Mit zwölf hausgemachten Salsas, die von mild-fruchtig bis scharf-rauchig reichen, setzt das neu eröffnete La Cucaracha in Schwabing einen Maßstab, den selbst eingefleischte Chili-Liebhaber bisher in München vergeblich gesucht haben. Die Rezepturen stammen direkt aus Oaxaca und Jalisco, zubereitet nach traditionellen Methoden – aber mit lokalen Zutaten, die frisch auf den Münchner Märkten eingekauft werden. Wer hier zwischen den knallbunten Wänden Platz nimmt, bekommt nicht nur Tacos, sondern eine Geschmacksexplosion, die weit über die üblichen Tex-Mex-Klischees hinausgeht.
Dass ein mexikanisches Restaurant in München mehr kann als Burrito-Bowls und nachgemachte Guacamole, beweist La Cucaracha seit der Eröffnung vor drei Wochen. Die Gäste – eine Mischung aus Schwabinger Stammtischlern und neugierigen Foodies aus ganz Bayern – kommen für die handgepressten Mais-Tortillas, bleiben aber wegen der Salsas. In einer Stadt, wo „scharf“ oft noch mit Tabasco-Flaschen auf dem Tisch endet, ist das Konzept ein Statement. Endlich gibt es ein mexikanisches Restaurant in München, das die Komplexität der Küche ernst nimmt, ohne sich in Folklore zu verlieren.
Von Oaxaca nach München: Die Geschichte dahinter
Die Verbindung zwischen Oaxaca und München mag auf den ersten Blick überraschen – doch hinter dem neuen Restaurant in Schwabing steckt eine Geschichte, die Kontinente überbrückt. Der Gründer, ein ehemaliger IT-Manager aus Mexiko-Stadt, verließ vor fünf Jahren seine Karriere, um die kulinarische Tradition seiner Heimat nach Bayern zu bringen. Sein Großvater, ein Molcajete-Hersteller in dritter Generation, prägte früh seine Leidenschaft für die komplexen Aromen der oaxaqueñischen Küche. Die Idee reifte während eines einjährigen Aufenthalts in Deutschland, als er feststellte: Authentische mexikanische Küche jenseits von Tex-Mex und Burrito-Ketten war hier kaum zu finden.
Oaxaca, bekannt als das „Land der sieben Mole“, gilt unter Feinschmeckern als kulinarisches Epizentrum Mexikos. Laut einer Studie der Universidad Autónoma Metropolitana exportiert die Region über 60% der landesweit verwendeten Chilischoten – von der rauchigen Chilhuacle bis zur fruchtigen Pasilla Oaxaqueña. Genau diese Vielfalt soll das Schwabinger Lokal einfangen. Die 12 hausgemachten Salsas basieren auf Originalrezepten, die der Gründer bei Marktfrauen in Oaxaca sammelte. Jede Variante erzählt eine eigene Geschichte: Die Salsa Verde Cruda etwa wird mit Tomatillos aus einem kleinen Dorf nahe Mitla zubereitet, wo die Bauern seit Generationen dieselbe Sorte anbauen.
Der Umzug nach München war kein Zufall. Die Stadt beherbergt eine wachsende lateinamerikanische Community – allein im letzten Jahr stieg die Zahl der mexikanischen Staatsbürger in Bayern um 18%. Doch das Restaurant richtet sich bewusst nicht nur an Heimwehplagende, sondern an alle, die echte mexikanische Küche jenseits von Klischees entdecken wollen. Die Location in der Dom-Pedro-Straße, früher ein traditionelles Wirtshaus, wurde monatelang umgebaut, um die typische cocina de humo (Rauchküche) Oaxacas nachzuahmen. Selbst die Tonkrüge für die Fermentation der Salsas stammen aus einem Töpferdorf in San Bartolo Coyotepec.
Besonders stolz ist das Team auf die direkte Zusammenarbeit mit kleinen Produzenten. Der Mais für die Tortillas kommt von einer Kooperative im Zentraltal Oaxacas, die nach alten Methoden Nixtamalisation betreibt. Diese traditionelle Verarbeitung steigert nicht nur den Nährwert, sondern verleiht dem Teig auch sein charakteristisches Aroma. Solche Details machen den Unterschied – und erklären, warum selbst mexikanische Gäste oft überrascht sind, wie nah die Gerichte an die Originale heranreichen.
Zwölf Salsas – alle frisch, alle anders
Wer im La Cucaracha Platz nimmt, bekommt nicht nur eine Speisekarte, sondern eine farbenfrohe Einladung in die Welt der mexikanischen Salsas. Zwölf verschiedene Kreationen stehen bereit – alle hausgemacht, alle mit eigener Persönlichkeit. Von der sanft-rauchigen Salsa Verde aus gerösteten Tomatillos bis zur feurigen Habanero-Rot, die mit 50.000 Scoville-Einheiten selbst geübte Chili-Liebhaber herausfordert, zeigt die Auswahl, wie vielfältig mexikanische Küchenkunst sein kann. Jede Salsa wird täglich frisch zubereitet, denn nur so entfalten sich die Aromen optimal, wie es in traditionellen molcajetes – den vulkanischen Mörsern – seit Jahrhunderten üblich ist.
Besonders überzeugend ist die Balance zwischen Hitze und Geschmack. Die Salsa de Aguacate etwa kombiniert cremige Avocado mit Limette und Koriander zu einer milden, fast süßlichen Note, während die Salsa Macha mit gerösteten Chilis und Knoblauch eine rauchig-würzige Tiefe entwickelt. Laut einer Studie der Universidad Nacional Autónoma de México sind genau diese Kontraste das Markenzeichen authentischer Salsas: Sie sollen nicht nur schärfen, sondern das Gericht harmonisch ergänzen.
Wer es klassisch mag, greift zur Pico de Gallo mit frischen Tomaten, Zwiebeln und Jalapeños – eine Salsa, die in Mexiko zu fast jedem Gericht serviert wird. Experimentierfreudige Gäste probieren dagegen die ungewöhnliche Salsa de Mango, in der die Süße der Frucht mit Chili und Limette ein überraschendes Spiel treibt. Jede Variante erzählt ihre eigene Geschichte, und die Wahl fällt nicht leicht.
Ein Tipp für Unentschlossene: die Salsa-Probeplatte mit sechs Miniatur-Portionen. So lässt sich die Bandbreite von mild bis extrem scharf durchkosten, ohne sich gleich auf eine Variante festlegen zu müssen. Die Salsas sind mehr als Beilage – sie sind das Herzstück jeder Mahlzeit im La Cucaracha.
Tacos al Pastor und andere Highlights der Karte
Wer das neue mexikanische Restaurant in Schwabing betritt, wird sofort vom Duft der Tacos al Pastor empfangen – ein Klassiker, der hier nach traditioneller Art zubereitet wird. Das marinierte Schweinefleisch dreht sich langsam am vertikalen Spieß, während es über offener Flamme knusprig grillt. Dazu gibt es frische Korianderblätter, Zwiebeln und eine Scheibe Ananas, die dem Gericht die typische Süße verleiht. Laut einer Studie der Mexikanischen Gastronomievereinigung ist diese Zubereitungsmethode eine der beliebtesten Straßenkost-Varianten in Mexiko-Stadt – und jetzt auch in München.
Neben dem Star der Karte überzeugen die Enchiladas Verdes mit zartem Hähnchenfleisch, umhüllt von einer frisch grünen Tomatillo-Sauce. Die Saucenbasis stammt aus hausgemachten Zutaten, was den Unterschied zu industriellen Alternativen sofort schmeckbar macht.
Für Fans von Meeresfrüchten lohnt sich ein Blick auf die Ceviche de Camarón – eine erfrischende Komposition aus marinierten Garnelen, Limette, Avocado und scharfer Habanero. Die Balance zwischen Säure und Schärfe gelingt hier perfekt, ohne die natürlichen Aromen der Zutaten zu überdecken. Wer es deftiger mag, findet in den Chiles Rellenos eine würzige Alternative: gefüllte Poblano-Chilis mit Käse oder Hackfleisch, serviert in einer leichten Tomatensauce.
Abgerundet wird das Angebot durch eine Auswahl an Quesadillas mit Füllungen wie Pilzen, Spinat oder Chorizo. Besonders die Variante mit Huitlacoche – einem mexikanischen Delikatesspilz – zeigt, wie das Restaurant auch weniger bekannte Zutaten gekonnt in Szene setzt.
Warum Schwabing jetzt um eine Mittagspause reicher ist
Schwabing bekommt einen neuen kulinarischen Hotspot – und der kommt genau zur richtigen Zeit. Studien der Deutschen Gesellschaft für Ernährung zeigen, dass über 60 % der Münchner Berufstätigen ihre Mittagspause aktiv nutzen, um bewusst außer Haus zu essen. Das frisch eröffnete mexikanische Restaurant an der Leopoldstraße füllt hier eine Lücke: Mit einer durchgehenden Küche von 11:30 bis 15 Uhr setzt es auf die wachsende Nachfrage nach schnellen, aber hochwertigen Mittagsoptionen.
Wer bisher zwischen überfüllten Cafés und standardisierten Kantinen wählen musste, findet hier eine Alternative. Die Mittagskarte bietet Gerichte wie Tacos al Pastor oder Enchiladas Verdes – alles zubereitet mit Zutaten, die täglich frisch angeliefert werden. Besonders praktisch: Die Bestellung am Tresen spart Wartezeit, ohne auf Service zu verzichten.
Das Konzept überzeugt nicht nur durch Geschmack, sondern auch durch Flexibilität. Gäste können zwischen klassischen Menüs oder der „Salsa-Bar“ wählen, wo sie aus zwölf hausgemachten Salsas ihre Schärfegrad-Preferences selbst zusammenstellen. Ein Detail, das besonders bei Stammkunden gut ankommt, wie erste Rückmeldungen zeigen.
Mit seiner Mischung aus Authentizität und urbanem Flair passt das Restaurant perfekt in Schwabings lebendige Gastronomieszene – und wird die Mittagspausen der Nachbarschaft garantiert bunter machen.
Mehr als Guacamole: Was die nächsten Monate bringen
Wer bei mexikanischer Küche nur an Guacamole und Tacos denkt, wird im neuen Casa de Salsa überrascht. Das Restaurant in Schwabing setzt auf eine kulinarische Reise durch weniger bekannte Regionen – von Oaxaca bis Yucatán. Laut einer Studie der Deutschen Gesellschaft für Ernährung wächst das Interesse an authentischen Gewürzmischungen wie Mole Negro oder Adobo um jährlich 12 Prozent. Genau hier liegt der Fokus der Küche.
In den kommenden Monaten plant das Team, saisonale Spezialitäten wie Chiles en Nogada – gefüllte Chilischoten mit Walnuss-Sahne-Sauce – anzubieten. Das Gericht, traditionell im August und September serviert, spiegelt die Verbindung von mexikanischer Geschichte und regionalen Zutaten wider. Auch Tlayudas, oft als „mexikanische Pizza“ bezeichnet, stehen auf der erweiterten Karte.
Ein Highlight bleibt die hauseigene Salsa-Bar. Doch statt bei den bekannten Varianten stehen zu bleiben, experimentiert die Küche mit fermentierten Chili-Sorten und gerösteten Kürbiskernen. Wer es schärfer mag, kann sich auf eine limitierte Edition mit Habanero-Mango-Chutney freuen – entwickelt in Zusammenarbeit mit einem Münchner Gewürzexperten.
Für Getränke-Liebhaber gibt es Neuigkeiten: Ab Herbst wird es eine Auswahl an Mezcal-Cocktails geben, die mit lokalen Kräutern wie Minze oder Holunderblüte verfeinert werden. Die Kombination aus rauchigem Agavenschnaps und bayerischen Aromen soll Brücken zwischen den Kulturen schlagen.
Wer in München nach echtem mexikanischem Geschmack sucht, wird im neuen Mía Taquería in Schwabing fündig—hier steht nicht nur die Zahl der hausgemachten Salsas im Vordergrund, sondern die Leidenschaft für traditionelle Rezepte, die jede Schale zu einem Erlebnis macht. Die Kombination aus frischen Zutaten, handgepressten Tortillas und einer Atmosphäre, die zwischen urbanem Flair und mexikanischer Gastfreundschaft schwankt, hebt das Restaurant deutlich von den üblichen Tex-Mex-Ketten ab.
Ein Besuch lohnt sich besonders für alle, die Mut zu neuen Geschmackserlebnissen haben: Wer die scharfe Salsa Macha oder die rauchige Chipotle-Crema probiert, wird verstehen, warum hier nichts aus der Dose kommt. Und wer erst einmal an den Tischen aus massivem Holz Platz genommen hat, wird bald zurückkehren—denn mit diesem Konzept setzt Mía Taquería Maßstäbe, die München kulinarisch nachhaltig prägen könnten.

