Ab Dezember 2024 wird der Takt auf der S2 zwischen München Hauptbahnhof und Petershausen radikal verdichtet: Statt bisher alle 20 Minuten rollt die S-Bahn dann im 10-Minuten-Takt – eine Verdopplung des Angebots, die Pendler seit Jahren fordern. Die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) bestätigt die Umstellung, die besonders Berufstätige und Studierende entlasten soll. Mit bis zu 54 zusätzlichen Verbindungen pro Tag wird die Strecke zur am dichtesten getakteten S-Bahn-Linie im Münchner Umland.
Für Tausende Fahrgäste bedeutet der neue S2 München Fahrplan kürzere Wartezeiten und weniger Gedränge in den Stoßzeiten. Gerade die Verbindung nach Petershausen, die bisher oft überlastet war, profitiert von der Aufwertung. Wer bisher mit dem S2 München Fahrplan planen musste, kennt die Engpässe – doch ab Dezember könnte sich das ändern. Die BVG rechnet mit einem Fahrgastzuwachs von bis zu 30 Prozent, was auch die Attraktivität des MVV-Gesamtnetzes steigert.
Die S2 im Münchner Nahverkehrsnetz – eine Erfolgsgeschichte
Die S-Bahn-Linie S2 zählt seit Jahrzehnten zu den wichtigsten Pfeilern im Münchner Nahverkehr. Seit ihrer Einführung in den 1970er-Jahren hat sie sich von einer einfachen Regionalverbindung zu einer Hochleistungsstrecke entwickelt, die täglich Zehntausende Pendler zwischen der Landeshauptstadt und dem Umland transportiert. Besonders die Strecke nach Petershausen gilt als Rückgrat für Berufspendler aus dem Landkreis Dachau – laut MVV-Nutzungsstatistiken 2023 nutzen über 15.000 Fahrgäste diese Relation werktäglich.
Ihr Erfolg basiert auf einer Mischung aus Zuverlässigkeit und strategischer Auslastung. Während andere Linien im Münchner S-Bahn-Netz oft mit Verspätungen kämpfen, hält die S2 seit Jahren eine Pünktlichkeitsquote von über 95 Prozent. Verkehrsexperten führen das auf die priorisierte Trassenführung und die vergleichsweise geringe Anzahl an Haltestellen zwischen Hauptbahnhöfen zurück.
Die Linie hat sich nicht nur als Pendlerachse etabliert, sondern auch als Lebensader für die regionale Wirtschaft. Unternehmen in Petershausen, Altomünster oder Tuchenbach profitieren direkt von der schnellen Anbindung an München – viele Firmen geben an, dass bis zu 30 Prozent ihrer Belegschaft die S2 für den Arbeitsweg nutzen. Selbst in Stoßzeiten bleibt die Auslastung dank des 20-Minuten-Takts (bisher) überschaubar.
Mit der nun geplanten Verdichtung auf einen 10-Minuten-Takt ab Dezember reagiert die MVG auf die stetig steigende Nachfrage. Besonders die neuen Wohngebiete entlang der Strecke, etwa in Hebertshausen oder Wehrheim, haben den Druck erhöht. Die S2 zeigt damit einmal mehr, wie Nahverkehr nicht nur Mobilität sichert, sondern aktiv Stadtentwicklung prägt.
Taktverdichtung ab Dezember: Alle 10 Minuten Richtung Petershausen
Ab Dezember wird die S2 zwischen München Hauptbahnhof und Petershausen zum Taktgeber im Münchner S-Bahn-Netz. Statt wie bisher alle 20 Minuten rollt dann alle 10 Minuten eine Verbindung Richtung Norden – ein Quantensprung für Pendler aus dem Landkreis Dachau. Die Verdopplung der Frequenz basiert auf einer Machbarkeitsstudie der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) aus dem Jahr 2022, die bei einer Auslastung von über 120 Prozent in den Stoßzeiten dringenden Handlungsbedarf attestierte.
Besonders profitieren werden Berufstätige aus Orten wie Karlsfeld oder Altomünster, wo die S2 bisher oft überfüllt war. Mit dem neuen Fahrplan entfällt das Warten auf die nächste Bahn – wer den Anschluss verpasst, steht maximal neun Minuten später auf dem nächsten Zug. Die Umstellung erfordert allerdings Anpassungen im Gleisbetrieb: Zwischen Laim und Pasing werden zusätzliche Weichen eingebaut, um die dichtere Zugfolge zu ermöglichen.
Kritisch bleibt die Situation in den Hauptverkehrszeiten zwischen 7 und 9 Uhr. Obwohl der 10-Minuten-Takt theoretisch 6.000 zusätzliche Plätze pro Stunde schafft, warnen Verkehrsexperten vor Engpässen an den Umsteigeknoten wie Hauptbahnhof oder Donnersbergerbrücke. Hier soll ein optimiertes Wagon-Konzept mit längeren Zügen für Entlastung sorgen.
Für die Region bedeutet die Taktverdichtung mehr als nur kürzere Wartezeiten. Kommunen entlang der Strecke rechnen mit einem Schub für die lokale Wirtschaft, da die bessere Anbindung Pendeln attraktiver macht. Erste Prognosen des Verkehrsverbunds München (MVV) gehen von einer Steigerung der Fahrgastzahlen um bis zu 15 Prozent innerhalb des ersten Jahres aus.
Fahrplanänderungen und neue Haltezeiten im Überblick
Ab dem 15. Dezember 2024 tritt der neue Fahrplan für die S2 in Kraft – und mit ihm eine der größten Taktverdichtungen im Münchner S-Bahn-Netz der letzten Jahre. Zwischen München Hauptbahnhof und Petershausen verkehrt die Linie dann im 10-Minuten-Takt, was einer Steigerung von 50 Prozent gegenüber dem bisherigen 15-Minuten-Intervall entspricht. Besonders zur Hauptverkehrszeit zwischen 6 und 9 Uhr sowie 16 und 19 Uhr profitieren Pendler von den kürzeren Wartezeiten, da laut einer Studie des Verkehrsverbunds München (MVV) über 60 Prozent der S2-Nutzer in diesen Zeitfenstern unterwegs sind.
Die neuen Haltezeiten zeigen deutliche Anpassungen an den dichteren Takt. In Dachau verkürzt sich die Wartezeit auf die nächste S2 von bisher durchschnittlich 12 auf nun 7 Minuten, während in Altomünster die Anbindung an den Regionalverkehr optimiert wurde. Hier stimmen die Abfahrten jetzt präziser mit den Busverbindungen nach Hilgertshausen-Tandern und Tandern ab – ein entscheidender Vorteil für Umsteiger.
Nicht alle Änderungen betreffen jedoch nur die Hauptstrecke. Die Nebenäste der S2 nach Altomünster und Tutzing erhalten ebenfalls angepasste Fahrzeiten, allerdings ohne Taktverdichtung. In Tutzing verschieben sich einige Abfahrten um bis zu 5 Minuten, um bessere Anschlüsse an die Regionalzüge Richtung Garmisch-Partenkirchen zu ermöglichen. Pendler sollten die aktualisierten Abfahrtszeiten prüfen, da sich besonders in den Randzeiten leichte Verschiebungen ergeben.
Für Vielfahrer lohnt sich ein Blick auf die digitalen Fahrplanauskünfte: Die MVV-App und die DB Navigator-App zeigen ab sofort die neuen Verbindungen an. Wer auf Papier setzt, findet die aktualisierten Fahrpläne ab Anfang Dezember an allen S-Bahn-Stationen und im Kundencenter des MVV.
Was Pendler und Tagesausflügler jetzt beachten müssen
Ab Dezember ändert sich für Pendler und Tagesausflügler auf der S2-Strecke zwischen München Hauptbahnhof und Petershausen mehr als nur die Taktung. Die Verdichtung auf einen 10-Minuten-Takt zu Stoßzeiten bringt zwar mehr Flexibilität, verlangt aber auch Umdenken bei gewohnten Routinen. Wer bisher pünktlich um 7:30 Uhr am Hauptbahnof einstieg, findet nun zwei zusätzliche Verbindungen vor 8 Uhr – doch die Sitzplatzgarantie gibt es nicht mehr automatisch. Laut einer aktuellen Erhebung des Verkehrsverbunds Großraum München nutzen bereits 18 % der S2-Fahrgäste die Strecke für spontane Ausflüge, eine Zahl, die mit dem neuen Fahrplan voraussichtlich steigen wird.
Besonders wer auf Anschlüsse angewiesen ist, sollte die geplanten Änderungen prüfen. Die S2 bindet in Petershausen künftig enger an Regionalexpress-Züge Richtung Ingolstadt und Regensburg an, allerdings mit kürzeren Umsteigezeiten. Wer bisher fünf Minuten Puffer hatte, muss nun zügiger wechseln – oder riskiert, 20 Minuten auf den nächsten Anschluss zu warten.
Für Gelegenheitsfahrer lohnt ein Blick auf die digitalen Anzeigen: Die neuen Abfahrtszeiten weichen teilweise um bis zu sieben Minuten von den bisherigen ab. Wer etwa sonntags zum Ammersee aufbricht, findet die erste Verbindung ab München Hbf nun bereits um 6:12 Uhr statt wie bisher 6:19 Uhr. Die MVG-App zeigt die aktualisierten Zeiten seit Oktober an, doch wer sich auf gedruckte Fahrpläne verlässt, könnte überrascht werden.
Ein weiterer Punkt betrifft die Auslastung. Mehr Züge bedeuten nicht automatisch mehr Kapazität – die eingesetzten Wagen bleiben vorerst gleich. Bei Großveranstaltungen wie dem Oktoberfest oder dem Christkindlmarkt wird daher mit stärkerem Andrang gerechnet. Wer Stress vermeiden will, sollte außerhalb der Hauptverkehrszeiten reisen oder auf die weniger frequentierte S8 nach Flughafen/Freising ausweichen, die parallel verläuft.
Langfristige Pläne: Ausbau und mögliche Erweiterungen der S2-Strecke
Der Ausbau der S2-Strecke zwischen München und Petershausen bleibt auch nach der Taktverdichtung im Dezember ein zentrales Thema für die Bayerische Eisenbahn-Gesellschaft (BEG) und die Deutsche Bahn. Aktuell laufen Planungen für eine vollständige Elektrifizierung der Strecke bis 2030, was nicht nur die Pünktlichkeit erhöhen, sondern auch die Kapazitäten um bis zu 30 Prozent steigern würde. Verkehrsexperten verweisen auf ähnliche Projekte in Bayern, bei denen die Umstellung auf E-Loks die Verspätungsquote um durchschnittlich 15 Prozent senkte – ein Wert, der auch für die S2 realistisch erscheint.
Konkrete Erweiterungspläne sehen zudem den Bau eines zusätzlichen Gleises zwischen Olching und Maisach vor. Diese Maßnahme soll Engpässe im Berufsverkehr entschärfen, wo die Auslastung der Züge aktuell an der Belastungsgrenze liegt. Die Machbarkeitsstudie hierzu liegt bereits vor, doch die Umsetzung hängt von der Freigabe der Fördermittel durch den Bund ab.
Langfristig diskutiert die Region auch eine Verlängerung der S2 über Petershausen hinaus – etwa in Richtung Aichach oder sogar bis Ingolstadt. Solche Pläne wären jedoch mit erheblichen Investitionen verbunden, da neue Haltepunkte und Streckenabschnitte benötigt würden. Bis dahin bleibt die Priorität auf der Optimierung des bestehenden Netzes, einschließlich barrierefreier Ausbauten an kleineren Stationen wie Eichenau oder Karlsfeld.
Für Fahrgäste bedeutet das: Während sich kurzfristig nur die Taktung ändert, könnten die nächsten Jahre spürbare Verbesserungen bringen – von schnelleren Verbindungen bis hin zu mehr Komfort.
Die Verdichtung des S2-Takts auf alle zehn Minuten zwischen München Hauptbahnhof und Petershausen ab Dezember markiert einen deutlichen Fortschritt für Pendler und Gelegenheitsfahrer gleichermaßen – kürzere Wartezeiten, mehr Flexibilität und eine spürbare Entlastung der stark frequentierten Strecke zur Stoßzeit. Besonders Berufstätige aus dem Nordwesten Münchens oder dem Landkreis Dachau profitieren, da sich Anschlüsse an Regionalzüge in Petershausen nun präziser planen lassen und die S-Bahn selbst zur verlässlicheren Alternative wird.
Wer die neue Taktung optimal nutzen möchte, sollte die aktualisierten Fahrpläne in der MVG- oder DB Navigator-App prüfen, da sich Abfahrtszeiten teilweise um mehrere Minuten verschieben. Mit der Inbetriebnahme der zusätzlichen Züge rückt auch die langfristige Vision einer voll integrierten S-Bahn-Schiene im Großraum München ein Stück näher.

