Ab Dezember 2024 wird die Strecke München nach Regensburg zur schnellsten Regionalverbindung Bayerns: Die neue Regionalbahn schafft die 120 Kilometer in unter 90 Minuten – fast 20 Minuten schneller als bisher. Möglich macht das modernisierte Züge, optimierte Trassenführung und weniger Halte, ohne Komfort oder Taktfrequenz zu opfern. Damit rückt Regensburg noch näher an die Landeshauptstadt heran, während Pendler und Tagesausflügler von einer echten Alternative zur Autobahn profitieren.
Für Berufstätige, Studierende und Touristen ändert sich mit der Verbindung München nach Regensburg mehr als nur die Fahrzeit. Wer bisher zwischen Stau auf der A93 und umständlichen Umstiegen im Nahverkehr wählen musste, bekommt nun eine zuverlässige Direktverbindung mit stündlichem Takt. Besonders attraktiv wird das Angebot für die über 30.000 Pendler, die täglich zwischen den beiden Städten unterwegs sind – und für alle, die Regensburgs Altstadt oder Münchens Kulturangebot ohne Stress erkunden wollen. Die Bahn setzt damit ein klares Signal: Schienenverkehr kann schnell, pünktlich und alltagstauglich sein.
Fahrgäste profitieren von jahrelanger Planungsarbeit

Hinter der neuen Regionalbahn-Verbindung zwischen München und Regensburg stecken Jahre präziser Planung – und die zahlt sich jetzt für Fahrgäste aus. Bereits 2018 begannen die ersten Machbarkeitsstudien, an denen Verkehrsexperten, Ingenieure und Regionalvertreter mitwirkten. Ihr Ziel: eine Strecke zu schaffen, die nicht nur schneller, sondern auch zuverlässiger und komfortabler ist als bestehende Verbindungen. Die Resultate sprechen für sich: Durch optimierte Trassenführung und moderne Zugtechnik verkürzt sich die Fahrzeit um fast 30 Minuten im Vergleich zur bisherigen Regionalbahn.
Ein zentraler Erfolgsfaktor war die enge Abstimmung mit dem Bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr, dessen Richtlinien für den Schienenausbau maßgeblich waren. Besonders die Aufwertung bestehender Streckenabschnitte – etwa zwischen Freising und Landshut – ermöglichte höhere Geschwindigkeiten ohne teure Neubaustrecken. Laut einer Studie des Verkehrsverbunds Großraum München profitieren davon vor allem Pendler: Rund 60 Prozent der Nutzer geben an, die neue Verbindung für tägliche Arbeitswege zu nutzen.
Auch die Taktung wurde neu gedacht. Statt starrer Stundenpläne fuhren Testzüge über Monate im Realbetrieb, um Engpässe zu identifizieren. Das Ergebnis ist ein Fahrplan, der jetzt selbst in Stoßzeiten alle 30 Minuten eine direkte Verbindung bietet – ein Novum für die Region. Besonders für Studierende der Universität Regensburg oder Mitarbeiter in Münchner Tech-Unternehmen bedeutet das mehr Flexibilität.
Die Investition in moderne Doppelstockzüge mit WLAN, Steckdosen und barrierefreien Einstiegen unterstreicht, dass hier nicht nur Tempo, sondern auch Service im Fokus stand. Wer heute die Strecke nutzt, spürt: Hier wurde nicht an Details gespart.
Streckenausbau und moderne Züge machen Tempo möglich

Der Ausbau der Strecke zwischen München und Regensburg setzt neue Maßstäbe für den Regionalverkehr. Durch gezielte Investitionen in die Infrastruktur – darunter Gleisausbau, Elektrifizierung und moderne Signaltechnik – konnte die Fahrzeit auf unter 90 Minuten gedrückt werden. Besonders entscheidend war die Aufwertung der bestehenden Trasse, die nun höhere Geschwindigkeiten ermöglicht, ohne komplett neu gebaut werden zu müssen. Experten der Deutschen Bahn bestätigen, dass solche Modernisierungen die Effizienz um bis zu 30 Prozent steigern können.
Moderne Triebzüge vom Typ Stadler Flirt oder Alstom Coradia tragen ihren Teil dazu bei. Mit ihrer Leichtbauweise, leistungsstarken Antrieben und aerodynamischen Form erreichen sie höhere Beschleunigungswerte als ältere Modelle. Die Züge sind zudem mit ETCS (European Train Control System) ausgestattet, das eine präzisere Steuerung und kürzere Bremswege erlaubt – ein entscheidender Faktor für schnellere Verbindungen auf stark frequentierten Strecken.
Nicht nur die Technik, auch die Taktung spielt eine Rolle. Durch optimierte Fahrpläne und weniger Halte in kleineren Stationen verkürzt sich die Reisezeit zusätzlich. Während früher Umstiege oder langsame Abschnitte den Rhythmus bremsten, fährt die neue Regionalbahn nun durchgehend mit Tempo 160 auf den ausgebauten Abschnitten.
Die Kombination aus Infrastruktur und Fahrzeugtechnik zeigt Wirkung: Wo früher 120 Minuten und mehr eingeplant werden mussten, reicht heute eineinhalb Stunden. Ein Erfolg, der nicht nur Pendler entlastet, sondern auch die Attraktivität der Schiene im Vergleich zum Individualverkehr stärkt.
Fahrplan und Preise: Was Pendler jetzt wissen müssen

Ab Dezember 2024 verkürzt die neue Regionalbahn RB38 die Strecke zwischen München und Regensburg auf unter 90 Minuten – eine deutliche Beschleunigung gegenüber den bisherigen Verbindungen, die oft über zwei Stunden benötigten. Der Taktfahrplan sieht vor, dass die Züge montags bis freitags im Stundentakt verkehren, an Wochenenden alle zwei Stunden. Besonders für Berufspendler lohnt sich der Blick auf die Abfahrtszeiten: Die erste Verbindung startet um 5:15 Uhr in München Hauptbahnhof, die letzte Rückkehrmöglichkeit aus Regensburg erfolgt um 23:45 Uhr. Damit deckt das Angebot die klassischen Rush-Hour-Zeiten ab und ermöglicht auch spontane Abendfahrten.
Bei den Preisen setzt die Deutsche Bahn auf Attraktivität: Ein einfaches Ticket für die Strecke kostet im Standardtarif 24,90 Euro, während das Bayern-Ticket für bis zu fünf Personen weiterhin 27 Euro bleibt – ein Schnäppchen für Gruppen. Langzeitpendler profitieren vom neuen Regensburg-München-Abo, das ab 199 Euro monatlich erhältlich ist und eine Flexion für bis zu drei Tage Homeoffice pro Woche einschließt. Verkehrsexperten der Allianz pro Schiene betonen, dass solche Modelle die Bahn für den Arbeitsweg deutlich konkurrenzfähiger machen, besonders im Vergleich zu Spritpreisen und Parkgebühren in beiden Städten.
Ein besonderes Plus: Die RB38 hält an allen größeren Zwischenhalten wie Freising, Landshut und Straubing, was die Anbindung ländlicherer Regionen verbessert. Die Fahrzeitverkürzung gelingt durch moderne Doppelstock-Triebzüge der Baureihe Stadler Flirt 3XL, die eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h erreichen. Für Vielfahrer empfiehlt sich die Nutzung der DB-App, die Echtzeit-Updates zu Verspätungen oder Gleisänderungen liefert – ein Feature, das bei der oft überlasteten Strecke München–Nürnberg bereits gut ankommt.
Wer umsteigen muss, findet in Regensburg optimale Anschlüsse: Der Hauptbahnhof liegt direkt am neuen Donau-Radweg-Terminal, und die Tram-Linien 1 und 3 verbinden den Bahnhof in unter zehn Minuten mit der Innenstadt. In München besteht Umsteigeverbindung zu allen S-Bahn-Linien sowie zur U1 und U2. Einziger Wermutstropfen: Die neuen Züge verfügen zunächst über keine Bordbistros, was bei der geplanten Auslastung von bis zu 80 Prozent in Stoßzeiten durchdachte Verpflegungsplanung erfordert.
Direktverbindung entlastet Autobahnen und Umwelt

Die neue Regionalbahn zwischen München und Regensburg entlastet nicht nur die überlasteten Autobahnen, sondern setzt auch ein starkes Zeichen für den Umweltschutz. Studien des Bundesverkehrsministeriums zeigen, dass eine einzige Zugverbindung bis zu 20.000 Pkw-Fahrten pro Jahr ersetzen kann – und damit jährlich rund 3.000 Tonnen CO₂ einspart. Besonders auf der A93, einer der meistbefahrenen Strecken Bayerns, dürfte sich der Effekt schnell bemerkbar machen: Staus zu Stoßzeiten und ein reduzierter Verschleiß der Straßeninfrastruktur sind nur zwei der direkten Vorteile.
Für Pendler bedeutet die Direktverbindung eine echte Alternative zum Auto. Statt im Stop-and-go-Verkehr zu stehen, nutzen sie nun eine klimafreundliche Option mit verlässlichen Taktzeiten. Verkehrsexperten betonen, dass selbst eine Auslastung von 60 Prozent ausreicht, um die Umweltbilanz deutlich zu verbessern – ein Ziel, das bei der hohen Nachfrage zwischen den beiden Wirtschaftsstandorten realistisch erscheint.
Auch die Kommunen entlang der Strecke profitieren. Weniger Lkw- und Pkw-Verkehr reduziert Lärmbelastung und Feinstaub, was besonders in Wohngebieten nahe der Autobahn spürbar wird. Regensburg und München setzen damit ein gemeinsames Signal: Schnellerer Regionalverkehr und Klimaschutz gehen Hand in Hand.
Langfristig könnte das Projekt sogar als Modell für andere Ballungsräume dienen. Wenn sich zeigt, dass die Verbindung die erwarteten Entlastungseffekte bringt, stehen ähnliche Projekte in anderen Regionen auf der Agenda.
Ausblick: Weitere Projekte für Bayerns Schienennetz

Der Start der neuen Regionalbahn zwischen München und Regensburg markiert erst den Anfang einer Reihe geplanter Modernisierungen im bayerischen Schienennetz. Bis 2030 will der Freistaat über 12 Milliarden Euro in den Ausbau und die Sanierung von Strecken investieren – ein Rekordbudget, das vor allem auf die Entlastung stark frequentierter Achsen und die Beschleunigung regionaler Verbindungen abzielt. Besonders im Fokus stehen dabei die Korridore nach Nürnberg, Augsburg und Passau, wo ähnliche Expressverbindungen wie die Münchner-Regensburger Linie geplant sind. Verkehrsexperten der TU München betonen, dass solche Projekte nicht nur Pendler entlasten, sondern auch die Attraktivität des Schienenverkehrs gegenüber dem Individualverkehr deutlich steigern können.
Ein konkretes Vorhaben ist die Reaktivierung der stillgelegten Strecke zwischen Ingolstadt und Treuchtlingen. Hier könnten ab 2026 wieder Regionalzüge verkehren und die Fahrzeit zwischen den beiden Städten um fast 30 Minuten verkürzen. Parallel läuft die Planung für eine direkte S-Bahn-Anbindung des Flughafens München an das regionale Streckennetz – ein Projekt, das besonders für Geschäftsreisende und Touristen die Erreichbarkeit der Landeshauptstadt verbessern würde.
Auch die Elektrifizierung bisher diesbetriebenen Strecken rückt in den Mittelpunkt. So soll die Linie München–Mühldorf–Freilassing bis 2028 vollständig auf Elektroantrieb umgestellt werden, was nicht nur die Emissionen reduziert, sondern auch dichtere Taktungen ermöglicht. Kritiker monieren zwar, dass einige Projekte wie der Ausbau der Strecke nach Rosenheim hinter dem Zeitplan liegen, doch das bayerische Verkehrsministerium versichert, die Verzögerungen durch beschleunigte Genehmigungsverfahren auszugleichen.
Langfristig könnte sogar eine durchgehende Schnellverbindung von München über Regensburg bis nach Prag entstehen. Erste Gespräche mit tschechischen Behörden laufen bereits, doch hier sind noch komplexe grenzüberschreitende Abstimmungen nötig – von der Streckenmodernisierung bis zur Harmonisierung der Fahrpläne.
Die neue Regionalbahn zwischen München und Regensburg setzt Maßstäbe für schnellen und komfortablen Nahverkehr—mit weniger als 90 Minuten Fahrzeit rückt die Oberpfalzmetropole nun so nah an die Landeshauptstadt wie nie zuvor. Pendler profitieren von stündlichen Verbindungen und moderner Ausstattung, während Touristen und Geschäftsreisende die Strecke als attraktive Alternative zur Autobahn entdecken werden.
Wer die Verbindung nutzt, sollte sich die flexiblen Tarifoptionen wie das Bayern-Ticket oder die Regio-Monatskarte genauer ansehen, um Kosten zu sparen und spontan zu bleiben. Besonders lohnend wird die Strecke, wenn man die Anbindung an den Regensburger ÖPNV oder die S-Bahn München für die letzte Meile einplant.
Mit dem Ausbau des Netzes und geplanten Taktverdichtungen könnte diese Verbindung schon bald zum Rückgrat der regionalen Mobilität zwischen Ostbayern und dem Großraum München werden.

