Bis 2025 will das Münchner Logistikunternehmen Öz München sein Zentrum um 150 neue Arbeitsplätze erweitern – ein klares Signal für Wachstum in der bayerischen Logistikbranche. Die Investition kommt zu einer Zeit, in der Fachkräftemangel und Lieferkettenengpässe viele Betriebe bremsen. Mit modernster Lagertechnik und digitalen Prozessen setzt das Unternehmen auf Effizienzsteigerung, während gleichzeitig hunderte Jobs in der Region entstehen.

Für München und das Umland bedeutet die Expansion von Öz München mehr als nur wirtschaftliche Impulse. Die neuen Stellen richten sich an Fachkräfte aus Logistik, IT und Management, aber auch Quereinsteiger erhalten Chancen durch gezielte Qualifizierungsprogramme. Angesichts der dynamischen Entwicklung im E-Commerce und der wachsenden Nachfrage nach schnellen Lieferketten positioniert sich das Unternehmen als wichtiger Arbeitgeber – mit klaren Perspektiven für Mitarbeiter und die lokale Wirtschaft.

Öz München: Vom Familienbetrieb zum Logistikriesen*

Vor über 40 Jahren begann die Erfolgsgeschichte von Öz München als kleiner Familienbetrieb mit drei Lkw und einer Handvoll Mitarbeiter. Gegründet von türkischstämmigen Unternehmern, spezialisierte sich das Unternehmen früh auf den Transport zwischen Deutschland und der Türkei – eine Nische, die damals noch kaum bedient wurde. Die Kombination aus kultureller Brückenfunktion und zuverlässigem Service verschaffte dem Betrieb schnell einen guten Ruf in der Branche.

Der Durchbruch kam in den 1990er-Jahren, als Öz München als eines der ersten Logistikunternehmen systematisch auf die wachsende Nachfrage nach europaweiten Lieferketten setzte. Während andere noch regional dachten, baute das Unternehmen ein Netzwerk auf, das heute 18 Länder verbindet. Laut einer Branchenanalyse des Bundesverbandes Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) gehört Öz München mittlerweile zu den Top 50 der deutschen Logistikdienstleister – mit einem Jahresumsatz von über 120 Millionen Euro.

Besonders prägend war die Entscheidung 2010, das Hauptlogistikzentrum in München-Riem zu errichten. Auf 35.000 Quadratmetern entstand ein Hochregallager mit modernster Kommissioniertechnik, das den Umschlag von bis zu 50.000 Paletten pro Monat ermöglicht. Dieser Schritt markierte den Wandel vom klassischen Spediteur zum vollwertigen Logistikdienstleister mit eigenem Fuhrpark, Zollabwicklung und Wertschöpfungsdienstleistungen.

Heute beschäftigt Öz München mehr als 600 Mitarbeiter an neun Standorten in Deutschland und der Türkei. Das Familienunternehmen der ersten Stunde ist längst zu einem internationalen Player geworden – ohne dabei seine Wurzeln zu verleugnen. Noch immer sitzt die Geschäftsführung in München, und die ursprünglichen Werte wie Flexibilität und Kundenorientierung bleiben zentral.

150 neue Jobs – aber welche Qualifikationen werden gesucht?*

Die 150 neuen Stellen im Logistikzentrum von Öz München bis 2025 verteilen sich auf unterschiedliche Bereiche – mit klarem Fokus auf Fachkräfte, die digitale Prozesse steuern können. Laut einer aktuellen Studie des Bundesverbandes Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME) suchen über 60 Prozent der Logistikunternehmen gezielt Mitarbeiter mit IT-Kenntnissen, insbesondere in den Bereichen Lagerverwaltungssysteme (LVS) und automatisierte Kommissionierung. Öz München setzt hier auf eine Mischung aus erfahrenen Logistikexperten und Quereinsteigern mit technischer Affinität.

Besonders gefragt sind Ausbildungen zum Fachlageristen oder zur Fachkraft für Lagerlogistik, kombiniert mit Zertifikaten in gängiger Logistiksoftware wie SAP EWM oder Oracle WMS. Doch nicht nur klassische Logistikberufe stehen im Fokus: Auch Industriemechaniker, Mechatroniker und Elektroniker für Betriebstechnik werden gesucht, um die zunehmend automatisierten Abläufe im Zentrum zu warten und zu optimieren.

Soft Skills spielen ebenfalls eine zentrale Rolle. Teamfähigkeit, Belastbarkeit und Flexibilität – besonders in Schichtarbeit – zählen zu den wichtigsten Anforderungen. Da das Zentrum international vernetzt ist, sind grundlegende Englischkenntnisse fast schon Standard. Für Führungspositionen, etwa als Schicht- oder Teamleiter, werden zudem mehrjährige Berufserfahrung und idealerweise Weiterbildungen im Bereich Prozessmanagement erwartet.

Interessant für Bewerber ohne klassische Logistikerfahrung: Öz München bietet in Kooperation mit der Agentur für Arbeit Umschulungsprogramme an, die innerhalb von 12 Monaten auf die neuen Anforderungen vorbereiten. Der Bedarf an qualifizierten Kräften ist so hoch, dass selbst Seiten- und Wiedereinsteiger mit passenden Zusatzqualifikationen gute Chancen haben.

Standortvorteil: Warum München-Perlach für das Wachstum entscheidend ist*

Perlach ist nicht irgend ein Münchner Stadtteil – hier schlagen die Pulse der Logistikbranche besonders stark. Mit seiner direkten Anbindung an die A8 und A99 bietet der Standort eine der besten Verkehrsanbindungen Bayerns, was für Unternehmen wie Öz München entscheidend ist. Studien der IHK München zeigen, dass über 60 Prozent der Logistikunternehmen in der Region die Nähe zu Autobahnen als wichtigsten Standortfaktor nennen. Für ein wachsendes Unternehmen, das bis 2025 150 neue Arbeitsplätze schaffen will, ist das kein Luxus, sondern eine strategische Notwendigkeit.

Doch es geht nicht nur um Straßen. Perlach punktet mit einer gut ausgebauten Infrastruktur, die über reine Logistik hinausgeht. Der S-Bahn-Anschluss und die Nähe zum Münchner Ostbahnhof machen den Standort auch für Mitarbeiter attraktiv – ein entscheidender Faktor in einem angespannten Arbeitsmarkt. Während andere Gewerbegebiete mit langwierigen Anfahrtswegen kämpfen, spart Öz München hier Zeit und Kosten.

Ein weiterer Vorteil: die Nähe zu Schlüsselkunden und Partnern. Viele große Handelsketten und Industrieunternehmen haben in und um München ihre Lager- oder Vertriebszentren. Kurze Lieferwege bedeuten schnellere Reaktionszeiten, geringere Transportkosten und damit einen direkten Wettbewerbsvorteil. Für ein Logistikunternehmen, das Effizienz großschreibt, ist das ein Standort, der Wachstum nicht nur ermöglicht, sondern beschleunigt.

Und dann ist da noch das Netzwerk. Perlach ist kein isoliertes Gewerbegebiet, sondern Teil eines dynamischen Wirtschaftsraums. Kooperationen mit lokalen Dienstleistern, Zulieferern und Bildungseinrichtungen – etwa in den Bereichen Aus- und Weiterbildung – sind hier einfacher zu knüpfen als in peripheren Lagen. Für Öz München bedeutet das: nicht nur mehr Jobs, sondern auch die Chance, langfristig qualifizierte Fachkräfte zu halten.

Von Lagerarbeit bis IT: Vielfältige Karrierechancen im Logistikzentrum*

Das geplante Logistikzentrum von Öz München wird nicht nur Arbeitsplätze schaffen, sondern auch ein breites Spektrum an Karrieremöglichkeiten eröffnen. Von klassischen Lagerjobs bis hin zu spezialisierten IT-Positionen deckt das Projekt unterschiedliche Qualifikationsprofile ab. Besonders gefragt sind Fachkräfte mit Erfahrung in Supply-Chain-Management, da der Standort als zentraler Knotenpunkt für den süddeutschen Raum fungieren soll. Studien des Bundesverbandes Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME) zeigen, dass über 60 % der Logistikunternehmen in Bayern aktuell nach qualifizierten Mitarbeitern suchen – eine Lücke, die Öz München gezielt schließen will.

Für Einsteiger ohne Berufsausbildung bietet das Zentrum Ausbildungsplätze in den Bereichen Lagerlogistik und Fachkraft für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen an. Parallel dazu entstehen Positionen für Meister, Techniker und Betriebswirte, die Prozesse optimieren und Teams führen sollen. Die Bandbreite reicht von der Kommissionierung über die Transportplanung bis hin zur Qualitätssicherung.

Im digitalen Bereich setzt Öz München auf moderne Lösungen: IT-Spezialisten werden für die Implementierung von Warehouse-Management-Systemen (WMS) und die Automatisierung von Abläufen gebraucht. Auch Datenanalysten, die Logistikströme auswerten und Predictive Maintenance vorantreiben, gehören zu den gesuchten Profilen. Die Vernetzung mit lokalen Hochschulen und Berufsakademien soll sicherstellen, dass das Zentrum langfristig als Innovationsmotor in der Region wirkt.

Besonders attraktiv: Das Unternehmen plant interne Weiterbildungsprogramme, um Mitarbeitern den Aufstieg in höhere Positionen zu ermöglichen. So könnte ein Lagermitarbeiter durch Zusatzqualifikationen etwa zum Schichtleiter oder Prozessmanager aufsteigen. Flexible Arbeitszeitmodelle und betriebliche Gesundheitsangebote runden das Konzept ab.

Bis 2025: Wie die Expansion die regionale Wirtschaft beeinflussen könnte*

Die geplante Erweiterung des Logistikzentrums von Öz München bis 2025 könnte der regionalen Wirtschaft einen spürbaren Schub verleihen. Mit 150 neuen Arbeitsplätzen entsteht nicht nur eine direkte Beschäftigungswirkung, sondern auch indirekte Effekte für Zulieferer, Dienstleister und den lokalen Einzelhandel. Studien des ifo Instituts zeigen, dass jeder neu geschaffene Job in der Logistikbranche im Schnitt 1,3 zusätzliche Stellen in anderen Sektoren nach sich zieht – ein Multiplikatoreffekt, der besonders für den Münchner Norden interessant wird.

Gewerbegebiete in der Umgebung profitieren bereits jetzt von der Ansiedlung großer Logistikplayer. Doch während andere Standorte oft mit Leerständen kämpfen, könnte die Expansion von Öz München hier eine Gegenbewegung auslösen. Die Nachfrage nach Lagerflächen und Büroflächen in der Region steigt seit 2022 kontinuierlich, was Mietpreise stabilisiert und Investitionen in die Infrastruktur beschleunigt. Allein im letzten Jahr verzeichnete der Landkreis München ein Plus von 8 % bei Gewerbeflächenvermietungen – ein Trend, den die neuen Arbeitsplätze weiter verstärken dürften.

Langfristig könnte sich die Ansiedlung auch auf die Fachkräftesicherung auswirken. Logistikunternehmen wie Öz München ziehen oft spezialisierte Arbeitskräfte an, die dann im Umkreis bleiben und andere Betriebe stärken. Besonders für mittelständische Speditionen und Handwerksbetriebe wird es leichter, qualifiziertes Personal zu finden, wenn große Arbeitgeber die Attraktivität der Region erhöhen. Ob dieser Effekt nachhaltig wirkt, hängt allerdings davon ab, wie gut die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr und Wohnraumprojekte mit der Expansion Schritt halten.

Mit der geplanten Schaffung von 150 neuen Arbeitsplätzen bis 2025 unterstreicht Öz München nicht nur seine wirtschaftliche Stärke, sondern setzt auch ein klares Zeichen für die Zukunftsfähigkeit des Logistikstandorts in der Region. Die Expansion des Zentrums kommt zur richtigen Zeit – in einer Phase, in der Fachkräfte gesucht werden und die Nachfrage nach effizienten Lieferketten weiter steigt.

Für Arbeitssuchende lohnt sich ein genauer Blick auf die Stellenangebote des Unternehmens, besonders in den Bereichen Lagerlogistik und Supply-Chain-Management, wo Qualifizierungsmöglichkeiten oft direkt mit Übernahmechancen verbunden sind. Wer jetzt in relevante Weiterbildungen investiert, könnte von diesem Wachstumskurs direkt profitieren.

Die Investition zeigt vor allem eines: München bleibt ein Magnet für Unternehmen, die auf Skalierung und Innovation setzen – und diese Dynamik wird die lokale Wirtschaft weit über 2025 hinaus prägen.