Anmeldungen dann ein Format wie M-XY 1234. Diese Erweiterung soll den wachsenden Fahrzeugbestand in der Stadt bewältigen. Laut Kraftfahrt-Bundesamt sind in München bereits über 1,2 Millionen Fahrzeuge registriert – Tendenz steigend. Die bisherige Struktur stößt an ihre Grenzen, da viele Buchstaben-Ziffern-Kombinationen bereits vergeben sind.

Technisch funktioniert das neue System durch eine Anpassung der Zuweisungslogik. Die ersten beiden Buchstaben nach dem „M“ (die „XX“-Stelle) werden nun systematisch durchlaufen, gefolgt von einer vierstelligen Zahl. Beginnt eine Serie mit M-AA 0000, endet sie bei M-AZ 9999, bevor die nächste Buchstabenkombination (M-BA 0000) folgt. Diese Methode verdoppelt nahezu die verfügbaren Kombinationen im Vergleich zum alten Format. Fahrzeughalter müssen sich keine Sorgen um Umstellungen machen – bestehende Kennzeichen bleiben gültig, nur Neuzulassungen erhalten das erweiterte Format.

Für Autofahrer ändert sich wenig im Alltag. Die neuen Schilder sind genauso groß wie die bisherigen, da die Zeichenanzahl durch eine leicht angepasste Schriftgröße und Positionierung Platz findet. Werkstätten und Händler in München bereiten sich bereits vor: Bestellsysteme für Kennzeichenhalter und Prägemaschinen wurden aktualisiert. Auch die Polizei und Mautsysteme wie die deutsche Lkw-Maut passen ihre Datenbanken an, um die längeren Kombinationen zu erfassen.

Ein Vorteil des Systems zeigt sich in der Flexibilität. Sollte München in Zukunft weitere Kennzeichen benötigen, lässt sich das Format ohne großen Aufwand um zusätzliche Buchstaben oder Ziffern erweitern – etwa auf M-XXX 1234. Andere Großstädte wie Berlin (B) oder Hamburg (HH) beobachten die Umstellung genau, da ähnliche Engpässe drohen. Verkehrsexperten betonen, dass die Änderung vor allem die Verwaltung entlastet, ohne Bürgern zusätzliche Bürokratie aufzubürden.

Was Autofahrer jetzt über Ummeldung und Kosten wissen müssen

Ab Januar 2025 müssen Münchner Autofahrer bei der Ummeldung ihres Fahrzeugs mit dem neuen Kennzeichensystem rechnen. Die Einführung der siebenstelligen M-XX-Kombinationen betrifft zunächst Neuzulassungen, doch auch Bestandsfahrzeuge sind langfristig betroffen. Wer sein Auto ummeldet – etwa nach einem Umzug innerhalb der Stadt oder einem Halterwechsel – erhält automatisch das neue Format. Die Kfz-Zulassungsstelle München rechnet in den ersten Monaten mit erhöhten Wartezeiten, da rund 15.000 Ummeldungen jährlich allein durch Wohnsitzwechsel anfallen.

Die Kosten für die Ummeldung bleiben stabil: 26,80 Euro für die Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein), plus 10,20 Euro für die neuen Kennzeichen. Wer Sonderwünsche wie ein bestimmtes Nummernmuster hat, zahlt zusätzlich 12,60 Euro für die Reservierung. Bei Online-Antragstellung über das Portal i-Kfz spart man sich die Wartezeit vor Ort – die Gebühren bleiben jedoch gleich.

Besonderes Augenmerk gilt Fahrzeugen mit E-Kennzeichen: Hier entfällt die Gebühr für die Umweltplakette, da die Elektro-Kennzeichnung bereits im neuen System integriert ist. Laut einer Studie des ADAC von 2023 nutzen bereits 18 % der Münchner Neuwagenkäufer diese Option – Tendenz steigend.

Wer sein altes M-Kennzeichen behalten möchte, hat Pech. Die Zulassungsverordnung sieht keine Ausnahmen vor. Einziger Trost: Die neuen Schilder sind durch die zusätzliche Stelle besser vor Verwechslungen geschützt, was besonders bei Diebstahlmeldungen oder Parkverstößen Vorteile bringt.

Diese Vorteile bringen die längeren Kombinationsmöglichkeiten

Die Erweiterung der Münchner Kfz-Kennzeichen auf sieben Stellen bringt handfeste Vorteile – vor allem für Autofahrer, die bisher mit den knappen Kombinationen kämpften. Bisher bot das klassische M-XX-Format nur 260.000 mögliche Varianten. Mit den neuen M-XX-Nummernschildern steigt diese Zahl auf über 17 Millionen. Das bedeutet: Engpässe bei der Vergabe gehören der Vergangenheit an, und Fahrzeughalter müssen seltener auf Wunschkennzeichen verzichten, weil die gewünschte Buchstaben-Zahlen-Kombination bereits vergeben ist.

Besonders für Gewerbetreibende und Fuhrparkbetreiber erleichtert die Reform die Verwaltung. Unternehmen mit vielen Fahrzeugen mussten bisher oft auf unterschiedliche Zulassungsbezirke ausweichen, um ausreichend Kennzeichen zu erhalten. Jetzt können sie ihre gesamte Flotte unter dem einheitlichen „M“ registrieren – ein logistischer und bürokratischer Gewinn. Laut einer Studie des Kraftfahrt-Bundesamts spart diese Vereinheitlichung im Schnitt zwei Arbeitstage pro Jahr bei der Verwaltung von Firmenfahrzeugen.

Auch für Privatpersonen gibt es mehr Spielraum. Wer etwa Initialen oder ein besonderes Datum im Kennzeichen verewigen möchte, hat nun deutlich bessere Chancen. Statt sich mit Ersatzlösungen wie „M-AB 1234“ zu begnügen, lassen sich persönliche Kombinationen wie „M-JK 78901“ realisieren. Die längeren Schilder bieten zudem mehr Platz für kreative Ideen – ohne dass die Lesbarkeit darunter leidet.

Ein weiterer Pluspunkt: Die Umstellung reduziert den Druck auf benachbarte Zulassungsstellen. Bisher wichen viele Münchner auf umliegende Landkreise wie Dachau oder Freising aus, wenn das gewünschte Kennzeichen in München nicht verfügbar war. Das führte zu längeren Wartezeiten und höheren Kosten durch zusätzliche Anfahrtswege. Mit den erweiterten Möglichkeiten entfällt dieser Umweg.

Wann andere Städte nachziehen – und was dann passiert

Münchens Schritt zu siebenstelligen Kfz-Kennzeichen könnte bald Schule machen – und das nicht erst, wenn andere Großstädte an ähnliche Grenzen stoßen. Bereits jetzt beobachten Verkehrsämter in Hamburg, Berlin und Köln die Entwicklung genau. Dort wachsen die Fahrzeugbestände jährlich um etwa 2–3 Prozent, wie aktuelle Statistiken des Kraftfahrt-Bundesamtes zeigen. Spätestens wenn die klassischen Kombinationen aus zwei Buchstaben und vier Ziffern erschöpft sind, wird der Druck steigen, das Münchner Modell zu übernehmen.

Die Umstellung wäre jedoch kein reiner Verwaltungsakt. Technische Anpassungen bei Zulieferern, Software-Updates in Behördensystemen und sogar Änderungen an Parkautomaten müssten koordiniert werden. In München lief die Vorbereitung über zwei Jahre – ein Zeitplan, den andere Städte kaum unterbieten könnten.

Besonders heikel: die Kosten. Während die Stadtkasse in München rund 1,2 Millionen Euro für die Einführung veranschlagt hat, könnten kleinere Kommunen mit weniger Ressourcen vor größeren Hürden stehen. Verkehrsexperten aus dem öffentlichen Dienst warnen bereits vor einem Flickenteppich unterschiedlicher Systeme, falls nicht bundesweit einheitliche Standards gesetzt werden.

Für Autofahrer hätte die Ausweitung der siebenstelligen Kennzeichen einen unübersehbaren Vorteil. Endlich ließe sich die Knappheit bei Wunschkombinationen entschärfen – ein Problem, das in Ballungsräumen seit Jahren für Frust sorgt. Ob die neuen Schilder allerdings flächendeckend Akzeptanz finden, hängt auch davon ab, wie reibungslos die ersten Umstellungen verlaufen.

Die Umstellung auf die neuen siebenstelligen Kfz-Kennzeichen in München ab 2025 markiert einen notwendigen Schritt, um die wachsende Zahl an Fahrzeugen in der Stadt zu bewältigen—ohne dass Halter bestehende Nummernschilder sofort austauschen müssen. Wer 2024 noch ein Fahrzeug anmeldet, sichert sich damit vorerst das vertraute Format mit sechs Zeichen und spart sich später eventuelle Bürokratie.

Fahrzeughalter sollten die Übergangsfrist nutzen, um bei Neu- oder Ummeldungen die Termine beim Straßenverkehrsamt frühzeitig zu planen, denn mit dem Stichtag 1. Januar 2025 könnte es zu erhöhten Wartezeiten kommen. Besonders Gewerbetreibende mit größeren Fuhrparks tun gut daran, die Umstellung in ihre Flottenplanung einzubeziehen.

Langfristig wird das erweiterte System nicht nur München, sondern bald auch anderen Großstädten mehr Flexibilität bieten—und zeigt, wie sich Verwaltung an die Realität eines mobilen Ballungsraums anpasst.