Ab dem 1. Juni wird das Parken am Flughafen München Terminal 1 spürbar teurer. Die Flughafen München GmbH erhöht die Tarife für Kurzzeit- und Langzeitparker um bis zu 20 Prozent – eine Entscheidung, die besonders Vielflieger und Geschäftsreisende trifft. Während ein Tag im Parkhaus bisher ab 24 Euro kostete, müssen Autofahrer künftig mit mindestens 28,80 Euro rechnen. Die Preisanpassung betrifft alle Parkbereiche des Terminals, von der schnellen Abholzone bis zu den günstigeren Park&Fly-Angeboten.
Die neuen Gebühren für das Parken am Flughafen München Terminal 1 kommen zu einer Zeit, in der die Nachfrage nach Parkplätzen wieder stark steigt. Nach dem pandemiebedingten Einbruch 2020 verzeichnet der Flughafen seit 2023 Rekordzahlen bei Passagieren und damit auch beim Parkverkehr. Für Pendler, die regelmäßig am Terminal 1 parken, könnte sich die Erhöhung auf mehrere hundert Euro pro Jahr summieren. Ob die höheren Kosten mit verbesserten Services einhergehen, bleibt abzuwarten – erste Reaktionen von Fahrgastverbänden fallen bereits kritisch aus.
Warum die Parkgebühren jetzt steigen
Ab Juni steigen die Parkgebühren am Terminal 1 des Münchner Flughafens – eine Entscheidung, die viele Reisende und Pendler vor neue Herausforderungen stellt. Der Grund liegt vor allem in den stark gestiegenen Betriebskosten, die seit 2022 um über 15 % geklettert sind. Energiepreise, Personalkosten und Wartungsaufwendungen für die Parkinfrastruktur haben die Flughafenbetreiber gezwungen, die Tarife anzupassen. Besonders betroffen sind Langzeitparker, deren Tagesgebühren um bis zu 2,50 Euro steigen.
Ein weiterer Faktor ist die wachsende Nachfrage nach Parkplätzen. Seit der Pandemie hat sich das Passagieraufkommen am Flughafen München nahezu erholt, was zu einer höheren Auslastung der Parkflächen führt. Laut einer aktuellen Analyse des ADAC nutzen über 60 % der Fluggäste am Terminal 1 das Auto als Hauptverkehrsmittel – Tendenz steigend. Die begrenzte Fläche und die Notwendigkeit, den Parkraum effizient zu bewirtschaften, machen die Preisanpassung unvermeidbar.
Kritiker argumentieren, dass die Erhöhung gerade in Zeiten hoher Inflation zusätzliche Belastungen für Reisende bedeutet. Doch der Flughafen verweist auf notwendige Investitionen in moderne Parkleitsysteme und E-Ladeinfrastruktur, die langfristig den Komfort erhöhen sollen. Ob die höheren Kosten die Attraktivität des Standorts beeinträchtigen, bleibt abzuwarten.
Für Vielflieger und Geschäftsreisende könnte sich der Blick auf Alternativen lohnen: Car-Sharing-Angebote oder der Ausbau des ÖPNV-Anschlusses werden zunehmend als kostengünstigere Optionen beworben.
Genauere Preise: Tages- und Stundensätze im Vergleich
Wer am Münchner Flughafen kurzfristig parkt, spürt die Unterschiede zwischen Tages- und Stundensätzen besonders deutlich. Ab Juni steigen die Gebühren im Parkhaus P20 bei Terminal 1 um durchschnittlich 12 Prozent – doch nicht alle Tarife sind gleich betroffen. Während der erste Stunde bleiben die Kosten bei 4,50 Euro, klettert der Preis für 24 Stunden aber auf 38 Euro. Zum Vergleich: Vor der Erhöhung lag der Tagessatz noch bei 34 Euro. Wer nur zwei Stunden bleibt, zahlt künftig 12 Euro statt bisher 10,50 Euro.
Die neuen Stundensätze zeigen eine klare Strategie: Kurzparker werden weniger belastet als Langzeitnutzer. Bis zu drei Stunden bleibt der Aufschlag moderat, doch ab der vierten Stunde wird es spürbar teurer. Parkhausbetreiber begründen dies mit der höheren Nachfrage nach kurzfristigen Stellplätzen – besonders in Stoßzeiten wie morgens zwischen 6 und 9 Uhr. Eine aktuelle Studie des ADAC bestätigt, dass 68 Prozent der Flughafenbesucher ihr Fahrzeug weniger als vier Stunden abstellen.
Wer länger als einen Tag parkt, sollte die Alternativen prüfen. Das günstigste Angebot bleibt das Parken in den Außenbereichen (z. B. P41 oder P50) mit Shuttle-Service. Dort kostet ein Tag 22 Euro, die Woche 99 Euro. Allerdings müssen Reisende hier zusätzliche Transferzeiten einplanen. Für Vielflieger lohnt sich das Frequent Parker-Abo: Mit 19,90 Euro pro Tag im Vorverkauf liegt es deutlich unter den spontanen Tagespreisen.
Die Preisanpassung trifft besonders Pendler und Dienstreisende, die regelmäßig am Terminal 1 parken. Während Geschäftsleute oft Firmenkarten nutzen, müssen Privatpersonen die höheren Kosten selbst tragen. Kritiker monieren, dass die Erhöhung ohne Ausweitung der Kapazitäten erfolgt – die Auslastung der Parkhäuser lag 2023 bereits bei über 90 Prozent in den Hauptreisezeiten.
Ausnahmen und Rabatte für Vielflieger
Vielflieger und Stammkunden des Münchner Flughafens müssen die Preiserhöhung ab Juni nicht pauschal hinnehmen. Das Parkhaus P20 am Terminal 1 bietet weiterhin Vergünstigungen für Inhaber der Lufthansa Miles & More Kreditkarte an. Laut einer aktuellen Studie des Luftfahrtverbands BARIG nutzen über 40 % der häufigen Fluggäste solche Bonusprogramme, um Parkkosten zu reduzieren. Die genauen Rabattbedingungen hängen vom Kartentyp ab, doch Gold- und Platinum-Karteninhaber profitieren oft von bis zu 20 % Ermäßigung auf die Tagesgebühr.
Auch Geschäftsreisende mit Firmenverträgen bleiben von den vollen Preiserhöhungen verschont. Unternehmen, die regelmäßig Parkplätze am Flughafen buchen, können über individuelle Rahmenverträge Sonderkonditionen aushandeln. Der Flughafen München bestätigt auf Anfrage, dass solche Vereinbarungen weiterhin möglich sind – allerdings nur bei direkter Buchung über die Flughafen-Parkservice-Hotline oder das Online-Portal.
Wer kurzfristig parkt, sollte die Park&Fly-Angebote prüfen. Diese kombinieren Parkdauer und Flugbuchung zu einem Pauschalpreis, der oft günstiger ausfällt als die neue Tagestarife. Besonders lohnend ist das für Reisende, die länger als drei Tage parken: Hier lassen sich durch Vorab-Buchung bis zu 30 % sparen.
Ausnahmen gelten zudem für Menschen mit Behinderung. Parkplätze in den gekennzeichneten Bereichen bleiben von der Gebührenerhöhung unberührt, sofern ein gültiger EU-Parkausweis vorliegt. Die entsprechenden Stellplätze befinden sich in unmittelbarer Nähe zum Terminal 1, was den Zugang für mobilitätseingeschränkte Passagiere erleichtert.
Tipps zum Sparen: Alternativen rund um Terminal 1
Wer am Münchner Flughafen regelmäßig parkt, weiß: Die Preiserhöhung an Terminal 1 ab Juni trifft vor allem Vielfahrer hart. Doch es gibt Alternativen, die den Geldbeutel schonen. Park & Ride-Angebote wie das Parkhaus P20 oder P41 liegen nur wenige Minuten mit dem kostenlosen Shuttle vom Terminal entfernt – und sind oft bis zu 40 Prozent günstiger als die direkten Terminal-Parkplätze. Laut einer aktuellen Erhebung des ADAC sparen Pendler hier im Schnitt rund 120 Euro im Monat, wenn sie auf diese externen Parkmöglichkeiten ausweichen.
Noch mehr Einsparpotenzial bieten private Parkplatzvermittler in der Umgebung. Plattformen wie Parkopedia oder Flughafenparking.de listen günstige Stellflächen bei Hotels oder gewerblichen Anbietern in Freising, Hallbergmoos oder Neufahrn – oft inklusive Transfer zum Terminal. Die Preise beginnen hier schon bei 3,50 Euro pro Tag, während ein Tag im Terminal 1 künftig bis zu 38 Euro kosten kann. Wer früh bucht, sichert sich zudem Rabatte von bis zu 20 Prozent.
Für Kurzparker lohnt sich ein Blick auf die Parkdauer: Ab zwei Stunden wird es am Terminal teuer. Wer nur schnell jemanden abholt oder bringt, sollte die kostenlosen Kurzparkzonen vor den Abflughallen nutzen – allerdings auf die strikt begrenzte Parkzeit von 10 Minuten achten. Alternativ bietet sich das Parkhaus P8 an, wo die erste Stunde oft noch unter 5 Euro liegt.
Langzeitparker können mit Frühbucher-Tarifen der Flughafenparkhäuser selbst sparen. Wer mindestens 14 Tage im Voraus reserviert, zahlt im Parkhaus P26 oder P35 bis zu 30 Prozent weniger. Ein Vergleich der Tagespreise zeigt: Während Spontanbucher schnell 25 Euro pro Tag berappen müssen, sinkt der Preis bei Vorabreservierung auf etwa 17 Euro – inklusive überdachtem Stellplatz und 24/7-Shuttle.
Langfristige Pläne für Parkflächen am Flughafen
Während die kurzfristigen Parkgebühren am Terminal 1 des Münchner Flughafens ab Juni steigen, arbeiten die Verantwortlichen bereits an langfristigen Lösungen für die wachsende Nachfrage nach Stellplätzen. Eine Studie der Flughafen München GmbH aus dem Jahr 2023 prognostiziert, dass die Zahl der parkenden Fahrzeuge bis 2030 um mindestens 15 Prozent ansteigen wird – vor allem durch den Ausbau der Langstreckenverbindungen und die Zunahme von Geschäftsreisenden. Um Engpässe zu vermeiden, prüft die Flughafenleitung derzeit mehrere Szenarien, darunter den Bau eines zusätzlichen Parkhauses mit Kapazitäten für bis zu 3.000 Fahrzeuge.
Ein zentraler Ansatz liegt in der besseren Vernetzung mit dem öffentlichen Nahverkehr. Bereits jetzt nutzen rund 40 Prozent der Fluggäste die S-Bahn-Anbindung, doch Experten aus dem Verkehrsministerium betonen, dass dieser Anteil durch gezielte Maßnahmen weiter gesteigert werden könnte. Geplant sind etwa attraktivere Tarifmodelle für Kombi-Tickets aus Parken und ÖPNV-Nutzung sowie der Ausbau der Shuttle-Verbindungen zwischen den entfernteren Parkflächen und den Terminals.
Parallel dazu wird die Digitalisierung der Parkraumverwaltung vorangetrieben. Ab 2025 sollen dynamische Preismodelle eingeführt werden, die je nach Auslastung und Tageszeit variieren. Dies könnte nicht nur die Effizienz erhöhen, sondern auch Staus in den Zufahrtsbereichen reduzieren.
Kritiker monieren allerdings, dass die Pläne zu wenig auf Umweltaspekte eingehen. Während andere große Flughäfen wie Frankfurt oder Amsterdam bereits konkrete Ziele für CO₂-neutrale Parkflächen vorlegen, fehlen in München noch verbindliche Vorgaben für Ladeinfrastruktur oder Solarüberdachungen. Ob und wie diese Lücken geschlossen werden, bleibt abzuwarten.
Die neuen Parkgebühren am Münchner Flughafen Terminal 1 ab Juni machen eines klar: Wer hier sein Auto abstellt, zahlt spürbar mehr – besonders bei längerer Standzeit oder ohne Vorabbuchung. Die Preiserhöhungen von bis zu 50 Prozent bei Tageskarten und die strengeren Kontrollen zeigen, dass der Flughafen gezielt kurzfristige Parkplätze entlasten und Online-Reservierungen fördern will.
Reisende sollten daher unbedingt die offiziellen Buchungsportale nutzen, um noch die alten Konditionen zu sichern oder zumindest die neuen Tarife im Voraus zu vergleichen – spontanes Parken wird ab Sommer deutlich teurer. Wer regelmäßig am Flughafen parkt, für den lohnt sich jetzt ein Blick auf Alternativen wie Park-and-Ride-Angebote oder Mobility-Dienste in der Umgebung.
Langfristig könnte die Gebührenanpassung nur der erste Schritt sein, um den wachsenden Verkehrsaufkommen Herr zu werden – weitere Änderungen an den Parkkonzepten sind nicht ausgeschlossen.

