Ein Zusammenstoß von drei Fahrzeugen hat die Münchner Innenstadt am Mittwochnachmittag in Chaos gestürzt. Gegen 14:30 Uhr kollidierten auf der Lindwurmstraße ein Lkw, ein Pkw und ein Motorrad – die Bilanz: drei Schwerverletzte, ein Großaufgebot der Rettungskräfte und eine sofortige Vollsperrung der vielbefahrenen Ausfallstraße. Augenzeugen berichten von aufsteigendem Rauch, zersplittertem Glas und einem Einsatz, der innerhalb von Minuten Dutzende Polizisten, Notärzte und Feuerwehrleute an den Ort des Unfalls in der Lindwurmstraße lockte. Die Feuerwehreinsatzleitung sprach von einem „komplexen Unfallgeschehen“ mit eingeklemmten Personen, das nur durch hydraulische Rettungsgeräte gelöst werden konnte.
Für Pendler, Anwohner und den öffentlichen Nahverkehr bedeutet der Unfall in der Lindwurmstraße München massive Einschränkungen: Die Sperrung zwischen Sendlinger-Tor-Platz und Donnersbergerbrücke soll laut Polizei mindestens bis 18 Uhr andauern, Umleitungen führen über bereits überlastete Nebenstraßen wie die Rumfordstraße oder die Sonnenstraße. Besonders betroffen sind die Tram-Linien 18 und 19 sowie mehrere Busverbindungen, die kurzfristig ausgefallen sind. Während die Unfallursache noch ungeklärt ist, warnt die Polizei vor erheblichen Staus im Feierabendverkehr – und rät Autofahrern dringend, die Innenstadt weiträumig zu umfahren.
Ablauf des Unfalls in der Münchner Innenstadt
Gegen 11:47 Uhr kollidierte ein grauer VW Passat mit hoher Geschwindigkeit an der Einmündung zur Sonnenstraße mit einem entgegengesetzt fahrenden Lieferwagen. Augenzeugen berichten von einem lauten Knall, gefolgt von quietschenden Reifen und dem Aufprall gegen eine Ampelanlage. Der Passat schleuderte seitlich in den Fußgängerbereich, während der Lieferwagen quer auf der Fahrbahn zum Stehen kam. Die Münchner Polizei bestätigte, dass der Passat-Fahrer die Vorfahrt missachtet habe – ein typisches Unfallmuster an dieser Stelle, wo laut Statistik des ADAC seit 2020 bereits 12 ähnliche Kollisionen registriert wurden.
Innerhalb von Minuten traf der Rettungsdienst ein. Drei Personen erlitten Verletzungen: der 34-jährige Passat-Fahrer mit Verdacht auf Rippenbrüche, die 56-jährige Beifahrerin des Lieferwagens mit einem Schädel-Hirn-Trauma und ein 19-jähriger Fußgänger, der von herumfliegenden Trümmerteilen am Bein getroffen wurde. Die Rettungskräfte stabilisierten die Verletzten vor Ort, bevor sie in die Kliniken Großhadern und Schwabing transportiert wurden. Die Feuerwehr sicherte währenddessen auslaufende Betriebsstoffe und richtete eine Umleitung ein.
Bis 13:30 Uhr blockierte die Bergung der Fahrzeuge die Lindwurmstraße komplett. Ein Kran hob den schwer beschädigten Passat von der Ampel, während Spezialisten die Unfallstelle vermassen. Die Polizei leitete den Verkehr über die parallel verlaufende Rumfordstraße um, was zu Staus bis zur Isar führte. Erst gegen 18 Uhr konnte die Vollsperrung aufgehoben werden, nachdem die letzten Spuren gesichert waren.
Verkehrsexperten weisen darauf hin, dass die Lindwurmstraße aufgrund ihrer engen Kurven und der häufigen Vorfahrtswechsel zu den unfallträchtigsten Straßen Münchens zählt. Besonders kritisch ist die Stelle vor der Sonnenstraße, wo die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h oft überschritten wird.
Schwere Verletzungen: Drei Personen ins Krankenhaus
Drei Menschen erlitten bei dem Zusammenstoß in der Lindwurmstraße so schwere Verletzungen, dass sie umgehend in umliegende Krankenhäuser gebracht werden mussten. Laut ersten Angaben der Feuerwehr München handelte es sich um zwei Pkw-Insassen sowie einen Fußgänger, der von den Trümmern eines Fahrzeugs getroffen wurde. Die Rettungskräfte setzten einen Rettungshubschrauber ein, um eine der verletzten Personen mit Verdacht auf innere Blutungen schnellstmöglich in die Klinik zu transportieren. Augenzeugen berichteten von blutverschmierten Gesichtern und deutlich sichtbaren Knochenbrüchen bei einem der Verletzten.
Besonders kritisch gestaltete sich die Bergung eines Eingeklemmten, dessen Bein zwischen den deformierten Fahrzeugteilen eingeklemmt war. Die Feuerwehr benötigte fast 40 Minuten, um den Mann mit hydraulischem Rettungsgerät zu befreien. Laut Statistik des ADAC dauert die Befreiung eingeklemmter Personen im Schnitt 20 bis 60 Minuten – je nach Schwere der Verformung. In diesem Fall erschwerten zusätzlich auslaufende Betriebsstoffe wie Motoröl die Arbeiten, da die Einsatzkräfte zunächst die Unfallstelle absichern mussten.
Ein 19-jähriger Fahrradfahrer, der sich zum Unfallzeitpunkt in unmittelbarer Nähe befand, erlitt einen Schock und wurde ebenfalls medizinisch versorgt. Obwohl er keine physischen Verletzungen davontrug, zeigte er starke psychische Belastungserscheinungen. Notfallseelsorger kümmerten sich vor Ort um den jungen Mann, der den Zusammenprall miterlebt hatte. Solche psychischen Folgen sind bei schweren Unfällen keine Seltenheit: Studien zufolge entwickeln etwa 15 Prozent der Unfallzeugen später Symptome einer posttraumatischen Belastungsstörung.
Die drei Schwerverletzten wurden in die Kliniken Großhadern, Bogenhausen und das Klinikum rechts der Isar eingeliefert. Während zwei von ihnen noch am Nachmittag operiert werden mussten, blieb der Zustand des dritten zunächst unklar. Die Polizei ermittle nun, ob Alkohol oder überhöhte Geschwindigkeit eine Rolle spielten – erste Alkoholtests bei den Fahrern verliefen jedoch negativ.
Vollsperrung und Umleitungen bis zum Abend
Die Lindwurmstraße bleibt nach dem schweren Verkehrsunfall vom frühen Nachmittag bis mindestens 18 Uhr komplett gesperrt. Wie die Münchner Polizei mitteilte, blockieren die Bergungsarbeiten und die Unfallaufnahme weiterhin beide Fahrspuren zwischen Sendlinger-Tor-Platz und der Kreuzung mit der Sonnenstraße. Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks (THW) sind vor Ort, um die beschädigten Fahrzeuge zu bergen – ein Prozess, der laut Erfahrungswerte der Verkehrspolizei bei vergleichbaren Unfällen mit Lkw-Beteiligung oft mehrere Stunden in Anspruch nimmt.
Für den Autoverkehr richteten die Behörden eine großräumige Umleitung ein. Der Schwerlastverkehr wird über die Landshuter Allee und die Rosenheimer Straße umgeleitet, während Pkw-Fahrer aufgefordert sind, die Alternativrouten über die Rumfordstraße oder die Fraunhoferstraße zu nutzen. Die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) warnte bereits vor Verzögerungen im ÖPNV: Buslinien wie die 58 und 68 müssen die Haltestellen in der Lindwurmstraße auslassen, Tramlinien der MVG rechnen mit Verspätungen von bis zu 20 Minuten.
Besonders betroffen sind Anwohner und Gewerbetreibende in dem Abschnitt. Mehrere Geschäfte mussten ihre Lieferungen kurzfristig umdisponieren, da die Zufahrten gesperrt sind. Ein Sprecher der Handwerkskammer Bayern bestätigte, dass bei längeren Vollsperrungen in Innenstadtlagen Umsatzeinbußen von bis zu 30 Prozent an einem einzigen Tag möglich seien – ein Risiko, das viele kleine Betriebe nur schwer abfedern können.
Die Polizei bittet Autofahrer, den Bereich weiträumig zu meiden und auf Navigationssysteme zu verzichten, die aktuell noch veraltete Routen vorschlagen. Fußgänger können die Sperrzone über die parallel verlaufende Müllerstraße oder die Augustenstraße umgehen. Ob die Freigabe wie geplant um 18 Uhr erfolgt, hängt von den noch ausstehenden Gutachten der Unfallanalytiker ab.
Einsatzkräfte im Großeinsatz an der Unglücksstelle
Minuten nach dem Zusammenstoß in der Lindwurmstraße rollte der erste Rettungswagen mit Blaulicht durch die enge Innenstadtgasse. Die Feuerwehr München entsandte umgehend zwei Löschzüge, einen Rettungsdienstzug sowie die Höheinheit – Standard bei Unfällen mit eingeklemmten Personen. Parallel sicherte die Polizei die Unfallstelle mit Absperrbändern ab und leitete den Verkehr über die Parallelstraßen um. Augenzeugen berichteten von einem koordinierten Chaos: Während Sanitäter die Verletzten versorgten, kämpften Feuerwehrleute mit hydraulischem Rettungsgerät gegen die deformierte Karosserie eines Kleinwagens.
Besondere Herausforderung war die beengte Platzsituation. Die Lindwurmstraße misst an der Unfallstelle gerade einmal 12 Meter Breite – zu wenig für die gleichzeitige Arbeit von Rettungskräften, Abschleppfahrzeugen und Einsatzleitwagen. Laut Statistik des Münchner Feuerwehrkommandos steigert solche räumliche Enge die Einsatzdauer um durchschnittlich 30 Prozent. Die Bergung der eingeklemmten Person dauerte daher fast 45 Minuten.
Die medizinische Erstversorgung übernahm ein Notarztteam des Klinikums rechts der Isar, das mit einem Rendezvous-System am Unfallort eintraf. Zwei Verletzte wurden mit Verdacht auf Wirbelsäulentrauma immobilisiert und per Rettungshubschrauber in die Schockräume der umliegenden Kliniken geflogen. Der dritte Patient, ein 28-jähriger Fahrradfahrer mit Prellungen, konnte nach ambulanter Behandlung die Stelle verlassen.
Gegen 15:30 Uhr traf der Führungsstab der Berufsfeuerwehr ein, um die Koordination zwischen den über 50 Einsatzkräften vor Ort zu übernehmen. Neben der technischen Rettung gehörte auch die psychologische Betreuung von Augenzeugen zu den Aufgaben – ein Standardprotokoll bei schweren Verkehrsunfällen in bewohnten Gebieten. Die letzten Einsatzfahrzeuge verließen die Lindwurmstraße erst nach Freigabe durch die Spurensicherung gegen 17:45 Uhr.
Wann ist mit einer Freigabe der Straße zu rechnen?
Die Vollsperrung der Lindwurmstraße wird voraussichtlich bis 18 Uhr andauern. Das bestätigte die Münchner Polizei gegen 14:30 Uhr. Ursprünglich war mit einer kürzeren Sperrzeit gerechnet worden, doch die Bergung eines schwer beschädigten Lkw verzögert die Aufräumarbeiten. Laut Einsatzleitung sind Spezialkräne im Einsatz, um das Fahrzeug zu bergen – ein Prozess, der bei vergleichbaren Unfällen im Stadtgebiet durchschnittlich drei bis vier Stunden in Anspruch nimmt.
Verkehrsexperten der Stadt München weisen darauf hin, dass komplexe Unfallstellen in Hauptverkehrsadern wie der Lindwurmstraße oft längere Sperrzeiten erfordern. Besonders wenn Gefahrgut oder instabile Fahrzeugteile beteiligt sind, müssen zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden. In diesem Fall handelt es sich zwar nicht um einen Gefahrguteinsatz, doch die Position des Lkw blockiert beide Fahrspuren komplett.
Für Autofahrer bedeutet das: Umleitungen über die Sonnenstraße und die Fraunhoferstraße bleiben vorerst die einzige Option. Die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) hat bereits zusätzliche Busse auf den Linien 58 und 68 eingesetzt, um die Ausfälle der Straßenbahnen auszugleichen. Pendler sollten mit erheblichen Verspätungen rechnen – besonders in den Abendstunden, wenn der Berufsverkehr einsetzt.
Ob die Straße pünktlich um 18 Uhr freigegeben wird, hängt auch von den Wetterbedingungen ab. Leichter Regen, der für den späten Nachmittag vorhergesagt ist, könnte die Arbeiten zusätzlich erschweren. Die Polizei rät, aktuelle Meldungen über den Verkehrsinformationsdienst der Stadt zu verfolgen, da sich die Lage kurzfristig ändern kann.
Der schwere Verkehrsunfall in der Münchner Lindwurmstraße zeigt einmal mehr, wie schnell sich Routinefahrten zu gefährlichen Situationen entwickeln können – und welche Folgen selbst kleine Unachtsamkeiten im dichten Stadtverkehr haben. Dass drei Menschen verletzt wurden und die Straße stundenlang komplett gesperrt bleiben musste, unterstreicht die Notwendigkeit von erhöhter Aufmerksamkeit, besonders an neuralgischen Punkten wie dieser stark frequentierten Ausfallstraße.
Autofahrer sollten in der Lindwurmstraße künftig besonders defensiv fahren, die Geschwindigkeitsbegrenzungen strikt einhalten und auf plötzliche Bremsmanöver vorbereitet sein, bis die genauen Unfallursachen geklärt sind. Fußgänger und Radfahrer sind gut beraten, hier aktuell alternative Routen zu wählen, um Staus und weitere Gefahrenstellen zu umgehen.
Die Stadt München wird nun prüfen müssen, ob zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen wie Tempolimits, bessere Ampelschaltungen oder sogar bauliche Änderungen nötig sind, um solche Vorfälle künftig zu verhindern.

