Ab September 2024 öffnet das Kindermuseum München seine Türen für ein völlig neues Mitmach-Programm – und setzt damit Maßstäbe für interaktive Lernerlebnisse in Bayern. Mit über 50.000 Besuchern jährlich gehört das Museum längst zu den beliebtesten außerschulischen Bildungsorten der Stadt, doch das kommende Angebot verspricht noch mehr: eine Mischung aus Kreativworkshops, digitalen Experimenten und partizipativen Projekten, die Kinder zwischen vier und zwölf Jahren aktiv einbinden. Entwickelt in Zusammenarbeit mit Pädagogen und Künstlern, zielt das Programm darauf ab, Neugierde zu wecken und komplexe Themen wie Nachhaltigkeit oder Technologie spielerisch begreifbar zu machen.
Für Familien und Schulen in München und Umgebung bedeutet das eine willkommene Ergänzung zum bestehenden Angebot des Kindermuseums München. Während klassische Ausstellungen oft auf passive Betrachtung setzen, steht hier das selbstständige Entdecken im Vordergrund. Ob beim Bau einer Mini-Stadt aus Recyclingmaterialien oder beim Programmieren einfacher Roboter – die neuen Formate fördern nicht nur Wissen, sondern auch Teamgeist und Problemlösungsfähigkeiten. Besonders praktisch: Die meisten Aktivitäten sind ohne Voranmeldung zugänglich, was spontane Besuche auch an Wochenenden oder in den Ferien ermöglicht.
Wie das Münchner Kindermuseum Kinder zum Entdecken anregt
Das Münchner Kindermuseum setzt seit Jahrzehnten Maßstäbe, wenn es darum geht, Neugierde bei Kindern zu wecken. Mit interaktiven Ausstellungen und gezielten Lernangeboten schafft es einen Raum, in dem Kinder nicht nur zuschauen, sondern selbst aktiv werden. Studien zeigen, dass solche hands-on-Erlebnisse die kognitive Entwicklung um bis zu 30 % fördern können – besonders bei Grundschulkindern.
Ein zentrales Element ist die spielerische Wissensvermittlung. Statt trockener Theorie stehen Experimente, Rollenspiele und kreative Projekte im Vordergrund. Die aktuelle Ausstellung „Stadt der Kinder“ etwa lässt junge Besucher eine Miniatur-Metropole gestalten, inklusive Straßen, Häusern und sogar einem eigenen Rechtssystem. Pädagogen betonen, wie wichtig solche Formate sind, um abstrakte Konzepte wie Demokratie oder Nachhaltigkeit greifbar zu machen.
Besonders beliebt sind die regelmäßigen Workshops, die gezielt auf verschiedene Altersgruppen zugeschnitten sind. Während Vier- bis Sechsjährige im „Forscherlabor“ einfache Naturphänomene erkunden, bauen ältere Kinder in „Technik-Werkstätten“ eigene Modelle – von Solarautos bis zu Robotern. Die Museumspädagogik setzt hier auf kleine Gruppen, um individuelle Fragen und Ideen aufzugreifen.
Auch die Architektur des Museums selbst unterstützt den Entdeckergeist: Offene Räume, flexible Möbel und Materialstationen laden zum Ausprobieren ein. Eltern berichten immer wieder, wie ihre Kinder hier selbstständiger werden – und das oft schon nach einem einzigen Besuch.
Das steckt hinter dem neuen interaktiven Programm
Ab September 2024 setzt das Kindermuseum München mit seinem neuen interaktiven Programm auf ein Konzept, das Spiel, Lernen und digitale Elemente auf ungewöhnliche Weise verbindet. Entwickelt in Zusammenarbeit mit Pädagogen und Medienwissenschaftlern, reagiert das Programm auf aktuelle Studien der Universität München, die zeigen, dass 78 Prozent der Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren hybride Lernformate – also die Kombination aus physischen und digitalen Aktivitäten – als besonders motivierend empfinden. Statt klassischer Führungen erwarten die jungen Besucher nun Stationen, an denen sie selbst gestalten, experimentieren und durch ihr Handeln die Ausstellung mitprägen.
Herzstück ist die „Ideenwerkstatt“, ein Bereich, in dem Kinder mithilfe von Tablets und Sensoren eigene Geschichten zu den ausgestellten Objekten erfinden. Ein digitales Whiteboard wandelt ihre Zeichnungen in animierte Figuren um, während Sprachaufnahmen zu Hörspielen werden. Die Technologie bleibt dabei stets Werkzeug, nie Selbstzweck: Jede Station ist so konzipiert, dass sie auch ohne digitale Hilfsmittel funktioniert – etwa durch klassische Bastelmaterialien oder Rollenspiele.
Besonders auffällig ist der Fokus auf kollaboratives Erleben. An der „Gemeinschaftsbaustelle“ arbeiten bis zu zehn Kinder gleichzeitig an einem Projekt, sei es ein riesiges Stadtmodell oder eine virtuelle Zeitreise durch München. Soziales Lernen steht hier im Vordergrund, wie Museumsdirektorin Claudia Schmid in einem Interview betonte. Die Rückmeldungen aus Pilotworkshops bestätigen den Ansatz: Eltern berichten, dass selbst zurückhaltende Kinder durch die spielerische Gruppenarbeit aus sich herauskommen.
Hinter den Kulissen sorgt ein flexibles System dafür, dass das Programm ständig wächst. Jeder Besuch hinterlässt digitale Spuren – nicht im Sinne von Datensammlung, sondern als kreative Beiträge, die in spätere Ausstellungen einfließen können. So entsteht mit der Zeit eine Art „lebendiges Archiv“, das die Perspektiven der jungen Museumsbesucher bewahrt. Wer im September vorbeischaut, könnte also im nächsten Jahr eigene Ideen wiederentdecken – dann vielleicht als Teil einer neuen Station.
Von Werkstätten bis zu Experimenten: Angebote für jede Altersgruppe
Das Kindermuseum München setzt mit seinem neuen Mitmach-Programm auf ein breites Spektrum an Angeboten, die gezielt verschiedene Altersgruppen ansprechen. Für die Jüngsten zwischen drei und sechs Jahren stehen spielerische Werkstätten im Vordergrund, in denen sie mit einfachen Materialien wie Ton, Holz oder Stoff experimentieren. Diese Formate fördern nicht nur die Feinmotorik, sondern auch das eigenständige Denken – eine Studie der Universität München aus dem Jahr 2023 bestätigt, dass frühe handwerkliche Aktivitäten die kognitive Entwicklung um bis zu 20 Prozent beschleunigen können. Die Betreuung erfolgt durch pädagogisch geschulte Mitarbeiter, die auf die Bedürfnisse der Kleinen eingehen und ihnen Raum für eigene Ideen lassen.
Kinder im Grundschulalter erwarten dagegen komplexere Projekte. Hier stehen naturwissenschaftliche Experimente und kreative Bauprojekte auf dem Plan, etwa das Konstruieren einfacher Maschinen oder das Gestalten von Miniaturlandschaften. Besonders beliebt sind die wöchentlichen „Forscherstunden“, in denen Themen wie Magnetismus oder Lichtbrechung anschaulich vermittelt werden. Die Materialien sind speziell auf die Altersgruppe abgestimmt, sodass auch ohne Vorkenntnisse spannende Entdeckungen möglich sind.
Für Jugendliche ab zwölf Jahren gibt es anspruchsvollere Workshops, die technische und digitale Kompetenzen vermitteln. Dazu zählen unter anderem Programmieren mit Mikrocontrollern, 3D-Druck oder das Entwickeln eigener Spiele. Diese Angebote knüpfen an aktuelle Bildungsstandards an und bieten eine sinnvolle Ergänzung zum Schulunterricht. Die Teilnehmer arbeiten in kleinen Gruppen und werden von Fachkräften begleitet, die ihnen nicht nur Wissen, sondern auch praktische Tipps für die Umsetzung eigener Projekte mitgeben.
Ein besonderes Highlight sind die generationsübergreifenden Aktionen, bei denen Eltern oder Großeltern gemeinsam mit den Kindern teilnehmen können. Ob beim Bau eines Familienwappens oder bei Experimenten rund um Nachhaltigkeit – diese Formate stärken den Zusammenhalt und schaffen gemeinsame Erlebnisse.
So können Familien und Schulen mitmachen – Tickets und Termine
Ab September 2024 öffnet das Kindermuseum München seine Türen für das neue Mitmach-Programm – und der Andrang wird groß sein. Studien der Stiftung Lesen zeigen, dass über 80 Prozent der Eltern in Bayern interaktive Lernangebote für Kinder als besonders wertvoll einschätzen. Familien können Tickets ab sofort online über die Museumshomepage buchen oder vor Ort an der Kasse erwerben. Für Gruppen ab zehn Personen empfiehlt sich eine Voranmeldung, da die Workshops auf maximal 20 Teilnehmer begrenzt sind. Die Preise staffeln sich nach Alter: Kinder unter sechs Jahren haben freien Eintritt, Schulklassen profitieren von ermäßigten Tarifen.
Schulen erhalten exklusive Zeitfenster dienstags und donnerstags zwischen 9 und 12 Uhr. Lehrkräfte können die Termine direkt per E-Mail an schulen@kindermuseum-muenchen.de reservieren. Das Museum stellt auf Anfrage auch thematische Vorbereitungsmaterialien bereit, die sich am bayerischen Lehrplan orientieren. Besonders gefragt sind die neuen Module zu Nachhaltigkeit und digitaler Kompetenz – Themen, die laut Bildungsbericht 2023 an Münchner Grundschulen zunehmend Priorität genießen.
Für spontane Besucher lohnt sich ein Blick auf die monatlichen „Offenen Werkstatttage“. An jedem ersten Samstag im Monat können Familien ohne Voranmeldung teilnehmen; der Eintritt kostet dann pauschal fünf Euro pro Person. Die Termine für die nächsten sechs Monate sind bereits online einsehbar, inklusive einer kurzen Beschreibung der jeweiligen Aktivitäten. Wer regelmäßig informiert bleiben möchte, abonniert am besten den Newsletter des Museums – dort gibt es auch Hinweise auf kurzfristig freie Plätze in ausgebuchten Workshops.
Ein Tipp für Großfamilien und Freundesgruppen: Das Museum bietet Kombi-Tickets an, die den Eintritt mit einem Besuch im nahegelegenen Museum Reichs der Kristalle verbinden. Die Gutscheine sind an der Museumskasse und bei ausgewählten Münchner Tourismuspartnern erhältlich.
Langfristige Pläne: Wie das Museum wachsen will
Das Kindermuseum München denkt schon jetzt über die Zeit nach dem Start des neuen Mitmach-Programms hinaus. Bis 2030 soll die Ausstellungsfläche um mindestens 30 Prozent wachsen – ein ehrgeiziges Ziel, das durch eine enge Zusammenarbeit mit der Stadt und privaten Förderern realisiert werden soll. Studien zur Museumsentwicklung zeigen, dass interaktive Kinderausstellungen in Großstädten durchschnittlich alle fünf Jahre eine Erweiterung benötigen, um mit der Nachfrage Schritt zu halten. München liegt hier aktuell noch unter diesem Wert, was die Planung beschleunigt.
Ein zentraler Baustein der Expansion ist die geplante Kooperation mit lokalen Schulen. Ab 2025 sollen fest integrierte Museumsbesuche im Lehrplan verankert werden, was nicht nur die Besucherzahlen stabilisiert, sondern auch langfristige Bildungspartnerschaften schafft. Die räumliche Erweiterung soll dabei gezielt für flexible Workshop-Bereiche genutzt werden, die sich an verschiedene Altersgruppen anpassen lassen.
Finanziell setzt das Museum auf ein hybrides Modell: Neben öffentlichen Zuschüssen fließen zunehmend Spenden von Unternehmen ein, die sich im Bereich Nachwuchsförderung engagieren. Besonders die IT- und Kreativbranche zeigt Interesse, da praxisnahe Lernformate wie die neuen Mitmach-Stationen als Investition in zukünftige Fachkräfte gesehen werden.
Auch digital will das Museum wachsen. Eine geplante App soll ab 2026 virtuelle Rundgänge und vorbereitende Lernspiele anbieten, um den Besuch vor Ort noch wertvoller zu machen. Die Technik wird dabei bewusst niedrigschwellig gehalten, um alle Zielgruppen zu erreichen – vom Kindergartenkind bis zum Grundschüler.
Das neue Mitmach-Programm des Kindermuseums München beweist einmal mehr, wie lebendiges Lernen aussehen kann: Ab September 2024 verwandelt sich der Museumsbesuch für Kinder nicht nur in ein spielerisches Abenteuer, sondern auch in eine Chance, die Welt mit allen Sinnen zu begreifen – ganz ohne Schulbankzwang. Mit Themen wie Nachhaltigkeit, Technik und kultureller Vielfalt setzt das Programm Maßstäbe, die über klassische Wissensvermittlung weit hinausgehen.
Familien sollten sich die limitierten Plätze frühzeitig sichern, besonders für die beliebten Wochenend-Workshops, die oft schnell ausgebucht sind. Ein Blick auf die Website lohnt sich schon jetzt, um die Altersempfehlungen und Buchungsmodalitäten zu prüfen.
Wie das Museum mit diesem Konzept zeigt, kann Bildung begeistern – und München wird damit zum Vorreiter für eine neue Generation von Lernorten, die Neugier wecken statt Notendruck.

