Ab dem 12. Juni wird der Münchner Hauptbahnhof für Reisende und Pendler zur echten Herausforderung: Drei wichtige Streckenabschnitte fallen für mehrere Wochen komplett aus. Die Deutsche Bahn hat die Sperrungen bereits bestätigt – betroffen sind unter anderem die stark frequentierten Verbindungen in Richtung Stuttgart und Augsburg. Wer täglich durch den Knotenpunkt fährt, muss sich auf längere Fahrzeiten und umständliche Alternativrouten einstellen.

Die Änderungen wirken sich direkt auf die München Hauptbahnhof Route aus, besonders für Umsteiger und Fernreisende. Statt der gewohnten Direktverbindungen führt der Weg nun über provisorische Halte oder Ersatzbusse. Wer etwa aus Richtung Salzburg ankommt und weiter in den Norden will, sollte die neuen Umleitungen frühzeitig prüfen – die Bahn empfiehlt, mindestens 30 Minuten Puffer einzuplanen. Die München Hauptbahnhof Route bleibt zwar grundlegend erhalten, doch ohne Vorbereitung drohen Verspätungen oder verpasste Anschlüsse.

Wegen Sanierung: Großbaustelle am Hauptbahnhof beginnt

Ab dem 12. Juni verwandelt sich der Münchner Hauptbahnhof in eine Großbaustelle. Die Deutsche Bahn startet die lang geplante Sanierung der Gleisanlagen, die bis voraussichtlich Dezember 2025 andauern wird. Betroffen sind vor allem die Strecken in Richtung Rosenheim, Holzkirchen und Freising, die für den Regional- und Fernverkehr entscheidend sind. Pendler und Reisende müssen sich auf erhebliche Einschränkungen einstellen, da drei der wichtigsten Trassen gleichzeitig gesperrt werden.

Laut Angaben der Bahn werden täglich rund 450.000 Fahrgäste den Hauptbahnhof nutzen – trotz der Bauarbeiten. Um den Betrieb aufrechtzuerhalten, setzt man auf ein komplexes Umleitungskonzept mit Ersatzbussen und angepassten Taktungen. Verkehrsexperten warnen jedoch vor längeren Fahrzeiten, besonders in den Stoßzeiten zwischen 6 und 9 Uhr sowie am späten Nachmittag.

Die Sanierung selbst umfasst nicht nur Gleiserneuerungen, sondern auch die Modernisierung der Signaltechnik und den Ausbau von Barrierefreiheit. Besonders kritisch wird die Phase zwischen Juli und September, wenn parallel die S-Bahn-Strecke nach Wolfgangsried für Wartungsarbeiten stillgelegt wird. Die Bahn verspricht, durch digitale Echtzeit-Informationen und zusätzliche Servicekräfte die Auswirkungen für Fahrgäste zu minimieren.

Für Autofahrer bedeutet die Baustelle ebenfalls Umstellungen: Die Arnulfstraße wird zwischen Hauptbahnhof und Landsberger Straße zeitweise auf zwei Spuren reduziert. Die Stadt München rät dringend, auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen oder Homeoffice-Optionen zu nutzen, um Staus zu vermeiden.

Diese drei Strecken fallen ab Juni wochenlang aus

Ab dem 12. Juni wird der Münchner Hauptbahnhof für mehrere Wochen zum Nadelöhr: Drei zentrale Strecken fallen für umfangreiche Bauarbeiten komplett aus. Betroffen sind die Verbindungen nach Rosenheim/Salzburg, nach Freising/Landshut sowie die S-Bahn-Strecke in Richtung Deisenhofen. Die Deutsche Bahn rechnet mit Einschränkungen bis mindestens Ende Juli, da Gleise, Weichen und Signaltechnik auf den neuesten Stand gebracht werden. Laut Angaben des Bayerischen Verkehrsministeriums handelt es sich um die größte Baustelle dieser Art im Süden Deutschlands seit über einem Jahrzehnt – mit täglichen Auswirkungen auf rund 120.000 Pendler.

Besonders kritisch wird die Sperrung der Strecke nach Rosenheim und Salzburg. Hier entfallen nicht nur Regionalexpress-Züge, sondern auch wichtige Fernverkehrsverbindungen wie der EuroCity nach Wien oder der Railjet nach Innsbruck. Ersatzweise sollen Busse im 30-Minuten-Takt fahren, doch Experten warnen vor längeren Fahrzeiten: Allein die Umleitung über Mühldorf verlängert die Reise nach Salzburg um bis zu 50 Minuten.

Für Berufspendler aus dem Norden Münchens wird die Lage nicht einfacher. Die S-Bahn-Linie S3 (Mammendorf–Holzkirchen) fährt zwischen München Hbf und Deisenhofen nicht. Stattdessen müssen Fahrgäste auf Ersatzbusse umsteigen oder Umwege über die S1/S8 in Kauf nehmen. Die Stadtwerke München (SWM) haben bereits zusätzliche U-Bahn-Verbindungen angekündigt, doch Engpässe in den Stoßzeiten gelten als unvermeidbar.

Etwas weniger betroffen, aber dennoch spürbar: Die Strecke nach Freising und Landshut. Hier bleibt der Regionalverkehr zwar teilweise erhalten, doch mit reduzierter Taktung. Die S1 fährt nur noch bis zum Bahnhof Laim, von wo aus Shuttlebusse nach Freising weiterleiten. Für Flugreisende, die den Airport mit der S-Bahn erreichen wollen, bedeutet das: mindestens 20 Minuten mehr Zeit einplanen.

Verkehrsplaner raten dringend zu alternativen Routen oder Homeoffice-Lösungen, wo möglich. Die Bahn hat eine eigene Hotline für die Umleitungen eingerichtet, doch die Erfahrung aus früheren Großbaustellen zeigt: Geduld und Flexibilität werden in den kommenden Wochen zum wichtigsten Begleiter.

Alternativrouten für Pendler und Reisende im Überblick

Ab dem 12. Juni müssen sich Pendler und Reisende am Münchner Hauptbahnhof auf längere Fahrzeiten einstellen. Drei zentrale Streckenabschnitte werden für Bauarbeiten gesperrt, darunter die wichtige Verbindung in Richtung Rosenheim sowie die S-Bahn-Strecke nach Freising. Verkehrsexperten rechnen mit bis zu 30 Minuten zusätzlicher Reisezeit während der Hauptverkehrszeiten – besonders betroffen sind Berufspendler aus dem Umland, die täglich auf diese Routen angewiesen sind.

Für Fahrgäste Richtung Osten bietet sich die Umleitung über die Strecke München Ost – Grafing als praktikable Alternative an. Hier verkehren Regionalzüge im 20-Minuten-Takt, die an den Hauptbahnhof über die S-Bahn-Linien S4 und S6 angebunden sind. Wer in Richtung Flughafen oder Freising unterwegs ist, sollte die S1 nutzen und am Bahnhof Neuaubing in die Ersatzbusse umsteigen, die direkt bis Freising verkehren.

Reisende in Richtung Süden können die Strecke über Pasing wählen. Von dort aus bestehen direkte Verbindungen nach Geltendorf und weiter Richtung Garmisch-Partenkirchen. Laut Angaben der Deutschen Bahn werden auf dieser Route zusätzliche Züge eingesetzt, um die Auslastung zu verringern. Besonders in den Morgenstunden zwischen 6 und 8 Uhr empfiehlt sich jedoch ein früherer Fahrtantritt, da hier mit erhöhtem Andrang zu rechnen ist.

Für Autofahrer, die normalerweise den Hauptbahnhof als Umsteigepunkt nutzen, könnte die Park-and-Ride-Anlage am Bahnhof Dachau eine Lösung sein. Von dort aus verkehren S-Bahnen im 10-Minuten-Takt in die Innenstadt – eine Option, die vor allem für Pendler aus dem Norden attraktiv ist.

So umgehen Sie Staus und Verspätungen während der Sperrungen

Wer während der dreimonatigen Sperrungen am Münchner Hauptbahnhof pünktlich ans Ziel kommen will, sollte die Hauptverkehrszeiten meiden. Verkehrsexperten raten, Reisen zwischen 6 und 9 Uhr morgens sowie 15 und 18 Uhr nachmittags zu umgehen – in diesen Stunden steigt das Staurisiko auf den Ausweichrouten um bis zu 40 Prozent. Die MVG empfiehlt, stattdessen frühe oder späte Verbindungen zu nutzen, um Zeitverluste durch überlastete Straßen zu minimieren.

Alternativrouten wie die A96 Richtung Lindau oder die B2R bieten zwar Umfahrungsmöglichkeiten, sind aber bereits jetzt stark frequentiert. Eine Analyse des Bayerischen Landesamts für Statistik zeigt, dass sich die Fahrzeit auf der A96 während der Rushhour seit 2023 um durchschnittlich 20 Minuten verlängert hat. Wer flexibel ist, kann auf den ÖPNV ausweichen: Die S-Bahn-Linien S1 bis S8 verkehren während der Bauarbeiten im 10-Minuten-Takt und bieten direkte Verbindungen zu den wichtigsten Umsteigeknoten wie Ostbahnhof oder Pasing.

Für Pendler, die auf das Auto angewiesen sind, lohnt sich der Blick auf Echtzeit-Apps wie Google Maps oder Here WeGo. Diese aktualisieren Stauwarnungen alle fünf Minuten und schlagen dynamische Umleitungen vor. Besonders effektiv ist die Kombination mit Park-and-Ride-Plätzen an der Stadtgrenze, etwa in Unterschleißheim oder Perlach – von dort aus gelangt man mit der U-Bahn in weniger als 25 Minuten zum Hauptbahnhof.

Langfristig könnte die Sperrung auch eine Chance für neue Gewohnheiten sein. Unternehmen wie die Deutsche Bahn bieten während der Bauphase vergünstigte Flex-Tickets an, die spontane Fahrten ohne Zusatzkosten ermöglichen. Wer die Option hat, kann zudem Homeoffice-Tage nutzen: Laut einer Studie der IW Köln sparen Berufstätige in München durch zwei Homeoffice-Tage pro Woche durchschnittlich 3,5 Stunden Reisezeit – und schonen dabei die Nerven.

Langfristige Pläne: Was sich nach den Arbeiten ändert

Die Baustellen am Münchner Hauptbahnhof bleiben nicht für immer. Sobald die Gleis- und Weichenarbeiten im Dezember 2024 abgeschlossen sind, profitieren Pendler und Reisende von deutlich verbesserten Verbindungen. Die Deutsche Bahn plant, die Kapazität auf den betroffenen Strecken um bis zu 20 Prozent zu steigern – ein entscheidender Schritt, um den wachsenden Verkehr in der Landeshauptstadt zu bewältigen. Besonders die Strecke Richtung Augsburg soll künftig häufiger und pünktlicher bedient werden, da moderne Stellwerkstechnik Engpässe reduziert.

Langfristig wird sich auch das Erscheinungsbild des Hauptbahnhofs ändern. Die Umbaumaßnahmen umfassen nicht nur technische Aufrüstungen, sondern auch barrierefreie Zugänge und erweiterte Wartebereiche. Verkehrsexperten betonen, dass solche Investitionen überfällig waren: Laut einer Studie des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) aus dem Jahr 2023 gehört München zu den drei am stärksten überlasteten Knotenpunkten im deutschen Schienennetz.

Für Radfahrer gibt es ebenfalls gute Nachrichten. Parallel zu den Gleisarbeiten entsteht eine neue, direkt am Bahnhof angebundene Fahrradstation mit 1.200 Stellplätzen. Damit reagiert die Stadt auf die steigende Nachfrage nach sicheren Abstellmöglichkeiten – besonders für Berufspendler, die Bahn und Rad kombinieren.

Die größten Veränderungen werden jedoch erst 2025 sichtbar: Dann soll die neue S-Bahn-Linie S9 den Betrieb aufnehmen, die den Hauptbahnhof mit dem Norden Münchens verbindet. Diese Strecke entlastet nicht nur die existing Linien, sondern verkürzt die Fahrzeit zum Flughafen um bis zu 15 Minuten. Ein Detail, das besonders Geschäftsreisende und Touristen zu schätzen wissen dürften.

Die Umleitungen am Münchner Hauptbahnhof ab dem 12. Juni bringen für Pendler und Reisende spürbare Änderungen mit sich – drei zentrale Strecken fallen wochenlang aus, was vor allem den Berufsverkehr und regionale Verbindungen betrifft. Wer regelmäßig die betroffenen Linien nutzt, sollte sich jetzt über Alternativrouten informieren, denn Verspätungen und längere Fahrzeiten sind unvermeidbar.

Am besten prüft man vorab die aktualisierten Fahrpläne in der DB-App oder auf bahn.de, wo auch Echtzeit-Updates zu Störungen angezeigt werden. Besonders wer umsteigen muss, sollte Puffer einplanen, da die Ersatzbusse und Umleitungsstrecken oft mehr Zeit in Anspruch nehmen.

Langfristig könnten die Bauarbeiten die Infrastruktur modernisieren, doch bis dahin heißt es: Geduld mitbringen und flexibel bleiben.